Gehirnwäsche

Was Gesellschaften manipulierbar macht.


Die psychologische Empfänglichkeit von Menschen für gewaltsame Manipulation – sprich Propaganda – sinkt nicht mit steigender Intelligenz. Vielmehr ist das Gegenteil der Fall. Intellektuelle lassen sich gern auf die Auseinandersetzung mit Psychopathen, samt der von jenen benutzten Werkzeuge ein. Ihr intellektuell gestärktes Ego führt sie in die Falle – denn sie können diesen Kampf nicht gewinnen.


Vorwort von Peds Ansichten

Wieder einmal bin ich bei FritzTheCat auf eine tolle Übersetzung gestoßen, die es verdient, weiter verbreitet zu werden. Um Irritationen beim Leser zu vermeiden, ein paar Sensibilisierungen vorab. Dieser Text stammt original von einem US-Amerikaner, Daniel Greenfield. Aus dessen Sicht ist der Text auch zu verstehen. In den USA ist es „Mode“, die Demokraten als die Linken und die Republikaner als die Rechten zu bezeichnen.

Greenfield benutzt wiederholt „die Linken“ und meint damit verallgemeinernd die politisch-ideologische Fraktion der Demokraten um die frühere US-Außenministerin Hillary Clinton, die sich per se als fortschrittlich (links) und Retter der Nation, ja der ganzen Welt aufspielen. In diese sind ein großer Teil der Medien und Denkfabriken eingeschlossen. Diese traditionell äußerst einflussreiche Machtgruppe, mit guten Verbindungen zu den Neokonservativen bekämpft bis aufs Messer die Machtgruppe um und hinter Donald Trump. In diesem Kontext verkaufen die Leitmedien selbst hier in Deutschland einen George Soros allen Ernstes ebenfalls als Linken. Wenn Sie also, liebe Leser, den folgenden Text studieren, seien Sie sich bitte dessen bewusst.

Nicht zu vergessen: Dieser Artikel beschreibt manipulative Techniken, die sehr wohl auch hier in Deutschland systematisch auf verschiedenen Ebenen eingesetzt werden. Die Zielobjekte sind natürlich wir.


Die Gehirnwäsche einer Nation

von Daniel Greenfield, 12.05.2019

Originalquelle: http://sultanknish.blogspot.com/2019/05/the-brainwashing-of-nation.html

Übersetzung von FritzTheCat bei: https://www.theblogcat.de/uebersetzungen/gehirnwaesche-12-05-2019/


Gehirnwäsche ist kein heimlicher Vorgang an irgendeinem versteckten Ort. Sie braucht keine Hypnose oder Fläschchen voller Chemikalien. Sie findet jeden Tag in gigantischem Ausmaß im ganzen Land statt. (b1)



Im Gegensatz zu Raymond Shaw in The Manchurian Candidate verwandelt eine Gehirnwäsche die Menschen nicht in hypnotisierte Zombies, die auf Kommando einen Präsidentschaftskandidaten ermorden würden. Stattdessen verwandelt es sie in jene Sorte Menschen, die jemanden aus politischen Gründe ermorden würden.

Das ist der Unterschied, warum so wenige Menschen die Ursachen von politischem Radikalismus und Gewalt verstehen.

Gehirnwäsche ist keine Magie, aber sie kann wie Magie aussehen. Der Trick, der uns dazu bringt, so zu denken, ist unser fester Glaube an unseren Verstand und unseren freien Willen. Es ist einfacher, an die Veränderung des Geistes durch Hypnose und Drogen zu glauben, als das zu verstehen, was die erfolgreichen Fachleute der Gehirnwäsche tun: Dass der menschliche Geist formbarer ist als wir denken, und dass das Unterbewusstsein stärker ist als das Bewusstsein.

Die Kunst und die Wissenschaft der Gehirnwäsche sind bekannt. Wir [selbst aber] wissen es nicht, weil wir es nicht wissen wollen.

Gehirnwäsche findet jeden Tag statt. Es muss nicht unbedingt eine vollständige Transformation der Identität bedeuten. Auf der einfachsten Ebene bedeutet es, jemanden zu zwingen, etwas zu glauben, was nicht wahr ist.

Es ist so einfach wie zwei Polizisten, die einen unschuldigen Verdächtigen einschüchtern, um ihn glauben zu machen, dass er schuldig ist. Die Beamten und der Verdächtige werden ihre Interaktion nicht als Gehirnwäsche sehen. Die Beamten können ehrlich an seine Schuld glauben. Und am Ende des Prozesses wird der Verdächtige auch glauben, dass er das Verbrechen begangen hat. Er wird sogar in der Lage sein, sehr detailliert zu beschreiben, wie er es getan hat. Das ist eine übliche, tägliche Gehirnwäsche.

Die Schlüsselelemente der Gehirnwäsche befinden sich in diesem kühlen Raum mit der abblätternden Farbe an den Wänden. Diese drei Elemente sind Kontrolle, Krise und emotionale Resonanz. Um jemanden erfolgreich einer Gehirnwäsche zu unterziehen, muss man seine Umgebung kontrollieren, ihm eine Krise aufzwingen und dann Kernemotionen wie Angst, Liebe, Schuld, Hass und Scham anzapfen und ihn durch die Krise führen, indem er einen neuen Glauben akzeptiert und verinnerlicht.

Der Glaube kann alles sein, aber das pseudoreligiöse Ritual erschließt einen emotionalen Kern, der von ihnen verlangt, zu glauben, dass sie schlechte Menschen sind und dass sie durch die Annahme dieses neuen Glaubens jetzt gute Menschen seien.

Diese falsche Bekehrung ist die Essenz der Gehirnwäsche und linker politischer Erweckungs-Narrative.

Der menschliche Geist, wie auch der menschliche Körper, passt sich einer Krise mit einer Kampf- oder Fluchtreaktion an. Die Gehirnwäsche zwingt den Geist zu einer Fluchtreaktion. Einmal im Fluchtmodus, kann der Verstand einen neuen Glauben als Schutzverhalten rationalisieren, was ihn schützen soll. Auch wenn, wie im Falle des Verdächtigen, der neue Glaube sein Leben tatsächlich zerstören wird. Kampf- oder Fluchtmodus hemmt das langfristige Denken. Im Panikmodus erscheinen destruktive und selbstmörderische Verhaltensweisen wie Lösungen, weil sie eine Flucht vor unerträglichem chemischen Stress bieten.

Dafür gibt es einen guten biologischen Grund. Unser Verstand hält uns davon ab, in einer Krise zu viel zu denken, damit wir dringende Maßnahmen ergreifen können, wie z.B. ein Feuer oder einem Schützen vor die Flinte zu laufen, was unser rationaler Verstand uns vielleicht nicht erlaubt. Aber genau diese Funktion kann „gehackt“ werden, indem man Menschen künstlich in den Kampf-oder-Flucht-Modus versetzt, um sie zu brechen und ihre höheren Argumentationsfunktionen zu verkürzen. Entscheidungen, die im Kampf-oder-Flucht-Modus unterbewusst getroffen werden, werden dann nach Überwindung der ersten Krise rationalisiert und verinnerlicht.

Wenn diese Internalisierung stattfindet, dann hat die Gehirnwäsche funktioniert.

Fast jeder kann gezwungen werden, unter genügend Stress irgendetwas zu sagen. Viele können gezwungen werden, es zu glauben. Der Härtetest der Gehirnwäsche ist, ob sie diesen Glauben beibehalten werden, sobald der Kampf-oder-Flucht-Modus vorbei ist.

Sekten, missbräuchliche Beziehungen und totalitäre Bewegungen halten die „totale Krise“ aufrecht, was genauere Überlegungen verhindert und erzeugt so einen permanenten Stresszustand, indem sie unvorhersehbare Reaktionen auf Kampf oder Flucht auslösen. Dies führt zum Stockholm-Syndrom, wo der Gefangene versucht, sein Schicksal durch totale emotionale Identifikation mit seinem Entführer zu kontrollieren, ein Rudelverhalten, der Verlust von Identität und Willen und schließlich Selbstmord oder Tod.

Die totale Krise führt zu Burnout, emotionaler Erschöpfung, Loslösung von Freunden und Familie und zu Gewalt. (b2)



Wie kann man eine Nation einer Gehirnwäsche unterziehen?

Indem man das nationale Umfeld kontrolliert, das Land in eine Krise stürzt und ihre Angst und Schuld anzapft. Und dann kann man Flugzeuge, Kühe, Wolkenkratzer, Strohhalme, Plastiktüten und den Rest vom Green New Deal verbieten.

Die Umweltkrise ist nur ein Beispiel dafür, wie linke Bewegungen eine Nation einer Gehirnwäsche unterziehen können.

Die wachsende Zahl von Millenials, die sagen, dass sie wegen Umweltpanik keine Kinder bekommen wollen, ist ein Beispiel dafür, wie Gehirnwäsche ein Selbstmordverhalten wie einen Selbsterhaltungstrieb erscheinen lassen kann.

Da der Linken die totale Kontrolle über das Land noch fehlt, verlässt sie sich auf die Wiederholung, die selbst eine Form von Kontrolle und Stress ist, um Angst und Panik zu erzeugen. Das gleicht den Mangel an physischer Kontrolle aus, indem es die Amerikaner mit Botschaften bombardiert, die dazu bestimmt sind, Angst, Liebe, Hass und Schuld zu wecken, durch die Medien, durch das Bildungssystem, durch Unterhaltung und durch jeden möglichen Nachrichtenkanal.

Die globale Panik wegen des Klimawandels ist eine aus einer Reihe von fabrizierten linken Krisen, die mit einer Klassenkrise begann. Sie ging über zu einer Rassenkrise und dann zu einer Umweltkrise.

Jede der Krisen behauptete, dass die Gesellschaft auf dem Weg zu einer unvermeidlichen Apokalypse sei, dass die Art der Krise, ob wirtschaftlich, rassisch oder ökologisch, von Experten überprüft worden sei, dass wir alle an der Krise beteiligt seien und dass die einzige Lösung ein radikaler Wandel sei, der von den Krisenexperten verwaltet werden wird.

Die Panik über Trump ist eine Mikrokrise jener Art, wie sie von Linken in der politischen Opposition gezündet wurde, aber die Angst, Wut, Terror, Stress und Gewalt, die hier zu beobachten sind, sind typisch für den Krisenmodus von Kampf oder Flucht.

Der „Widerstand“ ist keine politische Bewegung. (Anmerkung von FritzTheCat.: Mit „Widerstand“ ist die Anti-Trump-Bewegung „#Resistance“ gemeint) Es ist ein politischer Kult, dessen Krise die Wahl 2016 war. Ihr irrationaler Glaube, dass Trump ein russischer Agent sei, ist typisch für die konspirative Denkweise von Sekten. Die Unfähigkeit zu verstehen, dass deine Überzeugungen völlig irrational sind, zeigt, dass Gehirnwäsche funktioniert.

Die Wahl 2016 hat ihren Mitgliedern einen Kontrollverlust beschert. Trump wurde zur Krise, die ihren Kontrollverlust verkörpert. Ihre Angst, Schuld und Wut führten zu Stress, der ihr Verhalten und ihren Glauben verändert hat.

Und in der jüngsten Vergangenheit glaubten Millionen, dass Trump wirklich für Moskau arbeitet.

Das ist Gehirnwäsche auf einer Zeitskala, die so unmittelbar ist, dass wir uns leicht daran erinnern können. Doch die meisten von uns haben Schwierigkeiten zu verstehen, wie es funktioniert und warum es funktioniert. Und dieser Mangel an Verständnis macht uns blind.

Wie können kluge Menschen auf kleinere Variationen derselben Lüge in Generation um Generation hereinfallen?

Kluge Menschen sind die besten Ziele für die Gehirnwäsche. Sekten rekrutieren schlaue Studenten auf dem Campus, sie zielen auf angehende Führungskräfte, die nach Führungstraining suchen, und unzufriedene Fachleute, die nach Bedeutung suchen. Sekten bestehen selten aus dummen Menschen. Sie bestehen aus intelligenten, verwundbaren Menschen. (Hervorhebung durch PA)


Menschen verhalten sich nicht rational. Wir rationalisieren nur unser Verhalten.


Je mehr Menschen etwas rationalisieren, desto mehr können sie einer Gehirnwäsche unterzogen werden. Deine alte Casio Digitaluhr kann nicht gehackt werden. Selbst wenn sie gehackt würde, gibt es nicht viel, was man damit tun könnte. Dein Smartphone kann gehackt und für mehr Leistung genutzt werden. Dein Desktop kann gehackt und für noch mehr Funktionen genutzt werden. Intelligenz macht uns nicht weniger anfällig für Manipulationen, sie macht uns viel anfälliger.

Die politische Gehirnwäschekampagne in diesem Land richtet sich an die Oberschicht und die Mittelschicht. Die besten Probanden für Gehirnwäsche sind intelligent und emotional verwundbar. Sie sind leichter zu manipulieren, indem man die Kluft zwischen ihren Emotionen und ihrem Verstand nutzt, und ihre emotionale Instabilität macht es einfacher, sie in den Krisenmodus zu zwingen. Die idealen Probanden sind im Teenageralter und Anfang zwanzig. In der Neuzeit ist das eine Zeit, in der sich Identität noch entwickelt, die gebrochen und wiederhergestellt werden kann.

Das ist der Grund, warum die Linke die meisten ihrer Bemühungen um Gehirnwäsche auf Schüler und Studenten ausrichtet. Deshalb hat sie vor allem die Kontrolle des Bildungssystems und der Unterhaltungsindustrie in den Vordergrund gestellt.

Beide sind zu hochprofitablen Hirnwaschindustrien geworden: Die eine zuckerbeschichtet und die andere bitter.

Klassenzimmer und Hochschulen bieten physische Kontrolle über die Schüler für fast zwei Jahrzehnte ihres Lebens. Diese Kontrolle wurde zunächst für einfache dogmatische Predigten genutzt. Dann eskalierte es zu kultigem Verhalten mit Rollenspielkulturen, der massenhafte Ausdruck von Liebe und Hass, die Transformationen von sexueller und geschlechtsspezifischer Identität die Loslösung von Freunden und Familie und gewalttätige Ausbrüche von Schmerz und Wut.

Der moderne Campus der [US-]amerikanischen Identitätspolitik sieht ganz ähnlich aus wie Jonestown oder eine Versammlung der Hitlerjugend.

Die Ausbeutung der Sexualität, die Auslösung von Schuld und Scham bei Kindern, um ihre Identität zu transformieren, war in der Regel das Werk der niedersten wilden Stämme und der niederträchtigsten Kulte. Jetzt ist es das amerikanische Bildungssystem.

Die Techniken sind nicht neu. Sie sind so böse und alt wie die Zeit selbst.

Wie jeder Kult behauptet der moderne Campus, einem Bildungszweck zu dienen, indem er den Schülern hilft, Sinn und Zweck zu finden. Aber man besteht darauf, dass sie zuerst von den unbewussten Übeln wie weißem Privileg und toxischer Männlichkeit geheilt werden müssen, die sie zurückhalten, durch einen Prozess, der ihre Barrieren abbaut, Geständnisse, Ausdrucksformen von Traumata, Scham und Schuld fördert, um neue Identitäten zu schaffen.

Das ist keine Bildung. Es ist nicht einmal eine dogmatische Vorlesung. Es ist derselbe Grundsatz von Techniken, der von jedem großen Kult im Land verwendet wird. Sobald Hochschulen mit dem Versuch begannen, ihre Studenten in geschlossenen Sitzungen von unterbewussten Übeln zu heilen, unter der Anleitung der nicht genehmigten Therapeuten zu kurieren, die mit einer Bewegung verbunden sind, da gab es keinen Unterschied mehr zwischen ihnen und dem irgendeines Kultes, ausgenommen den Milliarden Dollar der Steuerzahler.

Die Sitzungen, in denen weiße Privilegien oder toxische Männlichkeit geheilt werden können, oder in denen Schüler mit dem Trauma ihrer Unterdrückung als Minderheit in Kontakt gebracht werden, duplizieren die kultische Indoktrination in jeder Hinsicht.

Sie sind die Nachfolger von Bewusstseinsbildungsgruppen, deren Name sogar ihre kultische Natur signalisiert haben.

Trotz der Versuche, die linke Politik in das objektive Gewand des Experten zu kleiden, in das des Wissenschaftlers, des Gelehrten und des Bürokraten, ist ihnen ihr spirituelles Narrativ vom Kampf zwischen einem altruistischen Guten und einem materialistischen Bösen wichtig, dem unvermeidlichen historischen Triumph des Fortschritts über die Reaktion und ist eine pseudoreligiöse Einführung neuer Rekruten in die gnostische Offenbarung unserer repressiven Welt mit ihren vielschichtigen Verschwörungen von Kapitalismus, Sexismus und Rassismus. Die originale „rote Pille“. Oder „kleines rotes Buch“.


Für Nicht-Kulturmitglieder ist es Gehirnwäsche. Für Sektenmitglieder ist es eine Offenbarung. Die Unterscheidung mag wie eine Frage der Perspektive zwischen Gläubigen und Ungläubigen erscheinen, aber sie liegt in der Frage der Zustimmung. Gehirnwäsche ist immer darauf angewiesen, dem Opfer die Kontrolle zu entziehen. Die Kontrolle kann offen und mit Gewalt durchgeführt werden. Sie kann durch Manipulation und Täuschung heimlich vorgenommen werden. Aber es gibt immer einen Kontrollverlust. (Hervorhebung durch PA)


Das Opfer versteht nicht, wie es auseinander genommen und erst viel später wieder zusammengesetzt wird. Und wenn der Prozess wie vorgesehen funktioniert, wird er oder sie vielleicht nie merken, dass es überhaupt passiert ist. Der grausamste Trick der Gehirnwäsche besteht darin, die Intelligenz ihres Opfers als größten Verbündeten zu nutzen, um eine Falle für ihr eigenes Ego und ihr Bewusstsein zu bauen, der man ohne sehr viel Entschlossenheit nicht entkommen kann.

Wie die Drogenabhängigkeit verwandeln die Nachwirkungen der Gehirnwäsche den Geist in ein gewundenes Labyrinth von Rationalisierungen für ein selbstzerstörerisches Verhalten, die von der Biologie und dem Unterbewusstsein bewacht werden. Man kann nicht entkommen, ohne die Abwehrmechanismen zu brechen, die eingerichtet wurden, um das ursprüngliche Trauma nicht erneut zu erleben, und ohne die Emotionen hinter den Mechanismen zu untersuchen.

Gehirnwäsche kann neue Gedanken und Realitäten schaffen, aber keine neuen Emotionen. Alles, was sie tun kann, ist, sie zu verstärken und zu benutzen, um in ihrem Subjekt einen neuen Glauben an eine veränderte Realität zu induzieren. Sie erzeugt nicht Schuld, Scham, Angst, Liebe oder Hass. Sie verstärkt sie, nutzt sie aus und nutzt sie als Werkzeuge, um Stress zu erzeugen, eine Krise zu erzwingen und dann einen einzelnen Glauben oder eine ganze Identität zu verwandeln.

Deshalb kann die Linke nicht durch politische Debatten und intellektuelle Abstraktionen besiegt werden. Es ist ein Glaubenssystem. Obwohl es scheinbare Abstraktionen feilbietet, ist diese eine Sprache, deren wahre Bedeutung verdeckt liegt. Die esoterischen Sprachen der Politik und Popkultur, in denen sie spricht, sind Vehikel für eine tiefere Sprache aus ursprünglichen Emotionen. Hinter den Theorien und Manifesten verbirgt sich eine große Dunkelheit aus Angst und Schrecken, Liebe und Hass, aus emotionaler Instabilität und Verletzlichkeit, auf der ihre Lügen und Propaganda aufbauen.

Und in eben jener uralten Dunkelheit, aus der alles Böse geboren wird, verrichtet die Gehirnwäsche ihre Arbeit.


Anmerkung und Quellen

(b1,b2) Bilder entnommen bei FritzTheCat; https://www.theblogcat.de/uebersetzungen/gehirnwaesche-12-05-2019/

(Titelbild) Kopf, Intelligenz, Gehirnwäsche; Autor: geralt (Pixabay); Mai 2019; https://pixabay.com/de/illustrations/künstliche-intelligenz-blockchain-4115193/; Lizenz: Pixabay License

22 Kommentare

  1. Hallo,
    Interessante These. Heisst aber auch, dass Trumpwähler dumm sind. Oder lieber dumm als manipuliert.
    Tatsache ist jedoch, dass wir täglich einer Gehirnwäsche allein durch die Werbung unterliegen. Da werden eigens Psychologen beschäftigt.
    Auch in Religionen und rechten Ideologien wird mit allen emotionalen und psychologischen Tricks gearbeitet.
    Wie gut, dass ich als staatlich anerkannter Psychopath vollkommen immun dagegen bin…

  2. Meh, was für eine Grütze. Einseitig bis zum Schluss. Als ob Republikaner nicht genauso operieren würden. Und dann endet der Artikel selbst hoch emotional mit dem Gegenüberstellen von Gut und Böse…
    Sich gegen das Kinderkriegen zu entscheiden ist also Selbstmord? So, so. Und viel mehr Bullshit als „Inhalt“.
    Passend ein Kommentar auf der Quellenseite: Jemand home-schooled seine Kinder, damit nicht die „Regierung“ sie brainwashed, sondern er selbst. Hallelujah.

    1. „Meh, was für eine Grütze.“

      Ganz schwach, frank.

      Einseitig bis zum Schluss.

      Das auch.

      Als ob Republikaner nicht genauso operieren würden.

      Das war nicht das Thema. Thematisiert wurde eine ganz bestimmte, das ideologische Schlachtfeld dominierende Machtgruppe in den USA. Nennen wir sie gern die selbsternannten „Guten“, die „Völkergemeinschaft“, die „Weltgemeinschaft“. Jene die sich als demokratische Hüter der Moral gerieren, um den politischen Gegner zu dämonisieren und zu bekämpfen. Daher beschränkte sich der Autor in der Betrachtung auch nicht auf die Demokraten als Partei. Der erbitterte Kampf um die Macht in Washington geht über verschiedene Ebenen und ist keinesfalls als Kampf der „Demokraten“ gegen die „Republikaner“ zu verstehen.

      Und dann endet der Artikel selbst hoch emotional mit dem Gegenüberstellen von Gut und Böse…

      Auch das ist nichts weiter als eine Behauptung, die schlicht Ihre Emotionalität sichtbar macht. Der Satz, auf den Sie sich beziehen, ist als Metapher zu verstehen und beschreibt etwas, das in uns allen schlummert. Sie haben auch nicht den Wert der Abhandlung in Bezug auf unsere geistige Manipulierbarkeit an sich erkannt. Denn das, was der Autor beschreibt, geschieht ständig auch im Alltag, beginnt in der Kindheit und formt unsere Persönlichkeiten.

      Sich gegen das Kinderkriegen zu entscheiden ist also Selbstmord?

      Wieder nicht verstanden. Ich zitiere Ihren „kritisierten“ Passus:

      „Die wachsende Zahl von Millenials, die sagen, dass sie wegen Umweltpanik keine Kinder bekommen wollen, ist ein Beispiel dafür, wie Gehirnwäsche ein Selbstmordverhalten wie einen Selbsterhaltungstrieb erscheinen lassen kann.“

      Was wohl wird passieren, wenn in einer Gesellschaft keine Kinder mehr geboren werden?

      So, so. Und viel mehr Bullshit als “Inhalt”.

      Beleidigend, abwertend. Mir scheint, Sie haben da einiges wiedererkannt. Ihre Emotionalität ist jedenfalls auffällig. Damit ist es allerdings schlecht möglich, sich einem Text, wie dem oben stehenden, offen zu nähern.

      Achtungsvoll, Ped

      1. Das „Blog-Hörnchen“

        Dieser possierliche Nager ist weltweit verbreitet und lebt hauptsächlich in Wörterwäldern. Es baut ausgedehnte Tunnelsysteme mit versteckten Eingängen.
        Die Blog-Hörnchen zeigen ein für Menschen interessantes und oftmals als „putzig“ empfundenes Verhalten. Eine Zähmung ist möglich, aber zeitaufwendig und oftmals nur von begrenztem Erfolg. Die Tiere sind daher nicht für einen gewinnbringenden Diskurs geeignet.
        In einigen seltenen Fällen können Blog-Hörnchen Träger von Krankheiten wie Rabulistik oder Whataboutism sein, die bei Bissen übertragen werden können.


        🙂

      2. Nun, Sie wollen sich „offen“ nähern? Ich übersehe mal die beleidigenden und abwertenden Äußerungen Ihrerseits mir gegenüber (Unterschied: Meine waren an der Originalautor gerichtet). Einer muss ja den ersten Schritt wagen.
        Schauen wir mal worauf wir uns einigen können:
        Ist der Artikel aus Sicht eines anti-democrats geschrieben? (Für mich sind reps und dems in den USA ein und dieselbe Soße, nur in unterschiedlicher Geschmacksrichtung).
        Erzeugen und beschwören die Republikaner nicht ähnliche Krisen und Untergangsszenarien? Ihre Zielgruppe ist nur eine andere. Aber das Ziel ist wiederum das gleiche. Eine Spaltung und Gegenüberstellung von Extremen.
        Was bietet der Autor als Lösung an? Er schreibt selbst hochemotional und verteufelt den modus operandi dessen er sich selbst bedient. Aber anscheinend hat er die Wahrheit für sich gepachtet und hat eine höhere Erlaubnis dafür.

        Was passiert mit einer Gesellschaft, die keine Kinder mehr kriegt? „Selbstmord“! Noch pathetischer geht’s wohl nicht? Wenn man sie nicht mit Migranten auffüllt, schrumpft sie vielleicht wieder auf ein gesünderes Maß? Bitte sagen Sie mir nicht, dass sie stetig wachsen muss…

        1. Ihre nächsten persönlichen Übergriffigkeiten werden hier keinen Platz mehr finden, bitte berücksichtigen Sie das.
          Zum Inhaltlichen:

          „Ist der Artikel aus Sicht eines anti-democrats geschrieben?.“

          Wie kommen Sie darauf? Der Autor nimmt nicht ein einziges Mal das Wort „Demokrat“ in den Mund. Er spricht von den sogenannten Linken. Sogenannte, selbsternannte Linke, beachten Sie das bitte. Im Vorwort habe ich – nicht der Autor – den Leser darauf hingewiesen, dass sich die sogenannten Linken gern bei den Demokraten verorten. Demokraten nicht als Partei, auch das schrieb ich bereits – sondern als Bewegung „wahrer“ demokratischer Kräfte.

          „(Für mich sind reps und dems in den USA ein und dieselbe Soße, nur in unterschiedlicher Geschmacksrichtung)“

          Da sind wir nicht weit auseinander, auch wenn zu differenzieren ist. Aber ja, diese beiden Parteien sind aufgestellt für das Spiel der Demokratie.

          „Erzeugen und beschwören die Republikaner nicht ähnliche Krisen und Untergangsszenarien? Ihre Zielgruppe ist nur eine andere. Aber das Ziel ist wiederum das gleiche. Eine Spaltung und Gegenüberstellung von Extremen.“

          Das tun sie, also auch hier sind wir uns nahe.

          „Was bietet der Autor als Lösung an? Er schreibt selbst hochemotional und verteufelt den modus operandi dessen er sich selbst bedient. Aber anscheinend hat er die Wahrheit für sich gepachtet und hat eine höhere Erlaubnis dafür.“

          Und genau das kreide ich Ihnen an. Sie gehen nicht auf eine rationale Ebene, sondern fühlen sich emotional getriggert und reagieren entsprechend. Daher unterstellen Sie dem Autor genau die Eigenschaften, die Sie selbst zum Besten geben. Denn SIE spiegeln im Autor Ihre ganz eigenen Emotionen. Der Autor schreibt aber ÜBER Emotionen.

          „Was passiert mit einer Gesellschaft, die keine Kinder mehr kriegt? “Selbstmord”! Noch pathetischer geht’s wohl nicht?“

          Wieder ist es IHR letzter Satz, der zeigt, wie man Polemik übt. Warum so zynisch? Eine Gesellschaft, die keine Kinder kriegt, begeht sehr wohl Selbstmord. Das beginnt mit der sozialen und kulturellen Verarmung. Weil das Leben mit den eigenen Kindern eine notwendige Bereicherung wie Herausforderung darstellt, um gemeinschaftlich glücklich leben zu können.

          „Wenn man sie nicht mit Migranten auffüllt, schrumpft sie vielleicht wieder auf ein gesünderes Maß? Bitte sagen Sie mir nicht, dass sie stetig wachsen muss…“

          Nein, das sagen ich Ihnen nicht. Denn das, was Sie zum Schluss hin schreiben, hat ja auch gar nichts mit dem Artikel zu tun. Sie machen einfach neue Themen auf.

          Achtungsvoll, Ped

          1. Greenfield ist also gegen „leftists“. Ich habe zwar immer noch sehr stark die Assoziation, dass Amerikaner nach dem Schema rechts=Republikaner, links=Demokraten denken. Aber sei es drum.
            In meinen Augen baut er sehr wohl mit Aussagen, wie dass die „Linke“ noch nicht die völlige Kontrolle über die USA besitzt, ein Bedrohungsszenario auf. Also wiederum ein Krise. Genauso wie mit dem Selbstmord der Gesellschaft. Selbstverständlich sind Kinder eine Bereicherung. Aber im Artikel wird ja gleich das Bild des Untergangs der gesamten Gesellschaft beschworen.
            Und er erzeugt damit eben die Antipathie gegen diese „Linke“, die sich aus der Angst vor diesen Krisen schürt.
            Wo ist also die Trennlinie, wenn beide Seiten, „Linke“ wie „Anti-Linke“, sich gegenseitig der Krisenstimmungsmache bedienen?
            Und Greenfield wird sehr wohl manipulativ, wenn er von „work of the lowest savage tribes and the vilest cults“ und „The techniques aren’t new. They’re as evil and old as time itself.“ spricht. Das „Böse“, really?
            Bei mir triggert das nur, dass ich mich von beiden verarscht fühle.
            Und das intelligentere Menschen angeblich leichter für Propagande empfänglich sind, halte ich für eine sehr steile These.

  3. Würde nicht sagen, dass damit automatisch gemeint ist, dass Trumpwähler dumm sind. Glaub da muss man auch beim Wort schlau unterscheiden. Ich denke in dem Text werden Menschen gemeint, die Bildungstechnisch bezogen auf unser Lehrsystem schlau sind. Also Menschen die zB studieren, ihren Stoff relativ leicht verinnerlichen und einen guten Abschluss schreiben.
    Das heißt aber nicht, dass diese Menschen auf sozialer Ebene schlau sind, dass sie bestimmte Zusammenhänge verstehen oder verstehen wollen und auch auf andere Menschen eingehen können wenn der Standpunkt von meinem eigenen (höheren Schulwissen) abweicht.

    Ich würde sagen, dass ich schulisch auch nie der Beste war, aber in vielen Punkten ein höheres rationales Denken hab wie so mancher Student.

    Im Bezug auf die Trumpwähler kann man auch den Vergleich hier zwischen Ost und West nennen, wo ich finde (obwohl ich selber aus dem Westen komme), dass die Ostdeutschen in mehrerer Hinsicht ein besseres Gespür für viele Dinge haben.
    So würde ich sagen, dass in den USA die „einfachen“ Menschen welche Trump wählen freier sind und dadurch es einfacher haben logisch zu denken.

  4. Sehr geehrter Hr. Frey,
    Ihre Seite lese ich schon länger und auch mit diesem Artikel treffen Sie wie so häufig den Nagel auf den Kopf.
    Auch ich lese häufiger Übersetzungen von Fritzthecat. Passend zu Ihrem Artikel las ich dort kürzlich von Paul Craig Roberts den Artikel „Lügen über den 1. Weltkrieg“.
    In diesem Artikel verwies er auf die Fortsetzung „Lies about Worldwar 2“.
    In diesem Artikel stellt PCR (der sicherlich kein Nazi ist) für mich ungeheuerliche Thesen auf. Da stellt sich nach Ihrem Artikel aber irgendwann doch die Frage, was ist Wahrheit , was ist Gehirnwäsche. Zum Nachdenken fordert der Artikel auf jeden Fall heraus, insbesondere weil er vor allen Dingen in Deutschland geistige Schranken und Tabus bricht. Vermutlich auch deshalb traut sich wohl niemand eine Übersetzung dieses Textes zu veröffentlich.

  5. Hallo Ped,

    ein guter Artikel, der wie ich finde, wenn man sich dem Thema unbefangen nähern möchte,
    viele Ansatzpunkte bietet. Unbefangenheit heißt unter Umständen das eigene „weltliche“ Ego ein Stück weit abzulegen , den es ist bereits das Produkt einer Manipulation.
    In diesem Zusammenhang sind einige Kommentare hier bereits eine Offenbarung. Es steht ja nirgends geschrieben dass Menschen , die glauben weniger manipuliert zu sein – z.B wir Leser hier – automatisch weniger Intelligent = dumm sind.
    Es steht nur geschrieben das die Vertreter der Intelligenz – die Intellektuellen – von Manipulation nicht ausgenommen sind, ganz im Gegenteil. Was jedoch in der Natur der Sache liegt, ist doch das Streben nach Überlegenheit durch sozialen „Aufstieg“ in dieser Gruppe weit verbreitet. Das (manipulierte) Weltbild der mächtigen wird somit häufig zum eigenen Selbstverständnis, wird Teil der eigenen (Pseudo) Identität. ………..aber wer will denn schon der dumme sein……… und das ist schon ein Teil dieses Weltbildes – der Dumme ist im Zeifelsfall natürlich immer der Andere.

    Kommunikation und Manipulation sind im weitesten Sinne zwei Seiten der selben Medaille , welche sich Gesellschaft nennt, in der letztlich jeder auf jeden irgend eine Art von Einfluss ausübt und ausüben muss, denn nur so entstehen Beziehungen als Quell einer Gesellschaft . In Hinblick darauf wäre es einmal Interessant zu beschreiben, An welchem Punkt die Manipulation destruktiv wird und damit verwerflich.
    Hier haben Begriffe wie „Deutungshoheit , Machtkonzentration , Machtmissbrauch usw. „ sicher eine Relevanz. Gesellschaften mit Millionen von Menschen ,wie die unsere, sind keine natürlichen Einheiten.
    Es handelt sich um politisch administrative Konstrukte , die durch Gewalt und Unterdrückug entstanden sind. Mit fester kultureller Identität würde der einzelne Mensch sich so sicher nicht Organisieren.
    Im Rahmen aktueller geschichtlicher Narrative kommen so die größten Schlächter noch als „Einer“ zu neuen Ehren……

    Gruß

  6. @frank:

    Echt? Immer noch nicht verstanden?

    Der Artikel beschreibt, aus einer insgesamt ziemlich neutralen Position heraus, wie die _alltägliche_ Gehirnwäsche funktioniert. Der Originalautor „baut“ nirgendwo „Bedrohungsszenarien auf“. Der weiterreichende Autor erst recht nicht.

    Wenn, dann baut der Leser in sich selbst „Bedrohungsszenarien“ auf. Emotion.

    Ich wage zu behaupten, daß Ihre persönlichen Sympathie (Emotion, ´wissen schon!), entgegen Ihrer eigenen Aussage, auf Seiten der „Democrats“ (was immer das letztendlich sein soll) verortet sind.

    Wie ich darauf komme? Weil Sie einen Text, der besonderen Bezug auf Hillary Clinton nimmt, sofort als Angriff betrachten. Und das nur, weil nicht beide Seiten „der gleichen Sauce“ „das Fett abbekommen“. In „linken“ Kreisen hätten Sie dafür direkt das Totschlagargument „das ist Whataboutism!!!“ geerntet und wären aus der weiteren Diskussion ´raus.

    Für mich wirkt Ihr Argumentationsmuster übrigens exakt so, wie die Ergebnisse der Praxis der „alltäglichen Gehirnwäsche“ in dem hier diskutierten Artikel sich, bei nüchterner Betrachtung, darstellen.

    Versuchen Sie doch einmal zu ergründen, ob Sie nicht bereits Opfer dieser Praxis geworden sind. Trotz zweifellos vorhandener intellektueller Kapazität.

    1. Auch wenn der Artikel wichtige Fragen und Gesichtspunkte aufwirft, so ist er am Ende doch ein Machwerk und arbeitet selber mit Gehirnwäsche, auf welche Leser wie Blogger hereinzufallen scheinen. Beispiel Wolfgang: „Der Artikel beschreibt, aus einer insgesamt ziemlich neutralen Position heraus, wie die _alltägliche_ Gehirnwäsche funktioniert. Der Originalautor “baut” nirgendwo “Bedrohungsszenarien auf”. Der weiterreichende Autor erst recht nicht.“

      Zitat aus dem Artikelt: „Das ist der Grund, warum die Linke die meisten ihrer Bemühungen um Gehirnwäsche auf Schüler und Studenten ausrichtet. Deshalb hat sie vor allem die Kontrolle des Bildungssystems und der Unterhaltungsindustrie in den Vordergrund gestellt.

      Beide sind zu hochprofitablen Hirnwaschindustrien geworden: Die eine zuckerbeschichtet und die andere bitter.

      Klassenzimmer und Hochschulen bieten physische Kontrolle über die Schüler für fast zwei Jahrzehnte ihres Lebens. Diese Kontrolle wurde zunächst für einfache dogmatische Predigten genutzt. Dann eskalierte es zu kultigem Verhalten mit Rollenspielkulturen, der massenhafte Ausdruck von Liebe und Hass, die Transformationen von sexueller und geschlechtsspezifischer Identität die Loslösung von Freunden und Familie und gewalttätige Ausbrüche von Schmerz und Wut.“

      Ich möchte hier nur sehr anregen, ein solches Zitat-Beispiel (es gäbe durchaus eine Reihe weiterer) ganz aufmerksam und mit einem kräftigen innerem Abstand zu lesen. Nur ein Hinweis von vielen möglichen: Allein die Formulierung „dogmatische Predigten“ ist geeignet ein bedrohliches Szenario
      erscheinen zu lassen. Die Formulierung wird im Weiteren nicht sachlich geklärt, sondern im „Rausch“ des Schreibens gesteigert ( „eskalierte“). Und genau diese Art zu reden/ schreiben möchte ich als „Gehirnwäsche“ bezeichnen. Sie versetzt den Hörer/ Leser nicht in ruhiges, anschauendes Nachsinnen, sondern eher in ein Mitgerissen-Werden oder in eine Gegenhaltung (Frank). Hier lässt sich durchaus das Triggern von Emotionalität ausmachen und gerade diese ist doch geeignet, das besonnene Anschauen einer Sache zu untergraben. Insofern kann ich deine Aussage, Wolfgang, die eine „neutrale Position“ und „nirgendwo ein Bedrohungsszenario“ im Artikel sieht, nicht teilen. Der Artikel bietet manches Nachdenkenswertes, aber es ist am Ende doch -hart gesagt- ziemlich schlecht verpackt und sogar kontraproduktiv.

  7. Mir fällt in den Kommentaren auf, dass sie auf ein Pro und Kontra hinauslaufen. Dieses Pro und Kontra ist emotional gefärbt – zu wenig distanziert. Auch wenn sich die Leser darum bemühen. Rasch geht es ins Detail und man verliert sich.

    Der wahre Wert der Abhandlung liegt in ihrer enormen Tiefgründigkeit und der Verbindung psychologischer Verhaltensmuster von Individuen mit der gesellschaftlichen Metaebene. Greenfield zeigt hier beispielhaft die faszinierende Wechselwirkung zwischen dem Kleinen, Unscheinbaren und dem Großen, Universellen. Gehirnwäsche – bleiben wir mal bei dem Begriff – ist ja deshalb so tückisch, weil sie nicht weh tut. Das für die Gestaltung ganzer Gesellschaften auszunutzen, haben schon vor knapp einhundert Jahren Persönlichkeiten wie Edward Bernays und Walter Lippmann ganz offen postuliert und in dem Sinne handelten sie damals sehr konkret für ihre Auftraggeber.

    Diese Sicht auf unser manipulierbares Inneres ist für viele verborgen und das gilt vor allem für Jene, die eine Haltung einnehmen, sich also zu positionieren suchen. Lassen Sie uns gemeinsam darüber nachdenken, ob diese Positionierung (-> Prägung) nicht bereits ein Zeichen von Gehirnwäsche sein könnte.

    Beim Vineyardsaker hat ein Forist dieses Dilemma sehr ehrlich beschrieben:

    Der Autor schreibt das für eine Gehirnwäsche mehrere Dinge zusammenkommen müssen:
    1.) Die Umgebung muss kontrolliert werden. Das wäre dann in unserem Fall wohl die wertewestliche Berichterstattung von ARD & ZDF.
    2.) Ich muss dem Opfer eine Krise aufzwingen. Davon gibt es ja selbst hier mehr als genug – es müssen nicht einmal 3 Türme sein, die sich in Asche verwandeln.
    3.) Ich muss bei dem Opfer Emotionen wecken wie Schuld, Liebe, Hass oder Scham. Ich überlege was das hier in unserem Fall konkret wäre? Vielleicht die Schuld nicht genug getan zu haben um Menschen vorm ertrinken im Mittelmeer gerettet zu haben? (Meine Schuld würde ich dann beispielsweise darin sehen die Nato nicht früh und entschieden genug bekämpft zu haben).
    4.) Muss ich die Emotionen unter 3.) nutzen um die Person durch die Krise zu führen und bei dem Opfer einen neuen Glauben zu installieren.
    Nur… warum funktioniert das bei mir nicht? Und bei Ihnen – geschätzter vidga – ebenfalls nicht? Vielleicht weil wir Punkt 1 schon nicht mitmachen – oder eine Krise nicht akzeptieren und hinterfragen? Das Argument mit den intelligenten Menschen, die anfälliger sein sollen kann ich auch nicht nachvollziehen. Das hab ich schon so oder so erlebt.
    “ (Quelle: Vineyardsaker)

    Sind wir verstrickt, dann nehmen wir immer ein Haltung ein und diese ist auch immer emotional. In dieser Phase können wir das aber niemals erkennen, wir sind praktisch Gefangene unserer Emotionen. Der zitierte Forist – von mir geschätzt durch seine ansprechenden Beiträge in diversen Blogs – zeigt in seinen Ausführungen zu Punkt 3) und 4), dass er in dieser Befangenheit argumentiert. Er ist davon überzeugt, ziemlich immun gegen das zu sein, was Daniel Greenfield beschreibt. Aber er fühlt (!) sich unsicher – und das ist gut so.
    Sein abschließender Gedanke ist ganz Wesentlich, um eine Matrix, in der wir gefangen sind, Stück um Stück aufzubrechen.

    Ich werde über den Punkt nachdenken, eine Antwort habe ich nicht.

    Er geht also auf zeitliche und emotionale (!) Distanz und bekommt so die Möglichkeit, das Thema samt der Rolle des Begutachtenden – also ihm selbst – aus völlig anderen Perspektiven zu betrachten. Und er erwehrt sich schon in der Phase der Emotionalität dem Drang, ein Urteil (!) fällen zu müssen (!).

    Herzliche Grüße, Ped

    1. Ich habe hier im Forum schon ausführlich beschrieben, wie ich mir das mit den hirnphysiologischen Mechanismen vorstelle, die ablaufen, wenn wir in eine kognitive Dissonanz geraten. Diese Mechanismen führen dazu, dass sich unsere Haltung nachläufig unseren bereits vollzogenen Handlungen anpasst. Dieser Mechanismus ist prinzipiell adaptiv und läuft in der »freien Wildbahn« auch ohne gezielte äußere Manipulation ab. Als vernunftbegabtes freies Wesen kann ich diesen Mechanismus nutzen, um meine Haltung weiterzuentwickeln.

      Was ich dazu hier im Forum beschrieben habe, ist nicht nur meine Meinung und auch nicht nur eine mögliche Theorie. Wenn ich mich selbst beobachte, erlebe ich genau diese Mechanismen wirken. Änderungen an meiner Haltung – und die gab es in meinem Leben reichlich – sind immer genau so von statten gegangen.

      Mir scheint, dass Daniel Greenfield die gleichen Zusammenhänge mit anderen Worten beschreibt.

      Der von mir beschriebene Mechanismus kann aber auch gezielt von außen ausgenutzt werden, um Menschen nahezu grenzenlos zu manipulieren. Wobei ich nicht davon ausgehe, dass diese äußeren Manipulationen immer einem bösen und auf lange Sicht angelegten verschworenen Plan folgen.

      Wie kann ich mich nun vor gezielten Manipulationen von außen schützen?

      Die entscheidende Stelle verbirgt sich in der Phase 3. Die äußere Manipulation kann nur greifen, wenn wir unser Handeln rechtfertigen, obwohl es im Widerspruch zu unserer aktuellen Haltung steht. Dann ist die Gefahr groß, dass wir unsere Haltung anpassen, um die kognitive Dissonanz und das damit verbundene Chaos in unserem Hirn wieder loszuwerden.

      Die Manipulation besteht nun darin, dass wir uns vom Manipulator zu Handlungen verleiten lassen, die im Widerspruch zu unseren Haltungen stehen, aber mit der vom Manipulator gewünschten Zielhaltung harmonieren. Sobald wir dem Manipulator auf den Leim gegangen sind und solche Handlungen vollzogen haben, kann er dort ansetzen und in uns kognitive Dissonanzen anheizen. Dem damit verbundenen Chaos und hohen Energieverbrauch in unserem Hirn können wir nur entgehen, indem wir unsere Haltung der vom Manipulator gewünschten Zielhaltung anpassen.

      Wir können dem entgehen, indem wir uns nicht zu Handlungen verleiten lassen, die im Widerspruch zu unserer Haltung stehen. Dies setzt aber stete Aufmerksamkeit voraus. Der Manipulator kann uns aber auch ganz subtil verleiten (der Neoliberalismus hat hier vieles hervorgebracht) oder sogar Zwang ausüben. Sobald wir, aus welchem Grund auch immer, entgegen unserer Haltung gehandelt haben, kann der Manipulator dort ansetzen und sein mieses Spiel mit uns spielen.

      Was wir dann noch tun können, ist uns unser vergangenes Handeln emotional nicht zu eigen zu machen, es nicht zu verteidigen.

      Um es auf den Punkt zu bringen: Wer sich emotional an sein vergangenes Handeln bindet oder binden lässt, verliert seine Souveränität über seine inneren Haltungen. Das ist simples hirnphysiologisches Ein-mal-Eins.

      Es mag sein, dass Menschen, die sich als Intellektuelle verstehen, über diesen Mechanismus eher angreifbar sind, weil sie eher dazu tendieren, von sich zu erwarten, dass ihre Handlungen ihren Haltungen folgen. Ich halte das aber nur für eine Korrelation und nicht für einen ursächlichen Zusammenhang.

      1. Danke Ruben,

        was Deine letzte Feststellung betrifft, könnte man es vielleicht besser ausdrücken, wenn man sagt:

        Es mag eine ganze Reihe von Menschen geben, die sich als Intellektuelle verstehen und sich genau deshalb für nicht angreifbar in Bezug auf Gehirnwäsche sehen. Viele Intellektuelle sind sich bewusst, mehr zu wissen als die Allgemeinheit und lesen damit eine überhebende Einzigartigkeit bei sich und die Fähigkeit einer weitgehenden Kontrolle über sich selbst heraus. Elitendenken kitzelt das Ego, fördert durchaus Arroganz und bietet die Falle des Dogmatismus. Es lässt die Protagonisten affin insbesondere für „die Posaunen des Ruhmes“ werden. Und eben deshalb sind solche Menschen sehr gut manipulierbar.

        Phase 3 (Zitat des Foristen beim Vineyardsaker) ist auch in meinen Augen eine sehr Entscheidende. Das Erzeugen von Schuldgefühlen ist eine mächtige Waffe, um Menschen gegen ihren ursächlichen Willen handeln zu lassen. Psychopathen gehen konsequent auf diese Phase, um ihr Opfer manipulieren zu können.

        Herzlich, Ped

      2. „Die Manipulation besteht nun darin, dass wir uns vom Manipulator zu Handlungen verleiten lassen, die im Widerspruch zu unseren Haltungen stehen, aber mit der vom Manipulator gewünschten Zielhaltung harmonieren. Sobald wir dem Manipulator auf den Leim gegangen sind und solche Handlungen vollzogen haben, kann er dort ansetzen und in uns kognitive Dissonanzen anheizen. Dem damit verbundenen Chaos und hohen Energieverbrauch in unserem Hirn können wir nur entgehen, indem wir unsere Haltung der vom Manipulator gewünschten Zielhaltung anpassen.“

        Heißt das beispielsweise, dass Gretchen lieber zur Schule gehen will?!
        Aber Manipulatoren (ihre Eltern) sie verleitet haben, sich mit einem Pappschild auf die Straße zu setzen, sich fotografieren zu lassen und sie darum jetzt CO2 doof findet? Ist ihre Haltung zum menschengemachten Klimawandel nur eine Kompensation ihrer kognitiven Dissonanz? Ich verstehe das alles nicht.

        1. Der Pappschild-Ansatz würde meiner Meinung nach grundsätzlich funktionieren. Allerdings müsste Greta Thunbergs Pappschild-Handlung von ihren Eltern gezielt herbeigeführte und im Anschluss daran wiederum gezielt ausgenutzt worden sein, um bei ihrer Tochter einen emotionalen Konflikt zu schüren. Dies setzt voraus, dass die Pappschild-Handlung im Widerspruch zu Greta Thunbergs bis dato vorherrschender innerer Haltung gestanden hätte. Nur auf der Grundlage eines solchen künstlich erzeugten inneren Konflikts hätten ihre Eltern in Greta Thunberg die notwendige kognitive Dissonanz erzeugen und die damit einhergehende Dynamik angestoßen können, um ihre Tochter zum Spielball ihrer Interessen zu machen.

          Wenn Greta Thunbergs Eltern den ganzen Vorgang absichtsvoll durchgezogen und dabei die Durchsetzung ihrer eigenen Interessen über das Wohl ihrer Tochter gestellt hätten, fände ich das verwerflich. Der Knackpunkt ist für mich, ob die Eltern mit den Ängsten ihrer Tochter gespielt und sie in emotionale Konflikte gestützt haben, um sie zu instrumentalisieren und dadurch zu einem Objekt zu machen. Wenn die Eltern ihrer Tochter aber lediglich ein authentisches Beispiel gegeben, ihr ihre innere Überzeugungen vorgelebt haben und ihre Tochter dadurch zur Pappschild-Handlung angeregt haben, entspricht das doch eher einer intakten und vorbildlichen Eltern-Kind-Beziehung!

          Wir beide können nicht wissen, was in diesem Fall die tatsächlichen Hintergründe sind. Zwischen den beiden Extremen sind viele Grauwerte vorstellbar. Mein Menschenbild ist so, dass ich so lange an das Gute im Menschen glaube, bis mir im Einzelfall das Gegenteil bewiesen wird. Nebenher bemerkt, ich finde die Frage eigentlich so unspannend, dass ich überhaupt keinen Ehrgeiz entwickeln kann, mich für die Suche nach der Antwort zu engagieren.

          Wie bei meinen Überlegungen deutlich geworden sein sollte, empfinde ich nicht jede von außen angeregte Verhaltensänderung als verwerflich. Unsere Haltungen können wir eigentlich nur ändern, wenn wir zuvor Handlungen ausgeführt haben, die im Widerspruch zu unseren aktuellen Haltung stehen. Solche abweichenden Handlungen können im einfachsten Fall rein gedanklicher Natur sein. Sie können das Ergebnis einer autonomen Selbststeuerung sein oder von außen angeregt. Sei es, dass wir uns bei Menschen, mit denen wir uns emotional verbunden fühlen etwas abgucken oder von ihnen ermutigt werden. Wir können dazu auch – und hier verläuft die Grenze zur Manipulation – überredet, verleitet oder gar gezwungen werden. Am Ende trennen lediglich die Intension und die Penetranz der Bezugsperson gut von böse.

          Dass wir entgegen unserer aktuellen Haltung handeln, darüber in eine kognitive Dissonanz geraten und dadurch überhaupt erst in die Lage versetzt werden, an unserer Haltung zu arbeiten, ist für sich alleine genommen jedenfalls noch kein Grund, dass wir uns manipuliert zu fühlen.

          Eine Manipulation erkennen wir daran, dass wir absichtsvoll in Angst und Schrecken versetzt wurden, dass wir uns instrumentalisiert fühlen oder dass unser Vertrauen, unsere Beziehungen oder unsere Emotionen missbraucht wurden. Gegen eine Manipulation spricht, wenn wir ganz entspannt durch die Phase der kognitiven Dissonanz hindurch geschritten sind, wenn wir uns nicht getrieben fühlen, wenn wir uns im Gegenteil frei fühlen in der Entscheidung für unsere künftige Haltung. Im Idealfall haben wir uns quasi von oben dabei beobachtet, wie wir uns für eine versuchsweise abweichende Handlung entschieden haben, wie wir unsere daraus resultierenden Gefühle geprüft und dann frei entschieden haben, welche Haltung wir künftig einnehmen wollen (mein Angebot mit dem wechselseitigen Erzählen der Geschichte ist ein Versuch, dieses Konzept zu operationalisieren).

          Nicht jeder, der darauf hinweist, dass er Grund zur Panik sieht, will manipulieren. Es kann auch ganz reale Gründe für Panik geben. Das müssen wir im konkreten Fall selbst prüfen, abwägen und für uns eine Antwort finden. Um von Manipulation zu sprechen, muss ich mir da schon sehr sicher sein. Bei 9/11 bin ich mir sicher und beim Versagen der Systemmedien auch. Der menschengemachte Klimawandel ist für mich eine zweifelsfrei erwiesene Tatsache. Ich bin mir sicher, dass uns diesbezüglich mittelfristig ein Notstand ins Haus steht, der uns kurzfristig zum Handeln zwingt.


          Am 15. Juli wird Greta nochmals thematisiert. Herzlich, Ped
          PS: Auf Wunsch des Foristen nachträglich editiert

          1. Hallo Ped,
            ich hatte Bana Thunberg nur als Beispiel verwendet und wollte Ihrem Artikel nicht vorgreifen. Natürlich hätte ich auch, aus aktuellem Anlass, Karola Rackete anführen könne, zumal sich mir das „Branding“ dieser neuen Ikone noch als wesentlich gelungener darstellt. Aber warten wir mal ab.
            PS bei KenFM geht auch grade die Post ab…Pohlmann unter Feuer…

            @Ruben

            Natürlich habe ich unser Experiment nicht vergessen (wechselseitiges Erzählen der Geschichte).

            Wie Du Dich vielleicht erinnerst, bin ich von der Steuerung der Menschen mittels Schuld und Angst überzeugt.
            Bevor ich Deine Geschichte erzählen kann, habe ich noch eine Reihe „Feldversuche“ bezüglich dieser Steuerungselemente und ihrer Wirkung auf Lebewesen zu beenden. Nach Vorlage der Ergebnisse verstehe ich Dich vielleicht besser. Ich will nicht zu viel verraten, vielleicht nur das:

            „Seit ca. 2 Wochen versuche ich den Kirschbaum in meinem Garten mittels meiner Motorsäge in Panik zu versetzen, weil absehbar im Vergleich zum Vorjahr der Fruchtstand als eher mickrig zu bezeichnen ist. Das gleiche tue ich im Gemüsebeet, hier allerdings mittels Bunsenbrenner und bei den Kartoffeln, die auch sehr klein daherkommen. Zwei meiner Hunde bekommen seit einer Woche die doppelte Futtermenge, immer mit dem Hinweis, dass wenn Sack alle, nichts mehr geht. Auch meine Katzen und mein Weib sind Protagonisten bei Versuchen.“

            Ich bin gespannt.

            Herzlich Himbeertoni

  8. Eigentlich wollte ich hier einen Kommentar schreiben der auf den Beitrag und die meisten vorherigen Kommentare eingeht aber, da ich dies in der Vergangenheit schon so oft getan habe, stellt sich für mich in Sachen Manipulation und warum die aller meisten Menschen dafür empfänglich sind nur die Ei oder Huhn Frage?
    Was ist zuerst da? Das Selbsbewustsein und die Kraft sich nicht manipulieren zu lassen oder, ist man von Natur aus nicht manipulierbar und schöpft daraus sein Selbsbewustsein und die Kraft als eigenständiger Mensch durch sein Leben zu gehen?
    Helft mir meine/eure Antwort darauf zu finden, alle anderen Fragen darüber wie und warum Menschen manipulierbar sind, sind in meinen Augen der von mir gestellten Frage untergeordnet.
    LG an alle!

    1. „…….stellt sich für mich in Sachen Manipulation und warum die aller meisten Menschen dafür empfänglich sind nur die Ei oder Huhn Frage?“

      die aller meisten Menschen?
      Das impliziert es gäbe auch Menschen die nicht manipulierbar sind!
      Irrtum ! Jeder ist manipulierbar!
      Wer das Gegenteil für sich in Anspruch nimmt verkennt die Realitäten und liefert damit den ersten
      und sicheren Beweis dafür das er Manipuliert ist.

      Auch der Alkoholiker wird weder nach außen noch sich selbst gegenüber zugeben das er „ein Problem“
      hat. Erst das eingestehen der Wahrheit kann der erste Schritt zur Gesundung sein.

      „Was ist zuerst da? Das Selbsbewustsein und die Kraft sich nicht manipulieren zu lassen oder, ist man von Natur aus nicht manipulierbar und schöpft daraus sein Selbsbewustsein und die Kraft als eigenständiger Mensch durch sein Leben zu gehen?“

      Wie soll denn das Selbsbewusstsein bitte zu erst da sein?
      Ich würde sagen zu Anfang ist es wohl eher Selbstüberschätzung – bei einigen.

      Und von Natur aus nicht manipulierbar?
      Von Natur aus sind wir blind was das erkennen der Manipulation betrifft, und es bedarf einiger
      Lebenserfahrungen und Mühe dieses „Manko“ zu minimieren.
      In den Wäldern war das eben nicht so das große Problem…..

      Thema wird es erst in komplexeren Gesellschaften, hier sind wir auf Informationen aus 2.3. Hand
      angewiesen. Mit den entsprechenden modernen Manipulationstechniken werden ganze Gesellschaften gesteuert. Stichwort Framing. Hier sind die Bücher und Vorträge des Hrn Prof. Mausfeld sehr zu empfehlen.

      1. Danke für deien Antwort Anarchist,
        und ja, es geht doch, zumindest wenn ich mich, meine Vergangenheit und vor allem meine Erfahrungen reflektiere, kann ich dir versichern dass das Selbsbewustsein bei mir zumindest der Nährboden für Kraft, Mut und Kritik an der Gesellschaft war und immer noch ist. Auch wenn die Lebensjahre und Erfahrungen mit Krieg, Manipulation und der Art wie unserer Gesellschaft mit andersdenkenden, andersfühlenden und kritischen Mitmenschen umgeht (eigentlich ist deine Antwort auf meinen Kommentar ein Paradebeispiel dafür), an meiner Kraft und Zuversicht auf ein „Back-up“ der Natur zum Problemfall „Homo- Kapitalismus“ nagen, so werde ich nie vergessen wofür ich stehe und woher meine Kraft und Selbstbewusein kommen.
        Du solltest dir einen sehr, sehr großen Gefallen tun und deinen Antwort zu meinem Kommentar so lesen als ob sie an dich adressiert wäre und, dir die Frage stellen ob es nicht auch noch Menschen um dich herum gibt die nicht in dein perönliches „Framing“ deiner Mitmenschen passen und, ob du dir mit solchen Pauschalisierungen nicht selber im Weg stehts bei deiner persönlichen Weiterentwicklung (natürlich nur wenn von dir auch gewünscht).
        Ich kann und will dich bestimmt weder sehend noch glaubend machen, aber da draußen, außerhalb deines gesitigen Frames, gibt es auch „Mit- Menschen“ die etwas anders funktionieren aber zum gleichen Resultat kommen wie die meisten Kommentatoren hier auf diesem Blog.
        Ich hoffe nicht zu grob rübergekommen zu sein und dass du den Inhalt und Sinn meiner Antwort richtig verstehst und deutest ohne dich zu sehr angegriffen zu fühlen.
        Und natürlich bin ich seit langem Komsument dessen was Prof. Mausfeld zum Besten gibt, und das nicht weil es neu für mich ist, sondern weil ich persönlich schon ein viertel Jahrhundert darauf gewartet dass jemand dieses ausspricht, denn so lange trage ich die selbsterlebte Erkenntnis der Manipulation in mir und, ich gebe zu dass alle seine Vorträge und Interviews Balsam für meine Seele sind, denn sie geben mir ein Stück Hoffnung dass sich meine Spezies doch eines Tages zum guten weiterentwickeln wird. Was mich nur verwundert ist, dass du anscheinend dem Prof. Mausfeld zuhörst aber, irrgendwie habe ich nach deinem Kommentar das Gefühl dass die Umsetzung dessen was dieser gute und sehr mutige Mann von sich gibt, noch nicht so richtig bei dir funktioniert, iss aber natürlich nur meine persönliche Meinung, die du mir doch gönnst, oder? 😉
        LG an alle!

        1. Hallo Rovcanin Boban,

          nach meinem Verständnis ist das ist hier ein ungezwungener Gedankenaustausch, der allen Teilnehmern helfen kann, ihren spezifischen Denkrahmen zu erweitern. Den Willen dazu attestiere ich zunächst einmal jedem Teilnehmer hier.
          In Hinblick darauf ist es wohl durchaus Teil der üblichen Gesprächskultur, die Dinge manchmal auch etwas pointiert zu formulieren. Natürlich auf sachlich konstruktiver Ebene unter Wahrung gegenseitiger Achtung.
          Sachlich heißt dabei, die Persönlichkeit des Gesprächspartners außen vor zu lassen. Nur wer mit (sachlichen) Argumenten nicht weiter kommt, greift die Persönlichkeit an bzw. stellt diese in Frage. Das ist leider auch eine weit verbreitete „Unart“ im gesellschaftlich-politischen Diskurs, um den „Gegner“ zu diskreditieren und ihn so „Schach Matt“ zu setzen.

          Im Hinblick darauf hast Du mit Aussagen wie:

          […] ob du dir mit solchen Pauschalisierungen nicht selber im Weg stehts bei deiner persönlichen Weiterentwicklung (natürlich nur wenn von dir auch gewünscht).

          und

          irgendwie habe ich nach deinem Kommentar das Gefühl dass die Umsetzung dessen, was dieser gute und sehr mutige Mann von sich gibt, noch nicht so richtig bei dir funktioniert,

          definitiv eine rote Linie überschritten. Denn Du maßt Dir damit eine Wertung meiner Person an, die gerade in Hinblick darauf, dass wir uns persönlich überhaupt nicht kennen, völlig unangemessen ist. Den Gesprächspartner offen zu bewerten ist auch unter diplomatischen Gesichtspunkten völlig kontraproduktiv, denn Wertungen sind ökonomische Kategorien und können daher nur den Versuch darstellen, zu entwürdigen. Das ist dem Dialog nicht zuträglich.

          Zum Thema:

          Wichtig ist es zunächst zu verstehen, das die Deutung gerade politischer und gesellschaftlicher aber auch menschlicher Phänomene immer im Auge des Betrachters liegt. Insofern werden diese Deutungen = Sichtweisen zunächst häufig divergent sein. Das ist normal.

          Vereinfacht gesagt: 10 verschiedene Menschen beobachten das selbe Phänomen, kommen jedoch zu unterschiedlichen Ergebnissen. Häufig schon aufgrund ihres soziokulturellen Hintergrundes. Oft aber auch aufgrund von Missverständnissen. Im kommunikativen Bereich entstehen solche Missverständnisse häufig durch unpräzise Formulierungen oder auch jeweils unterschiedlicher Wortdeutungen.

          In diesem Zusammenhang bist Du leider auf meine Frage:

          Wie soll denn das Selbsbewusstsein bitte zu erst da sein?

          [eingegangen mit]:

          und ja, es geht doch [das Selbstbewusstsein ist zuerst da (zum Verständnis eingefügt von PA)], zumindest wenn ich mich, meine Vergangenheit und vor allem meine Erfahrungen reflektiere, kann ich dir versichern dass das Selbsbewustsein bei mir zumindest der Nährboden für Kraft, Mut und Kritik an der Gesellschaft war und immer noch ist.

          Ist stringent ,kann ich voll nachvollziehen, das geht mir auch so.

          Das ist jedoch ein völlig anderer Sachverhalt.

          Mit freundlichen Grüßen

          —-
          Habe Ihren Kommentar im Sinne der Lesbarkeit formal etwas nachbearbeitet, sollte da etwas den Sinn verfälscht haben, lassen Sie es mich wissen, Beste Grüße, Ped

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