Wie wollen wir zukünftig leben?

Episoden des Alltags — Zeugen des politischen Irrsinns zur Bewältigung einer Krise.


Ob es das Coronavirus gibt? Das ist nicht die entscheidende Frage. Die stellt sich vielmehr darin, wie wir zukünftig Herausforderungen lösen wollen. Etwa so, wie es von einer aktionistischen, hysterisierten, reglementierenden und auffällig repressiv werdenden Bundespolitik vorgegeben wird? Das immer detailliertere Vorschreiben, vor allem Unterbinden sozialer Kontakte, sowie die Entmündigung der Menschen bezüglich der Verantwortung für das eigene Leben führt zu unzähligen kleinen Katastrophen, zu Leid, Vereinsamung, Depression.


Die an der politischen Spitze dieses Staates stehenden Protagonisten hüten sich, auf die unzähligen kleinen und größeren Tragödien im Land aufmerksam zu machen. Warum das so ist, kann nur derjenige herausfinden, der zuvor überhaupt erst in wirklicher Empathie wahrgenommen hat, was derzeit an sozialen Verschiebungen und Brüchen stattfindet. Die Menschen werden zunehmend in ein Dilemma nach dem anderen getrieben, in für sie unauflösbare Konflikte, was neue Konflikte hervorruft. Das kann sich in dramatischen Geschehnissen aber auch in stillem Leid äußern — und das möchte der Autor in eher kleinen Geschichten sichtbar machen.

Die Feuerwehr — dein Freund und Helfer

Aber nur, wenn die Abstandsregeln eingehalten werden können.

Die Freiwillige Feuerwehr schlägt sich die Nächte und Wochenenden um die Ohren, um verünglückten Menschen, unter anderem auf den Bundesautobahnen Hilfe zu leisten. Es wird gelöscht, geborgen, erste Hilfe geleistet, getröstet und versorgt. Das sind Menschen, die sich dem Helfen als Passion verschrieben haben. Sie retten Verunglückte ohne Ansehen der Person, ohne Feststellung einer Schuld, ohne moralische Einordnung des Opfers. Sie helfen Menschen als Menschen.

Was wir da sehen, ist eine klare Sachlage und ein ebenso klar ersichtlicher Auftrag. Politisch Handelnde, welche ihre Macht ausnutzen, um das Leben der Menschen — “zu deren Schutz” — zu reglementieren, gelingt es ohne Weiteres, dies aufzuweichen und so “Kollateralschäden” zu verursachen; bis hin zum Tod von Menschen. Die verantwortlichen “Corona-Manager” reden Tag für Tag vom “gefährlichen Virus” und den (angeblich!) MIT Corona Verstorbenen. Sie schreien einen Sinn des Maskentragens herbei und schleifen die demokratischen Grundfesten dieses Landes. Von dem Leid, das durch die von ihnen selbst angeordneten Maßnahmen ausgeht, reden sie nicht.

Tatort Bundesautobahn A4 in der Nähe von Dresden; ein Abschnitt in bergigem Gelände mit wechselnden Wetterverhältnissen und permanent hohem Verkehrsaufkommen. Diese Kombination hat entsprechend viele Unfälle zur Folge. Feuerwehren mehrerer Standorte werden Ende Oktober des Jahres zu einem Einsatz gerufen. Dabei hat sich auch ein PKW überschlagen. Der Fahrer ist im Fahrzeug eingeklemmt, die Schwere seiner Verletzungen nicht ersichtlich. Eigentlich überflüssig zu erwähnen, dass in solch einem Szenario von Lebensgefahr für das Opfer ausgegangen werden muss.

In diesem Falle ist schnelles und professionelles Handeln gefordert, bei dem die Feuerwehrleute zwingend im Team arbeiten müssen. Dass bei solchen Einsätzen mehrere Feuerwehren aus verschiedenen Standorten gemeinsam handeln, ist sozusagen Tagesgeschäft. Man kennt sich und harmoniert auch in kritischen Situationen, bei denen es auf jede Sekunde und trotzdem überlegtes Handeln ankommt.

Um das Opfer zu bergen, ist in vielen Fällen der Einsatz von Spreizzangen (Rettungsspreizern) erforderlich. Je nach Situation stehen dem Bediener dieses etwa 20 Kilogramm schweren hydraulischen Geräts ein oder mehrere Kollegen zur Seite, um das Fahrzeug und das Opfer zu sichern (1). Im speziellen Fall war es ein Dreier-Team. Feuerwehrleute in Montur haben — wohl eher weniger wegen “dem gefährlichen Virus” — Helme mit Visieren auf dem Kopf. Diese Anmerkung erscheint mir wichtig, um die Absurdität des nun Beschriebenen noch deutlicher zu machen.

Denn es kam es zu einer heftigen verbalen Auseinandersetzung, weil der Wehrleiter des einen Teams dem Anderen allen Ernstes abverlangte, dass die Helfenden einen Mindestabstand von 1,50 Meter einhalten sollten — “wegen Corona”. (a1)

So etwas geschieht, wenn Menschen permanent in Angst getrieben werden. Sie werden irrational.

Letztlich blieben Scherben. Der Wehrleiter des anderen Teams widersetzte sich dem Ansinnen. Denn dieser hatte eben keine Angst und konnte daher rational denken. Unabhängig von einer möglichen Gefahr durch ein Virus war er in der Lage, Verhältnismäßigkeiten abzuschätzen und Prioritäten zu setzen. Die Rettung des Opfers hatte Vorrang vor der geschätzten Gefahr von 0,0000001 Prozent, sich in freiem Gelände einen solchen Erreger einzufangen, an dem man dann auch noch selbst oder andere erkranken könnten. Man trennte sich in gespannter Atmosphäre.

Was interessiert den regierungsseitig geadelten “Gesundheitsexperten”, Herrn Doktor Lauterbach schon dieser Alltag? Der Mann — gefangen im Wahn, ein Virus niederzuringen — kann sich mit solchen Kleinigkeiten natürlich nicht abgeben. Er denkt in größeren Dimensionen — dabei allerdings mitnichten komplex (2,a2). Aber wäre seinen “Empfehlungen” gefolgt worden, hätte das Unfallopfer auf der Bundesautobahn möglicherweise die Nacht nicht überlebt.

So weit diese Alltagsgeschichte aus Coronazeiten und ich wiederhole etwas abgewandelt die eingangs gestellte Frage:

Wollen wir zukünftig tatsächlich so leben? Und wenn nicht: Wie wollen wir also zukünftig unser Zusammenleben gestalten?

Die Antwort auf diese Frage liegt zuallererst bei jedem selbst und muss auch zu allererst sein eigenes Handeln bestimmen.

Bitte, liebe Leser, bleiben Sie achtsam.


Anmerkungen und Quellen

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(a1) Die Informationen habe ich aus einer Quelle, die persönlich vor Ort im Einsatz war.

(a2) Wohl gemerkt nicht als Beleidigung verstanden zu wissen, meine ich inzwischen, dass Karl Lauterbach an einer schweren psychischen Störung leidet. Das ist bedauerlich aber viel schlimmer ist, dass diesem Mann seit Monaten bereitwillig ein Podium geboten wird, auf dem er seine Panikmache verbreiten kann. Dahinter muss ich Vorsatz erkennen.

(1) 20.07.2020; Feuerwehrmagazin; Olaf Preuschoff; Rettungsspreizer: Vielseitig in der Anwendung; https://www.feuerwehrmagazin.de/wissen/rettungsspreizer-vielseitig-in-der-anwendung-53988

(2) 23.11.2020; Jouwatch; Will Karl Lauterbach unser Immunsystem schwächen?; https://www.journalistenwatch.com/2020/11/23/will-karl-lauterbach/

(Titelbild) Feuerwehr, Autobahn; Autor: Markus Roider (Pixabay); 25.11.2019; https://pixabay.com/de/photos/feuerwehr-autobahn-unfall-4653987/; Lizenz: Pixabay License

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