Wie wollen wir zukünftig leben? (2)

Episoden des Alltags – Nur zu unserem Besten: Schöner neuer Pausenalltag.


Ob es das Coronavirus gibt? Das ist nicht die entscheidende Frage. Die stellt sich vielmehr darin, wie wir zukünftig Herausforderungen lösen wollen. Etwa so, wie es von einer aktionistischen, hysterisierten, reglementierenden und auffällig repressiv werdenden Bundespolitik vorgegeben wird? Das immer detailliertere Vorschreiben, vor allem Unterbinden sozialer Kontakte, sowie die Entmündigung der Menschen bezüglich der Verantwortung für das eigene Leben führt zu unzähligen kleinen Katastrophen, zu Leid, Vereinsamung, Depression.


Die an der politischen Spitze dieses Staates stehenden Protagonisten hüten sich, auf die unzähligen kleinen und größeren Tragödien im Land aufmerksam zu machen. Warum das so ist, kann nur derjenige herausfinden, der zuvor überhaupt erst in wirklicher Empathie wahrgenommen hat, was derzeit an sozialen Verschiebungen und Brüchen stattfindet. Die Menschen werden fortwährend in ein Dilemma nach dem anderen getrieben, in für sie unauflösbare Konflikte, was neue Konflikte hervorruft. Das kann sich in dramatischen Geschehnissen aber auch in stillem Leid äußern – und das möchte der Autor in eher kleinen Geschichten sichtbar machen. Wie sich der Irrsinn der Corona-Maßnahmen wie ein graues Tuch über unseren Alltag legt, beschreibt sehr gut der folgende Erlebnisbericht einer Leserin.


Corina, so blau sind deine Augen oder die Einsamkeit im Büro

Nach tagelanger Einöde im Homeoffice taucht plötzlich ein Licht am Ende des Wochentunnels auf — eine Einladung zum bereichsübergreifenden Frühstück mit einem Urgestein des hauseigenen Inventars. Der Ausblick auf tiefsinnige Gespräche über den Tellerrand beflügelte die Motivation des Tages. Endlich mal wieder Menschen sehen, hören, riechen. Fühlen ist vermutlich dank der fehlenden 1,5 Meter Armlänge nicht möglich. Aber die anderen Sinne werden ihre pure Freude haben. Nun stand es fest: Heute ist mein Bürotag.

Maskentragende Mitmenschen erwartend und eine Portion Unsicherheit im Gepäck bewegte ich mich durch dunkle Flure. Vermutlich entspricht meine Zeitrechnung nicht der meiner Kollegen. Mit einem „das wird schon“ sprang die Vorfreude wieder auf meinen Zug. Lüften, Teekochen, Laptop anwerfen, Blumen besprechen … die Zeit verging. Noch immer Dunkelheit. Vielleicht sitzt der Chef im Dunkelwald bei den Düsterelfen. Klopfen … niemand öffnet. Niemand erscheint. Wehmut steigt empor. Es ist nicht der gewohnte Büroduft, es ist der Geruch von Traurigkeit und Einsamkeit, der in Wogen durch die Flure streift. Dass es doch rhythmische Bewegung gibt, kann man nur anhand der feuchten Türklinken erahnen.

Aber ein Fixstern bleibt … das Frühstück. Bewaffnet mit einer Mund-Nasen-Bedeckung wandern meine Füße in die Gourméetage. Bodenmarkierungen deuten auf die Abstandsregel hin, nur es ist niemand da, der sie beachten könnte. Ein Tisch hindert mich am direkten Zutritt: Kontakterfassungsformulare, ein Kuli, und eine Literflasche Ethanolgemisch. Das Urgestein erscheint. Wir freuen uns umarmungsfrei und ich fülle für uns beide den Zettel aus. Dabei verzichtet der gelernte DDR-Bürger auf humoristische Einlagen, wie Elisabeth die Große mit Gefolge vor Ort am 30.2.2222 um 23:59 Uhr.

Der Zettel wird gleich vor Ort geprüft und eingezogen. Der Gourmetpalast gleicht einem Aquarium, nur weiß man leider nicht, ob man sich innen oder außen befindet. Die strahlenden Edelstahl-Einrahmungen der Plexiglastüren zeugen von einem dauerhaften Design. Der Kloß im Hals wächst und eigentlich hat sich der Hunger gerade verabschiedet. Brav nehmen wir uns in edler Plastikverpackung präsentierte Schnittchen. Liebevoll erscheint ein einsames Rührei auf dem Teller. Das Hirn meldet „Zeit für die Flucht“. Wir betreten den Speiseraum. Der Kloß im Hals wächst.

Einsam sitzt ein weiterer Gast an einem XXL-Zweiertisch und kaut wortlos an seinem Brötchen. Einmeterfünfzig bis zum Tablet des Urgesteins. Mein Hirn vergleicht dies mit den zehn Zentimetern im Bus zu einem mir völlig Unbekannten. Da wir nun allein im Saal sind, können wir uns auch anschreien, um die Kluft zwischen uns zu überwinden. Entspannung und Fröhlichkeit wollen nicht wirklich eintreten. Wir essen, reden über Corina mit den blauen Augen. Jene Corina, die uns aus jeder Zeitung anstarrt, jede TV-Sendung, jedes Gespräch und jede Kolumne beherrscht, jene Corina, deren Macht unermesslich wächst und unser Leben dominiert.

Weltherrschaft nennt man dies wohl, jene Weltherrschaft, die kein Mensch bisher erreichen konnte. Wir lachen uns an und verabreden uns zu einem ausgelassenen Kaffee im häuslichen Domizil. Der Weg geht zurück über die dunklen Flure der Einsamkeit. Auf einmal wird alltäglich, banales zum Nabel der Welt. Wie groß ist die Sehnsucht nach dem Gespräch mit dem Nachbarn über die neuen Müllpreise oder das Lächeln des DHL-Postboten. Bisher verknüpfte ich Einsamkeit an meinen häuslichen Arbeitsplatz. Seit heute hat sie eine ortlose Dimension. Einsamkeit herrscht, wenn Menschen sich nicht in die Augen sehen, sich nicht riechen und spüren können.


Soziales Miteinander, die damit einhergehende Verbundenheit stärkt uns seelisch, aber auch unseren Körper, ohne den die Seele nun einmal nicht kann. Vor allem stärken soziale Bindungen auch unser Immunsystem (1,2). Das wiederum ist dann in der notwendigen Verfassung, souverän mit Erregern aller Art umzugehen, auf die wir tagtäglich treffen. Die befohlene, feingranulierte Vereinsamung der Menschen in all ihren Lebensbereichen, auch noch gepaart mit der ständigen Vermittlung von Angsttriggern, ist mit Sicherheit geeignet, unser Immunsystem zu schwächen (3). Wer gibt eigentlich einem Irgendjemand das Recht, uns über die repressive Durchsetzung absurder „Regeln“ — basierend auf Tests mit Null Aussagekraft — krank zu machen? Warum lassen wir das im Alltag zu? Oder gibt es da Alternativen?

Nach dieser weiteren Alltagsgeschichte aus Coronazeiten wiederhole ich deshalb die Frage:

Wollen wir zukünftig tatsächlich so leben? Und wenn nicht: Wie wollen wir also unser weiteres Zusammenleben gestalten? Vor allem: Wann wollen wir damit beginnen?

Es bleibt dabei: Die Antwort auf diese Fragen liegen zuallererst bei jedem selbst und müssen auch im eigenen Handeln beginnen.

Bitte, liebe Leser, bleiben Sie sehr achtsam.


Anmerkungen und Quellen

(Allgemein) Dieser Artikel von Peds Ansichten ist unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung – Nicht kommerziell – Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen kann er gern weiterverbreitet und vervielfältigt werden. Bei Verlinkungen auf weitere Artikel von Peds Ansichten finden Sie dort auch die externen Quellen, mit denen die Aussagen im aktuellen Text belegt werden.

(1) Februar 2015; Medizin populär; 7 Wohlfühl-Gebote für ein robustes Immunsystem; https://www.medizinpopulaer.at/archiv/seele-sein/details/article/7-wohlfuehl-gebote-fuer-ein-robustes-immunsystem.html

(2) 26.06.2018; Gesundheitsstadt Berlin; Gute Freunde stärken das Immunsystem; https://www.gesundheitsstadt-berlin.de/gute-freunde-staerken-das-immunsystem-12442/

(3) 17.12.2012; Neurologen und Psychiater im Netz; Chronischer Stress schwächt das Immunsystem; https://www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org/psychiatrie-psychosomatik-psychotherapie/ratgeber-archiv/meldungen/article/chronischer-stress-schwaecht-das-immunsystem/

(Titelbild) Parkplatz, Einsamkeit, Leere, Dunkelheit; Autor: Harut Movisyan (Pixabay); 25.07.2015; https://pixabay.com/de/photos/stadt-parkplatz-person-mann-d%C3%BCster-1487891/; Lizenz: Pixabay License

37 Kommentare

  1. „Vor allem stärken soziale Bindungen auch unser Immunsystem. Das wiederum ist dann in der notwendigen Verfassung, souverän mit Erregern aller Art umzugehen, auf die wir tagtäglich treffen.“

    Leider ist diese Denkweise im Zeitalter der Digitalisierung nicht mehr aktuell. Die Menschen werden erst merken worauf sie verzichtet haben, wenn es zu spät ist. Wenn die Psyche und das Immunsystem kaputt sind.
    Viele Menschen sind der Meinung das die Natur unvollkommen ist und das die Digitaliserung helfen kann die Natur zu verbessern. Und dieser Trugschluss fällt uns dann in absehbarer Zeit auf die Füße.

    https://www.nutze-deinen-kopf.de/unser-immunsystem-und-das-bundesministerium-fuer-gesundheit/

    1. die digitalisierung ist ja der strohhalm an dem sich die systemgünstlinge verzweifelt festhalten, denn es gibt kein wachstum mehr nur noch die digitalisierung erzwingt wachstum, deshalb ist nicht die digitalisierung schuld sondern das vom wachstum abhängige system, sobald die staatliche direkte/indirekte subventionierung der digitalisierung aufhört gibt es für die hightechfirmen keinen grund mehr weiter zwangsdigitalisierungen vorzuschlagen/zu erfinden—jeder hat es in der hand, einfach diese unnötigen zeit-/lebenszeitfresser nicht zu kaufen und dafür die frei gewordenen zeit für direkte soziale kontakte nutzen—-aha, wegen koronamaßnahmen seit fast einem jahr nicht mehr möglich, d.h. man zwingt das volk zum virtuellen leben, das ist mehr als bösartig, das ist vorsätzliche abtötung der menschlichkeit–noch mehr ein grund schrittweise auf smartphone/TV/internet usw. zu verzichten, denn – noch – entscheiden wir was wir kaufen/nutzen

        1. Man hat uns ja mit dem „Digitalismus“ schon darauf getrimmt, dass Impfen gegen Viren notwendig sei.

          Sind die ständig erforderlichen „Viren-Updates“ für die Computer-Betriebssysteme nicht so etwas wie angebliche Impfungen?

          Dass man ein Betriebs-System ganz anders konzipieren könnte, kommt keinem mehr heute in den Sinn angesichts von ständigen Microsoft-Updates die einem auf den Rechner Sachen spülen, die man nicht kontrollieren kann, und die man eigentlich gar nicht bräuchte (wenn das System nämlich von Anfang an immun gemacht worden wäre).

          Und genauso ist es auch mit den Impfungen: genauso wie bei diesen Viren-Updates weiß man nicht, was man bei einer Impfung bekommt, ob es irgend etwas schlimmer oder besser macht, und ob man nicht vielleicht sogar noch etwas untergejubelt bekommt, was mit dem erklärten Zweck überhaupt nichts zu tun hat.

          1. Hab viele Nächte darüber nachgedacht. Am Ende könn(t)en sie bei jeder Schutzimpfung lt. Impfkalender alles mögliche unterjubeln. Also nicht erst seit „Corona!“
            Muss ein Scheiß Gefühl sein, sich auf Gedeih und Verderb dem Profit ausgeliefert zu sehen, aber hey, ’s ist halt so. Wirklich weiterzudenken trauen sich wenige. In der DDR mag zwar auch gedoped worden sein wie überall auf der Welt, aber mal ganz ehrlich: 40 Jahre DDR, ein Volk, dass sich am Ende sogar noch getraute, sich als genuines Volk zu fühlen, statt sich in irgendwelche nationalitischen Schubladen pressen zu lassen und sich gegen den Rest der Welt in Stellung zu bringen … das traue ich heute eigentlich nur noch Kuba zu !

            Die helfen noch mit Herz statt Dollar. Entsprechende Prügel kassieren sie ein …

    2. […] Viele Menschen mögen abhängig von den vielen kleinen digitalen „Helferchen“ sein, die sich beepend, blinkend und summend auf ihren digitalen Endgeräten melden, aber wer bei wachem Verstand ist wirklich der Meinung, dass dieses Zeugs die Natur „tunen“ würde ?
      Es entfremdet, keine Frage. Aber den Menschen zu unterstellen, sie würden die Digitalisierung bewusst dazu nutzen, ihre Umwelt zu gestalten, halte ich für sehr weit hergeholt. Eher merken sie nicht, wie sie durch Thinktanks und andere milliardenschwere Unternehmen an die Kette gelegt werden. Sollten wir nicht eher die Täter an den Pranger stellen ?

  2. Das mit der unvollkommenen Natur ist schon älter.
    Es ist ein Merkmal der Neuzeit, dass die Welt als beherrsch- und kontrollierbar angesehen wird, da das menschliche Vorstellungsgebilde als Realität angesehen wird. Einer der Vordenker, der diese Schwerpunktverschiebung erkannt und ausgedrückt hat, was Descartes mit seinem Satz „cogito ergo sum“

    Wen es interessiert, ich empfehle hier von Martin Heidegger „Das Wesen der Technik“ sowie, gerade jetzt aktuell, „Die Kehre“

    Eine notwendigerweise oberflächliche Zusammenfassung findet man bspw. unter
    http://cartoon.iguw.tuwien.ac.at/christian/technsoz/heidegger.html

    1. Und selbst Jesus Christus wusste das schon besser, lieber Strukturdenker.

      (Zitat) „[…] Sie saßen rund um Jesus und fragten ihn: »Meister, welches sind die Gesetze des Lebens? Weile länger bei uns und lehre uns. Wir möchten deinen Worten lauschen, damit wir geheilt und rechtschaffen werden.«

      Und Jesus antwortete: »Sucht das Gesetz nicht in euren heiligen Schriften; denn das Leben ist das Gesetz, die Schrift jedoch ist tot. Wahrlich, ich sage euch, Moses empfing seine Gesetze von Gott nicht schriftlich, sondern durch das lebende Wort. Das Gesetz ist lebendiges Wort des lebendigen Gottes an lebendige Propheten für lebendige Menschen. In allem, was da lebt, steht das Gesetz geschrieben. Ihr findet es im Gras, im Baum, im Fluss, in den Bergen, in den Vögeln des Himmels, in den Fischen des Meeres; doch vor allem sucht es in euch selber. Denn wahrlich, ich sage euch, alles, was lebt, ist näher bei Gott als die Schrift, die ohne Leben ist. Gott schuf das Leben und alles, was da lebt, damit sie durch das ewig lebendige Wort dem Menschen die Gesetze der wahrhaften Gottheit lehren. Gott schrieb die Gesetze nicht in die Seiten der Bücher, sondern in euer Herz und in euren Geist. Sie sind in eurem Atem, eurem Blut, euren Knochen, in eurem Fleisch, euren Eingeweiden, euren Augen, euren Ohren, und in jedem winzigen Teilchen eures Leibes. Sie sind allgegenwärtig in der Luft, im Wasser, in der Erde, in den Pflanzen, in den Sonnenstrahlen, in den Tiefen und in den Höhen. Sie alle reden zu euch, damit ihr das Wort und den Willen der lebendigen Gottheit verstehet. Doch ihr schließt eure Augen, damit ihr nicht sehet, und ihr schließt eure Ohren, damit ihr nicht höret. Wahrlich, ich sage euch, die heilige Schrift ist Menschenwerk; doch das Leben und alle seine Heerscharen sind das Werk unseres Gottes. Warum hört ihr nicht auf die Worte Gottes, die in seinen Werken geschrieben stehen? Und warum studiert ihr die toten Schriften, die das Werk von Menschenhänden sind?« […]“(Zitat Ende)

      1. Danke dafür. Und wenn auch nur einer von den Pfarrern irgendwo einmal in diesem Sinne und zwar ausdrücklich- gepredigt hätte, dann wäre ich vielleicht heut noch in der Kirche. Ich bin nämlich nicht ausgetreten weil ich ungläubig wäre, sondern weil ich in dieser Amtskirche (ob ev. oder kath.) nichts davon finde, was für mich Gläubigkeit bedeutet. Ich sage nur eines: einer Kirche mit Gottvertrauen kann nicht die Gläubigen alleine lassen wegen staatlicher Willkür und „Wirrologen“-Gelaber.

        Und genau das sehe ich aktuelle: eine Amts-Kirche die mehr „Wirrologen“-Vertrauen und Staatsanbetung als Gottvertrauen praktiziert.

        1. Und genau das was ihr seht, ihr Beiden, das war schon immer das Verhalten der Kirche vor großen Kriegen.
          Sich dadurch in der Machtstruktur halten und sogar als der grösste Verräter dem Gläubigen gegenüber noch agieren.
          Genau das sehen wir doch im Moment wieder.

          Die Pfaffen, die die Waffen noch segneten vor den großen Donnerschlägen.

          1. Ich betrachte es mal so, die Führer der christliche Kirche, wenn nicht sogar aller Weltreligionen, haben ihre Flügel gestreckt, die Häupter gesenkt, Augen und Ohren verschlossen.

            Religion ist noch heute mit einer sehr großen Macht ausgestattet, nämlich mit ganz klaren und wenigen Worten, Milliarden Menschen auf diesem Planeten zu bewegen.
            Es wäre ein leichtes gewesen für die Kirche, gegen Corona und GEGEN durchdrehende Regierungen zu intervenieren.

            Schweigen im Walde.

          2. Ein Befund, der durchaus irritierend sein kann ist die Vermischung von Politik und spirituellen Themen die man gerade immer häufiger findet. Dazu zähle ich auch Seiten, die sich zB neben Politik mit Ufos befassen /zB Nuoviso), oder Seiten, auf denen neben politischen Inhalten auch psychologische Themen abgehandelt werden – zb auf Rubikon.

            Obwohl ich selbst teils von dieser Nähe und Vermischung irritiert war, komme ich aber mehr und mehr zu der Überzeugung, dass die Suche nach politischen Lösungen nicht von der Suche nach dem Menschen selbst getrennt werden kann. Und zum Mensch gehört seine Sinnsuche, seine Religiosität sein Spiritualität, seine psychologische Struktur, sein Seelenleben, seine Ganzheit.

            Und damit tut sich ein ganz neuer Antagonismus auf. Die Kluft zwischen Materialisten und den übrigen Menschen.

            Für Materialisten gibt es keinen Sinn neben dem Konsum und dem Lustgewinn. Für Materialisten ist die Wissenschaft von der unbelebten Natur Religionsersatz und Glaubensgebäude. Für Materialisten ist Transhumanismus das Heilsversprechen und der Eintritt ins Paradies.

            Was wir gerade erleben ist die Unterdrückung der restlichen Menschheit durch die materialistischen Transhumanisten.

  3. Die Blicke der „Unschuldigen“?
    Wollte eigentlich nur an einem einfachen Wochentag etwas Kaufen um eines meiner Weihnachtsgeschenke zu vollenden und fahre mit dem Fahrrad (um nicht Masken- Bus fahren zu müssen), zum Großmarkt.
    Während ich beim Eintreten in den Markt mein eigentlich nicht nötiges Kinnvisier anziehe da ich ein Attest habe welches mich von der Maskenpflicht befreit, springt die junge Dame von der Corona- Überwachungssicherheitsfirma sofort von ihrem Stuhl und klärt mich ruhig und nett darüber auf dass die Visiere nicht mehr „erlaubt“ seien, von wem auch immer dieses Verbot ausgeht.
    Ich kläre sie im gleichen netten Ton über mein Attest auf und zücke schon meinen Geldbeutel um ihr das Attest zu zeigen was sie nur ganz schnell überfliegt und mir einen angenehmen Einkauf wünscht.
    Etwas erfreut über den unkomplizierten und eigentlich netten zwischenmenschlichen Umgang mit mir, gehe ich zügig los um die Verweilzeit an solchen Orten so kurz wie möglich zu halten, da ich immer einen Schmerz verspüre wenn ich mir die von Panik und Angst gezeichneten Gesichter meiner Mitmenschen länger ansehen muss.
    Aber, diesmal war es ein besonderer Tag, leider nur im negativen und habe in den 10 bis 15 Minuten die ich dort verbringen musste, nicht mit einer Person Augenkontakt aufgenommen die mich nicht entweder mit Angst/Panik oder sogar mit sehr deutlichem Ausdruckes von Hass ansahen.
    NICHT EINEM MITMENSCHEN MIT VERSTÄNDNIS BEGENET!!
    Ein älterer Herr an der Kasse wollte mich entweder darauf hinweisen dass mein Visier nicht zulässig ist, oder wovon ich eher ausgehe, seinem hasserfülltem Blick nach, wollte er mich angehen oder ähnliches. Zu seinem und wahrscheinlich meinem Glück hat ihn seine Frau lautstark davon abgehalten.
    Nehme an dass die Frau angesichts meiner nicht gerad zierlichen Erscheinung erkannt hatte dass ich auf Belehrungen dieser Art eher nicht zurückstecken würde.
    Beim Verlassen des Großmarktes habe ich auch etwas am Kiosk kaufen müssen welcher auch im Inneren des Marktes liegt und welches hasserfülltes Gesicht mir von der Kassiererin entgegengebracht wurde hat mir die Augen geöffnet wie weit es um die „Unschuldigen“ schon geschehen ist.
    Sie ist sogar hinter der Theke so weit wie möglich von mir zurückgetreten, hat Gummihandschuhe angezogen, mir die Ware und das Geldtablett nach vorne gestellt und mir das Wechselgeld auf das Tablett gelegt und dieses mir so weit wie möglich nach vorn gelegt damit ich ihr ja nicht zu nahe komme.
    Als wenn das nicht deprimierend genug gewesen wäre, hat mich ein anscheinend arabischer junger Mann kurz vor dem Ausgang von oben bis unten mit seinem Blick und einem sehr abfälligen Gesichtsausdruck gemustert aber zum Glück nichts gesagt denn ich bin mir sicher dass ich in diesem Fall und diesem für mich sehr angespannten Moment ihm für den Rest seines Lebens verbal eine Lektion in Sachen Respekt vor seinen Mitmenschen erteilt hätte.
    Selbst die eigentlich nette junge Frau am Eingang hat bei meinem Verlassen des Marktes panisch vermieden Augenkontakt mit mir aufzunehmen.
    Ja, die ach so „Unschuldigen“ haben wieder Schuldige ausgemacht die sie wieder, wie damals vor 80 Jahren, für ihre Situation, ihre Feigheit, ihren gelebten Hass, ihre Empathielosigkeit, ihre Gier nach Materiellem und vor allem ihrer eigenen Reinwaschung in „Unschuld“ verantwortlich machen können!
    Bin in den letzten Wochen so wie auch Ruben und bestimmt auch einige Andere hier auf dem Blog, sehr enttäuscht darüber dass sich die Diskussionen fast nur noch über irgendwelche Zahlen und Oberflächlichkeit drehen und vor allem die uns alle umgebende Realität kaum noch so wiedergespiegelt oder diskutiert wird, während sich die Um-Programmierung des Humankapitals in den End-Zügen befindet.
    LG an alle!

    1. jetzt fallen die verlogenen „masken“ unserer neid-/missgunst-gesellschaft, denn freundlichkeit/höflichkeit wurden vor corona auch nur gegenüber vermeintlich gleich-/höherrangige vorgetäuscht, unser system ist menschenverachtend, nur geld/status zählt—erbärmliche erdenwürmer


      Zu Letzterem: Ich sehe mich als Teil dieser Menschengemeinschaft und nicht überhebend über dieser – und trotzdem nicht als „erbärmlicher erdenwurm“. Erstens verkörpern solche Abwertungen Projektionen und zweitens vergrößern sie nur die Spaltung. Mehr Achtung in der Sprache und eine tiefere Reflexion der eigenen Emotionen halte ich für wünschenswert.
      FG, Ped

  4. Alles was wir gerade erleben basiert auf einer der übelsten Methode der Massenbeeinflussung:

    die Lüge so groß machen, dass kaum einer glauben kann, dass das eine Lüge ist.

    ich höre nun immer öfter aus dem Bekanntenkreis: „in dem Pflegeheim, das ich kenne, sind schon soundsoviel gestorben“, oder „ich kenne einen, den hat es wirklich ganz schlimm erwischt“.

    Die „normalen Menschen“ suchen, ja gieren regelrecht nach Hinweisen, die sie vor dem schützt, was sie zutiefst verängstigt: sich einer dermaßen gigantischen Lüge gegenüber zu sehen.

    Mein Antworten wie „solche Zahlen sind völlig nichtssagend, so lange man sie nicht in einen Bezug setzt, zB wie viele Menschen in dem und dem Zeitraum durchschnittlich immer sterben“ (in Pflegeheimen wird nun mal gestorben), oder „ja, es gibt immer schwere Krankheiten, auch eine Grippe kann sehr schwer verlaufen. Das ist nichts Neues!“ stoßen dann auf ein „HmmHmm!“ oder verlegenes Lachen – wenn die Leute nett sind.

    1. in Pflegeheimen wird nun mal gestorben

      So sieht’s aus, und nicht zu knapp. Von den ~ 2’500 Toten, die es in Deutschland pro Tag gibt, versterben ca. 900 in Alten- und Pflegeheimen. Oder um es mit den Worten einer Frau zu sagen, die regelmäßig seit Jahren vor Ort ist:

      »Ja, es wird gestorben…jeden Tag. Wir hatten die Schweinegrippe, Ehec, Influenza und weiß der Kuckuck was da noch so durchgefegt ist. Wir hatten in einem Jahr 64 Tote in 4 Monaten[…]«

      Aber die Logik ist den Leuten gerade genz gehörig abhanden gekommen. Naja, wurde ihnen per Panik ja auch im letzten Dreivierteljahr ausgetrieben (auch wenn das keine Entschuldigung sein kann, sondern nur eine Erklärung).

  5. Was wird passieren? Wer weiß?

    Die nächste Grippewelle wird kommen, mit den den gleichen Kranken, Den gleichen Toten und den gleichen Bildern von Intensivstationen und Krankenhausfluren. So war es immer und das wird auch so bleiben. Fehlende sog. Übersterblichkeit bedeutet genau das.

    Wie dann den Normalos erklären das diesmal alles anders ist? Oder noch einen Lockdown, noch mehr Schäden in allen Bereichen, Staatlicherseits über Sozialversicherungen und Steuereinnahmen. Wirtschaftlich über Mieten und Umsätze von Firmen.

    Meinetwegen können da irgendwelche die „Weltherrschaft“ anstreben. Das zerfällt sofort in gegenseitiger Zerfleischung und/oder Übernahme durch Länder die ihre Wirtschaftskraft erhalten haben. Zu Wirtschaftskraft gehört eben auch ein lebenswertes Leben. Wer in einer 1984 Dystopie lebt die ihm nichts bietet engagiert sich auch für nichts.

    Selber bin ich der Krise eher dankbar. Sie trennt Spreu von Weizen. Alles was sich einreiht, sich feige in irgendwelchem Eigentum verkriecht, selbst die irrationalsten Argumente verteidigt und auf Kritik mit persönlichem Angriff reagiert ist raus. Ob nun Typen wie z.B. Fefe und viele andere im Internet oder persönliche Bekannte. Es ist eine Wohltat klar zu sehen und das auszusortieren was nie dazugehört hat.

    Die „Maske“ ist einfach lächerlich. Jeder Wischmob wird akzeptiert, Hauptsache Mund und Nase etc.. So was dämliches ist entlarvend. Das ich unter Vollidioten lebe habe ich vorher nicht gewußt. Kann man sich drauf einstellen.

    Man muss nur aufpassen. Wg. der Wahrheit und dem schnellen Pferd . Deshalb will ich nichts gesagt haben.

  6. Und wieder ein Todesstoß für die Covid-Pandemie-Hysteriker von dem Coronawahn-Superspreader himself, Johns-Hopkins-Uni:

    https://corona-transition.org/usa-gesamtzahl-der-todesfalle-nicht-gestiegen

    Für USA: „«All dies deutet darauf hin, dass es keine Hinweise darauf gibt, dass Covid-19 zu überhöhten Todesfällen geführt hat. Die Gesamtzahl der Todesfälle liegt nicht über der normalen Sterbeziffer. Wir haben keinen Beweis für das Gegenteil gefunden», schloss Briand.“

    Natürlich wird auch diese Information wieder unterdrückt – allerdings mehren sich die Einschläge und werden immer dichter …!!!

    Wie lange kann die Maschine das aushalten?

    I hear the roar of the big machine
    Two worlds and in between
    Hot metal and methedrine
    I hear your empire down
    I hear your empire down.

    Sisters of mercy

  7. Die Kollateralschäden sind längst bekannt und gut dokumentiert. Alles uninteressant. Bedenke doch die Infektionszahlen! die Intensivbetten!
    Die Frage, wie wir künftig leben wollen, stellt sich mE längst nicht mehr. Sie wurde bereits für uns beantwortet und wir bekommen die Antworten täglich zu hören. Lockdown für 4 Monate – na und?
    Wir sind machtlos, solange die Mehrheit nicht begreift, was eigentlich vor sich geht. Und vermutlich wären die meisten zum Erkennen des Betrugs selbst dann nicht in der Lage, selbst wenn man ihnen die Windel von den Augen risse,

    1. Mit bequemen Lügen ist leichter umzugehen als mit unbequemen Wahrheiten.

      Deshalb läßt sich die Mehrheit halt lieber belügen. Und wenn dann alles zu spät ist, baut man sich ein neues Lügengebäude auf.

  8. — Warnung vor der anstehenden RNA-Impfung —

    Für alle, die nicht die 1. Sondersitzung des Corona-Ausschusses mit Robert F. Kennedy Jr. gesehen haben, bzw. die nicht die unter https://corona-ausschuss.de veröffentlichte Transkription des Gespräches zwischen Reiner Füllmich und Robert Kennedy kennen (Kennedy ist im Video relativ schwer zu verstehen, weil er offenbar Probleme beim Sprechen hat), hier die wichtigsten Aussagen von Robert Kennedy, die ausdrücklich als sehr ernst gemeinte Warnung, nicht nur vor der anstehenden RNA-Impfung, zu verstehen ist (unbedingt lesen):

    https://corona-ausschuss.de/wp-content/uploads/2020/11/RKennedyJr.pdf

    Hier nur einige Auszüge des Gesprächs (bezüglich herkömmlicher Impfstoffe).

    Covid-Impfungen in der Vergangenheit – und es hat viele Versuche gegeben, Covid-Impfungen herzustellen – haben jeweils immer eine sehr starke Antikörperreaktion hervorgerufen. Das verleitet die Entwickler fälschlich zu glauben, dass sie ein sehr gutes Produkt entwickelt hätten.

    Aber wenn Sie nun Menschen oder Versuchstiere, die die Antikörperreaktion aufweisen, dem natürlichen Virus aussetzen, sind diese nicht – wie Sie erwarten würden – gegen dieses Virus immun, sondern sie erkranken viel stärker, und viele sterben.

    Daher das Phänomen des Pathogen-Primings, das weithin anerkannt ist. Die Impfung primet sozusagen den Organismus, an dem eigentlichen Virus dann viel stärker zu erkranken, anstatt ihn dagegen immun zu machen. Das wird auch als „Paradoxe Immunverstärkung“ bezeichnet. Paradox, weil es einen kränker statt gesünder macht. Das ist das eine Problem.

    Ein weiteres Problem ist der fehlende Einsatz von echten Placebos, welche bei der Erprobung der Impfstoffe in den Kontrollgruppen zum Einsatz kommt.

    Wenn Sie ein Produkt gegen etwas testen, das bereits als sehr gefährlich bekannt ist, maskieren Sie damit schädliche Nebenwirkungen des getesteten Produkts.

    Es liegen Daten aus über dreißig Jahren vor, dass man, wenn man geimpft ist, eine zehnmal höhere Sterbe-Wahrscheinlichkeit hat. Wenn man ein Mädchen ist und geimpft wird, verstirbt man mit zehnmal höherer Wahrscheinlichkeit als ein ungeimpftes Kind in den nächsten zwei Jahren.

    Es wurde erkannt, dass niemand bisher den Zusammenhang hergestellt hatte. Die Impfung schützte gegen Diphterie, Tetanus und Keuchhusten, aber sie hatte das Immunsystem zugrunde gerichtet, so dass jede andere Infektion eindringen und den Organismus zerstören konnte.

    In unserem Land stieg 1986 die Zahl der empfohlenen Impfungen explosionsartig an. Ich selbst bekam als Kind drei Impfungen. Meine Kinder bekamen 72 Dosen von 16 Impfstoffen. 1989 wurde die Haftung für Impfstoffhersteller aufgehoben, was zu einer Art Goldrausch für Impfstoffhersteller führte.

    Auch eine andere große Veränderung kam 1989: Vor diesem Zeitpunkt traten bei zwölf Prozent der Kinder in unserem Land chronische Krankheiten auf. Bei Kindern, die nach 1989 geboren wurden, beträgt der Anteil 54 Prozent.

    Neurologische Entwicklungsstörungen nahmen seit 1989 eklatant zu, ADD, ADHS, Sprachretardierung, Tics, Tourette-Syndrom, Narkolepsie, Autismus. Autismus stieg von 1/10.000 in meiner Generation auf 1/34 in der Generation meiner Kinder an.

    Die zweite Kategorie: Allergien. Etwa Erdnuss-Allergie. Ich habe elf Brüder und Schwestern, und 77 Cousins und Cousinen, niemand hat eine Erdnussallergie. Ich habe sieben Kinder, alle haben Allergien. Warum ist das so? Sie wurden nach 1989 geboren.

    Die Aufzählung der Schreckensnachrichten, von denen Robert Kennedy während der Sitzung berichtete, geht noch weiter.

    Hier noch ein Hinweis auf einen Artikel von Robert Kennedy (engl.), in dem er eindrücklich davor warnt, sich mit dem neuen RNA-Impfstoff impfen zu lassen und auch die Gründe dafür nennt…

    https://principia-scientific.com/robert-f-kennedy-jr-covid19-vaccine-should-be-avoided-at-all-cost/

    1. Das Impfen ist die Methode, wie die Pharma-Industrie auch an Gesunden Geld verdienen kann.

      Die Pharma-Industrie wird gerne mit der Mafia verglichen. Das ist völlig richtig. Denn beiden ist ein Merkmal gemein: große Gewinnspannen fördern kriminelle Netzwerke, spülen die skrupellosesten Köpfe nach oben. Ob der riesige Profit nun aus Drogenhandel oder Impfstoffverteilung stammt, ist für das Prinzip egal. Und beide Strukturen können mit ihren gigantischen Gewinnmargen Behörden und Politiker schmieren, Medien beeinflussen, übelste Schergen anheuern, Angst und Schrecken verbreiten.

      Leider hat das Hohe Gut der Gesundheitsversorgung seit Jahrzehnten schlimme Rückschläge erlitten, die nie positiv aufgearbeitet, untersucht, geklärt wurden, sondern letztlich vertuscht oder ignoriert wurden:

      _ Heimliche Sterilisationsprogramme an gebärfähige Frauen in „Entwicklungsländern“.
      _ Verkauf und Anwendung von im „Westen“ verbotene Produkte in „Entwicklungsländer“, zB Contergan
      _ DNA-Fahndung, getarnt als Impfprogramme (etwa die Fahndung nach Bin Laden)
      _ vielfältige Zweckentfremdungen angeblicher humanitärer, medizinischer Einsätze in „Entwicklungsländern“

      Albert Schweizer wird wohl angesichts des heutigen Missbrauchs der Medizin als (noch)nichtmilitärische Intervention in politisch identifizierten Zielländern im Grab rotieren.

  9. https://demokratischerwiderstand.de

    Vielleicht sollte man einfach nochmal die Zusammenhänge der ganzen für uns sichtbar und spürbaren Nummer vergegenwärtigen.

    Und wenn man denkt, es ist schlimm, kommt es gerne auch mal noch schlimmer.

    Die sogenannten „Gestalter“ für die neue Weltordnung, die sind ja nun ausgiebig benannt.

    Sind auch wirklich die Chinesen im Spiel und deren Rolle darin, genau betrachtet worden, verstanden worden?

    Der Artikel schließt zumindest ein Gesamtbild.

    Ich betrachte das jetzt wieder Geo politisch/strategisch.

    Der zunehmend sichtbare Verlust der Hegemonialstellung der USA auf der Welt.
    Eine angestrebte Hegemonialstellung auf der Welt durch China, mit deren soziokulturellen Vorstellungen und wie die ihre Bürger schon überwachen und presse? Die bekommen das durchgezogen, wenn ich mir das so betrachte.

    Allerdings sehe ich auch den tiefen Staat und die Falken im „US Imperium“
    Die absoluten Kriegstreiber der übelsten Sorte und die ganz sicher mit aller Gewalt an der Stellung in der USA in der Welt sich festbeißen werden.

    Da möchte ich nur die von dort aus betriebene China Politik der USA anmerken, dass in den letzten Jahren.

    Zudem, in den USA sind die Bürger selbst nicht sonderlich davon begeistert, sich so überwachen zu lassen, wie allgemein angedacht und durch Silicon Valley gegenüber anderen Nationen praktiziert.

    Und die amerikanische Bevölkerung hat nach wie vor extrem „durchschlagende Argumente“ gegenüber dem eigenen Staat, nämlich Schusswaffe in fast jedem Haushalt.

    Langfristig kann das System USA vs. China nicht mehr gut gehen, vermutlich dann erstrecht nicht, wenn z.B. Europa digital mehr und mehr in den Einfluss von China gerät.

    Man könnte im Moment annehmen, alle wären sich einig, aber ich denke, da gibt es noch 2 oder 3 widerstrebende Akteure auf dem Planeten.

    Und wieder, das Aufrüsten, Säbelrasseln geht ja ungebremst weiter, trotz Corona.

    Ich schließe weiter Kriege, oder einen großen Krieg, in garnicht langer Zukunft, nicht aus.

    1. Ich fürchte, dass es „das System USA vs. China“ im ursprünglichen Sinne gar nicht mehr gibt.

      Erstens gibt es in der Politik immer weniger Ideale oder von mir aus auch Werte, oder auch Traditionen, sondern der pure Pragmatismus, das kalte Kalkül hat die Oberhand. Wenn dem Kalkül „beider Seiten“ eine monopolare Welt besser zum Ziel verhilft, rauft man sich halt zusammen. Und genau das sehe ich gerade zwischen dem US-Deep-State bzw. der Milliardärs-Oligarchie der USA und der Einheitspartei Chinas. Irgendwelche Geplänkel um irgendwelche Inseln sollten über das Große Ganze nicht hinwegtäuschen. Was wir gerade sehen ist eine Weltbürokratie mit dem obersten Hydra-Kopf W.H.O. die die westliche Welt in einem nie dagewesenen Ausmaß umgestaltet und dem chinesischen Kollektiv-Denken dramatisch annähert.

      Das bisher im Westen gepflegte Ideal des Individualismus und der maximalen individuellen Freiheit sowie der Freiheit des Denkens wird gerade völlig umgewälzt zum Ideals des Ostens, in dem der Bürger seinen Sinn darin sieht, dem Allgemeinwohl zu dienen, sich dem Ganzen in jeder Hinsicht unterzuordnen hat, im Zweifel immer gegen individuelle Rechte und für den sicheren und ungetrübten Bestand des Kollektivs entschieden wird.

      Die Milliardärs-Oligarchen sehen darin eine Methode, ihre privaten Interessen, Werte, Wünsche und Hobbys realisieren zu können. China sieht darin eine Chance, endlich aus dem Schatten der Übermächtigen USA bzw. dem westlichen Wirtschaftsblock herauszutreten. Natürlich ist dieses Bündnis nur auf Zeit haltbar: früher oder später wird um die absolute Oberhoheit gerungen werden.

      Da aber die Stärke des Westens immer in seiner Betonung der Individualität lag, wird man hier nach Erfolg des Programmes nichts mehr gegen den Osten entgegen zu setzen haben. Indem unsere Kultur gerade niedergewalzt wird, wird das Ende der abendländischen Dominanz eingeleitet. Im Prinzip hätte ich nichts dagegen – wenn dadurch nicht eine neue Dominanz aufgebaut werden würde.

      Für uns Kleinen Leute hat schon immer gegolten: unser Heil liegt im Zwiespalt der Mächte. Nur so lange sich mehrer Machtzentren gegenseitig in Schach halten, bleibt uns ein kleines bisschen die Freiheit der Wahl. Ich fürchte, dieses Zeitalter geht zu ende.

  10. „ Wie wollen wir zukünftig leben? „

    Der Begriff „leben“ enthält -im Sinne des humanistischen Ideals- bereits soviel
    Definitionsmacht, dass sich das „wie“ eigentlich von selbst beantwortet.

    Dies wird deutlich, wenn wir uns die Absurdität der anderen – sich derzeit anbahnende Variante –
    als Frage vor Augen führen:

    „Wie wollen wir zukünftig gelebt werden?“

    menschenwürdiges Leben vollzieht einen biologischen und insbesondere Geistigen Entwicklungsprozess, aus sich selbst heraus.
    Es ist ein evolutionärer Prozeß der Bewustseinsentwicklung, ein jeder hat die Möglichkeit ihn zu vollziehen.
    Sehr empfehlenswert hier „Ursprung und Gegenwart“ von Jean Gebser
    eine kurze Zusammenfassung zum Thema:
    http://www.kato-prinzip.de/Vortrag-JGG-2002.pdf

    Das Ziel dieser – inneren – Entwicklung ist Freiheit und Unabhängigkeit. Unabhängigkeit bedeutet das durchschneiden der Nabelschnur und die Fähigkeit, sich im Leben allein auf sich selbst zu stellen.

    Für die meisten von uns ist jedoch Freiheit etwas, das überhaupt nicht gewünscht wird, denn sie erfordert eine ungeheure Disziplin. Jedoch nicht die Disziplin des Gehorsams, die der Verdrängung und die oder Konformität, nein, dies sind alles Umdeutungen des Begriffs; Disziplin heißt Lernen. Der Vorgang des Lernens selbst ist Disziplin und dadurch erfolgt die Freiheit von jeglicher Verdrängung, von allem Nachahmen, von jeder Konditionierung.

    Freiheit heißt auch, frei von Vergleichen zu sein. Wenn ich die Wirklichkeit sehe, wie sie tatsächlich ist, gibt es real keine Gegensätze mehr. Allein die Nicht-Realität ist der Gegensatz, auf den ich verzichten kann. Es gibt keinen Gegensatz ‚zu dem was ist‘, außer meiner Einbildung. Wenn ich ‚mit dem was ist‘ umgehen kann, dann gibt es keinen Konflikt, weil ich mich in der Realität weiß. Im Beziehungsgeflecht kann dann eventuell der Partner einen Konflikt erleiden, (eben wenn er sich nicht in der Realität befindet), aber nicht ich.

    Sprache und Denken und der damit verbundene Prozess der Bewusstwerdung haben uns das Leid in die Welt gebracht. Es ist der Prozess der Trennung von der Natur, der Vereinzelung, der Errichtung einer Illusion welche sich „ich“ nennt. Diese Identitätsbildung ist nur möglich durch das aufrichten von geistigen Grenzen /Mauern. Wenn wir dort anprallen, verursacht es Schmerzen=Leid. (Kognitive Dissonanz)
    Vorläufiger Höhepunkt dieser Entwicklung ist die mentale Bewusstseins- Struktur. Das inbegriffene rationale Denken (Ratio=Teil) lässt uns die Welt förmlich zerhacken, wir sind immer weniger fähig zur ganzheitlichen Sicht. Jiddu Krishnamurti nannte es „Unordnung“ = überall Bruchstücke in der Welt.

    Dies gilt es zu erkennen = ins Bewusstsein zu rücken und wo möglich zu überwinden. Auch für uns hier, die wir uns nun schon 9 Monate mit ein und dem selben Thema beschäftigen, ja es gibt gute Gründe, es ist aber möglicherweise eine neue große Mauer.

    1. Also ganz konkret zur Frage: „Wie wollen wir zukünftig leben?“
      Als allererstes:
      Auf dass kein Kind in dieser Welt in seiner Scheiße liegen bleibt, dass immer
      eine sorgende Person es nährt , windelt und ihm ein Wiegenlied summt !!!

  11. @Albrecht Storz: „Für Materialisten gibt es keinen Sinn neben dem Konsum und dem Lustgewinn. Für Materialisten ist die Wissenschaft von der unbelebten Natur Religionsersatz und Glaubensgebäude. Für Materialisten ist Transhumanismus das Heilsversprechen und der Eintritt ins Paradies.“

    Das ist gelinde gesagt ganz riesengroßer Quatsch ! Angefangen mit der Unterstellung, als Materialist würde man nur an eine unbelebte Natur glauben. Materialistisch zu denken bedeutet nichts anderes, als den Geist gebunden an die Materie zu sehen. Wobei der „Geist“ hier nur eine andere, höhere Bewegungsform der Materie ist. Alles noch mit Hand und Fuß und alles andere als ein Religionsersatz. So intelligent wir uns auch immer halten mögen, so bestehen wir doch nur aus Materie.
    Wer will heutzutage echt noch leugnen, dass am Anfang die Materie war, sich daraus das Leben und schliesslich auch das Bewusstsein entwickelte ?

    Das ist Materialismus, und nicht die vulgär-naive Vorstellung, dass Materialisten nun jede Idee, jede Vorstellung als irgendetwas betrachten, was man in der Hand halten und evtl. irgendwie eintauschen kann.

    Hätten denn Idealisten, Positivisten, wie auch immer kein Interesse an Konsum und Lustgewinn ? Wie sähe ihr philosophischer Gegenentwurf aus, die Welt zu erkennen ?

    1. @Atomino:“die vulgär-naive Vorstellung, dass Materialisten nun jede Idee, jede Vorstellung als irgendetwas betrachten, was man in der Hand halten und evtl. irgendwie eintauschen kann“ – Ich möchte nur auf diesen Satzteil eingehen: Genau das sehe momentan in Umsetzung. Wie man diese „Menschen“ dann nennt, ist aber tatsächlich eine offene Frage.

      1. Erstmal müssten wir uns darauf einigen, welcher „Materialismus“ hier gemeint ist. Ich bezog mich auf den historischen bzw. den dialektischen Materialismus. Da ich in einem anderen Zusammenhang nix damit anzufangen weiss. Und dort geht es um ganz andere Dinge als Konsum und Lustgewinn. Keine Ahnung, auf was Albrecht Storz hinauswollte, aber ich sehe hier einen gezielten Angriff auf eine ziemlich etablierte und auch brauchbare Weltanschauuung. Keine Idee, kein Gedanke ohne Materie !

        1. Schon ein bißchen lustig: Ich bezog mich nämlich auf den Teil „was man in der Hand halten und evtl. irgendwie eintauschen kann.“ Anders formuliert: Einige, man könnte sie eventuell Technokraten nennen, sind eben gerade dabei „einzutauschen“ – nämlich, zum Beispiel, unser natürliches Erbgut gegen künstlich zusammengepanschtes. Daß das nichts mit Ihrer Idee vom dialektischen Materialismus zu tun hat, ist mir ja bewußt. Und mein Beitrag war keine Zurückweisung Ihrer Gedanken, das haben Sie hoffentlich nicht so verstanden. Obwohl ich „Corona“ nur als ein Vehikel einer viel größeren Zielstellung ansehe, möchte ich ein kurzes Zitat aus „Faust“ beitragen, welches eines unserer Probleme anspricht: „Hier war die Arzeney, die Patienten starben. Und niemand fragte: wer genas? So haben wir, mit höllischen Latwergen, In diesen Thälern, diesen Bergen, Weit schlimmer als die Pest getobt. Ich habe selbst den Gift an Tausende gegeben, Sie welkten hin, ich muß erleben Daß man die frechen Mörder lobt.“

  12. Herr Frey (oder Ped), wir hatten ja im letzten Jahr schon einmal telefonischen Kontakt. Als Sie Ihre Seite umgestellt haben, hatte ich Probleme beim Aufrufen vom Mac. Glücklicherweise (für mich und andere Mac- Nutzer) konnten Sie das Problem beheben. Zwischenzeitlich habe ich mich mich ja als Befürworter der AfD zu erkennen gegeben, und Sie haben meinen Beitrag damals auch veröffentlicht. Was ich zu schätzen weiß in einer Zeit, wo alleine schon das Kürzel Abwehrreaktionen bis hin zu Gewalt verursacht. Komisch dabei, daß ich eigentlich von eher linken Positionen (im hergebrachten Sinn, nicht in der jetzigen Bedeutung)zu dieser Gruppierung kam. Wie dem auch sei: Ich möchte Sie auf eine Seite aufmerksam machen, auf der auch ich gelegentlich schreibe (wenn auch der Betreiber die Artikel nicht immer so eindeutig dem Urheber zuordnet).
    Hier einer meiner Artikel: https://markneukirchen-politik.de/gut-und-gerne-leben/
    Vielen Dank für Ihre Arbeit.


    Danke ebenfalls. Wobei es für mich nicht relevant ist, ob Sie Befürworter der AfD sind, oder der CDU oder der SPD, die ja auch strammrechte Parteien sind (wenn wir uns mal des Rechts-Links-Duktus annehmen wollen).
    Grüße, Ped

    1. Sie haben Recht. Das Denken im (vorgegebenen) Schema rechts-links führt uns nicht weiter. Das Wichtige sind eigentlich die Themen. Wir müssen uns als Gesellschaft entscheiden, wie wir weitermachen wollen. Ob wir weitermachen wollen, oder ob wir „weitergemacht“ werden. Am wichtigsten waren und bleiben dafür für mich die Aktionen außerhalb der digitalen Welt. Den Zugriff auf andere Meinungen und Erfahrungen über digitale Medien möchte ich trotzdem nicht missen. Die beschriebene, durchaus im Bereich des Möglichen liegende, Vision im Artikel oben ist für mich so bedrückend, daß ich den Artikel nicht (was ich sonst oft tue) an meine recht große Familie weiterleiten wollte. Was Menschen in ihrem Leben wollen, ist nicht Theater (im Sinne von „show“), Reichtum und Macht, sondern Sinnerfüllung. Wenn wir es schaffen, uns darauf zu besinnen, haben wir eine gute Zukunft. Dazu brauchen wir viele, die bereit sind, sich zu äußern. Sie leisten dafür einen Beitrag. Die Leute, die hier schreiben tun das auch. So wird es was. Zum Abschluß: Über das Thema rechts und links, die Bedeutung in Vergangenheit und Heute und meine Sicht darauf werde ich mal einen Beitrag schreiben.

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