Der Coronavirus und unsere Einstellung zum Leben

Wir alle verhalten uns zunehmend wie ein Elefant, der von einer Hauskatze angegriffen wird und dann, genervt und um ihr auszuweichen, versehentlich von einer Klippe springt und stirbt.


Alltäglich sterben 150.000 Menschen auf der Welt. 25.000 davon verhungern, aber Hunger ist ja nicht ansteckend, also brauchen wir auch wegen dieser 25.000 kein zusätzliches Klopapier. 15.000 unser 150.000 täglichen Toten sterben an den Folgen des Rauchens. Auch Passivrauchen ist nicht ungefährlich, aber wir schaffen wegen dieser Gefahr nicht die Versammlungsfreiheit ab. Und wegen unserer zahlreichen Verkehrstoten reißen wir auch nicht all unsere Autobahnen aus dem Boden.


Vorwort Peds Ansichten

Es gibt inzwischen einige Medien und Autoren, die sich moralisch aufschwingen, um Sven Böttcher – dem Autor des folgenden Textes – die Worte im Mund umzudrehen. Klar und deutlich weist Böttcher in seinem Text darauf hin, dass Menschen das Recht haben in Würde zu sterben. Aber in keiner Weise ruft er zu unterlassener Hilfeleistung auf. Vielmehr appelliert er an unseren Verstand wie unser Gefühl, unseren Umgang mit Leben und Tod zu überdenken. Das würdelose und entmündigte Sterben in Isolation und unter dem Vorrang wirtschaftlicher Effizienz hat in den vergangenen Jahrzehnten die Politik keinesfalls davon abgehalten, in irgendeiner Art und Weise vom neoliberalen Kurs im Bereich der Gesundheit und Altersbetreuung abzugehen.


Hinweis: Dieser Artikel von Sven Böttcher wurde am 20. März 2020 unter dem Titel „Die Pseudo-Krise” auf der Online-Plattform Rubikon erstveröffentlicht.

Etwa 1.800 Menschen versterben alltäglich an Grippeviren. Es sterben nicht 25.000 oder 15.000 Menschen täglich an Corona. Sondern ungefähr 250. Weltweit. Einschränkung:

Etliche dieser Menschen sterben wohl nicht an Corona. Sondern mit Corona. Die behandelnden Ärzte weisen darauf ausdrücklich hin: Alle bisher Verstorbenen hatten zahlreiche ernste Vorerkrankungen, an denen sie ohnehin eher früher als später verstorben wären. Es ist daher mehr als kühn zu behaupten, die bisherigen circa 8.000 Todesopfer seien „an“ Corona gestorben.

Abermals: Es handelt sich bei den global allenfalls 250 pro Tag Verstorbenen nicht um junge Verhungernde. Sie möchten Zahlen? bitte (#1):

Alle 5 Sekunden verhungert ein Kind.

Alle Coronatoten waren alt und/oder hatten zwei oder mehr Vorerkrankungen. Hierzu lassen sich zwei Spoiler nicht vermeiden.

Spoiler 1: Wer sich mit 2, 3 ernsten Vorerkrankungen (Kategorie Krebs, Diabetes, Herzschwäche), diversen Pharmadauerpräparaten in den Blutbahnen und 85 Lebensjahren auf dem Buckel auch noch eine Lungenentzündung einfängt, stirbt. Das ist kein Corona-Phänomen, sondern normal. Ärzte bezeichnen die Lungenentzündung als Freund der ganz Alten, denn wir müssen an irgendwas sterben, und das Wegdämmern ins Ewige ist fast allen anderen Abgängen vorzuziehen.

Spoiler 2: Keinem unserer nun toten, vorher uralten Erkrankten hat die Beatmung auf den Intensivstationen etwas genützt. Und dabei wird es bleiben. Keinem, der mit 80+ sowie 2, 3 Vorerkrankungen zusätzlich an Covid-19 erkrankt, wird die Intensivpflege etwas nützen. Wer alt und polymorbid an Covid erkrankt, stirbt.

Deshalb möchte ich morgen von allen offiziellen Stellen weltweit hören:

Über 80jährige mit drei Vorerkrankungen und frischer Lungenentzündung behandeln wir nicht auf Intensivstationen, die schicken wir zum Sterben nach Hause, denn sterben müssen ja alle. Jüngeren ist es auch wieder gestattet, Sterbenden die Hand zu halten (a1!). Und sich zu Trauerfeiern zu versammeln. Auf eigene Gefahr. Alte und gebrechliche Teilnehmer an Trauerfeiern sind auf diese bestehende Gefahr ausdrücklich hinzuweisen. Unsere Intensivstationen und unser medizinisches Personal stehen selbstverständlich jüngeren Corona-Lungenentzündungspatienten weiter offen. Die Mortalitätsrate bei U-80, nicht vorerkrankten Corona-infizierten Patienten liegt derzeit bei etwa 0 Prozent.

Die Corona-Krise ist keine Virenkrise.

Die Corona-Krise entlarvt uns als ängstliche, hysterische Wirklichkeitsverweigerer. Die Corona-Krise zeigt auf, dass wir komplett den Verstand verloren und gar keinen Begriff mehr davon haben, was „Leben“ überhaupt bedeutet. Wir sind tatsächlich schwer krank, alle zusammen, allerdings weniger körperlich als geistig.

Ursache unserer Erkrankung ist nicht ein Virus, sondern unsere Verweigerung, den Tod als unvermeidlich wahrzunehmen. Den Tod aller Menschen, die wir lieben, wie den eigenen täglich drohenden Tod. Wir sprechen darüber nicht. Der Tod hat in unseren Leben keinen Platz. Den werden wir demnächst einfach besiegen. Es werden demnächst auch nicht mehr 3 von 4 Deutschen an Krebs sterben. Es werden auch nicht mehr 4 von 4 Deutschen an irgendwas sterben. Sondern bestimmt  keiner mehr. Weil unsere Wissenschaftler ewig haltbare Zellen erfinden. Oder wir uns einfach alle in die Cloud hochladen. Google macht das schon. Und bis dahin optimieren wir uns halt selbst.

Wir schaffen das. Wir blenden tatsächlich vollständig die Tatsache aus, dass wir alle sterblich sind. Und dass die Sterbensgefahr mit zunehmendem Alter exponentiell wächst. Dass, wer auf die 100 zugeht, wahnsinnig gefährlich lebt. Der Mainstream feuert gegen solches Basisfühlen hochemotional, mit schwersten Geschützen:

Italien weiß nicht mehr, wohin mit all den Leichen. Es sind ja schon über 2.000. Sehr alte Leichen. Natürlich sind darunter auch solche 85-Jährigen, die „plötzlich und unerwartet“ gestorben sind, ohne Vorgeschichte. Etwa 200, höchstens. Im Zeitraum von einem ganzen Monat, in dem anderswo 775.000 Menschen verhungert sind.

Aber die Geschichten, die uns zu diesen uralten Verstorbenen erreichen, schockieren uns. Rühren uns zutiefst. Das könnte auch uns passieren! Ja, sogar unsere so unbeschwerten, kerngesunden, gerade rege die Blumenbeete wendenden 95-jährigen Eltern könnten urplötzlich von Corona dahingerafft werden, herausgerissen aus unserem Leben in der Spätblüte ihres eigenen! Unser Mitgefühl bringt uns förmlich um.

Gefühl ist gut. Verstand ist schlecht. Hart und gemein. Der Verstand soll auch draußen bleiben. Das DARF nicht passieren! Unsere Lieben dürfen nicht sterben! Auch nicht mit 90 oder 100 Jahren!

Unsere Antwort ist daher konsequent. Wir machen alles zu. Damit niemand die Alten ansteckt. Unsere Kellner und Kosmetikerinnen sind in 4 Wochen pleite, der ganze Mittelstand auch. Sowie sämtliche Restaurantbesitzer. Sowie eigentlich alle.

Außer … wir drucken einfach Unmengen Giralgeld auf alle Konten, gönnen uns den Tritt in die Falle „Grundeinkommen“. Und schaffen das Bargeld ab, die letzte Hürde auf dem Weg zu unserer totalen Kontrolle.

Und natürlich heben wir auch gleich noch alle Grundrechte auf. Um unsere 90-Jährigen zu schützen. Versammlungen sind und bleiben ab jetzt verboten. Abweichende Meinungen werden gelöscht. Und wir überwachen das. Wo auch immer sich die Bewegungsdaten von mehr als 5 Smartphones zusammenrotten, greifen wir hart durch und räumen. Es wird Opfer geben. Die müssen wir bringen.

„Das muss man bringen.“ Sagt man hier oben in Norddeutschland, Zahlen?, bitte (#2):

Stürben an oder mit Corona tatsächlich, wie von irgendwelchen Virologen (!) (nicht Epidemologen) laut und panisch CFR-getönt wird, 4 Prozent der über 85-jährigen Infizierten und infizierte sich obendrein die gesamte Menschheit, hätten wir am Ende der Krise etwa 300 Millionen sehr alte Menschen ein paar Tage, Wochen oder Jahre zu früh verloren.

Das wäre eine logistische Krise, in der Tat, weil wir nicht vorbereitet sind auf den Tod von 300 Millionen statt sonst 55 Millionen binnen eines Jahres. Auch dieses Armageddon-Worst-Case-Szenario stellte aber keine existenzielle Menschheitsbedrohung dar. Wir wären auch danach noch 7,5 Milliarden, unser Fortbestand wäre nicht im Geringsten gefährdet. (Im Gegenteil. Ressourcen- und Klimaproblematik sollten trotz der derzeitigen Panik noch nicht vollständig in Vergessenheit geraten sein.)

Sprich: Schlimmstenfalls kann uns nichts passieren. Aber dieses die Menschheit nicht im geringsten gefährdende Alptraum-Szenario ist obendrein vollkommen unrealistisch. Die deutlichen Hinweise mehren sich ja von Japan bis Stanford, dass die „Corona-Pandemie“ nicht 4 Prozent der Erkrankten (Alten) dahinrafft, sondern allenfalls 0,05 Prozent. Diesem Link zu Prof. John Ioannidis bitte folgen: https://www.statnews.com/2020/03/17/a-fiasco-in-the-making-as-the-coronavirus-pandemic-takes-hold-we-are-making-decisions-without-reliable-data/:

A population-wide case fatality rate of 0.05% is lower than seasonal influenza. If that is the true rate, locking down the world with potentially tremendous social and financial consequences may be totally irrational. It’s like an elephant being attacked by a house cat. Frustrated and trying to avoid the cat, the elephant accidentally jumps off a cliff and dies.

[Übersetzung durch Peds Ansichten:

Eine bevölkerungsweite Todesfallrate von 0,05% ist niedriger als jene der saisonalen Grippe. Wenn diese Rate tatsächlich der Wahrheit entspricht, kann die Abschottung der Welt mit potenziell enormen sozialen und finanziellen Folgen nur vollkommen irrational sein. Es ist, als ob ein Elefant von einer Hauskatze angegriffen würde. Frustriert und bei dem Versuch, der Katze auszuweichen, springt der Elefant versehentlich von einer Klippe und stirbt.„]

Es ist übrigens vernünftig, sich in der Grippe-und-Corona-Saison öfter mal die Hände zu waschen und Distanz zu den Mitmenschen in Bus und Bahn zu wahren. Nicht erkältet zum Arzt zu gehen. Und vielleicht auch mal ein Kind nicht in die Schule zu entsorgen, sondern selbst zuhause zu betreuen, wenn es fiebert. Dass die meisten von uns das bisher offenbar nicht wussten, ist ein bisschen beunruhigend.

Aber noch wesentlich beunruhigender ist, dass wir jetzt alles schrotten, was wir über Jahrhunderte so schwer erkämpft haben, was uns lieb und teuer und lebenswichtig ist: Freiheit, Grundrechte, die Zukunft unserer Kinder. Und alles wegen einer Lungenentzündung, an der nur uralte Leute sterben?

Norddeutsch: „Das muss man bringen.“ Auszusprechen in geeignet staunendem Tonfall.

Ich bitte hiermit um Veranstaltungshinweise für Termine in direktem Anschluss an die Pseudokrise. Wir sollten uns nämlich nicht einreden, dass man uns nach diesem Homeland-Security-Testlauf die entwendeten Rechte freiwillig zurückgibt, daher befinden wir uns ab dem Tag 1 „nach Corona“ im Endspiel.

Solidarität können wir bis dahin schon mal hervorragend üben, denn direkt nach der Atempause (sic) werden wir sie auf neue kämpferische Weise brauchen.


Zusätzliche Information von Peds Ansichten zu den in Deutschland ermittelten Fallzahlen – Stand: Sonntag, 22. März 2020 (b1,a1):

Es sei ein weiteres Mal darauf hingewiesen, dass die sich daraus ergebende Mortalität (Todesrate) von 0,3 auf 100 Patienten, keine Aussage über die Umstände der jeweiligen Sterbefälle und die Schwere des Anteils von SARS CoV-2 macht.

Rechnen wir einmal: Setzen wir die Zahl der erkannten Infektionen auf 5.000 pro Tag – also bald zehnmal so hoch wie aktuell. Und gehen wir davon aus, dass die Infektionsrate über vier Monate hinweg in der Höhe von 5.000 verharren würde. Dann würde das eine Gesamtzahl von 600.000 ausmachen, von denen 1.800 Verstorbene wären. Wohlgemerkt Verstorbene, über die nicht die Aussage getätigt wurde, in wie weit SARS CoV-2 zum Tode beigetragen hat.

Das Robert Koch Institut (RKI) ist eine Bundesbehörde und untersteht dem Bundesministerium für Gesundheit. Es erfasst im Auftrag des Staates epidemiologische Daten nach vorgeschriebenen Prämissen, wozu es sich der in den Bundesländern verteilten Gesundheitsämter bedient. Demnach arbeitet es auch direkt Regierung und Parlament zu und sollte von denen auch als primäre Informationsquelle verwendet werden (1). Was Politiker aber derzeit von sich geben, negiert in krasser Weise die Informationen der eigenen Behörde.

Da die vom RKI gelieferten Zahlen weit unterhalb diverser, schwerer Infektionswellen der Vergangenheit liegen:

Meinen Sie also, dass es zukünftig trotzdem gerechtfertigt ist, Persönlichkeitsrechte der Bürger dauerhaft auszuhebeln? Glauben Sie, dass ein solidarisches Miteinander in der von der Politik angestrebten Sicherheitsverwahrung praktizierbar ist?

Schauen Sie sich nochmals obige Zahlen an. Vergleichen Sie das mit vergangenen Epidemien. Und machen Sie sich ein Urteil über die Berichterstattung der ARD-Tagesschau, die ohne jede Kritik und ohne davor warnende Stimmen nennenswert hörbar zu machen, dem unverfrorenen Ruf der Politiker nach Ausrufung des Ausnahmezustandes das Wort redet. Die ohne jeden Widerstand den verbal ausgedrückten Drang der Macht nach Strafen bei Nichtbefolgung nachplappert (2). Die ungeheuerliche Verzerrung der Realität durch die öffentlich-rechtlichen Medien – das ist das Gute – könnte weiteren Hunderttausenden Menschen die Augen über deren tatsächlich gelebte Rolle öffnen.

Bitte bleiben Sie schön aufmerksam.


Anmerkungen und Quellen

(Titelbild) Schutzmaske, Virus, Geld; Autor: romanakr (Pixabay); 17.03.2020; https://pixabay.com/photos/coronavirus-covid-19-pandemic-4937116/; Lizenz: Pixabay License

21 Kommentare

  1. Wie werden die Hysteriker und Hysteriker-Agenten auf diesen Artikel reagieren?

    Hier die Handlungsanleitung für die Hysterie-Agenten:

    so mitleidslos und die Trauer der Hinterbliebenen missachtend, „Wie kann man nur!“ „Unmensch!“
    und der Vergleich mit verhungernden Kindern geht natürlich gar nicht! „Wie kann man nur!“ „Unmensch!“
    die Zahlen stimmen nicht. Denn das RKI meldet ganz schlecht. Und selbst das Johns-Hopkins meldet nicht richtig: ALLES IST VIEL, VIEL SCHLIMMER! Es müssen IMMER die SCHLIMMSTEN denkbaren Szenarien angenommen werden (nach deren Logik dürfte man auch in normalen Zeiten morgens nicht aus dem Haus gehen: was da alles passieren kann!!! Und überhaupt „WIR WERDEN ALLE STERBEN! Ganz sicher. Also: LASST UNS JETZT SOFORT ALLE IN PANIK AUSBRECHEN!“)
    und dann ist schließlich ein gesunder Augenarzt und ein junger Fußballspieler und vielleicht noch Otto Müller ohne Vorerkrankung EINDEUTIG!!! an Covid-19 und sonst nichts gestorben.

    „Also lass gefälligst diese Verharmlosungen!“ „Wir werden alle an Covid-19 sterben!“ „Wer verharmlost ist eine Feind im Kampf gegen den Virus. Defätist! Wehrkraftzersetzer! Ab ins Lager damit! Dreht ihm den Hahn ab!“

    1. In so manchem Forum habe ich schon Aufrufe zur Denunziation lesen müssen. Und wenn man die Denunzianten darauf hinweist, scheinen sie nicht einmal ansatzweise zu erkennen, was sie da tun und an welche schlimmen Zeiten das alles inzwischen erinnert (Ruf nach starker Führung, Ausgangssperren geradezu gewünscht, wer sich zu sehr nähert darf körperlich angegriffen werden, Ruf nach viel härteren Strafen und Aufrufe zum Denunzieren). Es hat sich erschreckend wenig in der Gesellschaft geändert, die ganze Bildung und Aufklärung hat offensichtlich komplett versagt.

      1. Wir können leider überhaupt nicht abschätzen, wie viele Agenten in den „sozialen Medien“ und Foren unterwegs sind. Viele Pro-Coronapanik-Sprecher sind sehr auffällig in Sprache, Informationszusammenstellung, Argumentations-Methode, Rhetorik, dargestellte persönliches Bild, finde ich.
        Ich frage mich zB immer, wieso ein Normalbürger nach Ausnahmezustand und massiven Repressionen rufen soll. Das passt doch nicht zusammen. Ich glaube nicht, dass die Freiheitsrechte dem durchschnittlichen Bundesbürger so egal sind, wie man den Eindruck gewinnen muss.

        Weil wir unsere Alten schützen müssen, müssen wir massive Einschränkungen hinnehmen? Und alle Negativwirkungen dieser Maßnahmen (auch auf die angeblich zu schützenden Alten selbst) sollen wir ausblenden? Was da gerade läuft ist ungeheuerlich.

        1. Wenn ich vom „Durchschnittsbürger“ ausgehe, muss ich leider feststellen, dass diesem in einer künstlich geschürten Atmosphäre der Angst die Freiheitsrechte offenbar sehr wenig gelten. In Foren wie etwa bei Telepolis, wo fast gar nicht zensiert wird, ergibt sich dieses Bild sehr deutlich. Bei tagesschau.de sowieso, aber dort werden die meisten kritischen Stimmen ja „moderiert“, d.h. gar nicht veröffentlicht, wodurch das Gesamtbild verzerrt ist. In sämtlichen Foren, in denen ich (jetzt aufgrund von Zwangsurlaub umso häufiger) unterwegs bin, gab es in den letzten Tagen zahlreiche Stimmen, die nach schärferen Maßnahmen riefen, u.a. wurde eine Ausgangssperre immer wieder gefordert. Und solche Beiträge erhalten dann sehr viel mehr Zustimmung als Ablehnung. Immer wieder bekommt man Erfahrungsberichte aus z.B. dem Supermarkt zu lesen, wo doch tatsächlich mitunter jemand etwas zu nahe kommt, und da werden dann sofort Gewaltfantasien frei und Strafen gefordert.

          Natürlich ist es aber auch so, dass viele bisher geschwiegen haben, weil sie wirklich Angst hatten. Die gewaltige Eintönigkeit des Mainstreams hat auch kritische Geister verunsichert. Ich habe durchaus Hoffnung, dass sich das Blatt jetzt ein wenig wandelt und immer mehr Bürger ihre Ablehnung dieser weitestgehend unbegründeten einschneidenden Maßnahmen äußern werden. Das Kind scheint mir aber schon in den Brunnen gefallen zu sein – die Regierungen weltweit und die Eliten insgesamt haben ja jetzt gesehen, wie einfach das alles ist. Da schlägt sich ein Macron monatelang mit diesen aufsässigen Gelbwesten herum, dabei hätte es nur eines kleinen Virus bedurft, sie in die Häuser zu zwingen. Wahlen können bis auf unbestimmte Zeit verschoben werden. Es ist sogar möglich, den Menschen den Kontakt untereinander zu verbieten, und die allermeisten machen bereitwillig mit, die meisten sicherlich in der Überzeugung, das alles sei ja nur befristet. Das dürfte diesmal auch so sein, aber schon beim nächsten Mal vielleicht nicht mehr.

          1. Ich war früher auch im Telepolis-Forum aktiv und bin inzwischen sehr ernüchtert. Ich habe das Gefühl, dass in solchen Foren ganz gezielt bestimmte „Biotope“ gezüchtet werden. Das muss gar nicht von denen kommen, die solche Foren bereitstellen.
            In Telepolis ist zB auffällig, dass es sehr viele Poster gibt, die unflätig und mit viel Antisemitismus- und Nazi-Gebrüll über andere herfallen – und seltsam gut damit durchkommen. Während andere, die für Vernunft, echtem Skeptizismus und Nicht-Mainstream-Denken stehen, mit gnadenloser Verfolgung bei kleinsten tonalen Ausrutschern zu rechnen haben. Das ist besonders extrem geworden, seit eine neue (externe?) Moderatoren-Truppe das Forum unter seinen Fittichen hat.
            Es läuft erstaunlich ähnlich ab wie zB auch bei der Wikipedia: ein Trupp von gar nicht vielen Personen mit sehr viel „Tagesfreizeit“ und Engagement drängt ganz gezielt bestimmte Meinungen und Haltungen hinaus. und arbeitet sich selber in Schlüsselpositionen vor. Und dabei wird absolut strategisch und perfide Vorgegangen. Wo jedem normalen Menschen irgendwann der Kragen platzt behalten diese Leute IMMER die „Contenance“, provozieren aber ihre Gegner auf hinterhältige und heimtückische Weise. Die einfachste Art solch einer Provokation ist die ständige Wiederholung einer längst als Lüge entlarvten Aussage. Jeder normale Mensch wird früher oder später verärgert reagieren. Ich glaube solche Methoden der Rhetorik, besser: der Rabulistik, werden gezielt geschult um diese Agenten wirkmächtig zu machen.
            Auch sehr beliebt ist die bekannte „Ad-Hominem-Methode“. Da werden die Gegner als „Verschwörungstheoretiker“,, „Cranks“, „Antisemiten“, „Nazis“ oder einfach nur „ungebildet“ und „unwissend“ beschimpft. Da diese Agenten keine eigene Meinungen sondern fremde Positionen vertreten, fällt es ihnen auch sehr leicht immer cool zu bleiben. Und also werden die Forenten mit abweichenden Meinungen langsam herausgedrängt – auch durch den puren Frust – und übrig bleiben die Konformen und Bezahlten.
            Und wir bekommen den Eindruck, dass fast alle unserer Landsleute anscheinend nichts sehnlicher wünschen würden als endlich wieder einen Führer zu haben, Merkel ganz toll finden würden, nichts gegen Corona-Zwangsmaßnahmen einzuwenden hätten, Neoliberalismus toll fänden, …

            PS: In diesem Zusammenhang verweise ich gerne auf den “Wikihausen”-Blog von Fiedler/Pohlmann

          2. @ Albrecht Storz: Das ist Unsinn. Es sind im Telepolis-Forum exakt diejenigen, die sonst mit AfD-Propaganda a la „links-grün-versifft“ herumschmeißen und jetzt Kritiker der grundgesetzwidrigen Maßnahmen als linke Ratten bezeichnen, die es anzuzeigen gelte. Und das ergibt ja auch hochgradig Sinn. Politisch rechts war, ist und bleibt, wer sich eine starke Obrigkeit wünscht, strenge Gesetze, eine „ordnende Hand“. Was die Rechte nicht mag, sind freiheitsliebende Individualisten, die sich gegen strenge Gesetze auflehnen.

            Die Typen aus der Wikipedia sind dort nicht zugange, auch nicht ihre Seelenverwandten. Im TP-Forum werden Antisemitismus- und ähnliche Vorwürfe doch eher selten geäußert, und das obwohl dort auch sehr fragwürdige Ansichten toleriert werden. Die Mehrheit der Foristen dort gehört eher zum AfD-Spektrum, es gibt aber auch echte Linke, woraus sich durchaus spannende Diskussionen entwickeln. Und momentan ist eben klar zu erkennen, dass die Mehrheit eher in Richtung starker Staat orientiert ist, obwohl es sich so langsam ein wenig ändert. Wie gesagt vermute ich, dass viele bisher sehr verunsichert waren und vielleicht im Zweifel für harte Maßnahmen, jetzt aber allmählich erkennen, dass viel zu viel geopfert wird. Die Rechtskonservativen verlinken nach wie vor auf Petitionen, in denen das Maskentragen, die Ausgangssperre und vieles mehr gefordert werden, weil ihnen die Politik immer noch zu lasch ist. Auch immer wieder ist zu lesen, der Herr Kurz aus Österreich solle doch unseren Laden endlich übernehmen.

            Ich beende unsere kleine Debatte jetzt aber, es wird für alle anderen vermutlich langweilig.

    2. Hallo Albrecht
      Bei folgenden Satz musste ich Schmunzeln.
      Und selbst das Johns-Hopkins meldet nicht richtig:
      Das Johns-Hopkins Center (Bloomberg School of Public Health) ist ein privater NGO
      Finanziert von unter anderem der Bill und Melinda Gates Stiftung
      Sie haben in 2019 diese Studie gemacht über die Virus Pandemie
      Und sie haben seit 3 Wochen unhinterfragt die Deutungshoheit über die Coronafallzahlen.
      Zitiert von z.B. ZDF nachrichten (wie heißen die nochmal?) mal isses die John Hopkins Universität mal auch schon die Johns Hopkins Universität. Seit 3Wochen seh ich mir das an und frage mich wann das denn mal endlich auffällt. Passiert ist natürlich nichts.

      1. Hier der Link zum Johns Hopkins Center
        Der aber auch rein garnichts mit der John Hopkins Universität zu tun hat.
        http://www.centerforhealthsecurity.org/our-work/publications/preparedness-for-a-high-impact-respiratory-pathogen-pandemic

        Wer wir sind ist sehr aufschlussreich

        Grüße an alle und danke Ped für die kritische Stimme


        Danke auch an Sie!
        Exakt zu diesem Thema wird es hier noch einen Artikel geben. Aber der muss wohl durchdacht und erarbeitet werden. Etwas Geduld.
        Vielen herzlichen Dank an alle Foristen!
        Ped

      2. „Bei folgenden Satz musste ich Schmunzeln.“

        keine Ahnung was Sie da zu Schmunzeln haben.

        Geht es Ihnen um eine Namensverwechslung? Ja nu. sowas soll es geben. Aber

        „Johns Hopkins University is divided into nine schools, five of which serve undergraduate and graduate students. Hopkins’ graduate programs include the top-ranked Bloomberg School of Public Health and the highly ranked School of Education, Whiting School of Engineering, School of Medicine and the well-regarded Peabody Institute for music and dance.“

        Könen Sie vielleicht eine klar verständliche Aussage formulieren: Was genau finden Sie schmunzelwürdig. Welche Informationen wollen Sie mit uns teilen?

        1. Die John Hopkins University wird vom ZDF als Quelle angegeben und das erscheint mir auch korrekt.
          Der John Hopkins University kann man – zumindest auf den ersten Blick – nicht unterstellen, dass sie in die Netzwerke der Gates-Stiftung eingebunden wäre. Das ist aber der entscheidende Unterschied zum John Hopkins Center, einer privat finanzierten Stiftung, die ganz dick in der High Level – Übung drinsteckt, welche im Oktober 2019 in New York durchgeführt wurde und eine Coronavirus-Epidemie durchexerzierte.
          Daher ist Toms Hinweis absolut angebracht und es ist auch nicht in Rätseln formuliert. Man muss halt genau lesen.

          Hier der Link zum John Hopkins Center (nur in der englischen Wikipedia aufgeführt): https://en.wikipedia.org/wiki/Johns_Hopkins_Center_for_Health_Security#Event_201

          und hier der zur John Hopkins University: https://de.wikipedia.org/wiki/Johns_Hopkins_University

          Lesen wir aufmerksam die Artikel, fällt uns aber auf, dass auch zwischen diesen Institutionen vielfältige Verbindungen existieren müssen. Und ja, die Daten kommen derzeit offiziell von der Universität.
          LG, Ped

          1. Hallo Albrecht
            Es war nicht meine Absicht in Rätseln zu schreiben.

            Hier ein Tagesschau Beispiel in der die „Johns Hopkins Universität“ in den ersten 10 sek Erwähnt wird.
            https://youtu.be/0o1OE1Ovi0c

            Ped ich bin sehr gespannt auf Ihre Arbeit!

          2. @Ped: Mag ja sein dass da nichts böse gemeint ist.. Aber für mich war das befremdlich. Denn „Tom“ hat für mich nicht erklärt,was er an dem von mir uneigentlich gebrachten Satz zum schmunzeln fand. Insider-Witz?

            Ich kapiere es immer noch nicht. Aber sei’s drum.

          3. Um das beieinander stehen zu haben im Sinne von korrekter Information:

            Die Johns-Hopkins-University und die Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health hängen natürlich zusammen.

            “Bill & Melinda Gates Institute for Population and Reproductive Health | Department of Population, Family and Reproductive Health | Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health
            © 2020 Johns Hopkins University | All Rights Reserved | Privacy Policy”

            Siehe zb hier: https://www.gatesinstitute.org/

            in der Fußleiste.

            Also: „Johns Hopkins Universität“ und „Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health“ sind entgegen hier gemachten Aussagen sehr wohl miteinander verbunden. Hier Treffen sich die Milliardäre Gates und Bloomberg und vielleicht auch der Deutsche SAP-Hopp (geschätzt 17 Mrd. Euro Vermögen habe ich irgendwo gelesen).

            Und weil diese Milliardäre panische Angst vor Viren haben sollen wir das auch haben. Ganz davon abgesehen dass die auch noch kräftig an unserer Panik verdienen, sei es durch Medikamente, Diagnostika, oder einfach durch Leerverkäufe von Aktien.

  2. Andrej sagt:
    23. März 2020 um 10:44 Uhr

    Danke für den Video-Link. Das was der Mann sagt hat Hand und Fuß. Schon in meiner Kindheit wurden wir mit Vitamin D, Lebertran und „Höhensonne“ behandelt. Rachitis (Defekte beim Knochenwachstum durch Vitamin-D-Mangel) war verbreitet. Ich weiß nicht, warum damals besonders, denn wir waren als Kinder eher mehr draußen als heute die Kinder an der Sonne sind. Aber anscheinend werden Säuglinge heute gezielt mit Vitamin D versorgt um dem vorzubeugen.
    Die Wirkung von Vitamin D auf das Immunsystem ist vernünftig dargestellt. Anders wie die immer wieder gehörten Empfehlungen, man solle Vitamin C in hohen Dosen nehmen (die dann vom Körper ungenutzt wieder ausgeschieden werden. Diese spinnige Idee geht auf den Splin eines Nobelpreisträgers zurück).
    Prof. Dr. med. Spitz mag auch finanzielle Interessen verfolgen (was ja völlig legitim ist). Aber sein Vortrag ist beste Gesundheitsaufklärung. Darum nochmal Danke dafür.

    1. Hallo Albrecht,

      in der Tat ist es so. Meine Tochter 20 Monate hat in den ersten 12 Monaten Vitamin D verschrieben bekommen.
      500 I.E. auf 3 bis 6 kg. Danach wurde die Vitamin-D-„Behandlung“ von der Kasse eingestellt.

      Das ist auch die Empfehlung von Dr. Spitz ca. 100 I.E pro Kilogramm.

      Ich selbst nehme seit mehreren Jahren im Winter 10.000 I.E am Tag wärend der Arbeitstage und komme auf den gleichen Wert. Seit dem habe ich auch keine Grippe mehr gehabt.

      Gruss Andrej

      1. Um das nicht einfach so stehen zu lassen (wobei ich natürlich kein Arzt bin), aber 10.000 I.E. PRO TAG scheint mir sehr hoch. Ich weiß von Krebspatienten die PRO WOCHE die Dosis von 20.000 I.E. verschrieben bekommen haben. Das sind also pro Tag ca. 3.000 I.E. Und das bei laufender Kontrolle der Werte.

        Bei so hohen Dosierungen sollten Sie – glaube ich – Ihre Calzium-Werte im Auge behalten/ kontrollieren lassen. Gefahr für Nierensteine oder so könnte bestehen.

        Ich halte mich an die Empfehlung von 500 I.E. pro Tag die laut Beipackzettel ohne weiter notwendige Kontrolle zugeführt werden können soll (und viel draußen sein, Frische Luft, Sonne, …!)

  3. In Zeiten der amtlich verordneten Massenhysterie sollten vernünftige und bedächtige Stimmen möglichst viele Plattformen finden, darum hoffe ich, dass diese Links auch hier akzeptiert und verbreitet werden und Gehör finden und möglichst weiter verbreitet werden:

    https://swprs.org/2018/10/01/covid-19-hinweis-ii/

    https://www.wodarg.com/

    https://www.rationalgalerie.de/home/allein-machen-sie-dich-ein

    https://medienblog.hypotheses.org/9345

    https://www.rubikon.news/artikel/die-expertokratie

    https://www.rubikon.news/artikel/die-angst-kampagne

    https://www.rubikon.news/artikel/von-wegen-killervirus

    https://multipolar-magazin.de/artikel/coronavirus-ausnahmezustand

    https://youtu.be/IiHSzIEH3cE (Dr. Spitz)

    gerne kann die Linkliste erweitert und weiter verbreitet werden.

  4. Und noch dies:

    https://www.rubikon.news/artikel/illegales-kontaktverbot

    insbesondere das Video das dort verlinkt ist:

    https://youtu.be/JBB9bA-gXL4

    mit Prof. Sucharit Bhakti,
    deutlicher geht es nicht. Der Mann hat sagenhaften Mut. Ich ahne leider, was dieser Mann nun erleben muss in dieser ach so zivilisierten und offenen Gesellschaft. Mit Dr. Wodarg wird ja wohl auch schon so verfahren. Was wird Merkel und deren Versager-Anhang gegen das, wie überhaupt gegen die Vernunft, noch alles in Stellung bringen?

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