Julian Assange ist nicht mehr in Einzelhaft

Ein kleiner, aber wichtiger Erfolg, um das Leben des australischen Journalisten zu retten. Trotzdem ist der WikiLeaks-Gründer nach wie vor nicht frei. Seine Gefangenhaltung aus politischen Gründen erfordert das weitere Engagement all jener, denen die Grundrechte des Menschen und die Freiheit des Journalismus nicht lediglich als platte moralische Parolen zum Zeigen auf Andere dienen.

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Vergessen? Julian Assange ist noch nicht tot

Im Iran Demokratie zu fordern, ist halt so viel einfacher, als vor der eigenen Haustür zu kehren. Nachdem es im November und Dezember des vergangenen Jahres vorübergehend zu einer Thematisierung der Umstände um die Gefangenhaltung des Journalisten Julian Assange im Mainstream gekommen war, haben Politik und Medien sich rasch und dezent wieder davon zurückgezogen. Lieber solidarisiert man sich auf unehrliche Weise mit einer fiktiven und offensichtlich gesteuerten, vorgeblichen Demokratiebewegung im Iran. Mein Respekt gilt um so mehr jenen Journalisten und

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Wertewestlich, demokratische Folter

Reporter ohne Grenzen hat seinen Jahresbericht verfasst – in dem man Julian Assange vergeblich sucht. Die Organisation „Reporter ohne Grenzen“ (ROG) mag im Einzelnen wichtige Arbeit leisten, doch im großen Rahmen sieht sie sich eingebettet in den guten, demokratischen Wertewesten und sucht die dunklen Flecken vorrangig außerhalb – dabei folgsam den vorgegebenen Narrativen folgend. Das lässt sich auch sehr schön an deren Jahresbericht erfassen, der im Dezember 2019 veröffentlicht wurde (1).

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Die Masche des Aussitzens

Aussitzen und Hinhalten – Wie stellt sich das in der Praxis dar? Sich für die Freilassung des Wikileaks-Gründers Julian Assange einzusetzen, scheint für lokale Politik und Medien ein heißes Eisen zu sein. Man versucht, das Thema auszusparen. Unbequeme Fragen lokaler Bürgerbewegungen werden gar nicht oder hinhaltend beantwortet. Geht man davon aus, dass Kraft und Mut derjenigen, die dem in London inhaftierten Journalisten beistehen, schon irgendwann versiegen werden? Der Erfolg einer solchen Strategie hängt davon ab, wie wir selbst diese annehmen.

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Julian Assange geht uns alle an

Gegen das Totschweigen eines Journalisten durch die Meinungsmacht. Es ist ein erwiesenermaßen wenig probates Mittel, zu hoffen, dass die Leitmedien das Thema des politisch verfolgten Julian Assange auf die Tagesordnung setzen. Was völlig unzureichend thematisiert wird, ist die Tatsache, dass der Journalist Assange innerhalb eines angeblich demokratischen Rechtssystems unter menschenunwürdigen Bedingungen als politischer Häftling einsitzt.

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Julian Assange ist ein Journalist

Am 2. November wurde der internationale Tag zur Beendigung von Straflosigkeit gegen Journalisten begangen. Der Generalsekretär der Vereinten Nationen hat anlässlich dieses Tages an uns alle appelliert, für Wahrheit und Gerechtigkeit einzutreten. Das gilt auch in besonderem Maße für all jene, deren berufliches Selbstverständnis, das eines Journalisten ist. Staatlich sanktionierte Verbrechen gegen Journalisten lassen sich dieser Tage kaum stärker symbolisieren, als mit dem Namen des australischen Journalisten Julian Assange.

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Julian Assange und ein Mord auf Raten

Die Logik der Verlogenen lautet: Für Nestbeschmutzer gibt es kein humanitäres Recht. Was den Begründer der Enthüllungs-Plattform Wikileaks betrifft, findet an ihm derzeit ein – von den Massenmedien weitestgehend verschwiegener – Mord auf Raten statt. Ja, die Meinungsführerschaft erkenne ich sogar als Mittäter. Füllt sie doch eine Funktion innerhalb dieses Verbrechens aus: die des Totschweigens. Anerkennenswerte Ausnahmen können dieses schlimme Bild leider nicht wirksam aufhellen.

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