Gedanken um eine Reuters-Meldung

Eine Episode zur Meinungsbildung im Rahmen der großen Politik Die politische Einflussnahme auf die großen Medien wirkt sich selbstredend auf deren Berichterstattung aus. Einflussnahme ist motiviert aus Gestaltungswillen, und im Rahmen machtvoller Systeme sucht sie eine Realität zu zeichnen, welche der gewünschten, zukünftigen Realität förderlich ist. Die zu platzen drohenden türkischen Großmachtträume in Nordsyrien haben eine ganze Reihe interessanter Konsequenzen produziert.

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Die ARD antwortet

Marcus Bornheim erläutert die Syrien-Berichterstattung der ARD. Offene Briefe an Politiker und Medien sind mittlerweile ein traditionelles Format bei Peds Ansichten. Im Februar des Jahres erreichte ein weiterer Brief die Chefredaktion der ARD-Tagesschau und es stellt sich die Frage, ob sich etwas in der Art und Weise der Befassung mit diesen offenen Briefen beim reichweitenstärksten deutschen Nachrichtenmedium geändert hat. Ja, das hat es.

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Syrische Szenarien

Welchen Weg nimmt der Konflikt im Norden Syriens? Für die Türkei wird es nun immer schwieriger, unter Gesichtswahrung aus der Eskalationsspirale in ihrem Krieg gegen Syrien auszusteigen. Der Angegriffene darf nicht untergehen, und das ist das Hauptargument für die umfassende russische Unterstützung für dieses Land. Die innergesellschaftlichen Verhältnisse Syriens umzugestalten, ist nicht Teil der russischen Agenda. Sie beschränkt ihren Einfluss auf den Erhalt des Staatswesens, die innersyrische Versöhnung und die militärische Unterstützung beim Kampf gegen terroristische Milizen.

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Des Täters Opfermine

Wie man bei der ARD-Tagesschau eine Intervention kaschiert. In Syrien eskaliert das Geschehen. Nachdem die türkische Führung Anfang Februar des Jahres der Syrischen Arabischen Armee (SAA) verboten hat, Terroristen auf dem eigenen syrischem Territorium zu bekämpfen, hat sie sich gleichzeitig das Recht herausgenommen, tausende türkische Soldaten und massenweise Kampftechnik in das Nachbarland zu entsenden. In den westlichen, politischen Führungen empört man sich vorsichtig – aber natürlich nicht über den Aggressor.

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Zur Lage im syrischen Idlib

Der Westen bangt um „seine Aufständischen“. Eine neue Walze an Desinformation pflügt seit einigen Tagen durch den westlichen Politik- und Medienwald. Alles was bereits vor Jahren in Aleppo und später in Ost-Ghouta wie in Suweida aufgeboten wurde, wird ein weiteres Mal aufgewärmt und damit versucht eine Stimmung zu erzeugen, welche Prozesse rückgängig machen möchte, die Syrien die vollständige Souveränität wiedererlangen lassen. Dieses Konzept wird scheitern – eben genauso wie damals in Aleppo, später in Ost-Ghouta und dann in Suweida. Die

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Lesen zwischen den Zeilen

Gedanken zur Befassung mit Medieninformationen. Propaganda ist nicht nur eine Facette „der Bösen“ sondern auch „der Guten“. Mehr noch ist die Frage, wer zu „den Bösen“ einerseits und „den Guten“ andererseits gehört, eine Frage der Perspektive. Wie auch immer: Die Informationen der anderen Seite sagen uns oft mehr, als wir auf den ersten Blick glauben mögen. Doch dazu benötigen wir zwei Fähigkeiten: die Bereitschaft, die andere Seite zu verstehen und die Fähigkeit zwischen den Zeilen zu lesen. Ein Leser von

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Das Zittern bei der ARD-Tagesschau

Offener Brief an die ARD-Tagesschau. Der öffentlich-rechtliche Sender verschweigt seinen Konsumenten beharrlich, dass Syrien noch immer schlicht um seine Existenz kämpft und sich derzeit ganz konkret der Aggression solcher Staaten wie der Türkei und Israel erwehren muss. Er deckt diese Tatsache zu, indem er in propagandistischer Manier einer Flüchtlingskatastrophe das Wort redet, welche auf die Operationen der Syrischen Arabischen Armee (SAA) in Idlib zurückzuführen sei. Es ist wichtig, die Dinge klar auszusprechen: Die ARD-Tagesschau betreibt mit dieser Erzählung Desinformation.

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Syrische Briefe an die Vereinten Nationen (4)

Die Türkei führt einen eigenen, aber ganz sicher mit westlichen Drahtziehern abgestimmten, mehrschichtigen Krieg gegen Syrien. Für die syrische Regierung gab es eine ganze Reihe von Gründen, die militärischen Operationen gegen die terroristischen Milizen in der Provinz Idlib wieder zu forcieren. Peds Ansichten hat bereits mehrfach darauf hingewiesen, dass die Türkei dabei ist, die ethnischen -, sozialen – und politischen Strukturen in Nordsyrien grundsätzlich umzubauen und so einen Zustand zu etablieren, der nicht mehr so ohne weiteres rückgängig zu machen

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Tagesschau und die Nachricht hinter der Nachricht

Eine Tagesschau-Entnahme und die Lieferung der fehlenden Parts. Einige wichtige Fakten hat die ARD-Tagesschau in ihrer letzten Meldung zu Syrien mitgeliefert. So gesehen ist eine veränderte Art und Weise der Berichterstattung zum Thema – so man guten Willens ist – feststellbar. Trotzdem: In Überschrift wie Einleitung als auch im nachfolgenden Text benutzt sie nach wie vor die bewährten Instrumente der Propaganda. So leitete also die Tagesschau ihre, an dieser Stelle untersuchte Nachricht ein (1): Offensive in Syrien Mehr als 500.000

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Mike Pompeo und die Unschuld vom Lande

Der US-Außenminister spricht – wider besseren Wissens – von Angriffen auf Zivilisten im syrischen Idlib. Allerdings sind die Folgen seiner Worte begrenzt – ebenso begrenzt wie das Befolgen seiner Botschaft. Das ist Pompeo wahrscheinlich sogar bewusst. Aber Syrien auch auf einer niedrigeren Ebene maximal zu schaden, kann seiner Gilde nur Recht sein. Trotzdem: Die Möglichkeiten zur Durchsetzung der Syrien-Agenda im Sinne einer Transformation nach Washingtons Gnaden nehmen weiter ab.

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Syrische Briefe an die Vereinten Nationen (3)

Fortsetzung der Kampfhandlungen im syrischen Idlib Am 24. Januar hat die Syrische Arabische Armee (SAA) ihre Offensive in der nordwestlich gelegenen Provinz Idlib wieder aufgenommen. Der knapp zwei Wochen zuvor durch Vermittlung Russlands und in Absprache mit der Türkei ausgerufene Waffenstillstand, wurde seitens der Dschihadisten in Idlib vom ersten Tag an gebrochen.

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Mustererkennung

Vom Zynismus der Täter gegenüber ihren Opfern Syrien hat sich in mehreren Briefen an die Vereinten Nationen gewandt und die nicht endenwollende Unterstützung für al-Qaida-Terroristen beklagt. Eine dienstbarer, gleichgeschalteter Mainstream zaubert diesen Skandal weg und meldet sich im Stile von Sockenpuppen erst dann wieder, wenn es darum geht, Empörung zu heucheln. Üben wir uns am Beispiel des aktuellen Geschehens in Syrien in Mustererkennung.

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Syrische Briefe an die Vereinten Nationen (2)

Es tummelt sich nach wie vor al-Qaida in der syrischen Provinz Idlib. Wenn der geneigte Medienkonsument die nächsten Meldungen über Syrien vom Mainstream entgegennehmen wird, dann hat er – wie in so ziemlich allen Fällen zuvor – keinerlei Hintergrundwissen über die dortigen Geschehnisse. Er wird stattdessen, um es schlicht zu sagen, mehr oder weniger dreist angelogen. „Arme Zivilbevölkerung wird von Assads Truppen und den Russen bombardiert“ – so in etwa lautet die mindestens einmal monatlich aufgefrischte Falschmeldung.

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Syrische Briefe an die Vereinten Nationen

Die Türkei fördert nach wie vor den Terrorismus in Syrien. Syriens Botschafter Baschhar al-Dschaafari hat am 7. Januar 2020 im Auftrag der syrischen Regierung zwei gleichlautende Briefe übergeben (1), Einen an den Generalsekretär der Vereinten Nationen und den Zweiten an den Präsidenten des UN-Sicherheitsrates. Mit den Schreiben protestiert Syrien gegen die Souveränitätsverletzungen seines Landes durch die Türkei und prangert die nach wie vor geleistete Unterstützung der Terroristen von al-Nusra und Co. durch türkische Behörden an.

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Tagesschau und die Nachricht hinter der Nachricht

Desinformation der ARD-Tagesschau zur Arbeit des UN-Sicherheitsrates. In eine Verlautbarung über die Vereinbarung einer neuerlichen Waffenruhe in der syrischen Provinz Idlib packte das größte deutsche Nachrichtenformat mal wieder reichlich Narrative hinein, die geeignet sind, mit Dreck auf die syrische und russische Regierung zu werfen. Dabei kam zwangsläufig ein Berg an Verdrehungen, Auslassungen und Lügen heraus. Gehen wir doch dieses Paradebeispiel einer lupenreinen Propaganda mal Satz für Satz durch.

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Die OPCW-Führung als Auftragsgehilfe im Syrien-Krieg

WikiLeaks hat die nächste Serie von Dokumenten zum Douma-Skandal veröffentlicht. Während ihr Gründer Julian Assange im Hochsicherheitsgefängnis von London-Belmarsh unter unwürdigen Bedingungen festgehalten wird, können wir in Echtzeit erleben, warum das so ist. Wenn die so laut propagierte freiheitliche Demokratie mit herrschender Macht konfrontiert wird, zieht sie den Schwanz ein. Das sieht man sehr schön an der Berichterstattung der Massenmedien, die sich für die Betrügereien um den angeblichen Giftgasvorfall von Douma verdächtig wenig interessiert. 

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Kämpfe im syrischen Idlib

Die syrische Armee hat eine neue Offensive gegen die Islamisten in Idlib eröffnet. Seit den letzten größeren Auseinandersetzungen im August 2019 – als die Syrische Arabische Armee (SAA) die vollständige Kontrolle über den nördlichen Teil der Provinz Hama übernahm – gab es eine mehr als brüchige Waffenruhe in der Deeskalationszone von Idlib. Nun geht die SAA, unterstützt von der eigenen – und russischen Luftwaffe erneut massiv gegen die Extremisten vor.

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Astana-Treffen zu Syrien

Ein Bekenntnis zur vollen Souveränität Syriens. Das 14. Treffen zu Syrien, abgehalten von den Garantiemächten Iran, Türkei und Russland wurde am 11. Dezember 2019 in der kasachischen Hauptstadt Nur-Sultan beendet. Die praktische Politik, die dort zu Syrien umgesetzt wird, spielt keinerlei Rolle beim Flaggschiff aller Nachrichtenformate – der Tagesschau. Nun, dann müssen halt andere die Information verbreiten.

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Syrien wird nicht mit neuen Ermittlungs-Teams der OPCW zusammenarbeiten

Das systematische Hintergehen Syriens im Bezug auf Ermittlungen zum Einsatz chemischer Waffen hat Konsequenzen. In einem Interview bei Kamal Khalaf von al-Mayadeen kündigte der stellvertretende syrische Außenminister Faisal al-Mekdad an, sich einer Zusammenarbeit mit dem neu gebildeteten Ermittlungs-Teams der OPCW zu verweigern. Er begründete dies unter anderem damit, dass selbst von den Mitgliedsstaaten der OPCW die Legitimität für diese Team mehrheitlich nicht anerkannt wurde. Doch gibt es da noch mehr. Der Reporter von al-Mayadeen leitete mit den jüngst bekannt gewordenen

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Douma, Giftgas, Lügen und kein Ende

Die OPCW als UN-Partnerorganisation – Mittel zum Zweck der Kriegführung. Ost-Goutha 2013, Kafr-Zitra 2014, Khan-Sheikhoun 2017, Douma 2018 – so zum Beispiel kann man die keinesfalls vollständige Kette von Verschleierungen, Betrügereien, Verleumdungen und Erpressungen im Zusammenhang mit dem Giftgas-Narrativ in Syrien verdeutlichen. Alles Akte, um einen Krieg zu gewinnen, der unter der verlogenen Keule geführt wird, die Menschenrechte schützen zu müssen. Im folgenden ein Artikel von Caitlin Johnstone, welcher die bisherigen Erkenntnisse um die Betrügereien der OPCW-Veröffentlichung zu den Ereignissen

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Kurdische Organisationen, syrisches Öl und gezinkte Karten

Der Generalplan zur Schaffung eines Kurdistans in Nordsyrien erhielt seit Oktober 2019 einen gewaltigen Dämpfer. Mit Ablösung der Muskelspiele der Türkei durch konkrete Kampfhandlungen auf syrischem Gebiet wurde auch den USA der Boden für deren dort stationierte Truppen zu heiß. Etwa 1.000 US-Soldaten sind aus Gebieten in der Nähe der türkischen Grenze verschwunden. Sie kämpften nicht, sondern wurden ganz einfach abgezogen. Das ist ein krachende Niederlage für die „Gestalter“ des „Neuen Nahen Ostens“.

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Syrien – Wahrheit statt Desinformation

Deutsche Parlamentarier in Syrien fordern die Wächter des wahren Glaubens heraus. Auf einer weniger emotionalen Ebene ließ sich sicher trefflich zu den Motiven diskutieren, aus denen heraus AfD-Politiker zum wiederholten Male Syrien besuchen. Doch bei der ARD-Tagesschau beschwört das Aufeinanderzugehen von Parlamentariern eine neue Welle des Gesinnungskrieges herauf.

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Die „böse AfD“ war schon wieder beim „Diktator“

Deutsche Parlamentarier in Syrien fordern die Wächter des wahren Glaubens heraus. Auf einer weniger emotionalen Ebene ließ sich sicher trefflich zu den Motiven diskutieren, aus denen heraus AfD-Politiker zum wiederholten Male Syrien besuchen. Doch bei der ARD-Tagesschau beschwört das Aufeinanderzugehen von Parlamentariern eine neue Welle des Gesinnungskrieges herauf.

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Die ARD antwortet

Der Bayerische Rundfunk verteidigt seine Berichterstattung im Kontext Syrien. Übermittelt durch Lorenz Wolf, den Vorsitzenden des Rundfunkrates beim Bayerischen Rundfunk, erhielt ich eine zweite Antwort zu meiner erweitert vorgetragenen Kritik an deren ARD-Beitrag vom 25. Juni 2019. Auch wenn dieser Brief präziser auf meine Kritik eingeht, so ist es doch ganz erstaunlich, wie er sich um die Beantwortung sehr klar formulierter Fragen herumwindet.

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Die Moderaten im Umbruch

Die syrische „moderate Opposition“ bekommt neue Aufgaben. Schaut man sich die Syrien-Berichterstattung der vergangenen Jahre an, kommt man schwer ins Staunen über die Art und Weise der Wahrnehmung von dort kämpfenden „Oppositionellen“ oder auch „Rebellen“ und gern auch „Aufständischen“. Nun, wo sie von ihren Geldgebern in treuer Pflichterfüllung zur Befriedung weiterer syrischer Gebiete eingesetzt werden, beschimpft man sie als Terroristen – wie unanständig.

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Wer CDU/CSU und SPD wählt, wählt den Krieg

Deutschland wird von Völkerrechtsbrechern und Kriegstreibern geführt. Der Bundestag hat am Donnerstag, den 24. Oktober 2019, in namentlicher Abstimmung mit 343 Stimmen bei 275 Gegenstimmen und drei Enthaltungen für einen längeren Einsatz der Bundeswehr gegen den IS in Syrien und dem Irak gestimmt. Man muss die Lügen und Verdrehungen nicht unbedingt in den Medien suchen. Die offiziellen Plattformen der deutschen Bundesregierung und ihrer Ministerien sowie des deutschen Parlaments bieten den Sud an Propaganda im Original. Die Leitmedien kauen es dann in ihrer

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Spielverderber

Trump treibt seine Opponenten vor sich her. Nach der ersten Lähmung – verursacht durch die für sie unvorhersehbaren Schritte des US-Präsidenten – versuchen die überrumpelten „Gestalter eines neuen Syrien“ zu retten, was nicht mehr zu retten ist. Die innerpolitische Auseinandersetzung in den USA treibt nun in Syrien sonderbare Blüten und der US-Präsident weiß sich gegen die neuerlichen Angriffe auf seine Person wirksam zu wehren. Die führenden EU-Staaten und ihre Institutionen aber drehen und winden sich, um das den Bach hinunter

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Das kurdische Märchen

Das große Jammern über den angeblichen Verrat an den Kurden ist unglaubwürdig. Betrachten wir die Ereignisse – auch die kriegerischen Ereignisse – der vergangenen Jahrzehnte in vier Staaten des Nahen Ostens, so wurden all deren spezifische Konflikte überlagert von einer quasi tickenden Zeitbombe, einer andauernden Zerreißprobe für den nationalen Zusammenhalt und den ihrer Gesellschaften, dem sogenannten Kurdenproblem. Die eindimensionale, verklärende Darstellung der Kurden, ihre ausschließlich als Opfer beschriebene Rolle, kann dabei als wichtiger Teil von Geschichtsfälschung zum Ziele dauerhafter Interessendurchsetzung

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Die zweite Chance

Aber haben die kurdischen Eliten in Syrien das auch begriffen? Vor mehr als anderthalb Jahren hat sich ein Szenario abgespielt, das sich durchaus mit den aktuellen Ereignissen in Nordsyrien vergleichen lässt. Damals marschierte die türkische Armee in der bis dahin von Kurden besetzten Provinz Afrin ein. Befassen wir uns daher mit den Parallelen aber auch den Veränderungen im Vergleich zur Lage im Syrien des Jahres 2018.

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