Alltag einer gefährdeten Demokratie

Augenzeugenbericht über einen Schweigemarsch gegen die Grundrechtseinschränkungen in unserem Land.


Was am 22. November 2020, dem Totensonntag in Dresden geschah, spielt sich inzwischen fast täglich in deutschen Landen ab. Mittels absurder Begründungen — unter dem irreführenden Begriff Infektionsschutz subsumiert — wird das Recht auf freie Meinungsäußerung mehr und mehr stranguliert. Eine von oben verordnete Politik legt es dabei ganz offensichtlich darauf an, die Spaltung innerhalb der Bevölkerung zu vertiefen. Polizisten und Demonstranten werden systematisch von einer unauflösbaren Situation in die andere getrieben. Um nicht in diesem hässlichen Spiel unterzugehen, sind neue Lösungen gefragt.


Es ist für viele Menschen – auch in unserem Land – noch immer unvorstellbar, dass es bei der ganzen Politik angeblicher Corona-Maßnahmen überhaupt nicht um die Bekämpfung eines Virus geht. Und immer dann, wenn wache und mutige Menschen den Vorhang hinter der weltweit ausgerufenen Pandemie herunterreißen, um aufzuzeigen um was es hier tatsächlich geht, werden diese angegriffen.

Obwohl jene, die uns den Blick hinter die Fassade öffnen möchten, ihr Engagement mitnichten an einer „Leugnung des Virus“ verbrennen, werden diese genau als solche, als „Corona-Leugner“ verunglimpft. Der Blick hinter die Fassade, auf das, um was es wirklich geht, muss versperrt, der auf die „Pandemiebekämpfung“ erhalten bleiben. Das ist der wesentliche Grund, warum jede oppositionelle Meinungsäußerung zur Politik der Regierung im Falle Corona so vehement stigmatisiert wird.

Das ist auch der Grund, warum das wirkliche Anliegen, das inzwischen Hunderttausende Menschen seit Monaten auf die Straßen treibt — das Schleifen der Demokratie —, in der Meinungsführerschaft schlicht totgeschwiegen und durch haltlose Verleumdungen (Verschwörungstheoretiker, Rechtsextremisten, Neonazis, Antisemiten, Aluhüte, Coronaleugner und, und, und) ersetzt wird.

Das folgende ist ein redaktionell bearbeiteter Augenzeugenbericht vom Schweigemarsch gegen die Beerdigung der Demokratie, stattgefunden im Herzen der Sächsischen Landeshauptstadt Dresden, auf dem Theaterplatz. Es handelte sich an diesem 22.  November 2020 um eine angezeigte und unter Auflagen genehmigte Versammlung. Weiß jeder Bürger dieses Landes, dass es keinesfalls in Ordnung ist, wenn eine Versammlung erst durch Behörden genehmigt wird? Weil es sich hier nämlich um ein demokratisches Grundrecht und nicht etwa um eine milde Gabe der Obrigkeit handelt. Was sich um die eigentliche Veranstaltung herum ereignete, dürfte inzwischen zum normalen Alltag gehören, so es um die — die Verfassung verletzende — willkürliche Einschränkung der freien Meinungsäußerung im öffentlichen Raum geht.

Der Schweigemarsch, eigentlich als Aufzug in etlichen Städten Deutschlands und Österreichs gedacht, durfte in Dresden wegen der aktuellen „Sächsischen Corona-Schutzverordnung“ nur stationär und mit maximal eintausend Versammlungsteilnehmern stattfinden. Die Veranstalter mussten behördliche Willkür und unkooperatives Verhalten feststellen. Trotzdem die Veranstalter den Schweigemarsch – Gegen Diskriminierung und für Menschenrechte – bereits am 2. November angezeigt hatten, wurde von Seiten der Versammlungsbehörde um ein Kooperationsgespräch in einer Email vom 13. November für den 19. November gebeten. Die Veranstalter baten darum, den Termin auf den 17. November vorzuverlegen, was auch ermöglicht wurde. Nun also der Augenzeugenbericht:

Kein Gespräch auf Augenhöhe

An dem Kooperationsgespräch nahmen Herr S. Kipping von der Versammlungsbehörde und Herr Matthias Imhof, Polizeioberrat teil; außerdem der Versammlungsleiter und dessen Stellvertreter.

Die Kommunikation der Versammlungsbehörde war recht neutral, die mit der Polizeibehörde wirkte jedoch sehr von oben herab, einseitig und zynisch – nicht auf Augenhöhe. Es war hierbei weniger ein Kooperationsgespräch, als vielmehr ein Diktat an die Veranstalter. Die Veranstalter äußerten Sorge darüber, dass die Polizei bei Vorliegen einer Attest-Kopie teilweise Anzeigen mit dem Straftatbestand der Urkundenfälschung erhebt und damit dafür sorgt, dass die die Menschen teilweise keine Atteste mehr mit sich führen da dies lediglich den Tatbestand einer Ordnungswidrigkeit erfüllt. Dies resultiert nicht zuletzt daraus, dass in der letzten Zeit viel berichtet wird, dass den Menschen ihre Atteste teilweise abgenommen wurden.

Der Versammlungsleiter sprach an, wie in diesem Fall mit solchen Menschen verfahren würde, die ein Attest vorweisen könnten, dass ihnen eine Befreiung der Maskenpflicht bescheinigte. Außerdem erwähnte der Versammlungsleiter offen, dass auch wenn ein solches Attest vorläge, aber eine selbstgenähte Spitzenmaske genutzt werden könnte, durch die man hindurch atmen könnte, diese entsprechend des Konzeptes und der Auflagen genutzt werden könne.

Herr Imhof tätigte keine klare Aussage – nur, dass sie (die Polizei) kontrollieren und nach eigenem Ermessen entscheiden würden, was akzeptiert würde und was nicht. Kopien von Attesten wären jedenfalls nicht erlaubt. Außerdem kam Herr Imhof auf den Gedanken, Hamburger Gitter einzusetzen. Der Sinn für eine friedliche Versammlung erschloss sich uns erst am Totensonntag auf dem Platz. Die Veranstalter des Schweigemarsches hatten in zwei Jahren vorher nie einen Anlass gegeben, um begründetes Misstrauen bei den Behörden zu wecken.

Der Polizeioberrat kannte nur ein Thema. Was, wenn mehr als die 500 angemeldeten Teilnehmer kämen? Wir konnten uns das bei unserem eigenen strengen Konzept zwar nicht vorstellen (Mund-Nasen-Bedeckung, zwei Meter Mindestabstand, schwarze Kleidung, schweigend stehend mit Kerze), aber wir besprachen einen Plan B. Die Versammlungsbehörde würde prüfen, ob der Neumarkt frei wäre, so dass man die Versammlung aufsplitten könnte. Wir fragten, ob sie denn einen Kenntnisstand hätten, dass deutlich mehr kämen, aber dazu konnte oder wollte der Polizeioberrat keine Auskunft geben.

Wir gingen übrigens davon aus, dass wir den ganzen Theaterplatz angezeigt hätten – in der Zeit von 15:30 Uhr bis 16:30 Uhr. Bei allen — wohlgemerkt sinnfreien Restriktionen zum Zwecke eines angeblichen Infektionsschutzes — finden mehrere Tausend Menschen auf dieser Fläche Platz. Somit stellte sich dann natürlich auch die ganz generelle Frage, wie es sein kann, dass die Politik Teilnahmegrenzen für Versammlungen festlegt, unabhängig von dem vorhandenen Platz. 

Zu keinem Zeitpunkt wurde uns gegenüber erwähnt, dass wir nicht den ganzen Theaterplatz nutzen dürfen und dass dort außerdem in unmittelbarer Nähe eine sehr laute und unsere Versammlung und den Totensonntag störende Gegendemonstration mit Musikanlage von ein paar Demonstranten, die mit großer Wahrscheinlichkeit der Antifa zuzurechnen waren, genehmigt wurde.

Der Versammlungsbescheid kam Donnerstagnachmittag, am 19. November. Auf Rückfrage durch den Versammlungsleiter telefonisch und durch den beauftragten Rechtsanwalt wurde uns schriftlich mitgeteilt, dass die im Dokument gesondert aufgeführten, rechtlichen Hinweise kein Teil der Auflagen beziehungsweise des Bescheides wären. Es mag jeder für sich selbst prüfen, wie die Auflagen in dem Bescheid rechtlich zu bewerten sind (a1).

Der Totensonntag – unwürdig laut mit Willkür und Maskenfall der Staatsgewalt in Dresden

Als die Veranstalter vor Ort eintrafen, war der innere Theaterplatz, also der nicht befahrbare, weil historisch geschützte Platz von Hamburger Gittern eingezäunt. Interessanterweise standen diese Stahlgitter direkt auf dem historischen Platz – übrigens ohne Gummimatten oder ähnliches als Schutz für das wertvolle Pflaster. Wir haben eine Schutzauflage für den historischen Teil des Theaterplatzes in unserem Bescheid gehabt, hätten wir dort auch nur einen Lautsprecher hingestellt. Es gab vier Eingänge auf die Versammlungsfläche und dann wurde klar, wofür diese genutzt werden sollten. Einlasskontrolle durch die Polizei mit Zählen der Teilnehmer und Kontrollieren von Maske beziehungsweise gegebenenfalls ärztliches Attest oder Schwerbehindertenausweis.

Vor dem Zwinger stand eine kleine, aber sehr laute Gegenversammlung. Junge Leute (Antifa?), die über die kleine zwischen den beiden Versammlungsflächen freigehaltene Straße über ihr Hamburger Gitter herüberpöbelten und extrem laute Musik spielten und dazu tanzten. Zwar mit Masken, dafür ohne Abstand. Dies ging vielen Menschen sehr nahe und uns erreichten etliche Anfragen, ob wir da nichts machen könnten. Wir mussten dies verneinen und entgegnen, dass uns die Hände gebunden sind, da dieses Verhalten durch die Polizei und Behörden toleriert wurde — und das am Totensonntag

Zurück zum Anfang der Veranstaltung: Die Veranstalter des Schweigemarsches wollten sich erst einmal bei der Polizei vorstellen und anmelden. Dem Versammlungsleiter wurde sogleich mitgeteilt – obwohl nicht auf der Versammlungsfläche stehend – dass die selbst genähte Maske aus schwarzer Spitze nicht akzeptiert würde. Man verwies auf den Versammlungsbescheid – auf die rechtlichen Hinweise. Die Veranstalter verwiesen auf die ausgedruckte Antwort der Sachgebietsleitung der Versammlungsbehörde.

Wir wurden dann zum Einsatzleiter(?), Herrn Polizeioberrat Imhof und den anwesenden Mitarbeiter der Versammlungsbehörde Herrn E.B. verwiesen. Da die gleichen Diskussionen: Plötzlich waren die rechtlichen Hinweise auf dem Versammlungsbescheid doch relevant. Die Maske des Versammlungsleiters wurde ebenso wenig akzeptiert, wie das ärztliche Attest ohne Diagnose. Diskussion und Verweis auf das Schreiben der Versammlungsbehörde dazu zwecklos.

Der Versammlungsleiter fragte daraufhin mehrfach, ob die kleine Straße zur Versammlungsfläche gehören würde oder nicht – wenn nicht könnte sich der Versammlungsleiter ja dort an dem parkenden Auto aufhalten. Nach Rücksprache wurde dem zugestimmt. Dem Versammlungsleiter wurde übrigens zugetragen, dass jemand mit der gleichen Art selbstgenähter Maske von der Polizei akzeptiert wurde und der Schwerbehindertenausweis eines weiteren Versammlungsteilnehmers nicht.

Bezüglich der lauten Musik wurde mehrfach vom Versammlungsleiter, dessen Stellvertreter aber auch etlichen anderen Versammlungsteilnehmern darauf hingewiesen, dass die Musik das Wesen des Totensonntags aber auch die andächtige Durchführung des stationären Schweigemarsches stören würde. Weder Polizei noch Versammlungsbehörde störten sich daran. Als der Versammlungsleiter argumentierte, dass die zu verlesenden Auflagen von etlichen Versammlungsteilnehmern des Schweigemarsches durch den Lärm der Gegendemonstranten nicht verstanden würde, kam von dem Mitarbeiter lediglich der Hinweis, dass unsere Lautsprecheranlage nicht ausreichend sei und das wäre das Problem. Der Versammlungsleiter widersprach dem natürlich, da die Anlage für eine schweigende Versammlung sehr wohl ausreichend gewesen sei.

Die Versammlung wurde gegen 15:30 Uhr eröffnet … gegen 16 Uhr bereits kam Herr Imhof in Begleitung anderer Polizisten und dem Mitarbeiter der Versammlungsbehörde wieder auf den Versammlungsleiter zu und machte zunehmend Druck wegen der Teilnehmerzahl. Eintausend waren nur erlaubt und der Platz füllte sich so nach und nach. Als dann über 900 erreicht waren, forderten die Behörden, dass, wie abgesprochen, der stellvertretende Versammlungsleiter einen Teil der Versammlungsteilnehmer zum Neumarkt an die Frauenkirche führt und dort eine zweite Versammlung anmeldet. Das hatten wir auch so verabredet – oder nicht?

Nicht ganz, denn nun verlangten die Behörden, dass der Stellvertretende Versammlungsleiter nur die überzähligen neuen, also dazu kommenden potentiellen Versammlungsteilnehmer nimmt – die Polizei hatte inzwischen die Zugänge zum Platz geschlossen. Begründung: es dürfe keinen Aufzug zum etwa 500 Meter entfernten Neumarkt geben. Der Versammlungsleiter fragte nach, um wie viele es sich denn handeln würde. Angeblich wusste dies die Polizei nicht, obwohl der Versammlungsleiter nachschob, dass ja überall Polizei um die Versammlung herum platziert war – übrigens weitläufig, sogar ein Überwachungswagen am Sächsischen Landtag.

Der Versammlungsleiter schlug vor, dass bei wenig hinzukommenden Menschen, diese doch von außen am Versammlungsplatz bleiben könnten. Dies wurde durch Herrn Imhof abgelehnt. Der stellvertretende Versammlungsleiter wurde also Versammlungsleiter und ging mit den fünf überzähligen Menschen auf den Neumarkt für die zweite Versammlung.

Die Veranstalter gehen davon aus, dass die Behörden aus der Politik entsprechende Wunschvorstellungen gehabt haben und diese umsetzten. Anders ist das alles nicht nachzuvollziehen. Das Ziel soll wahrscheinlich sein, Proteste gegen die unverhältnismäßigen und verfassungswidrigen Corona-Maßnahmen zu unterdrücken, darüber, diese so zu erschweren, dass Auflagen kaum eingehalten werden können beziehungsweise den Aufwand, in Zukunft demokratische Versammlungen unter freiem Himmel so zu erhöhen, dass die Organisation kaum machbar wird. Angesichts dieses Verhaltens der Behörden vor Ort ist davon auszugehen, dass in Zukunft immer weniger Menschen bereit sein werden, irgendwelche Versammlungen bei den Versammlungsbehörden anzuzeigen.

Nachgedacht

So weit der Augenzeugenbericht, der zum Nachdenken anregt. Der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) berichtete neutral von der Veranstaltung, benannte diese aber fälschlicherweise und somit tendenziös als „Corona-Demonstration“ (1). Das war sie nicht, denn es ging um die Wiederherstellung der unter fadenscheinigen Gründen ausgehebelten Grundrechte in diesem Land. Mindestens eintausend Menschen nahmen an obiger Veranstaltung teil, bewacht von 230 Polizisten. Allein dieses Verhältnis von Demonstranten und Sicherheitskräften zwingt zum Überdenken der gegenwärtigen Strategie jener, welche mutig für den Erhalt der verfassungsmäßigen Grundrechte auf die Straße gehen.

Der Veranstalter hielt sich an die Regeln und meldete die Demonstration an. Der Grund für die Anmeldung ist nicht etwa das Warten auf eine Genehmigung seitens der Versammlungsbehörde. Vielmehr dient eine solche Anzeige der vorbeugenden Vermeidung von Störungen und Behinderungen und außerdem dazu, die Veranstaltung selbst wie auch das Umfeld zu schützen. Anmelder und Behörde, respektive Sicherheitskräfte wirken als Partner. Bis zum Frühjahr 2020 konnte ich Dutzende Male den Sinn und Nutzen dieses Verfahrens erleben und habe in der übergroßen Mehrzahl positive Erfahrungen beim Kontakt mit Polizisten gesammelt.

Dieses partnerschaftliche Verhältnis wird seit einigen Monaten systematisch untergraben. Polizisten werden zunehmend darauf getrimmt, gegen Menschen vorzugehen, welche die „Hygieneregeln“ verletzen. Wem nicht klar ist, dass diese „Hygieneregeln“ — zumal angewendet im öffentlichen Raum — gelinde gesagt völlig unsinnig sind und nie und nimmer auch nur halbwegs erfolgreiche Instrumente einer Pandemiebekämpfung sein können, dem wird natürlich auch kein Licht aufgehen, dass hier ein Keil zwischen Bürger mit – und ohne Uniform getrieben wird.

Für etwas ganz anderes werden Sicherheitskräfte genutzt: Ganz im Stile diktatorischer Systeme soll unliebsamer Protest erstickt werden. Zunehmend werden Polizisten über die Befehlsketten dazu getrieben, Menschen die es wagen, politisch unliebsame Willensbekundungen öffentlich auszudrücken, zu schikanieren, und so den Protest gar nicht erst zur Entfaltung kommen zu lassen. Diskussionen über Sinn und Unsinn der gegenwärtigen „Corona-Maßnahmen“ sind seitens der Politik nicht gewünscht. In einer Kette von Abhängigkeiten endet die Umsetzung der damit unvermeidlichen Repressalien wo: Bei Demonstranten und Polizisten.

Aber wie kann man das verhindern und trotzdem friedlich für den Erhalt des demokratischen Rechtsstaates eintreten? Wenn die Anzeige einer Demonstration oder Kundgebung von Behörden gegen die Anzeigenden gerichtet und zu deren Einschränkung oder gar Unterbindung ausgenutzt wird, dann wird das Verfahren fragwürdig. So etwas funktioniert nun einmal nur in einer gelebten Demokratie. Davon sind wir inzwischen sehr weit entfernt. Die Anzeige/Anmeldung ruft inzwischen einen Willkürapparat auf den Plan, in dem einfache Polizisten als Rammböcke gegen demokratische Willensäußerungen missbraucht werden.

Die Anzeige einer politischen Veranstaltung im öffentlichen Raum hat nur dort Sinn, wo diese nach den Regeln eines demokratischen Rechtsstaates behandelt wird. Einem Obrigkeitsstaat taugt sie nur zur Kanalisation des von diesem System genehmigten, schmalspurigen Meinungskorridors. Einem Obrigkeitsstaat zeige ich gar nichts an und seine geheuchelte Fürsorge ist mir zuwider.

Große Veranstaltungen können entsprechend große Aufmerksamkeit erregen — allerdings in jeder gewünschten Richtung. Die Meinungsführerschaft dieses Landes hat es bisher noch immer geschafft, jede große Manifestation gegen die grassierenden Grundrechtseinschränkungen — medizinisch und politisch mehr als fragwürdige Maßnahmen und verbrämt als „Corona-Regeln“ gepriesen — durch den Dreck zu ziehen. Man kann solche Veranstaltungen mit bewährten Methoden infiltrieren, verunglimpfen und mit kleinen oder größeren Operationen unter falscher Flagge beschmutzen.

Die Dynamik großer Veranstaltungen wirkt dann oft polarisierend. Sicherheitskräfte treten nicht mehr als echte Ordnungshüter sondern als paramilitärische Kampftruppen auf und der einzelne Polizist kann sich den resultierenden Dynamiken nur schwer entziehen. Die Gefahr einer Gewalteskalation hängt wie ein Damoklesschwert über solchen Ereignissen. Die Organisatoren sind in der Regel hauptsächlich damit beschäftigt, die Veranstaltung vor einem Verbot, einer gewaltsamen Auflösung zu schützen. Die wichtigen Inhalte kommen viel zu kurz.

Dabei setzt zum Beispiel die Querdenken-Bewegung — sie ist beileibe nicht die einzige echte oppositionelle, politische Kraft in Deutschland — auf Dezentralisation. Das scheint mir auch ein probates Mittel für Willensbekundungen im öffentlichen Raum zu sein. Wie wäre es also mit zehn, zwanzig oder gar dreißig Demonstrationen in einer Stadt, statt einer Einzigen. Demonstrationen, die über eine große Fläche und vielleicht auch zeitlich verteilt stattfinden, sich bei anbahnenden Eskalationen auflösen und anderer Stelle wieder neu sammeln, dabei jeder Gewalt aus dem Wege gehend und achtungsvoll die Inhalte vermittelnd. Politische Willensäußerungen erfahren allein schon dadurch ganz andere Menschen, weil sie eben direkt vor Ort an sie herangetragen werden, statt den verfälschenden Filter über die Massenmedien zu erleiden. Ähnliches habe ich im Oktober 1989 in Dresden erfahren dürfen.

Eine solche Strategie wird wahrnehmbar in der Fläche und verhindert die konzertierte, planvolle Ausrichtung behördlicher Willkür auf einen Ort, eine Manifestation und derer Teilnehmer. Damit verbunden steht eine reizvolle Aufgabe für alternative Medien, in professioneller Art und Weise möglichst jede dieser Veranstaltungen publik zu machen. Blogs könnten im Stile von Nachrichtenagenturen Informationen sammeln und verteilen, sich dabei nicht allein auf digitale Netzwerke beschränkend, in denen vertrauenswürdige Augenzeugen von den Orten der Geschehnisse berichten. Kleine, gut vernetzte Gruppen, die sich flexibel die Aufgaben teilen und ebenso flexibel auf Herausforderungen reagieren, sind sozial bodenständig, haben Gesichter und sind in der Lage, Konflikte friedlich und konstruktiv aufzulösen.

Solch eine gewissermaßen neue Art von Demonstrationskultur könnte auch Polizisten schützen. Massen von Demonstranten stehen nicht massierten Polizeikräften gegenüber, sondern Menschen begegnen Menschen. Es ergeben sich auch neue Möglichkeiten der Kommunikation zwischen beiden Seiten — die ja im Grunde gar nicht auf verschiedenen Seiten stehen! Menschen, die aufrichtig an einer Gesellschaft freier, sich gegenseitig achtender Menschen interessiert sind, werden alles dafür tun, Polizisten als ihre wertzuschätzenden Mitmenschen anzusehen und zu behandeln.

Bitte bleiben Sie schön aufmerksam.


Anmerkungen und Quellen

(Allgemein) Dieser Artikel von Peds Ansichten ist unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung — Nicht kommerziell — Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen kann er gern weiterverbreitet und vervielfältigt werden. Bei Verlinkungen auf weitere Artikel von Peds Ansichten finden Sie dort auch die externen Quellen, mit denen die Aussagen im aktuellen Text belegt werden.

(a1) Die entsprechenden Dokumente des Anwalts und der Versammlungsbehörde liegen dem Blogbetreiber vor.

(1) 22.11.2020; MDR; Friedlicher Verlauf der Corona-Demonstration auf Dresdner Theaterplatz; https://www.mdr.de/sachsen/dresden/dresden-radebeul/corona-demonstration-kritiker-massnahmen-theaterplatz-100.html

(Titelbild) Demonstration, Plakat, Fassade, Frage; Autor: rihaij (Pixabay); 05.08.2017; https://pixabay.com/de/photos/csd-schild-demo-parade-2635633/; Lizenz: Pixabay License

63 Kommentare

  1. Hallo zusammen Was soll man dazu sagen? Das ist doch bei fast jeder Demo gegen die Grundgesetzeinschrämkungen so. Jetzt werden sogar Demos vom BVG gekippt…

    Willkommen im Faschismus!

    Achja, selbst diese Kanzlerin macht sich über unsere leidenden Kindern lustig und hält zum Narren:

    https://mobil.mz-web.de/panorama/kniebeuge-und-klatschen-merkels-corona-tipps-fuer-kalte-klassenraeume-37792312

    Na und Sachsen macht ab Montag wieder alles dicht- zum Schutz unserer Gesundheit 😉

    Beste Grüße aus Halle mit der Hoffnung auf ein baldiges Aufwachen der Menschen.

    Frank

  2. „Alltag einer gefährdeten Demokratie“
    „das Schleifen der Demokratie“

    Wir haben keine Demokratie. Wer das denkt, ist auf die Kontrollfunktion dieser haltlosen Behauptung reingefallen. Was wir haben, ist eine Gewaltherrschaft. Sehr übersichtlich aufgearbeitet auf Seite 614 von Wir Menschen, was falsch läuft und wie wir es besser machen können, https://www.oqgc.com

    Versammlungen sind nur ein anderes Mittel der Kontrolle. Sie ändern rein gar nichts. Dafür sind sie nicht vorgesehen und dazu sind sie nicht in der Lage und waren es nie.


    Bitte zukünftig als Ihre persönliche Meinung kennzeichnen, ich gehe davon aus, dass es dies sein sollte.
    Freundliche Grüße, Ped

    1. Hallo Herr Rendl,
      hätten Sie denn Vorschläge für Handlungsweisen, die wir gerade jetzt in der von Ihnen genannten Gewaltherrschaft anbringen können, um das Blatt zum Guten zu wenden?

  3. Der Titel ist eher nicht so gut. Nicht die Demokratie als solche wird angegriffen – nach wie vor gibt es Parlamente und diese könnten jederzeit die dortigen Regierungen abwählen – sondern die Parlamentarier weigern sich beharrlich ihren Aufgaben nachzukommen.
    Eine dieser Aufgaben wäre es, aktuell eine Normenkontrollklage bzgl der Novellierung des Infektionsschutzgesetzes bzw zu den Corona-Verordnungen auf die Reihe zu bekommen.
    Sprich, wenn die Demokratie ein Problem hat, dann hat sie es aktuell mit den Parlamentariern die die Verfassungswidrigkeit der beschlossenen Coronagesetze nicht verstehen wollen oder können oder – auch das ist möglich – diese „Repräsentanten“ haben schlicht eine verfassungsfeindliche Gesinnung.

    Womit wir zum Kern der aktuellen Gefahrenlage kommen. Der Rechtsstaat wird massiv angegriffen. Von einer korrupten Regierung, die kriminelles Agieren zugunsten von Kapitalinteressen offensichtlich zur neuen Normalität machen will. Oder die Regierung möchte diesen Staat in eine kriminelle neofaschistische Variante umbauen. Man kann es sich aussuchen.
    Es findet definitiv ein zielgerichteter Angriff auf die Kernelemente der freiheitlich-demokratischen Grundordnung statt. Das ist das Problem.
    Und das geschieht international auf der Basis einer fingierten Seuche und der damit verbundenen Pandemieinszenierung. Letztere wird getragen von korrupten Kräften aus dem Bereich Politik, Leitmedien, Großkonzernen und Wissenschaft.

    1. ätHorst, Ich sehe durchaus einen Angriff auf die Demokratie. Und zwar in Form der Vereinnahmung des wichtigsten Bausteins der Demokratie: die Informationsfreiheit. Man redet ja von der „4. Gewalt“, allerdings meist etwas viel zu flapsig und zu sorglos.

      Aber es ist doch völlig klar: wenn der Bürger nicht richtig informiert wird, kann er seine Rolle als Souverän auch nicht ausüben. An diesem Defizit scheitert übrigens aktuell auch jede Bemühung zu mehr direkter Demokratie: was nützen denn Volksabstimmungen wenn der Demos durch eine gelenkte Presse und Medienwelt falsch informiert und subtil durch Partikularinteressen gelenkt wird?

      Also ich sehe das so: als es noch so etwas wie eine halbwegs vielfältige Medienlandschaft sowie einen halbwegs freien ÖRR gab, klappte das mit der Demokratie auch noch annähernd ein bisschen. Heute, nachdem sich die Parteien, die den ÖRR personell unter Kontrolle haben, sich ununterscheidbar gemacht haben und die Besitzer der großen Medienhäuser sowieso an einem Strang ziehen aber jetzt auch noch vielfältig und bestens vernetzt sind, existiert keine Vielfalt, nicht im Ansatz mehr, in den Medien. Wie soll da dann direkte Demokratie oder überhaupt Demokratie gehen? Ich fürchte, diesen Aspekt haben die „Väter des Grundgesetz“ völlig außer Acht gelassen wenn sie davon ausgingen, dass der Freie Markt schon für Vielfalt in den Medien sorgen müsste. Falsch! Tut er eben nicht. Geht gar nicht. Und in Zeiten der Monopole und Oligopole schon gar nicht.

      Und wenn ich dann sehe, wie selbst angebliche Alternativmedien, etwa Nachdenkseiten, sich am Meinungsdiktat anwanzen, dann weiß ich: so geht das nicht.

      Das Hauptdefizit unserer Demokratie-Aufführung ist das Fehlen einer breiten Meinungs- und Interessenvielfalt in den Medien! Da ist der Angriff auf die bzw. das völlige Defizit in der heutigen Demokratie-Ausführung zu suchen.

      1. @Albrecht Storz
        Sehe ich genau so. Durchs Korrumpieren der Medien wird die Möglichkeit zur qualifizierten Informationsbeschaffung ausgehebelt. Und diese Informationsbeschaffung ist natürlich die Voraussetzung für eine qualifizierte Wahl.
        Die Demokratiefeinde (CDU/SPD vor allem) haben jahrzehntelang daran gearbeitet und haben schließlich Möglichkeiten gefunden quasi sämtliche tragenden Institutionen einer freiheitlich-demokratischen Grundordnung auszuhebeln.
        Dummerweise, wie sie bereits erwähnt haben, gibt es kein Recht auf korruptionsfreie Medien. Es gibt auch kein Verbot für Machtkonzentrationen im Medienbereich. Medialer Machtmißbrauch ist auch nicht verboten. Tatsächlich exisitieren sehr viele „Gesetzeslücken“. Man könnte es auch Systemfehler nennen.

  4. […]


    @Rob (oder Bult): Geht das jetzt wieder von vorne los? Achtung und Respekt ist das Mindeste, lösungorientierte, konstruktive Denkansätze das Gewünschte, was die Foristen hier einbringen können. Versuchen Sie das Anliegen des Blogbetreibers zu verstehen oder suchen Sie sich eine Plattform, die Ihre Hasstiraden (egal gegen wen) toleriert.
    Ped

    1. Und wie ist das mit Ihnen: Sie können andere Ansichten nicht aushalten? Sie können Emotionen nicht aushalten? Mit Eididei und Hopsassa als Aussagen in Leserbriefen, die die eigenen ethischen und sonstwelchen Ansprüche an die Inhalte von Leserbriefen bedient und bestätigt, wird nichts weiter erreicht und auch keine Änderung, gesellschaftlich erreicht.
      Das, was von Ihnen selber bemängelt wird (in anderen Aussagen von Ihnen an anderen Stellen auf Ihrer Homepage), dass „der Staat“ die Rechte einschränkt und die Redefreiheit (von Staates wegen) eingeschränkt wird, dieses „Klavier“ wird von Ihnen selber doch auch „bespielt“.
      Es werden von Ihnen Ihre eigenen Ansichten in den Leserbriefen bedient. Andere Meinungen und Auffassungen werden von Ihnen offensichtlich nicht geduldet.

      1. Er sagt doch selbst, dass sein Programm „Friede, Respekt, Eierkuchen“ ist. Mal provokant ausgedrückt. Insofern gesehen ist er natürlich immer in der Zwickmühle. Denn Friedfertigkeit geht sehr schnell mit bedingungsloser Unterordnung einher. Sonst käme es auf kurz oder lang auch zum gewaltsamen Konflikt.
        Das wirkt auf viele verdächtig.

        Die zentrale These der Friedensbewegten ist wohl, dass man mit Gewalt keinen gesellschaftlichen Fortschritt erzielen kann.
        Dem gegenüber steht die Tatsache der prinzipiellen Gewalttätigkeit des Staates (kommt bspw sehr gut in den drei Gewalten Judikative, Exekutive, Legislative zum Ausdruck)
        Friedfertigkeit kann somit auch unfreiwillig reaktionär wirken. Im Ergebnis.

        Der Konflikt ist kaum auflösbar mit Ideologie. Fakt ist wohl, man muß die kriminellen Regierungsmannschaften notfalls mit Gewalt beseitigen, bevor der aktuell stattfindende Unrechtsstaat sich verstetigt. Nur, auch zu letzterem ist bekanntlich niemand bereit.
        Die friedfertige Lösung wäre übrigens einfach: Die kriminellen Parlamentarier kann man auch einfach abwählen. Dummerweise sind auch die Wahlen durch die massiven Manipulationen der Leitmedien komplett korrumpiert. Außerdem bereitet die Regierung bereits die Suspendierung der Wahlen vor. Eine Diktatur benötigt bekanntlich keine Voten.
        Gleichzeitig ist den meisten Menschen einfach alles scheißegal. Die interessieren sich eigentlich gefühlt für überhaupt nichts mehr. Die wahrnehmbare Apathie hat etwas von einem KZ-Häftling der auf den Tod wartet. Das er ermordet wird ist ihm gewiß.
        Was macht man eigentlich in so einer Konstellation, wo die Gesellschaft fast vollumfänglich korrumpiert ist?


        Wenn das Gewaltkonzept, was Sie ja offenbar favorisieren, wieder und wieder gescheitert ist: Wollen Sie das selbst in die Hand nehmen? Wollen Sie zum Gewalttäter werden, um die Gesellschaft „zu verbessern“? Oder sind auch Sie der Meinung, dass man lieber andere dafür einspannt, um die Drecksarbeit zu tun?
        Finde den Widerspruch.
        Grüße, Ped

        1. @ped
          Jetzt haben sie den Kerngedanken meiner obigen Ausführung nicht aufgegriffen. Darin ging es darum, dass diese Gesellschaft strukturell gewalttätig angelegt ist. Sie können unter diesen Rahmenbedingungen überhaupt nicht friedlich agieren. „Bestenfalls“ autoaggressiv.
          Wenn jetzt dieser strukturelle Rahmen machtpolitisch in die Hände von Kriminellen fällt (bspw Merkel&Unterstützer) dann haben wir ein Problem dem man nicht mehr mit Friede, Freude, Eierkuchen qualifziert begegnen kann.


          Zuerst geht es immer um das eigene Problem. Sie sagen „Friede, Freude, Eierkuchen“, was bereits ziemlich abfällig klingt. Aber Sie winden sich um die Alternative, insbesondere Ihrer ganz persönlichen Verantwortung beim Gewaltansatz. Wollen Sie selbst Gewalt anwenden oder nicht? Den Konflikt müssen Sie mit sich selbst lösen, Horst. Für meine Wenigkeit gilt, dass ich es NICHT mit Gewalt lösen will. Mit dem Gewaltansatz im Kopf, ist übrigens auch unser Alltagsauftreten dadurch geprägt, auch dann und gerade dann, wenn es uns nicht bewusst ist.
          Was aber Rob (Bult) angeht, „glänzt“ er durch Hasstiraden, durch Aufrufe zur Eskalation, durch massive Abwertungen von Menschen, durch Entmenschen. Er sollte weniger Massenmedien konsumieren, denn dort holt er sich wiederholt die Trigger (favorisierte Quelle: Tagesspiegel). Und immer wenn ich Menschen, die vom Hass zerfressen sind, frage, was sie denn ganz konkret tun, um die Dinge zu ändern, vor allem Menschen zu erreichen, dann wird es dünn …
          Grüße, Ped

          1. @ped

            Und immer wenn ich Menschen, die vom Hass zerfressen sind, frage, was sie denn ganz konkret tun, um die Dinge zu ändern, vor allem Menschen zu erreichen, dann wird es dünn …

            Na ja, da ist ihre Erwartungshaltung dann aber auch reichlich naiv. Konkret können wir bestenfalls die Menschen versuchen zu motivieren. Das heißt ganz konkret, aufwiegeln und hetzen was das Zeug hergibt. So lange bis die gerechtfertigte Gewalt dann den Regierungskriminellen entgegenschlägt. Und da ist Bult wahrscheinlich auf dem richtigen Trip. Mit ihrer Linie werden sie die Menschen bestenfalls sedieren und damit den Neofaschisten den Weg bereiten. Sie werden so zum unfreiwilligen Helfer auf dem Weg in den totalen kriminellen Unrechtsstaat.


            Was war jetzt an Ihren Einlassungen konkret?
            Gewalt ist es, die sediert, um das mal richtigzustellen. Denn Gewalt bedarf Zombies, gebrochene Menschen, die ihr Handeln nicht mehr reflektieren und einzig von ihrem Reptilienhirn gesteuert werden. Menschen die gewalttätig werden (und das beginnt im Kopf), bedienen ihre Angstreflexe. Daher können sie in solch einer Verfassung auch so schön benutzt werden.
            So wie ich es sehe, Horst, sind Menschen wie Sie diejenigen, die den Kreativen, den wahrhaft Mutigen die Energie nehmen. Aber konkret werden Sie nie, immer verbleiben Sie im Systemischen, oder bei „denen da oben“, weit weg von Ihnen, fixiert auf einen sehr simplen Idealzustand, und mit sich selbst im makellosen Reinen (ich habe alles getan, jetzt hilft nur noch Gewalt), um zur Ultima Ratio zu schreiten. Damit erreichen Sie die im eigenen Schützengraben, und alle anderen sind was – Ihre Feinde.
            Diese Linie wird auf diesem Blog nicht hofiert.
            Freundliche Grüße, Ped

          2. @ped
            Im Schützengraben bewegen eigentlich sie sich jetzt. Sie wollen doch den stattfindenden Machtkampf nicht wahrhaben. Die Regierungskriminellen versuchen uns schlicht die Grundrechte wegzunehmen. Und das auf der Basis eines Betrugs!
            Solchen Machtmenschen können sie eben nicht mit Friede, Freude, Eierkuchen begegnen.
            Übrigens, diese banale Tatsache hatte ich schon im ersten Post zum „Bult-Thema“ angemerkt.
            So lang man dieses „abstrakte Thema“ noch nicht mal theoretisch bewältigt hat, so lange bleiben die Menschen gelähmt, also sediert.
            Theorie und Praxis ergänzen sich. Zielgerichtetes Handeln setzt stringente Gedankengänge voraus.
            => In einer konstruktiven Gesellschaft müssen Kriminelle sanktioniert werden und eben nicht Menschen die auf ihren Grundrechten beharren. Das Konzept der „wehrhaften Demokratie“ fußt genau auf diesen Gedankengängen. Eine freiheitlich-demokratische Grundordnung muß in der Lage sein sich gegen feindliche Übernahmen zu wehren. Im Zweifelsfall eben auch mit Gewalt.


            Solchen Machtmenschen können sie eben nicht mit Friede, Freude, Eierkuchen begegnen.

            Weil ich diesen Menschen in der Regel schlicht und einfach überhaupt nicht begegne. Meine Mitmenschen finde ich nämlich woanders – und dort kann ich auch sehr konkret, vielfältig ins Handeln kommen.
            Wie ich schon sagte. Konkret werden Sie, Horst auch weiterhin nicht. Sie weichen mir aus. Vor allem werden Sie nicht konkret, wenn es um Ihre eigene Rolle geht. Insbesondere in Bezug auf Ihr „abstraktes Thema“, was Sie natürlich „theoretisch bewältigt“ haben.
            Ped

          3. Ich verstehe die Argumentation von @Horst genau so gut wie die von @ped und irgendwie haben auch beide recht.

            Wenn mir jemand etwas wegnehmen will, was mir gehört, z.B. mein Fahrrad, mit dem ich unterwegs bin, habe ich das Recht, diesen Diebstahl zu verhindern, auch mit Gewalt (bis zu einem gewissen Grad).

            Ich kann also den Dieb, der mir mein Fahrrad entreißen will, mit Schlägen (vielleicht mit einer Eisenstange) daran hindern, seinen Diebstahl zu vollenden (Anwendung von Gewalt) oder ich stelle mich ihm in den Weg, so dass er nicht wegfahren kann (gewaltfreier Widerstand). Letzteres kann u.U. sehr viel gefährlicher für mich sein, z.B. wenn der Dieb nun eine Waffe zieht. Wer dann noch über die Courage verfügt, trotzdem nicht zur Seite zu gehen und den Dieb gehen zu lassen, hat die Chance entweder erschossen zu werden oder aber den Dieb sogar zur Aufgabe zu zwingen, weil er wohl seine Waffe benutzt, um mich einzuschüchtern, aber auf keinen Fall zum Mörder werden oder einfach die Waffe nicht wirklich einsetzen will.

            Was ich damit sagen will, ist, dass es u.U. sehr viel mehr Mut erfordert, den gewaltfreien Weg zu wählen. Gandhis Kampf um die Befreiung Indiens von der britischen Herrschaft ist ein gutes Beispiel dafür. Gandhi und seine Mitstreiter gingen immer wieder höchste Risiken für Leib und Leben ein, ertrugen Schläge, Folter, Gefangennahme und Demütigungen, ohne sich zur Wehr zu setzen.

            Ein weiteres Beispiel ist das iranische Volk, das zu Millionen auf die Straße gegangen war, um gegen die Gewaltherrschaft des Schahs zu protestieren. Das Militär stand den Demonstranten mit der Waffe im Anschlag schussbereit gegenüber, aber kein einziger Demonstrant räumte das Feld. Das Militär musste einsehen, dass sie nicht Millionen Menschen erschießen können (dafür hätte die Munition nicht gereicht) und zog sich in die Kasernen zurück. Der Schah musste fliehen.

            Ich weiß nicht, ob das deutsche Volk zu dieser Courage fähig wäre, dafür ist es jedenfalls jetzt noch nicht schlimm genug. Das kann und wird sich wohl ändern, wenn die Auswirkungen der unzähligen Firmenpleiten spürbar werden. So wie ich das sehe, kommen unruhige und gefährliche Zeiten auf uns zu, die uns sehr viel Mut abverlangen werden, wenn wir nicht in der Sklaverei enden wollen. Mit zuhause vor dem Rechner sitzen und Artikel und Kommentare schreiben wird das nicht zu bewältigen sein. An den Gedanken sollten wir uns schon mal gewöhnen.

            Zum Schluss eine vielleicht etwas ketzerische Frage: Wäre die Französische Revolution auch gewaltfrei möglich gewesen?

          4. @leo
            Danke leo, für das Fahrradbeispiel. So etwas (nicht am Beispiel eines Fahrrads) musste ich übrigens auch schon wiederholt praktisch machen, mit Gewalt, und habe das dann auch gemacht. Übrigens, dann wird man auf einmal auch respektiert. Man höre und staune!
            Ich habe auch selbst einige Leute erlebt, die sich alles gefallen lassen haben. Was passiert mit denen? Die Übergriffigen wagen immer neue Schikanen und Demütigungen. Das passiert dann.
            Wenn von außen niemand eingreift, dann kann die Situation dramatisch eskalieren.Bezeichnend, wie Sie hier Noten vergeben, auch so kann man spalten. Das war aber überhaupt nicht im Sinne von Leo.
            Ped

            => Man kann, darf und sollte sich gegen widerrechtliches Verhalten zur Wehr setzen. Gerade auch mit Gewalt.

            Gewalt bedeutet aber nicht immer sofort, dass es zu Handgreiflichkeiten kommen muß. Es bedeutet beispielsweise auch, dass man die Maskendeppen schlicht diskriminiert. Das man gegen die verbrecherischen betrugsunterstützenden „Journalisten“ hetzt. Das man die Mitläufer systematisch diskriminiert und damit auf diese Leute keine Rücksicht nimmt.

            Das Problem beim „gewaltfreien“ Umgang: Man setzt die Neofaschisten scheinbar ins Recht. Es entsteht der Eindruck, die Übergriffigen würden legitim handeln, da sich alle denen unterordnen.

            Schön, das sie das entscheidende Momentum bei der ganzen Sache erkannt haben.


            Wieder sind Sie irgendwo. Wer sind denn in Ihrer Umgebung die Neofaschisten? Das System wird doch nicht von Neofaschisten getragen, sondern von Menschen wie Ihnen und mir. In meinem zahlenmäßig wirklich respektablen sozialen Umfeld kenne ich nicht einen Faschisten – und zwar weder nach dem Wording der Regierung, noch nach dem der „aufrechten Linken“ (nicht ironisch gemeint). Auch Behörden und Polizisten nehme ich nicht als Faschisten wahr.
            Das Beispiel mit dem Fahrrad ist natürlich schlüssig, aber das ist doch nicht der Normalfall in unserem Alltag, jedenfalls nicht in Meinem. Daraus eine allgemeine Strategie der Gewalt herzuleiten, halte ich für extrem gefährlich.
            Wie bewegen wir uns aber im Alltag? Systemkonform. Und das hat erst einmal nichts mit Faschismus zu tun. Der Alltag, das anscheinend Normale, das ist das Problem, sehr gut im Maskenverhalten erkennbar. Das zu verändern ist viel wichtiger, als gegen irgendwelche Politiker in den Krieg zu ziehen.
            Noch ein Beispiel für Repression: Bezos verhaften, warum? Es wird ein neuer Bezos kommen. Bei Amazon nichts mehr einzukaufen, verlangt keinen Krieg, nicht einmal wirklichen Verzicht …
            Ped

          5. @ped
            Jetzt bewegen sie sich eigentlich irgendwo. Sie lenken von den Verantwortung der Politiker ab. Diese stützen und fördern aber den Übergang dieses Staats in einen Unrechtsstaat. Unrechtsstaatlichkeit liegt dann vor, wenn das Verbrechen zur Normalität (aka New Normal) erklärt wird.
            Und wir haben zwischenzeitlich neben dem Coronagroßbetrug auch massivste Grundrechtsverletzungen. Bspw ist auch der Kerngedanke des Artikel 1GG verletzt (Menschen dürfen nicht vom Subjekt zum Objekt gemacht werden; Grundrechte dürfen nicht auf Verdacht aberkannt werden usw. usf.)
            Der Notwehrgedanke greift längst. Es geht um mehr als ein Fahrrad.

            @alle
            Noch ein schönes Beispiel aus meinem Archiv dafür, wohin allzu willfährige Anpassung führt. Der Fall der FastFood-Bedienung aus den USA:

            Compliance: New movie tells shocking true story of McDonalds waitress stripped and abused for a prank
            https://www.mirror.co.uk/news/weird-news/compliance-new-movie-tells-true-1779908

            By the time Summers realised she had been tricked, Louise had been made to dance naked with her hands above her head, do jumping jacks and deep knee bends, sit on Nix’s lap, kiss him, have her buttocks slapped until they were red, then perform oral sex on him.

            Dokumentiert sehr schön, wie Kriminelle die Schikanen eskalieren, wenn man sich nicht mit Gewalt zur Wehr setzt. Die Situation konnte übrigens erst aufgelöst werden, nachdem ein Hierarch den „Stop-Button“ gedrückt hat. Das Opfer hat sich bis zuletzt nicht zur Wehr gesetzt. Die Eskalationsstufen sind im oben zitierten Text knackig und eindrucksvoll dargestellt.


            Ich weise auf Ihre ganz persönliche Verantwortung hin, Horst. Und da kommt von Ihnen rein gar nichts. Aber Ihnen ist klar, dass Sie den Gewaltansatz, so Sie ihn vertreten, auch in Ihrem Kopf durchspielen müssen, für sich selbst? Am Ende landet alles bei uns selbst. Am Ende ist nichts mehr systemisch.
            Die Verantwortung der Politiker wird von mir hier in fast jedem Artikel thematisiert, aber daraus zimmere ich nie und nimmer einen Gewaltansatz. Die Geschichte hat gezeigt, welches Leid mit so etwas verbunden ist.
            Sie können Ihre Gewaltfantasien, die Sie natürlich von anderen umgesetzt, quasi delegieren wollen, gerne weitervertreten. Aber dafür ist dieser Blog nicht geschaffen wurden. Er vertritt letztlich den Betreiber als einen zutiefst und umfassend friedlliebenden Menschen, und Sie können sich sicher sein, dass dafür einiges an Mut notwendig ist. Was Sie tun ist – so meine Sicht – angstgetrieben.
            Ped

          6. @ped
            Das war wieder mal ein ganz schwacher Kommentar von ihnen. Gefüllt mit allerlei Projektionen und Phantastereien. Dabei hatte ich bereits weiter oben meine zentralen Gedanken dargestellt.
            Noch mal:
            a) Sie können in einem strukturell gewalttätigen System nicht gewaltfrei sein
            b) Eine konstruktive Gesellschaft setzt Gewalt ein um Kriminalität zu sanktionieren und Grundrechte zu gewährleisten; nicht umgekehrt
            c) Falls ein Staat ins Kriminelle abdriftet, dann ist es die Pflicht des Bürgers dagegen aufzubegehren

            Und zum Delegieren und über Mut/Feigheit: So weit sind wir doch überhaupt noch nicht. Es geht immer noch um Mobilisierung und darum eure verwirrten Gedankengänge zu entwirren.
            Ihr habt euch doch durch allerlei sozialromatischen Kitsch zwischenzeitlich in die Totalparalyse manövrieren lassen.
            Und zum Thema Delegation/Gewalttätigkeit: Ich musste immer alleine agieren. Niemand hat mir jemals geholfen in Notwehrsituationen. Allerdings bin ich mittlerweilen, eben wegen des unsolidarischen Verhaltens meiner Mitmenschen, nicht mehr bereit mich für diese Gesellschaft zu opfern. Deshalb auch der „Versuch“ der Mobilisierung.
            Gut, der ist natürlich in Deutschland wohl vergebens. Trotzdem habe ich meine Pflicht getan.
            Ich kann euch leider auch nicht mehr helfen. Ihr müsst einen gewissen Reifeprozess eben selbst durchlaufen. Als Zwischenstation auf diesem Weg bekommt ihr jetzt ein neofaschistisches System.
            Herzlichen Glückwunsch dazu!


            Ihr strukturelles System, Horst, bildet sich in Ihrem Umfeld, nicht im Bundeskanzleramt aus, und es ist Projektion wie Realität, Aktion und Reaktion, in beiden Richtungen.

            „Und zum Thema Delegation/Gewalttätigkeit: Ich musste immer alleine agieren. Niemand hat mir jemals geholfen in Notwehrsituationen. Allerdings bin ich mittlerweilen, eben wegen des unsolidarischen Verhaltens meiner Mitmenschen, nicht mehr bereit mich für diese Gesellschaft zu opfern. Deshalb auch der “Versuch” der Mobilisierung.“

            Auch ich opfere mich nicht für die Gesellschaft, sondern lebe konkret das, woran ich mein Menschsein festmache, was mich erfüllt und mich mit anderen Menschen verbindet, oder strebe das zumindest an.
            Ihre Worte bestätigen einmal mehr, dass es „die Anderen“ sind. Sie haben alles getan und sind von ihren Mitmenschen enttäuscht. Sie wollen in Ihren nicht erfüllten Erwartungen an Andere, in Ihrer Verbitterung überhaupt nicht mehr konkret ins Handeln kommen. Dafür teilen Sie kräftig aus und rufen zur Gewalt im großen Maßstab auf. Sie delegieren.
            Noch etwas: Hat das ausschließlich mit „den Anderen“ zu tun, wenn Sie „immer alleine agieren“ mussten?
            Ped

          7. @ped

            Noch etwas: Hat das ausschließlich mit “den Anderen” zu tun, wenn Sie “immer alleine agieren” mussten?

            Ich wusste, dass das kommt. Nun, ich antworte ganz frech, weil ich die Deutschen zwischenzeitlich extrem gut einschätzen kann: Ja, es ist das Gros dieser führerhörigen Stiefellecker und Arschkriecher. Die Rückenfaller, die Arschkriecher die vor der Obrigkeit gut dastehen wollen und jede Gelegenheit nutzen um für sich vermeintlich oder tatsächlich einen Vorteil herauszuholen.
            Freilich, ich hatte die Lage trotzdem noch zu optimistisch eingeschätzt. Das dieser obrigkeitshörige Krebs zwischenzeitlich derart fortgeschritten ist, hätte selbst ich nicht für möglich gehalten.
            Und, natürlich habe ich diese Einschätzung regelmäßig kritisch geprüft. Anderen „Vereinzelten“ erging es genau so wie mir. Aus der neutralen Beobachterperspektive kann man bekanntlich objektiver und unparteiischer urteilen.
            Also, die Antwort: Ja, die Deutschen sind ein riesengroßer Haufen obrigkeitskriechender Scheißdreck. Nicht mehr und auch nicht weniger.
            Da gibt es keinen Charakter außer: Arschkriechen, so tief bis der Deutsche zum Maul der Obrigkeit wieder mit demselben Text rauskommt.
            So kann man dann auch das Agieren der Betrügermedien, der Insitutionen und der „Wissenschaft“ im gegenwärtigen Coronatreiben relativ gut erklären.

            Ausnahmen dazu gibt es freilich. Ausnahmen bestätigen aber die Regel.


            Das macht Ihr Bild von den Menschen rund, Horst. Und zwar von allen Menschen, denn nach Ihrer systemischen Betrachtungsweise müssen ja – ob der weltweiten Ähnlichkeit der derzeitigen Prozesse – neben den Deutschen, auch alle anderen Menschen verdorben sein, bis auf Ausnahmen natürlich.
            Das macht auch Ihren Gewaltansatz verständlich. Die Masse muss ja, zu ihrem besten, geführt werden, derzeit sind es halt nur die Falschen, die führen, ja und das System muss natürlich geändert werden. Was die tumbe Masse ja nicht kann, deshalb müssen das Eliten tun, bessere Eliten. Und alles beginnt von vorn …
            Diese Menschen, also Ihre Mitmenschen, von denen Sie so überhebend reden, werden Sie in Ihrer Verbitterung niemals erreichen, zumindest nicht, wenn es darum geht, eine wirklich friedliche Welt zu gestalten – was ja eben in Ihrem Umfeld beginnen darf.
            Ped

          8. @ped
            Sorry, ped, jetzt driften sie völlig ins Naive ab. Seit wann kann man sich das „Umfeld“ nach belieben aussuchen? Vor allem dann, wenn im Rahmen der strukturellen Gewalt das „Umfeld“ (bspw das berufliche) gewalttätig sein muß?
            Schauen sie sich doch nur mal ihr „journalistisches Umfeld“ an. In dem sind sie einfach nur ein Spinner und Verschwörungstheoretiker für die Mehrzahl der obrigkeitshörigen Apparatschiks.
            Und den „befreundeten“ alternativen Plattformen wird jetzt sukzessive der Saft abgedreht. Es sei denn, die agieren bereitwillig zukünftig auch führertreu. Und dann werden sie final irgendwann auch von denen verraten.
            DAS alles ist strukturelle Gewalt. Der können sie nicht mit Biedermaier-Mentalität entfliehen.


            Für meine Mitmenschen bin ich kein „Spinner“, so wie meine Mitmenschen für mich keine „Spinner“ sind, und ja ich bin in dem Sinne durchaus naiv und diese Naivität kann verschieden interpretiert werden, zum Beispiel auch so:

            „In diesem Sinne bedeutet Naivität nicht nur Unvoreingenommenheit, sondern auch das Vermögen oder die Eigenheit, einem Sachverhalt frei von (beschränkendem) Wissen neutral gegenüberzutreten. Während normalerweise das fehlende Wissen gefährlich erscheinen kann, birgt diese Art der Naivität die Tugend der Unschuld. Naiv zu sein bedeutet hier nicht, vorbehaltlos oder unwissend zu sein. Es ist vielmehr die antipathische (abneigende) Haltung dem begrifflichen Leben gegenüber, das dem Wissen oder der Erkenntnis kaum einen Daseinsvorbehalt gegenüberstellt. Kant bezeichnet die Naivität als „eine edle oder schöne Einfalt, welche das Siegel der Natur auf sich trägt“ oder auch an anderer Stelle als „Ausbruch der der Menschheit ursprünglichen Aufrichtigkeit wider die zur anderen Natur gewordenen Verstellungskunst“. (Quelle: Wikpedia)

            Wir haben alle (!) unsere lichte und eine dunkle Seite. Wenn ich die dunkle Seite fokussiere, wird diese auch mit meiner eigenen dunklen Seite in Beziehung treten. Alles hat seine Berechtigung, aber mir selbst hat es ungemein gut getan, nach der hellen Seite in den Menschen zu suchen. Ich habe von unglaublich vielen Menschen Gutes zurückbekommen.

            „Naivität kann jedoch auch bei Erwachsenen als positiv empfunden werden, sogar als attraktiv. Sie kann dann als unschuldig, offen oder als Zeichen einer – noch nicht durch die Boshaftigkeit von Mitmenschen entstellten – Persönlichkeit gewertet werden.“ (Quelle: Wikipedia)

            Weil man eben dann mit Urvertrauen in Vorleistung geht und mit dieser Seite beginnt zu kommunizieren. Diese Seite ist Ihnen, Horst, leider verschlossen.
            Ped

        2. Gewalt?

          Ja, natürlich übt der Staat und damit die Macht Gewalt aus gegen den angeblichen Souverän.

          Aber bitte – welche Chance hätten wir denn mit (Gegen-)Gewalt?

          Oder haben Sie ein paar Panzer in der Garage und ein paar Hubschrauber im Garten?

          Und warum wohl arbeitet die Gegenseite ganz gezielt mit Agents Provocateurs, mit V-Leuten die andere zu Gewalt anstacheln, mit unverhohlenen Provokationen zu Gewalt, etwa völlig unangemessenen, gewalttätigen Polizeiaktionen?
          Weil sie auf der Gewaltebene immer Sieger ist. Personell, Materiell, Logistisch, Juristisch, – in jeder Hinsicht. Und Gewalt ist auch das Mittel, um Normalbürger abzuschrecken, in die Schockstarre zu treiben.

          Hätten Sie auf all das auch selbst kommen können …

          Und das ist alles auch nur EIN ASPEKT, der gegen Gewalt von unserer Seite aus spricht.

          1. @Albrecht Storz
            Sorry, aber jetzt haben sie wie ein Schlafschaf argumentiert das nicht aufgeweckt werden will. Gewalt bedeutet eben nicht gleich immer den politischen Umsturz. Versuchen sie das Thema in der Breite zu erfassen. Leo ist schon so weit.


            Bezeichnend, wie Sie hier Noten vergeben, auch so kann man spalten. Das war aber überhaupt nicht im Sinne von Leo.
            Ped

          2. Sehr schön formuliert:

            „… sollten die Propheten der Eskalation mit aufgeblasenen Backen bei der Verteidigung der Verfassung nicht den Leitton setzen. Deren Motivation ist mir intransparent und suspekt. Sie entspricht keineswegs der Haltung von Querdenker-Demoteilnehmern und Aktivisten. In zunehmender Gewalt wird nicht die Lösung liegen, weil sie nur verschärfte Repression staatlicherseits legitimieren würde.“

            Dort im Kommentarbereich:

            https://multipolar-magazin.de/artikel/moral-statt-demokratie

          3. zu Horst sagt:
            10. Dezember 2020 um 10:03 Uhr

            Sie stochern nach meinen Begriffen im Nebel. Sie äußern sich wolkig und blumig, verweisen verwaschen auf andere. Damit kann ich nichts anfangen.

            Zu dem Fahrrad-Beispiel, um das mal in eine vernünftige Relation zu bringen: da kommen zehn schrankbreite Schlägertypen mit Maschinenpistolen, Macheten und Totschlägern auf Sie zu und wollen ihr Fahrrad. Na, machen Sie mal.

            Ich halte diese ganze Diskussion für total idiotisch und einige der Disputanten für sehr arrogant und überheblich und übergriffig.

      2. Wenn es doch nicht geduldet, was Sie generell schreiben, @Rob, wie kommt es dann, dass es doch immer wieder alle lesen können hier?
        Sie teilen aus, aber wenn es dann so rüde zurückkommt wie Sie austeilten, dann ist das auch nicht recht.
        Es passiert selten, das Ped hier etwas nicht einstellt, es hat dann aber sicher mehr als Gründe, die dann auch im Anhang von ihm erklärt werden.

        Auch ich muss mich leider immer wieder fragen, warum Sie hier radikalisieren wollen mit so manchen Inhalten ihrer Beiträge.

        Es macht nun einmal für viele der Foristen hier keinen Sinn, sich maximal radikal gegen etwas zu stemmen.
        Wohin soll das auch führen?
        Die Regierung radikalisiert und eskaliert es doch schon mehr als unerträglich.
        Wir gehen wenn, nur in die Verteidigung.
        Die Schule bleibt bei der Exekutive.

        Was aus alldem noch folgen wird, das steht in den Sternen.
        Aber eines ist zumindest für mich klar, je radikaler die Regierung wird, um so mehr wachen auf.

      3. Ich kenne den Grund der Auseinandersetzung hier nicht. Aber ein Grund warum ich hier nicht mehr schreibe, ist der oft kehrende Einwand zu emotionell zu schreiben. Ich schätze die fachliche Auseinandersetzung hier sehr, aber auch ich lasse mir meine Emotionen nicht durch den Chef dieses Blogs genehmigen. Mit Emotionen meine ich nicht andere angehen oder diese verunglimpfen. Emotionen, wenn ich bei mir selbst bleibe und mein Herz kaum mehr nachkommt mit den extremen Grundrechtseinschränkungen. Wenn ich spüre, Emotionen, Gefühle, Empathie sind nicht erwünscht, dann halte ich mich fern.

        1. Nino

          Sie verwechseln da anscheinend was. Wie könnte man Ihnen Ihre Emotionen genehmigen oder verbieten? Wer sagt Ihnen wie Sie sich zu fühlen haben? Die Bitte sie hier einfach nicht unreflektiert rauszulassen ist jetzt warum genau zuviel verlangt? Ist das hier ein Gefühlsmülleimer wo man alles reinschmeißen kann was man loswerden will? Gibt es irgendein Recht darauf diesen Blog als solchen zu benutzen?

          Niemand wird beim schreiben von seinen Emotionen überwältigt. Das lässt der Akt des Schreibens selbst gar nicht zu. Man denkt nach, tippt ein uns schickt es am Schluss ab. Das ist nicht emotional, es ist höchst kalkuliert. Es wird kein Gefühl abgelassen, es wird durch einen geschriebenen, emotional aufgeladenen, Kommentar bei einem selbst erzeugt. Darum schreibt man ihn.

          Kalkulierte Stimmungsmache, verbales Kräftemessen und egomanisch zur Schau gestellte Gefühlslagen sollen eben lieber woanders praktiziert werden und werden hier unterbunden. Wobei sie in Wahrheit doch in den allermeisten Fällen nur mal kommentiert und nicht zensiert werden.

          Diese Gewichtung der eigenen Emotionen ist selbst der Fallstrick. Wir lassen uns provozieren und reagieren. Wir lassen uns einschmeicheln und reagieren. Wir lassen uns verunsichern und reagieren. Wir lassen uns verängstigten und reagieren. Wir lassen uns bestätigen und reagieren.

          Alles höchst vorhersehbar. Unsere Gefühle sind die Fäden an denen man zieht. Je wichtiger wir unsere Gefühlslage nehmen, desto erfolgreicher kann man uns lenken. Schon die Bitte Sie nur mal hier nicht so auszubreiten reicht schließlich schon für lange Diskussionen wie man das nur verlangen kann. Der immer wiederkehrende Hinweis auf mangelnde Konstruktivität, führt so zu Frustration und Agression. Da es eben gar nicht ums Thema, sondern ums eigene Ego geht.

          Das ist nicht ausschließlich an Sie gerichtet, Nino.

          1. Sehr geehrter Philosovie, ich habe Sie hier nie persönlich angegangen. Lassen Sie es sein, Sie müssen mich hier nicht persönlich angehen. Ich brauche von Ihnen keine „Maßnahme“ bezüglich Reflektiertheit. Ich habe mich hier zurückgezogen, weil hier mit Fakten sehr viel erarbeitet worden ist, aber mir fehlt einfach manchmal das „Herz“. Nicht nur Fakten, Verstand sondern auch Herz. Da ich wahrscheinlich der einzige bin, der auf diesem Blog das so sieht, deshalb habe ich mich ja zurück gezogen. Von Ihnen brauche ich aber keine Restriktionen, wie und was ich zu tun und zu lassen habe. Sie können sich ja als Quarantäneaufsicht zur Verfügung stellen. Alles Gute Ihnen.


            Wo Sie „persönliches Angehen“ bzw. „Restriktionen“ seitens des angesprochenen Foristen sehen, bleibt allein Ihr Geheimnis.
            Grüße, Ped

          2. „Niemand wird beim Schreiben von seinen Emotionen überwältigt,“:
            Liebes Philosovieh,
            das habe ich beim Schreiben durchaus schon erlebt, völlig unkalkuliert und unvorbereitet, wenn auch nicht bei den Beiträgen zu diesem Forum.

            Um die Diskussion zu Fragen der Gewalt aufzulösen, empfehle ich einen Blick in den Artikel auf 2020news „Wie man die Welt rettet“ vom 10.12.2020.
            Dazu nur soviel: Jeder, buchstäblich jeder kann derjenige sein, dessen Tritt, der Ameise gleich, den Felsen ins Rollen bringt. Deshalb macht weiter!

  5. Aufruf zur Zeugenaussage für Den Haag: Verbrechen gegen die Menschlichkeit

    Menschenrechtsverteidigerin Sarah Luzia Hassel-Reusing bereitet eine Strafanzeige an den Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag wegen der Anwendung der Schockstrategie unter dem Deckmantel von Corona vor. Es geht um die Maßnahmen, welche die Schwere eines Verbrechens an der Menschlichkeit (Art. 7 Römisches Statut) erreicht haben.

    Die Menschenrechtsaktivistin hebt hervor: „Todesfälle und ernsthafte Gesundheitsschäden durch die Corona-Schockmaßnahmen gibt es global vor allem in Form von Hunger (2020 voraussichtlich 130.000.000 zusätzliche akut hungernde Menschen), außerdem aufgeschobene Operationen, darunter allein rund 50.000 Krebspatienten in Deutschland.

    Unterstützt wird dieser Aufruf vom Anwalt-Team des Corona-Ausschusses.

    https://2020news.de/aufruf-zur-zeugenaussage-fur-den-haag-verbrechen-gegen-die-menschlichkeit/

    https://2020news.de/wp-content/uploads/2020/12/201207_corona_ausschuss_ad_hoc_1-2.mp4?_=1

    Interessant vor allem, was Reiner Füllmich im Video (etwa bei Minute 13:40) zum Aufruf der WHO, alle Lockdowns sofort zu beenden, sagt. Begründet wird das damit, dass die Maßnahmen weltweit zu einer extreme Verarmung in Teilen der Bevölkerung führen.

  6. Für alle, die diese Dokumentation aus dem Jahr 2014 noch nicht kennen (besonders Eltern sollten sich hier angesprochen fühlen)…

    Wir Impfen Nicht – Mythos und Wirklichkeit der Impfkampagnen – Von Michael Leitner…

    https://youtu.be/ZVh4QaDmXB8

    Genau so wie schon die Dokumentation „H5N1 antwortet nicht – Auf der Suche nach dem Killervirus“, ist auch dies ein Paradebeispiel für eine investigative Dokumentation von höchster Qualität, wie man das von Michael Leitner gewohnt ist.

    Eines ist jedenfalls gewiss, wer diese Doku gesehen hat, wird niemals wieder mit dem Gedanken spielen, sich selbst oder gar seine Kinder impfen zu lassen.

    Dabei geht es hier nicht mal um die noch gefährlichere neue RNA-Impfung, die uns in den nächsten Wochen und Monaten wahrscheinlich direkt oder indirekt aufgezwungen werden soll, sondern um herkömmliche Impfungen, die im Gegensatz zu der aktuell anstehenden, die langjährige Entwicklungszeit (zumindest formal) durchlaufen haben.

  7. Und wieder Jens Berger als übelster Propagandist.

    Nun phantasiert er davon, dass Personen, die selbst gegen Covid-19 IMMUN SIND, die Viren weitergeben könnten. Er hat dafür sogar einen wissenschaftlichen Begriff erfunden: „sterilen Immunität“.

    Und weiter macht er sich darüber Sorgen, dass ja traurigerweise eine Zweiklassenimpfgesellschaft garnicht organisierbar wäre. Was, wenn doch? Was wenn er sich irrt? Ist er dann auch dafür? Scheint mir so.

    Und dann eine Supermainstraem-Lüge auch noch ganz fett: „Mit der Impfung schützt man primär sich selbst und nicht andere. “

    Nein Herr Berger-Lauterbach: mit der Impfung schütz man sich nicht, sondern bringt sich in Gefahr und Frauen könnten dadurch unfruchtbar werden.

    Hier noch ganz perfide oder wenigstens missverständlich: „Die Frage der Dauer der Lockdowns wird schon mit der Frage der Impfbereitschaft gekoppelt. Wer für sich also eine andere Abwägung trifft, soll demnach auch die Verantworung [so aktuell im Original] für die Maßnahmen tragen. “ heißt: wer sich nicht impfen lassen will hat Schuld an Lockdown?

    Mein Hass auf „linke“ Stichwortgeber und Pseudo-Nachdenker wächst von Tag zu Tag.

  8. Hallo PED,

    in meinem Bekanntenkreis scheitert es fast zu 50% Deine Webseite/Artikel sachgerecht zu kommunizieren. Man beruft sich darauf , dass Deine Seite kein Impressum hat. Kann man das Problem lösen, bzw. welche Gründe sprechen gegen ein Impressum ?
    vielen Dank


    Es ist ein Vehikel, ein Ausflüchten, um der Sache, den Inhalten aus dem Weg zu gehen. Täte man es nicht, würde der Mensch erst in zweiter Linie interessant. Dabei ist man oberflächlich, lebt im eigenen Bestätigungsfehler (confirmation bias), nach dem Blogs, die nicht durch den Mainstream geadelt wurden, mit spitzen Fingern anzufassen sind.
    Der „Witz“ aber ist, dass dieser Blog sehr wohl ein Impressum hat, aber aus Gründen die doch bitte jeder selbst herausfinden mag, nicht auf dem Silbertablett serviert wird.
    Herzlich, Ped

  9. Geht’s noch erbärmlicher?

    Auszug aus BKA-Papier: „PMK/A – Aktuelle Entwicklungen im Protestgeschehen im Kontext der „Covid-19″-Pandemie“ vom 27.11.2020:

    „Innerhalb der linken Szene ist eine wachsende Partizipation insbesondere an entsprechenden Gegenprotesten zu verzeichnen. Allgemein scheint die [linke] Szene die sog. Querdenker-Proteste zunehmend als von „Rechten“ dominiert bzw. faschistisch geprägt einzuordnen.“ usw.

    Kann sich etwas erbärmlicher Aufführen als diese sog. „linke Szene“. Wie können sich angesichts aller erkennbaren Tatsachen Leute immer noch als „links“ bezeichnen und behaupten, sie würden auch gegen den übergriffigen Staat sein?

    Wohlgemerkt, „linke Szene“ ist hier sowohl das, was vom BKA so bezeichnet wird als auch das, was eine Selbstbezeichnung gewisser „fortschrittlicher“ Kreise ist.

    Tatsache ist: das was sich „linke Szene“ nennt agiert im Sinne des Repressionssystems – und nicht unähnlich zu Nazi-Verbänden nach der Machtübernahme von Hitler.

    Angenommen, dieses zitierte Papier ist echt, aber auch unabhängig davon angesichts öffentlicher Verlautbarung solcher angeblicher „linker Gruppe“, was kann man da von „links“ halten und erwarten? Für mich ganz klar: nichts außer spalten, zerreden, unterwandern, V-Leute einschleusen, entkräften, kriminalisieren, zerstören.

    https://mutigmacher.org/wp-content/uploads/2020/12/BKA_2020-27-11_Entwicklung-Protestgeschehen_2.pdf

    Entweder machte diese „linke Szene“ endlich unter sich aus, wo sie eigentlich steht – auf der Seite der Staatsmacht oder auf der Seite der Unterdrückten – oder vergesst sie.

  10. Wenn ich mit Menschen aus verschiedenen Bereichen der Gesellschaft spreche oder Initiativen prominenter Querdenker beobachte, so fällt mir auf, daß als konstruktiven Ansatz jeder zunächst das favorisiert, womit er sich am besten auskennt. Ein Journalist meint z. B., man müsse über die Staatsmedien gehen, auf welche Weise auch immer, Ärzte klären ihre Patienten auf, Anwälte beschreiten den Rechtsweg, Politiker versuchen, die Parlamente als ihre Bühne zu nutzen, Polizisten üben sich im Wegsehen (soll es geben), Künstler meinen, über die Kunst ließen sich Menschen eher erreichen, als über Faktenvermittlung, Lehrer befreien sich und ihre Schüler von der Maske (soll vereinzelt auch vorgekommen sein – es gibt ja auch schon „Lehrer für Aufklärung“), Eltern instruieren ihre Kinder, die Maske abzunehmen, wenn es nottut, egal, was Lehrer und Mitschüler sagen …

    „Querdenken“ wird jetzt vom Verfassungsschutz beobachtet. Ich sehe darin ein Indiz, daß die Obrigkeit in „Querdenken“ eine Gefahr für sich erkennt, sonst wäre der Obrigkeit „Querdenken“ egal. Also ist „Querdenken“ wirksam.
    Wenn man in die Geschichte schaut, ist doch ganz klar: Revolutionen (außer die „von oben“ – der Begriff ist umstritten) waren noch nie erlaubt, nicht 1848, nicht 1918, nicht 1989, auch nicht 1789, 1830, 1640, 1688, 1905, 1917 etc..
    Nichtdestoweniger rechne ich mittlerweile noch mit einer Durststrecke von weiteren 5-8 Jahren! (Hoffentlich irre ich mich hierin!)
    Auch ist nicht sehr wahrscheinlich, daß wir zu den ersten gehören werden, die Erfolg haben, vielleicht entsteht zunächst ein freier Staat Katalonien o. ä..

    An alle: Bleibt wacker und standhaft!

    1. “Querdenken” wird jetzt vom Verfassungsschutz beobachtet. Ich sehe darin ein Indiz, daß die Obrigkeit in “Querdenken” eine Gefahr für sich erkennt, sonst wäre der Obrigkeit “Querdenken” egal. Also ist “Querdenken” wirksam.“

      Nunja, der VS hat ja auch den NSU beobachtet, der auch ziemlich wirksam war….

      Jetzt einfach mal angenommen, „Querdenken“ wurde inszeniert, um den Unmut in der Bevölkerung zu kanalisieren. Hat ja auch ganz gut geklappt, die einen müssen sich ständig den Vorwurf anhören, mit Reichsbürgern, Nazis und Spinnern mitzumarschieren und die anderen werfen das Handtuch. Eine andere Protestbewegung ist aber weit und breit nicht in Sicht. DE ist eben nicht Frankreich, bei uns weiss man das Volk elegant gespalten zu halten.

      1. Ich frage mich, ob manche Forenten tatsächlich Kommentare lesen.
        Zum letzen Mal: Querdenken ist eine Graswurzel-Bewegung. Ein Jeder, auch Sie Atomino, können für Ihre Stadt einen Ableger gründen. Sie müssen sich nur an wenige formale Kriterien halten (Adressen reservieren). Ausser dem Gebot eines friedlichen Protestes und einem Bekenntnis zum Grundgesetz gibt es keine inhaltlichen Vorgaben.
        Der VS hätte viel zu tun, für jede Stadt einen Agenten bereitzustellen, der den jeweiligen Ableger kontrolliert und den Unmut kanalisiert. Dies ist in der Region, in der ich tätig bin, definitiv nicht der Fall,
        Ich empfehle Ihnen dringend, anstatt vom Sofa aus krude Theorien und Vergleiche (NSU!) rauszuposaunen, sich in Ihrer Region Querdenkern anzuschliessen und sich ein Praxisbild zu machen.
        Ansonsten müsste ich ob Ihrer Einlassungen den Verdacht fassen, dass Ihre Rolle in dem Forum eine andere ist, als die eines bloßen Kommentators.


        Und so ist mir das auch aus meiner Heimatstadt bekannt. Wer es anders und besser machen möchte, kann das ja gerne tun. Das ist sowieso der beste Weg einer großflächigen, dabei aber wieder kleinteiligen und somit flexiblen Vernetzung, (fast) ganz ohne Hierarchien.
        Ein Hinweis an alle: Halten wir uns mit Misstrauensvoten so gut wie möglich zurück, auch wenn das (auch mir) nicht immer leicht fällt.
        Herzlich, Ped

      2. Okay. Mal angenommen „Querdenken“ wurde inszeniert … und dann?

        Wirft man das Handtuch … oder munkelt was von Frankreich oder oder oder hält man sich für Atomino und ganz besonders schlau???

        Ich weiß echt nicht, was das soll … oder aber vielleicht sogar sehr gut …


        Nochmals: Versuchen wir uns den Spaltungstendenzen, die sich immer wieder in den Köpfen breit machen, zu entziehen. Strukturelle Gewalt in sozialen Gemeinschaften ernährt sich von so etwas.
        Grüße, Ped

    2. Würde ich mal so deuten: Jeder tut das, was er am besten kann. Sich gedanklich wie ein Adler in die Lüfte zu erheben und einen Blick von ganz weit oben zu haben, ist gelegentlich nötig. Aber wenn ich wieder gelandet bin, kann ich nur dort helfen, wo ich mich auskenne.


      Das ist eine wirklich schöne wie zutreffende Metapher.
      Herzlich, Ped

    3. @Steffen Duck

      …mit einer Durststrecke von weiteren 5-8 Jahren!

      Wenn sie in etwa realistisch abschätzen wollen, wie lange ein solches oppositionsloses neofaschistisches System währen kann, dann können sie als Grundlage die faschistische Franco-Diktatur nehmen.
      Diese endete erst nach etwa 40 Jahren.

      Da es sich diesmal um eine internationale faschistische Bewegung handelt, könnte es auch etwas länger dauern.
      Sie müssen also noch viele Socken stricken, wenn sie die Sache einfach aussitzen wollen.
      Viel Spaß mit dem neuen Hobby!

      1. Lieber Horst,
        von Aussitzen war nie die Rede, ich bin nicht H. Kohl, wenngleich er wohl recht hatte mit der Aussage: „Entscheidend ist, was hinten rauskommt.“
        Ich kann auch nicht realistisch solche Zeiträume in einem insgesamt chaotischen System abschätzen.
        Mir ging es mit dieser Ansage mehr darum, daß wir uns auf einen längeren Zeitraum einstellen und entsprechend mit den individuellen Kräften haushalten müssen. (Im Sommer sah das möglicherweise noch anders aus.)
        Der Vergleich mit der Franco- Diktatur hilft auch nicht unbedingt, da müßte man genauer hinsehen und veranschaulichen, inwiefern diese Diktatur den Menschen in ihrem Alltagsleben konkret zugesetzt hat, welche Gefahren dem einzelnen täglich gegenwärtig erschienen, welche (auch wirtschaftlichen) Freiräume existierten, von wem das System im Alltag (mit)getragen wurde, wieviel zivilen Ungehorsam es gab, auch bei den Behörden usw.. (Ich bin zwar Spanienfan, aber leider kein Spanienkenner. Aber daß die ETA nicht sehr viel erreicht hat mit Gewalt, meine ich einschätzen zu können.)
        Herzliche Grüße, Steffen Duck

        1. @Steffen Duck

          Mir ging es mit dieser Ansage mehr darum, daß wir uns auf einen längeren Zeitraum einstellen und entsprechend mit den individuellen Kräften haushalten müssen.

          Hier hatten sich auch schon mal Leute auf einen „längeren Zeitraum“ eingestellt.

          Franco-Diktatur in Spanien; 29 Jahre und 352 Tage im Versteck
          https://www.spiegel.de/geschichte/spanischer-buergerkrieg-francos-jagd-auf-die-maulwuerfe-a-1259914.html

          Denn Manuel Rosado lebte 32 Jahre fast direkt unter dem Schwein. Nah am Stall in einem Loch, das er seinen „Sarg“ nannte: 70 Zentimeter breit, 1,80 Meter lang. Den Eingang verdeckte er mit altem Stroh und einem Misthaufen, damit die Häscher des Diktators Francisco Franco ihn nicht fanden.

          Und über ein anderes „Systemopfer“:

          Was tun, wenn man ernsthaft erkrankt? Kein Arzt kann helfen. Cortés zog sich neun Zähne selbst, ohne Betäubung, Schreie musste er unterdrücken. Im Dorf wimmelte es von Denunzianten. Juliana wurde regelmäßig verhört und bedroht.

          Übrigens, mit der hier im Blog weitverbreiteten „pazifistischen“ Einstellung wären die Faschisten um Hitler immer noch an der Macht. Die „Nazis“ wurden mit Gewalt beseitigt. Glücklicherweise hatte man damals noch so viel Verstand. Zumindest im Ausland. Nur mal so am Rande.
          Euer Aufruf zum bedingungslosen Pazifismus ermöglicht den gegenwärtigen Unrechtsstaat. Ihr seid damit die unfreiwilligen Komplizen des Neofaschismus.


          Jetzt ist es genug!

          Ihre letzten Sätze innerhalb dieses Postings sind pure Demagogie. Sie arbeiten mit groben Falschbehauptungen, pauschalisieren und hantieren mit Schuldgefühlen. Damit nutzen Sie genau die Mittel, welche sie plakativ anprangern.

          Das nächste Mal, Horst, fallen solche Aussagen unter meine „Zensur“. Sparen Sie sich dann bitte das Geheule. Sie sind es, die hier eindeutig übergriffig sind.

          Mit freundlichen Grüßen,
          Ped

          1. Himmel, Arsch und Wolkenbruch………

            „Übrigens, mit der hier im Blog weitverbreiteten “pazifistischen” Einstellung wären die Faschisten um Hitler immer noch an der Macht. Die “Nazis” wurden mit Gewalt beseitigt. Glücklicherweise hatte man damals noch so viel Verstand. Zumindest im Ausland. Nur mal so am Rande.
            Euer Aufruf zum bedingungslosen Pazifismus ermöglicht den gegenwärtigen Unrechtsstaat. Ihr seid damit die unfreiwilligen Komplizen des Neofaschismus.“

            Was bin ich froh, das mich solche Geschichtsklitterung von damals nicht erreichen kann und das Verständnis um die Umstände von Heute bewusster sind, als ihnen, @Horst

            Unmöglicher Beitrag, möchte auch ich hier anmerken.
            Als Sichtweise, die einen nur traurig stimmen könnte, kann ich das nicht mehr bezeichnen.

            Es ist nur noch zum heulen erkennen zu müssen, woher Menschen ihre Gedanken nehmen und sich für nichts schämen, damit andere für sie den falschen Weg einschlagen und um sich dann scheinbar wirklich abwartend hinter dem Baum zu verstecken, bis das Schlachten beendet ist-für eine imaginär geartet Welt, die keiner gebrauchen kann.

          2. Horst

            Nur mal als Gedanke. Wenn Gewalt irgendwie zum Ziel führen könnte, woran sind die Nazis dann eigentlich gescheitert? Waren sie zu zaghaft? Nicht radikal genug? Zu sanft?

            Ihr Beispiel hinkt so gewaltig, da Sie die Gewalt der MINDERHEIT (jetzige Opposition) für zielführend halten, während Sie die Gewalt der MEHRHEIT (damalige Alliierte) als erfolgreiches Beispiel anführen. Dabei war die gewalttätige Minderheit (Nationalsozialisten) in dem Moment geschlagen als sie Polen den Krieg erklärten! Bei aller rücksichtslosen Brutalität hat sie die reine Übermacht geschlagen. Mit Gewalt siegen einzig und allein die größeren Ressourcen. Erst recht wenn man, wie eben gerade die Faschisten, alle Gründe liefert sich hemmungslos und gnadenlos allen verfügbaren Mitteln zu bedienen.

            Wer hier zur Gewalt aufruft, will mit dem Messer zur Schießerei! Das kann doch unmöglich so schwer zu begreifen sein.

          3. @das Philosovieh
            Sie sollten sich die Geschichte noch mal anschaun. Die Faschisten waren in Europa, nach dem Sieg über Frankreich, keinesfalls in der Minderheit. Ganz im Gegenteil, nach dem Sieg über Frankreich und dem Balkanfeldzug war quasi fast ganz Europa faschistisch bzw stand unter der Knute der Faschisten. Lediglich GB und die Sovjetunion waren noch nicht Teil des faschistischen Einflußgebiets.
            Einzig Mobilisierung und nachhaltiger Kampf gegen diese Faschobande haben zum Schluß zum Erfolg geführt.

        1. Wer die Kommentare von Horst genau liest, muss erkennen, dass er nicht vorhat, sich hinter einem Baum zu verstecken. Abgesehen davon, nur eine vorübergehende, taktische Maßnahme, wenn die Frontlinie gradlinig verläuft. Andernfalls sind Stellungswechsel durchaus vorteilhaft.
          Nicht nur Schmetterling sein, sondern auch Biene.

  11. *** Wohin die Reise gehen soll (wenn wir das zulassen) ***

    Wie hier bereits thematisiert, werden auf dem Weltwirtschaftsforum (World Economic Forum) in Davos, wo sich jährlich die einflussreichsten Staats- und Konzernlenker treffen, die ganz großen Räder gedreht.

    Auch unsere Kanzlerin ist eifrig dabei und redet davon, dass „Transformationen von gigantischem, historischen Ausmaß“ bevorstehen…

    Zitat aus der Rede:
    „Diese Transformation bedeutet im Grunde, die gesamte Art des Wirtschaftens und des Lebens, wie wir es uns im Industriezeitalter angewöhnt haben, in den nächsten 30 Jahren zu verlassen – die ersten Schritte sind wir schon gegangen – und zu völlig neuen Wertschöpfungsformen zu kommen.“

    Konkreter als die üblicherweise etwas schwammigen Ausführungen der Kanzlerin wird der Gründer des World Economic Forums, Klaus Schwab…

    Stakeholders for a Cohesive and Sustainable World

    http://www3.weforum.org/docs/WEF_Lighthouse_Project_Report.pdf (61 Seiten starkes PDF-Dokument, engl)

    Wem die Lektüre des Lighthouse papers zu anstrengend ist, sei dieses Interview empfohlen, in dem Klaus Schwab seinen „Verantwortungsvollen Kapitalismus“ beschwört und die Sicht der Dinge, wie er sie verstanden wissen will, recht geschickt promotet…

    https://www.zeit.de/wirtschaft/2020-09/corona-kapitalismus-rezession-wef-neoliberalismus-klaus-schwab

    In ihrer Rede vor dem World Economic Forum am 23. Januar zeigt sich die Bundeskanzlerin sehr offen gegenüber der, von Schwab beworbenen Riesentransformation…

    https://www.bundeskanzlerin.de/bkin-de/aktuelles/rede-von-bundeskanzlerin-merkel-beim-50-jahrestreffen-des-weltwirtschaftsforums-am-23-januar-2020-in-davos-1715534

    Ganzen Artikel lesen…

    https://multipolar-magazin.de/artikel/moral-statt-demokratie

  12. Wie gezielt durch administrative Maßnahmen auf Kennzahlen im Sinne des Corowahn Einfluss genommen wird sieht man hier mal wieder:

    Im Video zeigt Dr. Bellendorf den Brief, den ihm die Kollegen vom DIVI geschickt haben. Ab ca. Minute 6. Man hat einfach die so genannte „Freihaltepauschale“ für Intensivbetten ab 30. November abgeschafft. Und prompt sinkt die Anzahl der freien Betten was dann in den Hauptmedien als Corona-verschuldetes Drama dargestellt wird.

    Außerdem wurde die Personaluntergrenze, die vorher zeitweilig aufgehoben wurde, wieder eingeführt.

    So geht staatliche Verarsche

    () https://youtu.be/C8ymVc05Y2I

  13. Gewalt oder nicht-Gewalt, das ist hier die Frage. Eine Frage, die nicht erst in der aktuellen Krise hochkommt, sondern bereits exisitert, solange Machstrukturen existieren. Wir führen hier also keine neue Diskussion.
    Im Grunde ist es aber eine persönliche Entscheidung.

    Diejenigen, die sagen, dass man mit friedlichen Mitteln aktuell gegen (Staats)gewalt nicht (mehr) ankommt haben Recht.

    Diejenigen, die sagen, dass man sich durch Gegen-Gewaltausübung auf die Stufe der Gewaltausüber begibt und damit insgesamt einer gewalttätigen Entwicklung Vorschub leistet, haben Recht.

    Ich persönlich tendiere eindeutig zur zweiten Option, weil wir als Vision eine Gesellschaft mit weniger oder ohne Gewalt schaffen sollten. Dass diese fundamentale Friedlichkeit angesichts zunehmender Provokationen und Gewalt staatlicherseits schwer einzuhalten ist, ist auch mir klar. Aber ich denke, es gibt keinen anderen Weg, um – grundsätzliche – Änderung herbeizuführen.

    1. Ich frage mich, ob eigentlich einer von diesen gewalt-Diskutierern hier eine Ahnung davon hat, wie sehr er die Existenz dieses Blogs gefährdet? Oder ob vielleicht manche sehr wohl eine sehr gute Ahnung darüber haben …

      Also mein Rat an Ped: beende das, notfalls sogar mit „Gewalt“ (also Moderatoren-Gewalt).


      Die Diskussion dazu fand und finde ich wertvoll, und ich unterstelle den betreffenden Foristen in keiner Weise, diesen Blog hier demontieren zu wollen. Aber ja, ich achte darauf, dass sich hier kein Treffpunkt für Gewaltaufrufe etabliert.
      Also alles gut.
      Herzlich, Ped

    2. @Strukturdenker, sehe deine Entscheidung als absolut richtig an, danke.
      Mehr gibt es zu dem Thema Gewalt auch eigentlich nicht mehr zu sagen.

      Auf eines sollte man aber vielleicht doch achten:
      dass wir, trotz aller Friedlichkeit der Bevölkerung nicht Gefahr laufen, durch die nicht gerade anmutende Friedfertigkeit der amtierenden verantwortlichen Politiker abgeschlachtet zu werden.

      Wenn das losgeht, darf niemand die Augen verschließen; und trotz aller Friedfertigkeit müssen wir handeln und dürfen nicht zusehen.
      Keine einfache Nummer das, denn Freunde werden an unserer Seite dabei fallen.
      Und genau davor haben auch einige Foristen hier scheinbar mächtig Bammel, das nämlich ihr Kopf rollt dabei.
      Dann doch lieber ein paar Blöde vorschicken, die den Kopf für Sie hinhalten. .. 😉 Dabei immer schön laut brüllen, “ Leute, seid nicht feige!“, suchen dann aber schnell den Baum, hinter dem es sich gut verstecken lässt, nachdem man Gewalt geschürt hat.

      Es freut mich hier immer auch lesen zu dürfen und wenn geschrieben wird, “ Paul, komm raus, du wurdest gesehen!“

    3. Wenn man in das Propagandaespiel einsteigt gibt es als Underdog eine goldene Regel:
      Anders handeln als es der Gegenspieler erwartet. Unberechenbar bleiben.
      Ich habe (unfreiwillig) einige Tänzchen mit Verwaltungen bzw. Ordnungsämtern hinter mir – die Herrschaften sind bei kreativen Ansätzen schnell überfordert. Gewalt hingegen ist eine leicht zu antizipierende und daher sinnlose Aktion. Das asymmetrische Kräfteverhältnis erzwingt alternatives Handeln.

      Einige Gedanken zu alternativen Protestaktionen:
      – Organisationsform des Protestes als Kunstprojekt
      – Hygieneregeln durch radikale Übertreibung entmystifizieren
      – erwartbare Angriffsflächen minimieren (Masken /Abstand / Teilnehmer etc. )
      – Flashmobartige, synchrone choreografierte Aktionen in an mehreren Orten
      – Maßnahmenkritik und Widersprüche durch Inszenierung neu interpretieren
      – nicht als klassische Protestaktion labeln
      – Neugier und Überraschung als Technik nutzen um eigene Inhalte zu transportieren um Vorurteile /Narrative
      zu sprengen
      – Verhaltensweisen der Antagonisten spiegeln und dekontextualisieren
      – Aufzeichnung der Aktionen als Videoclip zur weiteren Verbreitung in den sozialen Medien

      Nur um mal groben Eindruck zu vermitteln hier eine Kunstaktion aus Bern (sehr rudimentär)
      () https://www.youtube.com/watch?v=G_qD5Ca43e4

      1. Klasse, danke !

        Ich möchte hier im aktuellen Thread noch meine Bitte widerholen:

        Wer kennt aktuelle, empfehlenswerte Bücher zu Corona oder den machtpolitischen Hintergründen?
        Oder kennt jemand eine bereits fertige Übersicht/Linkliste?

        Wenn jemand die Info schon da hat, würde mir das ein Stück Arbeit sparen.

        Herzlichen Dank !

        1. Ich denke das sind wohl die beiden „Standardwerke“ zur aktuellen Krise

          Naomi Klein „Die Schock-Strategie: Der Aufstieg des Katastrophen-Kapitalismus“ !!!
          Shoshana Zuboff „Das Zeitalter des Überwachungskapitalismus“

        2. Muß es aktuell sein?

          Man kann auch Étienne de la Boétie lesen: »Abhandlung über die freiwillige Knechtschaft«. Das ist von 1821, liest sich aber in Teilen, als wäre es für 2020 geschrieben.

          Geschichte scheint sich zu wiederholen. Wahrscheinlich, weil die Menschen sich über die Jahrhunderte nicht allzu sehr geändert haben…

          1. Wenn Sie natürlich so tief ins Regal greifen möchten, dann sollte „il principe“ von Machiavell ebenfalls erwähnt werden!
            Nicht nur die Geschehnisse auf den großen Demonstrationen belegen die Aktualität seiner Beobachtungen.

      2. und ein Tipp aus der Corona-Auschuss-Sitzung:

        konspirative Vernetzung als Spiel organisieren. Halten wir zuerst einmal fest: konspiratives Handeln ist nichts ungesetzliches. Jeder hat das Recht sich mit jedem unter beliebigen Bedingungen zu treffen. Ob diese Treffen von jemandem als „heimlich“ angesehen werden ist völlig irrelevant in einer Demokratie. Ob man bei diesen Treffen Brettspiele spielt oder gemeinsame LEGALE Aktionen diskutiert ist völlig irrelevant in einer Demokratie.

        In einer Demokratie gibt es zwar den Tatbestand der Verschwörung (wie immer das jeweils juristisch genau heißt) für Amtsträger (Korruption), wirtschaftlich Verantwortliche (Kartellbildung), Medienschaffende (wenn diese sich absprechen, Lügen zu verbreiten, ob es dazu einen Straftatbestand gibt, weiß ich nicht, aber so etwas ist ja wohl gewiss unethisch und unsittlich), …

        aber es gibt keinen Straftatbestand des heimlichen Treffens von Bürgern in einer Demokratie!

  14. Alltag einer gefährdeten Demokratie:

    https://www.corodok.de/egal-polizei-querdenken/

    und dort der informative Kommentar von einer „Ana-Marie Leiperz“ (so es so eine geben sollte):


    Gegen die Querdenker-Veranstaltung wird von verschiedenen Linken unter folgenden Parolen mobilisiert:

    Gesundheit ist kein Ware! Das Gesundheitssystem in demokratisches Gemeineigentum überführen! Keine Profite mit unserer Gesundheit!
    – Gleiche Gesundheitsversicherung für alle! Gegen die Zwei-Klassen-Medizin!
    – Patentrecht abschaffen! Pharmakonzerne enteignen! Gleicher Zugang zu Impfstoff für alle!
    – Infektionsschutz auch am Arbeitsplatz! Lohnfortzahlung in Quarantäne für alle! Gesundheit über Profite!
    – Keine Corona-Hilfspakete für Konzerne, die dem Klimawandel verschärfen!
    – Quarantäne braucht ein Zuhause. Wohnraum ist keine Ware! Für ein Recht auf ein bezahlbares Zuhause für alle! Keine Profite mit der Miete!
    – Alle Flüchtlingslager an den europäischen Außengrenzen evakuieren! Menschenwürdige Unterkünfte und Infektionsschutz für alle!
    – Konsequente Maßnahmen gegen häusliche Gewalt! Geschützte Räume für Frauen, Trans*, Inter* und Non-Binary*! Sichere Quarantäne für alle!
    – Gegen das Ausnutzen der Krise für autoritäre Gesetzesverschärfungen! Gegen die rassistische Polizei und den Überwachungswahn! Sicherheitsbehörden entnazifizieren! Freiheitsrechte verteidigen!
    – Kein Fußbreit für “Querdenken” und Verschwörungsideologien! Rechte Aufmärsche verhindern!

    Was ist der Unterschied zwischen dem faschistischen „linke Aufmärsche verhindern“ und dem „linken“ „Rechte Aufmärsche verhindern!“?

    Es fängt damit an, dass Demonstrationen, wenn sie von ungeliebter Seite kommen, „AUFMÄRSCHE“ genannt werden. Schon das ist im Kern faschistoide Sprechweise.

    Und dass Demonstrationen, auch von ungeliebten Personenkreisen, schlicht demokratischer Kernbestand ist, juckt diese „Linken“ offensichtlich nicht die Bohne. Das sind Haltungsfaschisten mit linkem Vokabular, sonst nichts. (Wohlgemerkt: die meisten werden da naiv und bedenkenlos und mit Hoffnung auf Adrenalin-Kick mitmachen. Aber die „Vortänzer“ dieser „linken Kreise“ das sind echte Hardcorefaschisten reinsten Wassers,
    denn die wissen genau was sie tun.

    „Rechte [also Menschen mit legitimen politischen Ansichten] zu Boden [werfen, trampeln, stoßen, knüppeln?]“

    „Maske auf [faschistoide Willkür, Eingriff in elementarste Freiheitsrechte] – Nazis [willkürliche Verunglimpfung von einer Menschengruppe mit einem legitimen politischem, freiheitlichen Anliegen] raus [raus wohin? wegschaffen, wegsperren? ausbürgern? internieren? …]“

    „Impfen ist Liebe“ [ohne Worte über soviel krankhafte Denke]

    und wie deren Dumpfblödsprüche noch so gehen mögen.

  15. Hier mal,wieder eine Art Zusammenfassung der Situation (bei corodok schon veröffentlicht):

    Tja, was nützt’s [Studien, die die Lügen entlarven]. Die Lügen werden trotzdem weitergehen, denn Lügen können nur durch immer frecheres Lügen existent erhalten bleiben.

    das SARSCOV2-Virus wäre auf eine außergewöhnliche Art neu: Lüge, denn alle Viren erneuern sich ständig und genauso durch Mutation!
    das Virus wäre vom Tier auf den Menschen gesprungen: Lüge, da man das nicht weiß und immer mehr dagegen spricht!
    das Virus wäre Ende 2019 das erste mal beim Mensch aufgetreten: Lüge, da inzwischen sich die Belege mehren, dass es schon früher beim Menschen auftrat!
    das Virus wäre besondern gefährlich: Lüge, das Virus erweist sich als typisch gefährlich wie andere Atemwegs-Viren, zB Influenza! Wenn wir Anspannung im Gesundheitswesen und Übersterblichkeit registrieren, so gehen diese Wirkungen auf die Panik und die systemlähmenden und krankmachenden Maßnahmen zurück!
    das Virus würde durch „asymptomatische Kranke“ weitergegeben werden: Lüge, das ist einfach nur Schwachsinn aus der Märchenkiste der Kinderschrecker. Viren müssen im Körper vermehrt werden bevor sie nennenswert wieder ausgeschieden werden. Diese Vermehrung spüren wir als Krankheitsgefühl, da dadurch der Körper geschädigt wird und somit treten erst Symptome auf, und dann erst könne wir infektiös sein.
    das Virus würde ganz besonders aggressiv sein und außergewöhnliche und besonders schwere Krankheitsbilder auslösen: Lüge aufbauend auf Einzelfälle, solche schweren Fälle kennt der Arzt von anderen Atemwegsinfektioneskrankheiten genauso!
    das Virus würde besonders virulent sein, sich besonders schnell und effektiv ausbreiten: Lüge, denn man hat keinerlei Vergleich, kann also garnicht solche vergleichenden Aussagen treffen! Würde ein aktuell aktiver Influenza-Stamm genauso mit Tests verfolgt werden wie SARSCOV2, so würde man genau das gleiche beobachten.

    … ja, und so geht es gerade weiter. Wir werden nach Strich und Faden belogen und verarscht. Und warum funktioniert das? Weil der Normalbürger sich das nicht vorzustellen mag. „Wenn die zu sowas fähig wären, dann …!“ Ja dann. Sie sind dazu fähig und sie machen es. Also was dann?

    Zu diesem interessanten Artikel:
    https://www.corodok.de/unterschied-immunitaet-antikoerpern/

  16. Guten Abend, der Artikel ermöglicht einen Blick auf das eigentliche Problem. So viele der Themen, die von Ihnen hier angefaßt wurden, waren und sind wichtig. Ich wiederhole mich: Syrien, Medien, Rußland … Auch die Aufklärung über die neue C- Seuche. Aber besonders hinter letzterem liegt genau das: die schleichende Abschaffung der Demokratie (oder dem, was wir bisher dafür halten sollten). Zum Verhältnis Teilnehmer : Polizei muß ich leider Anderes berichten. Bereits mehrfach sahen wir uns in Markneukirchen bei unseren nicht angemeldeten Spaziergängen des Montags mit Uniformierten konfrontiert, die uns an Anzahl mehr als doppelt überlegen waren. So zum Beispiel letzten und vorletzten Montag. Ich schreibe nicht „Polizei“, weil die Montur schon fast an Soldaten erinnert. 8 bis 11 Mannschaftswagen für 23 oder 25 Spaziergänger, das ist schon ein Verhältnis. Weder wollen noch haben wir provoziert (schreibt man das so?), außer mit der Tatsache, daß wir uns schon lange Montags ohne Anmeldung treffen. Ich persönlich sehe überhaupt nicht ein, eine Gruppe von Menschen, die weder den Verkehr behindert, noch Lautsprecher bei sich führt, noch irgendeinen negativen Einfluß auf den abendlichen Ablauf dieser kleinen Stadt nimmt, anzumelden.

  17. @Horst: Die Handlungen, auf die Sie sich beziehen (ich habe mir den Verweis angesehen und gelesen), sind eigentlich nur ein Beispiel für übelste Gehirnwäsche. Sich solchen Forderungen zu entziehen, bedarf es meist keiner Gewalt, sondern nur des normalen Verstandes. Das Problem hier ist nicht mangelnde Bereitschaft zu Gewalt, sondern eine „Erziehung“ zu Gehorsam. Im Fall von gegen mich, meiner Familie oder auch Fremden ausgeübter Gewalt bin ich allerdings sehr wohl zu Gegenwehr bereit. Das hilft uns bei den hier angesprochenen Themen aber nicht weiter. Wenn wir Anwendung von Gewalt großflächig als Mittel zur Gegenwehr gegen übergriffigen Staat annehmen würden: wo, wer oder was wären wir dann selbst in kürzester Zeit?

  18. Während hier manche über (nicht erfolgsversprechende) Gewalt reden wollen, wird zB hier in der 31. Corona Ausschuss-Sitzung kreativ über Formen der Organisation und des (gewaltlosen) Widerstand nachgedacht.

    ich kann die Gefühle der Hilflosigkeit durchaus verstehen, die einen auch dazu bringen können über Gewaltausübung nachzudenken, selbst wenn sie völlig aussichtslos ist.

    Aber weiterbringen tun uns mE eher kreative Ansätze, Offenheit, Durchhaltevermögen, Konsequenz, Kraft, Mut, Stärke, Zuhören, Informieren – und die Hoffnung nicht aufgeben.

    () https://youtu.be/BJDECWSPxUM

    „Der Damm bricht liebevoll“

    An dieser Stelle auch einfach mal wieder einen Dank an Ped, dass er uns dieses Forum zur Verfügung stellt. Für mich hat sich „Peds Ansichten“ als ganz zentralen Punkt herausgestellt, um meine Gedanken zu entwickeln und auch angeregt zu werden und als Ausgangs- und Schlusspunkt bei meiner Suche im Internet nach Stimmen, Anregungen, Hoffnungen, Informationen. Ich kann nur hoffen, dass dieses Forum nicht kaputt gemacht wird auf die eine oder andere Art.

  19. Hallo Ped, ich schreibe nochmal unter diesem Artikel weil es besser passt („Alltag einer gefährdeten Demokratie“). Aber mir lässt eine Frage einfach keine Ruhe. ich formuliere es nochmal viel allgemeiner:

    Wir haben seit Jahren die Diagnose, dass der Journalismus durch ein „linksgrünes“ Milieu beherrscht werden würde. Es gibt dazu sogar Studien und umfassende Untersuchungen. Die Präsenz der Thematiken wie „Klimawandel“, „CO2-Reduktion“, „Energiewende“, etc. sowie „Menschenrechte“, „Trump in den USA“, „Völkerrecht“, „UNO“, etc deuten auch darauf hin, dass die Diagnose nicht falsch ist.

    Zu diesem „linksgrünen Milieu“ im Mainstream (und ÖRR) haben wir noch eine gute Handvoll einigermaßen reichweitenstarker, dezidiert als „links“ verkaufte Blätter wie TAZ, derFreitag, Konkret, Junge Welt, Neues Deutschland, … Dazu gibt es noch Medien wie etwa Telepolis, aber auch NDS mit „linkem“ Anspruch.

    Dazu haben wir sich dezidiert als „links“ verkaufende Partei mit teilweiser Regierungsverantwortung „die Linke“ sowie die sich als „linksgrün“ verkaufende Partei mit teilweiser Regierungsverantwortung, „die Grünen“.

    Dazu gibt es noch Stiftungen mit „linkem“ Anspruch (Heinrich-Böll-, Rosa-Luxemburg-, Amadeu-Antonio-, …), es gibt NGOs mit „linkem“ Anspruch, nehmen wir Attac, Transparency, …

    Dann gibt es „linke“ Gewerkschaften. Dann gibt es „Antifa“, linke. aktivistische Gruppierungen allerorten, in allen Universitätstädten, dann gibt es linke Friedensvereine, den sicher nicht „rechten“ VVN, Freidenker, kommunistische Gruppierungen, Mietervereine, …

    Dann gibt es Politiker mit Regierungsverantwortung mit maoistischen Wurzeln und heute „linksgrünem“ Image (Kretschmann), oder gar von „Die Linke“ (Ramelow).

    Weiterhin sind „linke“ und „linksgrüne“ Parteipolitiker in Parlamenten (BRD, EU) internationalen Organisationen (WEF, Bilderberg, SiKo, …) und an anderen wichtigen nationalen und internationalen Stellen untergebracht.

    Wenn man sich das so anschaut, müssten doch „linken“ Forderungen aufgrund des nicht unerheblichen Einflusses und sogar teilweiser Dominanz in einigen gesellschaftlichen Sektoren durchaus eine gewisse Geltung verschafft werden können.

    Was beobachten wir aber seit Jahren?

    _ ein Abbau von Bürgerrechten
    _ ein Abbau von Demokratie
    _ eine Verlagerung der politischen Macht immer weiter weg von den Betroffenen (EU)
    _ eine immer dramatischere Schwächung der demokratischen Republiken (Investitionsschutzgesetze, staatsüberwältigende Monopole und globale Konzernmacht)
    _ ein ständiger Aufbau von Überwachung und Kontrolle des Bürgers
    _ eine ständige Zunahme der polizeilichen Zugriffsrechte und Mittel auf die Bürger
    _ ein immer größeres Auseinanderklaffen zwischen Volkswille und Regierungshandeln (zB Auslandseinsätze der BW)
    _ Prekarisierung der Arbeitswelt durch miesen Mindestlohn, miesen, ausgehöhlten Arbeitsschutz (Werksverträge, Praktikantentum, Zeitverträge, …) sowie Hartz4
    _ Steigerung des Rentenalters, abschmelzen des Rentenniveaus, Aufbau eines privatwirtschaftlichen, kapitalistischen Sektors
    _ immer größere Arbeitnehmer-Konkurrenz (Konkurrenz mit dem umliegenden Ausland wg. Freizügigkeit, EU. konkurrieren mit der ganzen Welt wegen Globalisierung, dadurch Arbeitslosigkeit, Lohndumping, bei hier gleichzeitig gleichbleibenden Lebenshaltungskosten)

    Man könnte da noch einiges weiter aufzählen, inwiefern die Lebensbedingungen hier gerade derer, die sowieso nicht so gut gestellt sind (also die angebliche Zielgruppe „linken Denkens“), immer weiter abgesenkt werden. Und wie auch der Einfluss des Volkes auf das Regierungshandeln immer weiter sinkt während gleichzeitig die Parteien als Wahlalternativen immer ununterscheidbarer werden.

    Gleichzeitig erfahren wir, wie die Reichen ständig immer reicher werden – selbst jetzt in der größten Krise. (Und man mache sich mal bitte bewusst: wenn die Reichen mehr haben, haben andere weniger. Entweder direkt im Geldbeutel, oder in Form von Inflationsverlust oder Zinsverlust. ZB ist die Tatsache, dass wir keine Zinsen mehr auf unser Erspartes bekommen dem Umstand geschuldet, dass die weiteren Milliarden für die Milliardäre ja irgendwo herkommen müssen.)

    Also, ich stelle fest: während unsere Gesellschaft in nicht unerheblichen Teilen von Menschen mit einem „linken“ Anspruch durchsetzt ist, Menschen, die durchaus auch etwas bewirken können, Einfluss haben, andere Aktivieren können („Multiplikatoren“), Mobilisieren können

    setzt sich aber realpolitisch praktisch IMMER eine ganz andere Seite durch.

    Was für das „links-linksgrüne“ Milieu übrig bleibt sind angeblich schadstoffreduzierte Fahrzeuge, Flugscham (mit der man aber trotzdem noch zehnmal soviel rumdüsen kann wie viele andere), Mehrweg-Kaffetogo-Becher, Gender-Phantasmen, PoliticalInnen-CorrectnessInnen-Sprech, Aufregung wegen „Mohren-Apotheken“, „Neger“ bei Jim Knopf und Pipi Langstrumpf, „gegenrechts“-Wohlfühl-Demos und „Maskeauf-Nazisraus“-Großstadt-Abenteuer-Urlaub.

    Und wenn ich das ganze so betrachte, komme ich zu einem Schluss: diese ganzen angebliche „linken Kreise“ sind in einem Ausmaß mit absolut nichtlinken Figuren durchsetzt, das man sich gar nicht vorstellen kann. Insbesondere alle zentralen Positionen (als links geltende Stichwortgeber, Journalisten, Herausgeber, Redakteure, Vorstände, Geschäftsführer, Wortführer, Anführer, …) sind alle nicht das, was sie vorgeben zu sein.

    In jeder Redaktion, Organisation, Verein, Aktivistengruppe sitzt mindestens eine Person, die hintertreibt, abschwächt, umsteuert, Rahmen setzt, anders fokussiert, sabotiert, denunziert, hintertreibt, …

    Das ist für mich die einzige Erklärung für die völlige Erfolglosigkeit und Wirkungslosigkeit aller (wirklich) linker Bestrebungen der letzten 30 Jahre.

    und das ist auch der Grund dafür, dass heute, angesichts massivster Grundrechteverletzungen und schockierendster Übergriffigkeit des Staates, (zumindest bisher) keine ausreichende Mobilisierung dagegen erfolgen konnte.

    (Und wahrscheinlich spielt auch eine nicht unerhebliche Rolle, dass angebliche, ehemalige oder heutige, kommunistische Staaten (Russland, China, Kuba, …) bei dem Spiel mitspielen (man schaue sich mal RT an: Corowahn hochzwei) – aber aus anderen Gründen als die westlichen Player – und diese Staaten durchaus noch im Kalten Krieg aufgebaute „linke“ Strukturen in den kapitalistischen Ländern kontrollieren.)

    Da wir selbst keine Milliarden für Forschung und Studien und Untersuchungen zur Verfügung haben, müssen wir mit Wahrscheinlichkeitsüberlegungen arbeiten, um die Welt, die uns falsch vorgespiegelt wird, zu verstehen.

    Wir kennen Beispiele für die Methoden (zB Soros „Open society foundation“) wir wissen von den Mitteln der Macht (Milliarden-Vermögen in Einzelhänden, die frei damit tun und lassen können, was sie wollen: zum Mars fliegen oder Gesellschaften manipulieren wenn’s ihnen Spaß macht), wir kennen „philanthropische“ Positionen und den antidemokratischen Ansatz der Vertreter, die ihre „Wahrheit“ (aufbauend auf einer dogmatischen Antiwissenschaft) einfach durchsetzen, egal was der Betroffene dabei denkt. Wir kennen die Heimlichkeit, das Hinterrückse, die False-Flag-Methodik, die Machiavellischen, heimtückischen Gedanken die jedem Machtstreben innewohnen.

    Ich finde, diese Analyse muss gemacht, diese Diskussion muss geführt werden, wenn wir irgend eine Hoffnung auf Erfolg haben wollen. Nur auf der Grundlage einer realistischen Situationsanalyse können wirkungsvolle Handlungsoptionen überhaupt entwickelt werden.

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