Wenn zwei nicht das Gleiche tun

Achtung und Respekt heißt auch, zu fragen, ob man eintreten darf.


Ob man den Befragten dabei mag oder nicht, ist unerheblich. Achtung und Respekt haben jedoch bei den öffentlich-rechtlichen Medien einen schweren Stand. Das hängt damit zusammen, dass sie sich auf eine Seite geschlagen haben, die schlüssigerweise „gute“ Seite. Was hält der Leser von der Tatsache, dass ARD-Journalisten illegal nach Syrien einreisen? Den Verantwortlichen sei eine Beratung durch Jürgen Todenhöfer empfohlen.


Reden wir also im Folgenden von zwei grundsätzlichen Herangehensweisen an einen Konflikt, verbunden mit zwei sich strikt unterscheidenden Selbstverständnissen. Beim einen ist man sich des äußeren wie inneren Konflikts bewusst und handelt daher auch bewusst mit Achtung und Respekt. Beim anderen ist man sich vor allem des inneren Konflikts unbewusst und handelt in der Folge unbewusst respektlos und ohne die angemessene Achtung. Wir erkennen hier schon die sich stellende Herausforderung: sich dessen bewusst zu werden, was man unbewusst tut.

Eindringlinge unterschiedlicher Couleur gibt es in Syrien nicht wenige. Die einen kommen mit Waffen, andere als Politiker und dann gibt es auch welche, die bewaffnet sind mit Mikrofon und Kamera. Ja, bewaffnet, denn sie erfüllen dort, wo sie rote Linien überschreiten – nämlich Staatsgrenzen – ihre Mission. Sie sind parteiisch, solidarisieren sich mit den Einen gegen die Anderen, denen sie die Achtung entziehen. Wenn ich jemandem die Achtung entziehe, dann missachte ich ihn. Das ist ein normales, unterbewusstes Verhalten und wird dann gelebt, wenn man sich – emotional gefangen – im Kampf, im Krieg befindet.

Missionen werden durch Missionare geführt. Ihrem ideologischen Auftrag verpflichtet, ziehen sie in einen geistigen Krieg – vordergründig für „das Gute“ – hintergründig und grundlegend, um den Gegner zu bekämpfen, letztlich zu schlagen, idealerweise vollständig zu unterwerfen oder gar zu vernichten. Zuvor hat man sich selbst – auch das unterbewusst – geistig unterworfen, hat sich zum affektiv handelnden Sklaven einer Ideologie gemacht. Das gesellschaftliche Bewusstsein hier in Deutschland wird ohne Zweifel von Ideologien – im wahrsten Sinne des Wortes – beherrscht.

Solange wir uns der emotionalen Verstrickung in Ideologien nicht bewusst werden, können wir uns aus dieser Verstrickung auch nicht lösen. Halten wir uns das vor Augen, dann ist die parteiische (!) Berichterstattung der öffentlich-rechtlichen Medien zu innen- und außenpolitischen Brennpunkten absolut nachvollziehbar.

Habe ich jemals in den öffentlich-rechtlichen Medien erfahren dürfen, dass Staaten als Völkerrechtssubjekte ein Recht auf die Achtung ihrer Grenzen haben? Oder erfuhren wir es nur, wenn es in den (inneren) Auftrag der medialen Parteisoldaten hineinpasste?

Menschen wollen sich gut fühlen. Sie wollen es auch dann, wenn ihnen ihr Gefühl sagt: Ich bin  gerade dabei, etwas zu tun, was nicht gut ist – also nicht nur schlecht für andere, sondern auch schlecht für mich selbst. In diesen Momenten haben wir die Möglichkeit, der unangenehmen Wahrheit ins Gesicht zu schauen oder aber sie durch eine genehme auszuwechseln.

Wenn wir also von Politikern, Militärs, „Experten“ und Medien belogen werden, hat das zuallererst damit zu tun, dass sich die in diesen Rollen befindlichen Menschen zuvor selbst belügen mussten. Hätten sie es nicht getan, dann hätten sie stattdessen zwar reinigende, aber eben auch schmerzhafte Konsequenzen für sich selbst ziehen können. Was sie in der Regel nicht tun – oft wir selbst ja auch nicht. Vor dem Belügen des Konsumenten steht also immer der Selbstbetrug.

Schauen wir uns das folgende Foto an, es wurde am 26. März 2019 aufgenommen (b1):



Links im Bild sehen wir die französische Kriegsministerin Florence Parly (1,a1). Sie ist umringt von französischen Soldaten. Ob die Ministerin hier auf syrischem Boden steht, verrät uns die Quelle, das CENTCOM (US Central Command, zuständiges Regionalkommando der US-Streitkräfte für den Nahen Osten, Ost-Afrika und Zentral-Asien), nicht. Bereits am 9. Februar hatte Parly im Irak die von Franzosen und US-Militärs gemeinsam genutzte Artilleriebasis al-Qaim – direkt an der syrischen Grenze und fast in Sichtweite zum belagerten IS-Camp Baghouz besucht (2). 

Was die Soldaten angeht, ist es Tatsache: Militärs, bewaffnet, durch nichts legitimiert, von keiner Institution des syrischen Staates eingeladen, durch kein Völkerrecht mandatiert, ja nicht einmal durch eine allgemein anerkannte internationale Organisation wie die Vereinten Nationen dazu in irgendeiner Weise beauftragt, operierten auf syrischer Erde, traten und treten das Völkerrecht höchstselbst mit ihren Füßen. Das gilt auch für Soldaten der Bundeswehr, die mit Tornado-Jets völkerrechtswidrig syrisches Territorium ausschnüffeln (3).

Um dahin zu kommen, ohne vor Scham in eben diesem Boden zu versinken, wurde ihnen zuvor die Welt passend gemalt und jeder dieser Menschen hat sich die angebotenen Narrative auf seine Weise zu eigen gemacht. So wie die Missionare, welche den mordenden Räubern in spanischen und portugiesischen Diensten vor 500 Jahren vorangingen. Ideologisch verbohrt zu handeln ist durchaus auch authentisch. Die Feigheit, der ausbleibende Mut, sich der Ideologie zu entziehen, sich überhaupt ihrer Präsenz ehrlich bewusst zu werden, ja das ist dann auch authentisch. Dort also stehen die Gestalter und Umsetzer, die den Terrorismus in Syrien erst erschufen, erschaffen mussten. Ursache und Wirkung haben sie natürlich in ihrer Geschichte – für den unreflektierenden Konsumenten nicht erkennbar – umgedreht.

Schon vor Jahren waren der zum Krieg hetzende und inzwischen verstorbene US-Senator John McCain sowie der ehemalige US-Botschafter in Syrien, Robert Ford, illegal in „befreite Gebiete“ in Syrien eingereist (4,5). Ende April plant der sogenannte US-Sonderbotschafter für Syrien Jim Jeffery, Syrien „zu besuchen“ (6). Entsprechend dreist hielten sich zuvor auch die US-Diplomaten William Roebuck und Brett McGurck als „Botschafter der US-Regierung bei den Syrischen Demokratischen Kräften“ sowie „Beauftragter des Präsidenten für die Anti-IS-Allianz“ zum wiederholten Male unerlaubt in Syrien auf (7).

Roebuck zuletzt im März 2019 um an einer Zeremonie anlässlich des angeblichen Sieges über den Islamischen Staat teilzunehmen (8). Eine Verfälschung erster Güte der Geschehnisse vor Ort, denn die größten Opfer im Kampf gegen den IS brachten weder die kurdischen Milizen, noch die Militärs von Inherent Resolve sondern die Syrische Arabische Armee – so war es von den „Freunden Syriens“ auch beabsichtigt.

Ungeniert ließen sich westliche Massenmedien noch im September 2015 dahingehend aus, den Islamischen Staat als Stoßtrupp gegen die syrische Armee zu benutzen und gleichzeitig eine „Pufferzone“ im Norden Syriens einzurichten (9). Am 28. September 2015, auf der 70. Vollversammlung der Vereinten Nationen kritisierte der russische Präsident Wladimir Putin dieses kriminelle Steuern bewaffneter Gruppen – auch in Syrien – durch die westlichen Staaten hart:

„Natürlich haben sich in dieser Region die politischen und sozialen Probleme über eine lange Zeit aufgehäuft, und die Menschen dort wollten Veränderung. Aber was ist das tatsächliche Ergebnis? Statt Reformen zu bringen, zerstörte das aggressive Eingreifen unbedacht die Regierungsstrukturen und die örtliche Lebensweise. Statt Demokratie und Fortschritt sind dort jetzt Gewalt, Armut, soziale Katastrophen und völlige Missachtung der Menschenrechte, eingeschlossen das Recht auf Leben. … Es drängt mich, jene, die diese Lage geschaffen haben, zu fragen: begreift ihr wenigstens jetzt, was ihr getan habt? Aber ich fürchte, diese Frage wird ohne Antwort bleiben, denn sie haben ihre Politik nie aufgegeben, die auf Arroganz, Außergewöhnlichkeit und Straflosigkeit beruht.“ (10)

Putin sagte damals außerdem: 

„Die Lage ist extrem gefährlich. Unter diesen Umständen ist es heuchlerisch und unverantwortlich, Erklärungen über die Bedrohung durch den Terrorismus abzugeben und zur gleichen Zeit die Augen zu verschließen vor den Kanälen, durch die die Terroristen finanziert und unterstützt werden, einschließlich der Erträge aus Drogenhandel, illegalem Ölhandel und Waffenhandel.
Es ist gleichermaßen unverantwortlich, extremistische Gruppen zu manipulieren und sie zu nutzen, um politische Ziele zu erreichen, in der Hoffnung, dass man später einen Weg finden wird, sie loszuwerden oder irgendwie auszulöschen.
Ich würde jenen, die damit befasst sind, gerne sagen: meine Herren, die Leute, mit denen Sie zu tun haben, sind grausam, aber nicht dumm. Sie sind so schlau wie Sie. Also, das ist die große Frage: wer benutzt hier wen?“ (11)

DAS ist die Vorgeschichte von Inherent Resolve und seines Kampfes gegen den Islamischen Staat. Nur wenige Tage später griff Russland Syrien unter die Arme, was die Strippenzieher veranlasste, das Projekt IS nach und nach zu beerdigen und das Kampfmaterial – Menschen und Gerät – unter neuen Flaggen aufzustellen.

Sogenannte „eingebettete Journalisten“ (Embedded Journalists) großer US-amerikanischer Medienkonzerne, welche das Geschehen vor Ort besuchen, haben ganz offensichtlich auch keinerlei Bewusstsein dafür, dass sie illegal aus Syrien berichten, genauer gesagt die Propaganda der Sieger pflegen (12).

Was hat das mit der ARD zu tun?

Nun zuerst einmal, dass diese illegale Präsenz westlicher Militärs und Diplomaten in Syrien für die ARD überhaupt kein Thema ist. Aber nicht etwa weil Journalisten und Redakteure dort alle böse wären und uns das bewusst vorenthalten. Sondern weil sie – gefangen in ihrer parteiischen Emotionalität auf der Seite des und der „Guten“ – gar nicht in der Lage sind, dies überhaupt zu erkennen! Am 21. März 2018 konnte man auf der Online-Präsenz der Tagesschau diese Meldung bestaunen:

„Geheimdienste wie der Bundesnachrichtendienst operieren in dem Gebiet [gemeint ist das von kurdischen Milizen besetzte Gebiet in Nordsyrien] und vernehmen Terrorverdächtige.“ (13,a2)


Unfassbar ist nicht die illegale Präsenz des BND im Ausland an sich, denn irgendwie unterstellt man so etwas ja im Prinzip jedem Auslandsgeheimdienst. Unfassbar ist vielmehr, dass die ARD dessen sehr spezielle Aktivitäten – Vernehmungen von „Terrorverdächtigen“ in einem fremden Land – offenbar völlig normal fand. Üben wir uns im Wechseln der Perspektive. Was glauben Sie, was hierzulande los wäre, würde RT berichten, dass der russische Geheimdienst in Deutschland operiert, um Terrorverdächtige zu vernehmen?


Am 8. März 2019 wendete ich mich in einem persönlichen Schreiben an Kai Gniffke, den Chefredakteur der ARD-Tagesschau und ersuchte um zwei Auskünfte – eine davon in folgende Frage gefasst:

Anlass dazu waren zwei Berichte Daniel Hechlers:

Beide Berichte ließen schlussfolgern, dass der ARD-Journalist direkt aus Syrien berichtete und bei einem Bericht war es auch unauffällig so gekennzeichnet:

„Von Daniel Hechler, ARD-Studio Kairo, zzt. in Syrien“

Beide Berichte stammten aus Gebieten, die bis zu diesem Zeitpunkt und darüber hinaus nicht unter Kontrolle der syrischen Regierung standen, sondern in der Gewalt von aus dem Ausland finanzierten, ausgerüsteten und bewaffneten Milizen. Unabhängig derer Ziele und ideologischen Ausrichtungen gilt für diese durch die Bank, dass sie für das jeweilige Land – und in Deutschland wäre das keinen Deut anders – als Terroristen anzusehen sind. Man muss da gar nichts bewerten, die Rechtslage ist eindeutig.

Nun ist es durchaus löblich, wenn sich Reporter in Konfliktgebiete wagen, um den Menschen hierzulande ein realistisches Bild von vor Ort zu vermitteln. Dass Daniel Hechler auch dazu nicht in der Lage war, möchte ich an dieser Stelle nicht thematisieren. Doch gilt für jeden Reporter, sich an Rechtsnormen zu halten. Um in das Land Syrien zu gelangen, führt kein Weg an den syrischen Behörden vorbei. Es sei denn, man ist als Parteisoldat unterwegs – was für Daniel Hechler gilt.

Dann gilt natürlich Recht nur noch für die „Guten“ und man darf ungeniert auch illegal durch einen souveränen Staat reisen – so mein Verdacht. Der sich bestätigen sollte, denn wie sonst darf ich die Antwort interpretieren, die ich vom ARD-Chefredakteur erhielt?

„[…] Die Bilder zu den Beiträgen aus Idlib stammen von einem lokalen Kameramann, der mit den Dreharbeiten beauftragt wurde. Aus Sicherheitsgründen können wir die Einreisemöglichkeiten in bestimmte Länder nicht veröffentlichen.“

Warum? Möglicherweise, weil es nationales und internationales Recht verletzt? Es dürfte klar sein, dass ich nicht über eine exakte Reiseroute informiert werden wollte, sondern über den prinzipiellen Weg, den Daniel Hechler nach und aus Syrien nahm. Dieser prinzipielle Weg führte, davon gehe ich aus, über die Türkei und an den syrischen Behörden vorbei – war also illegal. Was nicht banal ist.

Zumal Deutschlands Regierung national und im Rahmen der Europäischen Union einer der größten Scharfmacher im Management der Syrien-Sanktionen ist. In diesem Rahmen tut man sein Möglichstes, um Syrern die Rückreise in ihre Heimat zu erschweren oder gar unmöglich zu machen. Im gleichen Atemzug reisen allem Anschein nach deutsche Journalisten ohne Visum in „befreite Gebiete“ Syriens, um diese Hindernisse an der Propaganda-Front zu zementieren (a3).

Nur wenn ein Journalist in die jeweiligen Konflikte verstrickt ist, muss er sich „vor der anderen Seite“ schützen. Andernfalls sollte sein Anspruch der einer möglichst großen Neutralität sein – und genau solch ein gelebter Anspruch öffnet Journalisten dann auch Türen und kann sie sogar mittelbar zu wichtigen Vermittlern machen. Das kann ein ARD-Journalist wie Daniel Hechler nicht – schon gar nicht, wenn er hinter dem Rücken der syrischen Regierung in das Land einreist, um auftragsgemäß tendenziöse, parteiische Reportagen zu verfassen.

Kennt Daniel Hechler vielleicht den Reporter, Journalisten und Publizisten Jürgen Todenhöfer?

Leute wie Peter Scholl-Latour und Jürgen Todenhöfer konnten und können zwischen den noch so tief verhärteten Fronten wechseln, weil sie eines immer beherzigten: Achtung und Respekt. Sie zeigten das gegenüber dem kleinen entwurzelten Militanten genauso wie gegenüber jedem Staatsmann, völlig egal wie sie dessen Handeln ethisch-moralisch bewerteten. Sie achteten nationale Befindlichkeiten und das jeweilige Rechtswesen. Und sie kommunizierten, sie hörten zu, um zu verstehen – alle Seiten zu verstehen. Mehr noch waren sie sich immer auch der eigenen, jedem uns eigenen Befangenheit bewusst und berücksichtigten das sorgfältig.

Nur deshalb konnten sie Risiken eingehen, die ein Außenstehender möglicherweise als Todessehnsucht interpretiert. Ihr Mut bestand vor allem darin, immer wieder die sich automatisch bildende eigene Filterblase zu verlassen und so den Horizont zu weiten. Das gab Vertrauen bei den verschiedenen Konfliktparteien und – wenn auch keine Garantie – so doch ein gewichtiges Plus an Sicherheit. Auch deshalb erkenne ich das von Kai Gniffke gebrachte Argument, das sich da nennt „aus Sicherheitsgründen“, als ein vorgeschobenes.


Jürgen Todenhöfer war bei Kämpfern der al-Qaida-Miliz Jabhat al-Nusra und denen des Islamischen Staates. Er sprach mehrfach mit dem syrischen Präsidenten Baschar al-Assad und dem US-amerikanischen Neokonservativen Richard Perle. Er reiste offiziell und in Abstimmung mit den zuständigen Behörden und unter Beachtung der hoheitlichen Rechte der jeweiligen Staaten unter anderem durch die Kriegsgebiete des Irak, Syriens und des Jemen und kommunizierte ohne ideologische Scheuklappen mit Scheichs, Milizen und einfachen Menschen. Er hat seine einzigartige Biografie aktiv genutzt, um zu verstehen, ohne sich zu verstricken, ohne den bequemen Platz „der guten Seite“ einzunehmen. DAS ist der Anspruch an ehrlichen Journalismus, den ich so sehr in unseren öffentlich-rechtlichen Medien vermisse (14).


Nachtrag: Ansatzweise lieferte das die Tagesschau am 14. März 2019 mit einem Bericht aus Douma (Ost-Ghouta nahe Damaskus), sowie am 15. April mit einem aus Aleppo, die – bei aller unübersehbaren ideologischen Verbortheit – so doch zumindest den Willen zur wertneutralen Lieferung von Nachrichten erkennen ließen. Allerdings irritierten auch in diesem Fall die Quellenangaben, denn Anne Allmeling sendete ihre Berichte aus Kairo. War sie nun selbst vor Ort oder nicht (15,16)?

Bitte bleiben Sie schön aufmerksam.


Anmerkungen und Quellen

(a1) Florence Parly ist ein typisches Beispiel für die Kungelei, die Macht innewohnt. Seit Jahrzehnten wechselte sie permanent zwischen hohen politischen Ämtern und Führungspositionen in der französischen Wirtschaft hin und her. Ab einem bestimmten Punkt ist Macht – so man sich in ihr angemessen opportunistisch bewegt – wie eine Fettschicht. Man schwimmt immer oben.

(a2) Mir fiel bei Überprüfung der Quelle auf, dass offenbar ein Großteil der ARD-Tagesschau-Propaganda nach einem Jahr im Nirvana verschwindet. Interessierte mögen das bei der Sicherung von Quellen beachten.

(a3) Dieser Artikel wurde parallel innerhalb eines Schreibens an den ARD-Chefredakteur Kai Gniffke gesendet. Sollte in Reaktion darauf eine glaubwürdige Klarstellung erfolgen, welche die Einreise Daniel Hechlers nach Syrien insofern richtigstellt, dass hier doch eine Abstimmung mit syrischen Behörden stattgefunden hat, dann werde ich das selbstverständlich umgehend an dieser Stelle publizieren.

(Allgemein) Dieser Artikel von Peds Ansichten ist unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung – Nicht kommerziell – Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen kann er gern weiterverbreitet und vervielfältigt werden. Der Text wurde am 12. April 2019 beim Rubikon erstveröffentlicht, von dem er sich inzwischen hier auf dem Blog durch mehrfache Erweiterungen unterscheidet. Letzte Bearbeitung: 19.4.2019.

(1) https://de.wikipedia.org/wiki/Florence_Parly; abgerufen: 1.4.2019, 13 Uhr

(2) 10.2.2019; http://www.rudaw.net/english/middleeast/syria/100220191

(3) Alexander Kohnen; 21.1.2016; https://www.morgenpost.de/politik/article206951771/Soldaten-mit-mulmigem-Gefuehl-bei-Fluegen-ueber-Syrien.html

(4) 23.2.2017; https://www.t-online.de/nachrichten/ausland/usa/id_80445276/neue-strategie-gegen-is-john-mccain-reiste-heimlich-nach-syrien.html

(5) 27.5.2013; https://www.bbc.com/news/world-us-canada-22683261

(6) Thomas Pany; 16.4.2019; https://www.heise.de/tp/features/US-Regierung-YPG-sollen-die-SDF-verlassen-4400802.html?seite=all

(7) Karin Leukefeld; 6.11.2018; https://de.sputniknews.com/kommentare/20181106322872965-kurden-konflikt-usa-syrien/

(8) 23.3.2019; https://www.washingtonpost.com/world/the_americas/us-backed-syrian-force-declares-victory-over-islamic-state/2019/03/23/fc0eb35c-4d34-11e9-8cfc-2c5d0999c21e_story.html?utm_term=.0d9948399e98

(9) John Irish, Dominique Vidalon; 27.9.2015; https://www.reuters.com/article/us-mideast-crisis-france-syria/france-launches-air-strikes-against-islamic-state-in-syria-idUSKCN0RR07Y20150927#eReZqrtooLY13th4.97

(10,11) 28.9.2015; Rede Wladimir Putins vor der UN-Vollversammlung; http://thesaker.is/un-70th-general-assembly-live-vladimir-putin-speech/

(12) 23.3.2019; https://www.nytimes.com/2019/03/24/world/middleeast/syria-nbc-driver-killed.html

(13) 21.3.2018; https://www.tagesschau.de/ausland/islamisten-161.html

(14) Jürgen Todenhöfer; Die große Heuchelei; 2019; Propyläen – Ullstein-Buchverlage GmbH; ISBN 978-3-549-10003-5

(15) Anne Allmeling; 14.3.2019; https://www.tagesschau.de/ausland/syrien-duma-115.html

(16) Anne Allmeling; 15.4.2019; https://www.tagesschau.de/ausland/aleppo-777.html

(b1) Florence Parly, französische Kriegsministerin im Gespräch mit französischen Soldaten auf jordanischem oder syrischem Territorium; 26.3.2019; entnommen von Webseite des US-Zentralkommandos (CENTCOM); https://www.centcom.mil/MEDIA/IMAGERY/igphoto/2002107398/; Lizenz: k.A.

(Titelbild) Kamera, Objektiv; Autor: Free-Photos (Pixabay); 28.3.2015; https://pixabay.com/de/photos/kamera-fotografie-linse-ausrüstung-690163/; Lizenz: Pixabay License