Schöne neue Welt – ARD und ZDF mittendrin

Wir bewegen uns in eine schillernde Welt, aber ist die wirklich auch schön? Ausgerechnet bei einem Produkt öffentlich-rechtlicher Sender – dem Projekt STRG_F – öffnete sich für mich einen Spalt breit das Fenster in die Zukunft der durchkontrollierten Konsumgesellschaft. Der Mobilfunkausbau mit dem 5G-Standard muss den Profitmaximierern die feuchte Vorfreude in die Augen treiben. Aber auch ohne dieses sind wir bedenklich weit auf dem Pfad der Überwachungsgesellschaft gekommen, in der sich allein der homo oeconomicus ausleben darf.

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Hausgemachtes Klima – ein Beispiel

Statt IPCC-Statistiken zu wälzen, wäre es vielleicht besser angebracht, unsere Umwelt zu beobachten – und zwar die vor der Haustür. Dann können wir nämlich rasch die hausgemachten Probleme erkennen, die zu einer Veränderung des Klimas vor Ort (!) führen. Dazu gehört die wie ein Krebsgeschwür wuchernde Infrastruktur für den Güter- und Individualverkehr – sprich: das Straßen- und Autobahnnetz. Die Gründe für dieses Wuchern sind ebenso leicht erkennbar. Sie liegen im sogenannten, gar von den Vereinten Nationen abgesegneten „nachhaltigen Wachstum“.

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Snowden-Interview beim Deutschlandfunk

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Nicht das Volk kontrolliert die Regierungen, sondern die Regierungen kontrollieren das Volk. Der Deutschlandfunk (Dlf) hat dieser Tage ein ausführliches Interview mit dem Whistleblower Edward Snowden geführt. Es ist ausdrücklich zu würdigen, dass so etwas in der Gegenwart durch öffentlich-rechtliche Medien eben auch noch praktiziert wird. Das Gespräch dauerte über eine Stunde und Snowden bekam in diesem ausgiebig Gelegenheit, seine Sicht zur Gefahr einer vollständig durch Herrschaft überwachten Gesellschaft, wie auch seine persönliche Verstrickung im System zu erläutern.

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Global Governance und andere Täuschungen

Neusprech aus den Netzwerken der Macht. Die westlichen Demokratien sind inzwischen mit einem dichten Gespinst sogenannter Nichtregierungsorganisationen durchzogen, die jedoch vom Grundsatz her allesamt einer Richtung folgen – einer neoliberalen Agenda (angeblich) freier, offener Märkte. Dabei bedienen sich Politik und Medien exzessiv dieser Netzwerke. Oder richtiger gesagt: Diese Netzwerke bedienen sich freimütig der Politik und Medien.

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Die Ölräuber

Die Gangstermanieren der westlichen Wertegemeinschaft werden viel zu wenig thematisiert. Die Sanktionspolitik der westlichen Staaten gegenüber Syrien ist nicht nur eine brutale Erpressung der syrischen Gesellschaft, damit diese ihrer Führung abschwört. Sie ist außerdem verbunden mit einem dreisten Raub syrischer Ressourcen, die man auch gleich noch zur Finanzierung zum Zweck der dauerhaften Spaltung des Landes verwendet. Das eine wie das andere lässt sich nur als kriminell klassifizieren und wird leider nicht nur in der deutschen Bevölkerung brav hingenommen.

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Der 11. September und der Terrorismus

Die Verschwörer des 11. September 1973 saßen vor allem in Washington. Der Putsch gegen die Allende-Regierung in Chile war ein terroristischer Akt, gesteuert aus einem Land, dessen Führer sich als die des Flaggschiffs der Demokratie verstehen: der Vereinigten Staaten von Amerika. Doch wie frühzeitig die US-amerikanische Politik und ihr Auslandsgeheimdienst CIA im Falle Chiles bereits aktiv wurden und aus welchen konkreten Gründen sie es taten, darum soll es in dieser Abhandlung gehen.

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Legenden vom Freihandel

Wo Freihandel drauf steht, ist nicht automatisch Freihandel drin. Beschäftigen wir uns in diesem Artikel mit einer Grundsatzfrage: der nach der Sinnhaftigkeit des globalen Freihandels. Die Globalisierung ist schließlich nichts weiter als der Prozess hin zu einem totalen Freihandel. Fragt sich, ob wir alle das Gleiche unter dem Begriff verstehen. Danach können wir untersuchen, wer und warum ihn überhaupt benötigt.

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Proxies sind keine Freunde

Warum bombardieren die USA ihre islamistischen Helfer in Syrien? Das russische Kriegsministerium hat den USA vorgeworfen, eine einseitige, seitens der Syrischen Arabischen Armee (SAA) verkündete Waffenruhe, torpediert zu haben. Als Grund sehen die russischen Offiziellen einen, ohne Abstimmung mit der russischen Seite durchgeführten Luftschlag gegen die Kommandozentrale einer mit HTS verbündeten Islamisten-Miliz in Idlib-Stadt an, bei dem auch eine Reihe von Zivilisten getötet und verletzt wurde (1). Doch meine ich, dass die Motive auch woanders liegen könnten.

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Kritik zur Replik – Neue Post für die ARD

Beginnen wir mit dem Positiven: Briefe an die ARD werden dort tatsächlich gelesen. Dieser Fakt ist wichtig, weil er nämlich die Möglichkeit einer wirklichen Kommunikation offen lässt. Oft entsteht der Eindruck, dass die Gremien der ARD nur mit Standardantworten hantieren, um auf recht bequeme Art und Weise lästige Kritiker abzufrühstücken. Um also herauszufinden, ob meine Kritik an einem Beitrag von „report aus München“ auch tatsächlich gelesen und ausgewertet wird, hatte ich in diesem einen sogenannten „Honeypot“, einen Honigtopf hinterlassen.

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Der Neokolonialismus und der Frieden

Gedanken zu einem gelebten System anlässlich des Weltfriedenstages. Heute, am 1. September, ist Weltfriedenstag. Ohne die Ereignisse des 1. September 1939, als das deutsche Reich den Krieg gegen Polen begann – einen Krieg, der in einen Weltkrieg mündete – hätte es auch die barbarische Zerstörung einer der schönsten Städte Europas, samt dem Tod zehntausender Einwohner und Flüchtlinge – meiner Heimatstadt Dresden – nicht gegeben. Kriege, für deren Ausbruch und Fortgang Deutschland Mitverantwortung trägt, finden aber auch in der Gegenwart statt.

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