Wiederholung von Ereignissen

Der Krieg, den der Westen gegen Syrien führt, ist in mehrfacher Hinsicht durchschaubar. Lese ich beim Thema Syrien über Idlib, erinnere ich mich an Suweida im Vorjahr. Suweida erinnert an Douma Wochen zuvor. Das wiederum lässt uns an Aleppo im Jahre 2016 denken. Der Verdacht, dass westliche Politik und Medien einfach wiederholt die gleichen Bausteine verwenden, um im Krieg gegen Syrien zugewiesene Aufgaben zu erfüllen, ist schwer zu verdrängen.

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Warum nicht vier Prozent?

Diese „Bescheidenheit“ der USA ist möglicherweise Berechnung. Der US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, hat sich wiederholt mit starken Worten gemeldet, um dem „Partner“ sein halbherziges Hochrüsten als Undankbarkeit vorzuwerfen. Hinter diesen Anmaßungen könnte aber auch – wenn auch nicht unbedingt von Richard Grenell als solches erkannt – Kalkül stecken. Bei dem Ganzen kommt immer wieder – und sicher nicht zufällig – eine ominöse zwei Prozent Forderung ins Spiel.

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Hilferufe aus Idlib

Aber diese Rufe sind andere, als sie uns von SOHR, den Weißhelmen und der dpa verkauft werden. „Was Syrien betrifft, so beobachten wir weiterhin die instabile Situation im nordwestlichen Teil Syriens. Wir sind uns der Ankündigung der syrischen Regierung von heute Morgen über deren Wiederaufnahme der Militäroperationen im Nordwesten im Klaren und fordern weiterhin alle Konfliktparteien so wie diejenigen, die Einfluss auf diese haben, auf, ihre Verpflichtungen aus dem humanitären Völkerrecht zum Schutz der Zivilbevölkerung und der zivilen Infrastruktur jederzeit

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Moderate Kinder im syrischen Idlib

Werbung islamistischer Extremisten in eigener Sache. Für den heiligen Krieg der Jihadisten in Syrien muss auch getrommelt werden. Schließlich ist eine Ideologie nichts wert, wenn sie nicht auch in der Bevölkerung verbreitet wird. Daher sind auch Informationsquellen dieser Fraktionen sehr wertvoll, um zu verstehen, was da für „Rebellen“ beziehungsweise „Aufständische“ im Einsatz sind. Die dortige, von der westlichen Wertegemeinschaft am Leben gehaltene „Zivilgesellschaft“ bezieht entsprechend alle in den „Aufstand“ ein – auch Kinder und Jugendliche.

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Die ARD antwortet

mikrofon-tonstudio

Antwort der ARD auf einen offenen Brief von Peds Ansichten zur Syrien-Berichterstattung Auf den als Brief verfassten Artikel Vom Wirken eines Desinformationsnetzwerkes hat es eine Reaktion der ARD-Programmverantwortlichen gegeben. Im Sinne der Transparenz biete ich ihn den Lesern hier zur Reflexion und Diskussion an. Ein weiteres Schreiben an die ARD zum Thema wird in den kommenden Tagen verfasst und kann idealerweise auch Impulse und Gedanken seitens der Leser dieses Blogs aufnehmen.

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Cäsars Beweise – eine Zäsur

Die Beweise des „Cäsar“ waren keine – aber sie genügten, um den syrischen Präsidenten zu stigmatisieren. Im Januar 2014 verbreiteten die westlichen Massenmedien, die Nachricht, dass ein syrischer Militärfotograf tausende Fotos toter und zuvor in syrischen Gefängnissen gefolterter Opfer außer Landes geschmuggelt und sich dann selbst aus Syrien abgesetzt hatte. Wie gewohnt, war die Meldung mit einer Vorverurteilung verbunden, gekennzeichnet mit großer moralischer Empörung. Nach dem Rechtsstaat rief keiner. Genau dies aber war offensichtlich beabsichtigt.

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Die UNO und das schwerste aller Verbrechen

Resolution 380 (V) der Vollversammlung der Vereinten Nationen vom 17. November 1950: „[…] unabhängig davon, welche Waffen zur Anwendung kommen, ist jede Aggression, gleich ob sie offen oder in Form der Entfachung eines Bürgerkrieges, im Interesse einer fremden Macht oder auf beliebige andere Weise verwirklicht wird, das schwerste aller Verbrechen gegen den Frieden und die Sicherheit in der ganzen Welt.“ (1) (1) 17. November 1950; https://undocs.org/en/A/RES/380(V); S. 13/14 Die Intervention eben dieser Vereinten Nationen gegen Korea hatte damals gerade begonnen

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Das Konzept der „kreativen Zerstörung“

Wenn ihm „sein“ System der Kontrolle entgleitet, muss der Psychopath es zerschlagen. Die Geschichte, die wir ob der weltweiten Kriege zu hören bekommen, läuft immer nach dem gleichen Muster ab. Gesellschaften, vor allem „Diktaturen“ versinken im Chaos, so dass die freiheitlichen Demokratien gezwungen sind, den bedrängten Menschen zu helfen. Doch ist das nicht die Realität. Ausgehend von den westlichen Machtzentren heraus und nach eigens in mächtigen Denkfabriken entwickelten Rezepten wird Chaos gezielt hervorgerufen. Beklemmend ist das Pathologische der Konzipierung und

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Die ARD auf der Sea-Watch

Manipulativ geförderte Emotionen ersetzen den Blick auf die Verursacher der Tragödie östlich und südlich des Mittelmeeres. Im Jahre 2016 drehte der Brite Skye Fitzgerald eine Kurzdokumentation über Freiwillige der Organisation Sea-Watch, die vor Libyen Menschen von sinkenden Flößen retteten (1). Nach diesem Drehbuch engagierte die ARD zwei, eigentlich sogar vier Reporter und ließ sie zwei Wochen mit der Sea-Watch3 nach Libyen und zurück schippern.

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Journalistische Verstrickungen

Mediale Kompetenz steht im Widerstreit mit unseren Emotionen. Wir Menschen sind im wahrsten Sinne des Wortes zuallererst fühlende Wesen. Gefühle steuern in großer Dominanz unser Leben. Auf ihnen bauen auch Journalisten ihre rationale, reflektierende Welt auf – jeder für sich selbst in einzigartiger Weise. Sind Journalisten sich dessen bewusst, wenn sie „unabhängig berichten“?

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