Bill Gates und das Imperial College of London (2)

Die Entlarvung einer scheinbar wissenschaftlichen Studie als herrschaftsdienlichem Auftragswerk.


Der folgende Artikel fordert dem Leser einiges ab, sowohl inhaltlich als auch was die Länge betrifft. Aber der Einsatz lohnt sich. Sebastian Domschke hat hier akribisch eine Studie aus Großbritannien zerlegt, die von den Leitmedien ohne jede Kritik verbreitet wurde. Mit maßgeschneiderten Modellen verbog man in der Studie die Realität, um „nachzuweisen“, dass die massiven Grundrechtseinschränkungen in elf europäischen Ländern Millionen Menschen das Leben gerettet hätten. Wie bereits im ersten Teil angedeutet, zeigt sich exemplarisch und in aller Klarheit, die systemische Funktion eines angeblich seriösen Instituts sowie die Abhängigkeit der in ihm Beschäftigten.


Wie sieht eine ‚unabhängige‘, ‚wissenschaftliche‘ Studie wie die des Imperial College heute aus, in der unter anderem die Bill & Melinda Gates Foundation dankend unter ‚Acknowlegdements‘ genannt wird (0)? Bevor wir uns jene Studie vom Imperial College anschauen, die 3,1 Millionen vermiedene Todesfälle für 11 europäische Länder vermeldete, noch ein paar Worte zum Geleit.

Für mich bedeutet wissenschaftliches Arbeiten Wissen zu schaffen, und zwar in der Tiefe und wichtiger sogar noch in der Breite. Wissenschaftliche Arbeiten, die eine Mehrheit der Bevölkerung nicht verstehen kann, sind aus meiner Sicht nicht wissenschaftlich, sondern herrschaftsschaffend. Sie sind Herrschaftswissen und unterscheiden sich nicht von einer Religion. Denn das wahre Wort ist hier wie da ein Dogma, dort das Wort Gottes, hier das Wort des Robert-Koch-Instituts (RKI), das sich in nichts Wesentlichem vom Diktum des Vatikans unterscheidet.

Das Folgende ist darum mein persönlicher Versuch, Wissen in der Breite zu schaffen. Ob das gelingt, weiß ich nicht. Aber das Verständnis wächst mit der Erfahrung. Darum freue ich mich auch über jede persönliche Kritik, was Sie gut fanden, und wichtiger noch, was Ihnen langweilig oder unverständlich vorkam. Was das Folgende eher nicht sein  möchte, ist der Versuch gezielt Meinungen zu beeinflussen. Falls Sie das in Ihrem Bekannten- oder Freundeskreis tun wollen, dann halten Sie sich lieber an die Quellenangaben am Schluss. Oft wurde im Text — im Bemühen um ein leichteres Verständnis — vereinfacht und darum grob oder auch mal verkürzt wiedergegeben. Es ist daher im Detail — so man es zuvor gewollt oder ungewollt dekontextuiert und nur auszugsweise weiterverbreitet — leicht angreifbar.

Kommen wir zurück zum Imperial College und dessen Studie, die Daten aus 11 Ländern aufbereitet, und ein Modell bieten will, anhand dessen die Zahl der tatsächlich Betroffenen abgeschätzt werden soll, sowie ein zweites Modell, dass die Autoren kontrafaktisch nennen, um den Pandemieverlauf nachzuzeichnen, der ihrer Ansicht nach ohne Maßnahmen erfolgt wäre. Bevor wir uns damit befassen, wollen wir zunächst auf die Grundlagen einer solchen Studie eingehen.

Die Studie vom Imperial College benutzt als zentralen Pfeiler R — die sogenannte Reproduktionszahl. Patrick Grete bezeichnete diese in einem lesenswerten Artikel bei Multipolar — nachdem sie Eingang in die Medien gefunden hatte — als eine Art Ableitung (1). Das stimmt sprachlich ganz gut, mathematisch aber überhaupt nicht. R ist etwas grundlegend anderes als eine Ableitung, und hat daher auch grundlegend andere Eigenschaften, wird aber im Prinzip für den selben Zweck benutzt wie eine gewöhnliche Ableitung (a1).

Es gibt nun genau zwei Möglichkeiten auf dieser Basis eine sinnvolle Arbeit zu gestalten. Ich kann entweder aus den vorhandenen statistischen Daten R herausrechnen, und einfach abbilden, oder ich kann R modellieren, also nach irgendwelchen Prinzipien vorher festlegen, und überprüfen, inwieweit meine Festlegungen mit den statistischen Daten übereinstimmen.

Das Imperial College liefert nun gleich zwei(!) Modellierungen, eine für R und eine für den Verlauf (da das eine das andere zwingend vorgibt, ist das im Prinzip ein und die selbe Basis), bezeichnet beide als ein und das selbe Modell und beide gemeinsam — in völliger Ignoranz der Datenlage — als von den Daten gedeckt.

Sodann entwirft es auch noch ein drittes Modell, dass ‚kontrafaktisch‘ genannt wird, was so viel heißen soll wie „so ist es zum Glück nicht gekommen. Wäre es aber …“, das genauso wenig von den statistischen Daten gedeckt ist, und schätzt nun die Todeszahlen anhand dieser drei Modelle, als Differenz (Anmerkung: Das ist hier nicht das erste mal, das jemand den Unterschied zwischen 2 und 3 nicht sauber zu vollziehen mag).

Springen wir direkt hinein, in die graphische Auseinandersetzung. Ich wähle zur Anschauung Frankreich, schlicht weil es das erste Diagramm in der Studie war (b1):

Die roten Balken sind dabei die Rohdaten, also die offiziellen Zahlen, wie sie dem ECDC (European Centre of Disease Control = Europäisches Zentrum für Infektionskontrolle) entnommen sind. Dieses nutzt, augenscheinlich unverändert, die Zahlen der nationalen Gesundheitsbehörden — im Falle Deutschlands ist das das RKI (2,3).

Hier offenbart sich ein erstes Problem, nämlich die Vergleichbarkeit. Weil das ECDC keine eigenen Daten erhebt, sondern nur die Daten der Gesundheitsbehörden unterschiedlicher Länder einsammelt, die naturgemäß unterschiedliche (nämlich nationale) Regeln zur Erfassung ihrer Daten nutzen — die sich im Zeitverlauf auch ändern können — ist grundsätzlich erst einmal keine Vergleichbarkeit gegeben. Eine seriöse länderübergreifende Studie müsste diesem Thema eine grundlegende Diskussion widmen, und die Datenbasis entsprechend anpassen. Wir finden hier kein Wort darüber. Warum das wichtig ist, sieht man in einem Extrembeispiel an Belgien. Bhakdi und andere haben darauf hingewiesen (4,5).

Zurück zu den drei Diagrammen; diese zeigen von links nach rechts:

  1. das Modell über den ‚Pandemie‘-Verlauf (blaues Band), mit roten Balken (Fallzahlen),
  2. die Todesfälle als rote Balken, die die statistische Grundlage bilden, auf der alle Analysen des Imperial College fußen, samt einer rein technischen statistischen Schätzung (blaues Band),
  3. das Modell für R (Reproduktionsrate), das die Autoren vom Imperial College entwickelten (in Grün).

Statistik der Toten

Wir beginnen mit den statistischen Grundlagen, also mit dem Diagramm in der Mitte. Man hat hier die Todesfälle als Basis der statistischen Analyse genommen, mit dem Argument, dass die Infektionszahlen nicht präzise erfasst werden könnten, weil unausweichlich wenigstens bei den milden (oder gar symptomlosen) Verläufen eine hohe Dunkelziffer zu erwarten sei. Die Todeszahlen seien aber, ob der umfassenden medizinischen Erfassung korrekt.

Der Unterschied in der Erfassung zwischen Todeszahlen und Infektionszahlen besteht ohne Zweifel. Das die Todeszahlen deshalb akkurat seien, darf allerdings bezweifelt werden. Am besten sieht man das an der jährlichen Grippewelle. In Tabelle 3 auf Seite 47 des Saisonberichtes 2018 vom RKI (6) sind in der Saison 2016/17 22900 geschätzte Todesfälle (Exzess-Schätzung) verzeichnet, gegenüber nur 722 laborbestätigten Todesfällen.

Für die Saison 2017/2018 stehen 25100 geschätzte Todesfälle 1674 laborbestätigten Toten gegenüber. Dabei ist Grippe eine der am umfassendsten beobachteten Erkrankungen überhaupt, die Surveillance-Einrichtungen etabliert, und das System zur Datenerfassung seit Jahren erprobt. Surveillance heißt aber eben auch repräsentative Stichproben statt teurer Massentests (die ihre eigenen Schwierigkeiten mitbringen — konkret: wenn ich einen positiven Influenza-Test habe, war das Virus dann auch ursächlich verantwortlich für die Erkrankung oder gar den eingetretenen Todesfall).

Demgegenüber standen für Covid-19 Anfang März noch nicht einmal Tests in angestrebtem Umfang zur Verfügung. Dabei ist der Labortest selbst keine zwei Monate alt gewesen, nicht validiert, und laut Herstellerangaben zur klinischen Diagnostik ungeeignet — sein Einsatzzweck war ausschließlich die labormedizinische Forschung. Mit diesem Test hat man dann zu keiner Zeit repräsentative Stichproben genommen, sondern sofort Massentests eingeleitet.

[Einschub Peds Ansichten: Es ist stets wichtig, innerhalb der Coronadiskussion darauf hinzuweisen, dass zwischen der Erkrankung Covid-19, respektive der angeblich daran Verstorbenen und den Positivtests auf das Virus bis zum heutigen Tage nicht mehr als eine Korrelation besteht, niemals jedoch eine nachgewiesene Kausalität. Korrelationen (als korrespondierende Parameter einer Funktion) lassen sich jederzeit und willkürlich für alle beliebigen Aspekte herstellen; das erst recht wenn mit Modellen hantiert wird. Ursache und Wirkung zwischen PCR-Tests und Todeszahlen wird jedoch — auch beim Imperial College — wider besseren Wissens als bewiesen in die Studie eingebunden, was den Tatbestand einer systematischen Desinformation der Bevölkerung erfüllt. Dass diese Menschen gestorben sind, kann man als sicher annehmen, aber an was sie starben, ist keinesfalls klar].

Obwohl wir also generell durchaus davon ausgehen können, dass die Todeszahlen besser erfasst werden, als die Infektionszahlen, heißt dies keinesfalls, dass die Todeszahlen ganz sicher tatsächlich so waren, wie sie aufgenommen wurden. Die Todeszahlen können dabei sowohl unterschätzt werden, wie bei der Grippe, als auch überschätzt, wenn zum Beispiel schon Verdachtsfälle bei Eintritt des Todes als definitive Todesfälle gewertet werden. Das war und ist bei Covid-19 generell üblich. Zusätzlich existieren jedoch noch unterschiedliche Kriterien dafür, was als Verdachtsfall zu gelten hat (hier wieder vergleichen mit Belgien; 4i,5i).

In Deutschland zum Beispiel wertet das RKI jeden Todesfall, egal unter welchen Umständen, als Covid-19 Todesfall, wenn er sich in einem bestimmten Zeitraum nach einem positiven SARS-CoV-2-Test ereignet. Auch dann, wenn es zum Beispiel um einen Verkehrsunfall geht. Auch dann, wenn die betreffende Person in der Zwischenzeit genesen ist, und zwischenzeitlich nachweislich negativ auf SARS-CoV-2 getestet wurde (7).

Was wurde nun gemacht? Man hat die erfassten Todeszahlen — die roten Balken — ‚einfach‘ einem Algorithmus überantwortet, der daraus mit Hilfe eines statistischen Verfahrens nach Bayes, ein blaues Band gezaubert hat.

An so einem Vorgehen ist heute prinzipiell nichts anspruchsvolles mehr. Dafür gibt es Statistikprogramme, die alles, und wirklich alles alleine machen, wenn man das möchte. Man muss diese Programme nur mit Daten füttern. Auch wenn man ihnen völlig zufällige Daten vorgibt, liefern die noch immer ein blaues Band, das die Datenpunkte optisch miteinander verbindet. Denn das ist ihre Aufgabe. Hier hat man selbst einen Algorithmus geschrieben, und dabei — streng nach Methode — noch einige zusätzliche Parameter eingepflegt, mit denen man die Datenlage der eigenen Wirklichkeitsfiktion anpassen kann. Das konstruierte Modell richtet sich also nach den Ambitionen der Verfasser, statt ehrlich eine angemessene Abstraktion der Realität darzustellen.

Wir werden später mit dem blauen Band weiterarbeiten, so wie es ist. Aber glaubwürdig ist das nicht (2). Denn was ist so ein blaues Band, ein Vertrauensbereich? Schauen wir uns nun die mittlere Grafik  aus dem obigen Bild etwas genauer an (b2):

Es sei aus der deutschen Wikipedia zitiert (Hervorhebungen und Einschübe in Klammern durch Autor):

Wenn man das Zufallsexperiment auf identische Art und Weise wiederholt, dann wird ein γ ⋅ 100 % — Konfidenzintervall [Vertrauensbereich, Erwartungsbereich] den unbekannten Parameter ϑ in γ ⋅ 100 % aller Fälle überdecken. Da der unbekannte Parameter ϑ keine Zufallsvariable ist, kann man allerdings nicht sagen, dass ϑ in einem γ ⋅ 100 % -Konfidenzintervall mit Wahrscheinlichkeit γ liegt. Solch eine Interpretation ist dem bayesschen Pendant von Konfidenzintervall, den sogenannten Glaubwürdigkeitsintervallen vorbehalten.“ (8)

γ wäre in unserem Fall 95%. Man kann also nicht sagen, dass 95% unserer Messungen im Vertrauensbereich (Glaubwürdigkeitsbereich) liegen sollen. Und das ist schon mal gut, denn es liegen tatsächlich deutlich weniger als 95% der Messwerte innerhalb des blauen Bandes (siehe die unvollständige Abdeckung des blauen Bandes mit den roten Säulen der statistischen Werte). Das ist auf einen Blick sichtbar. Das wäre nur bei der Methode nach Bayes möglich, man spricht dann von einem Glaubwürdigkeitsintervall. Das Problem: Im Artikel wird ausdrücklich die Methode nach Bayes erwähnt und in der Bildunterschrift heißt es dann auch folgerichtig „blue 50% credible interval; light blue 95% credible interval“ („blau: 50% der Werte liegen im Glaubwürdigkeitsintervall, hellblau: 95% der Werte liegen im Glaubwürdigkeitsintervall“). Das aber sind im Englischen jene Begriffe, die ausdrücklich der Methode nach Bayes vorbehalten sind (9).

Also sollten in unserem Fall doch 95% der Messergebnisse im — hellblau und blau gekennzeichneten — Glaubwürdigkeitsintervall(!) liegen. Was nicht annähernd der Fall ist. Wie kann das sein?

Nun es könnte zumindest so sein. Das blaue Band ist zu Beginn sehr schmal und später dann breiter. Das liegt daran, dass man eben davon ausgegangen ist, dass die Todesfälle nicht einfach zufällig erfolgt, sondern einem gewissen, von den Rahmenbedingungen abhängigen Verlauf gefolgt sind. Mit so einer Verknüpfung von Daten kann man natürlich versuchen Mängel in der Datenlage zu beheben, dann gilt logischerweise nicht mehr, dass 95% der Messungen im Glaubwürdigkeitsbereich liegen müssen. Aber wir benötigen dafür zusätzliche Annahmen — hier ist es die Annahme, dass der Verlauf der Pandemie im wesentlichen bekannt ist. Denn nur dann kann man ihn zeitlich auch mit lückenhaften Daten nachmodellieren.

Den zeitlichen Verlauf der ‚Pandemie‘ wollten wir doch aber erst nachzeichnen. Darum nehmen wir uns ja die besten statistischen Daten, die wir finden können, nämlich die Sterbedaten. Wenn wir da jetzt einen Verlauf hinein modellieren, um das Datenmaterial zu verbessern, dann wird das ein Zirkelschluss.

Und dann zeigt sich eben auch, dass unsere statistischen Daten mit dem Modell nicht so recht zusammenpassen, denn zu Beginn liegt kaum eine Messung im Glaubwürdigkeitsintervall. Das sollten sie aber eigentlich, wenn die Daten gut wären. Und als ob das noch nicht genug wäre, gibt es da diese gigantischen Ausschläge zum Beispiel am 4. April (siehe Abbildung oben). Was ist das?

Nun zunächst einmal, stellt sich die Frage, ob das ein statistisches, sprich zufälliges Artefakt ist, oder ein systematisches Problem anzeigt. Wenn wir Todeszahlen aufschreiben, dann schreiben wir die immer mit Datum auf. Das ist bei Erkrankungen anders, wo das RKI schon mal keine genauen Daten hat, wann die Krankheit anfing, und deswegen auf die Meldedaten zurückgreift — also den Tag, an dem jemand zum Arzt ging. Bei Todesfällen wird immer das Sterbedatum erfasst, und auch mitgeliefert. Wir dürfen also (hoffentlich!) davon ausgehen, dass die Grafik zeigt, wann die Leute gestorben sind, und nicht wann ihr Tod gemeldet wurde.

Um jetzt herauszubekommen, ob ein plötzlicher Anstieg systematisch oder zufällig bedingt ist, gibt es ein statistisches Werkzeug, dass wir inzwischen von Euromomo kennen: den Z-Score. Der lässt sich grob aus dem Diagramm bestimmen. Darum lese ich aus dem Diagramm — wie gesagt in grober Näherung — eine Grundsterblichkeit von 900 ab (siehe die y-Achse „daily number of deaths“ — tägliche Anzahl der Todesfälle — im Glaubwürdigkeitsintervall in obiger Grafik), und für diesen einen Tag, den 4. April eine Sterblichkeit von 1800. Die groben Zahlen wurden so gewählt, weil man zur Ermittlung des Z-Score Wurzeln berechnen muss.

Damit kommen wir — sehr grob und sehr vorsichtig geschätzt  — zu einem Z-Score von über 30 (a2). Das ist mehr als Frankreichs Übersterblichkeit zur schlimmsten Zeit aufwies. Und damit glasklar nicht zufällig bedingt, sondern einer Ursache geschuldet. Wenn wir 900 zusätzliche Todesfälle erklären müssen, dann haben wir im Prinzip zwei Möglichkeiten:

Entweder wir stellen fest, dass Terroristen am 04. April 2020 in ungefähr 10 SARS-CoV-2 — Kliniken in Frankreich gleichzeitig Bomben zündeten, die etwa 900 Patienten und etliche weitere Menschen in den Tod rissen. Das wäre eine Erklärung. Sie klingt vielleicht lächerlich, aber sie erhellt ein wenig die Dimension, mit der wir es hier zu tun haben.

Oder es stimmt GRUNDLEGEND etwas nicht an der Art und Weise, wie wir die Daten erhoben haben. Wenn wir Todesfälle betrachten, darf es noch nicht einmal die üblichen und viel kleineren Schwankungen nach Wochentag geben, die wir bei allen Infektionszahlen in Europa wunderbar beobachten können — weil am Wochenende eben weniger zum Arzt gegangen wird. Aber die Viren kennen keine Sonntage, und gestorben wird darum immer.

Und jetzt schauen wir im Diagramm oben auf den hinteren Teil und den wunderbar erkennbaren 7-Tage-Rhythmus. Auch dies ist ein Problem. Der geneigte Leser mag vielleicht im Laufe der folgenden Zeilen immer mal wieder bei den verschiedenen Sterbezahldiagrammen nach diesen Wochentagesschwankungen schauen. Es gibt kaum ein Land, in dem man sie nicht beobachtet.

Und so etwas müsste ganz dringend diskutiert werden. Im Hauptartikel und nicht vielleicht in irgendwelchen Zusatzteilen. Das verschweigen dieser Unstimmigkeiten in der Datenbasis gleicht ein wenig der Art und Weise, wie sich der 9-11-Commission Report in seiner Aufarbeitung zu den Ereignissen des 11. September 2001 in New York mit WTC 7 beschäftigt hat. Das war natürlich auch nicht so wichtig.

Wir können jetzt aus den Todeszahlen zwei Dinge abschätzen: zum einen, einfach über die geschätzten Todeszahlen die Zahl der tatsächlich Infizierten. Zum anderen, durch den zeitlichen Verlauf die Entwicklung der Reproduktionszahl (R). Beachten müssen wir dabei eigentlich nur die zeitliche Verschiebung. Wir wollen R ja für den Zeitpunkt der Infektion abschätzen. Der liegt naturgemäß vor jedem Erkrankungsbeginn. Der Erkrankungsbeginn ist jener Zeitpunkt an dem wir erstmalig nennenswert Daten gewinnen können, weil jemand der nicht krank ist, in der Regel auch nicht zum Arzt geht, und also auch nicht getestet werden kann (Achtung, das ist seit einiger Zeit nicht mehr so, weil inzwischen massenhaft Gesunde getestet werden!).

Zusammenhang zwischen Infektionen und Todesfällen

Der Erkrankungsbeginn liegt naturgemäß einen gewissen Zeitraum vor dem Eintreten des Todes. Die Studie gibt in den „Supplementary Informations“ (10) auf Seite 4 von 35 oben einen Durchschnitt von 23 Tagen („mean 22.9 days“). Eine Seite weiter unten, nämlich auf Seite 5 oben finden wir übrigens die Generationszeit g, die wir später noch benötigen. Sie beträgt laut dieser Studie 6,5 Tage, und ich werde sie weiter unten kurz erklären.

Das einfachere ist die Abschätzung der tatsächlich Infizierten. Also beginnen wir damit. Man benötigt nichts weiter als eine Schätzung der Sterblichkeitsrate — also eine Antwort auf die Frage: Wenn 100 Menschen infiziert sind, wie viele von ihnen sterben dann an dem Virus?

Zu beachten sind zwei Dinge. Das eine ist, dass wir die totale Fallsterblichkeit brauchen. Nicht die Zahl derjenigen, die nach einer Krankenhauseinweisung mit dem Virus sterben, sondern die Sterblichkeit auf alle Fälle gerechnet, auch die zumeist unerkannten. Die sogenannte Heinsberg-Studie und andere haben dafür Werte ermittelt die im Bereich von 0,5% und darunter lagen (11).

Die Studie hier geht von einem höheren und länderspezifischen Wert aus, der mit Ausnahme Norwegens (0,91%) zwischen 1,02% und 1,26% liegt (10i, S. 31, Tabelle 3). Der einfache Durchschnitt der Infection Fatality Rate (IFR) ist 1,09% der nach Bevölkerung gewichtete 1,16%, weil die bevölkerungsreichen Länder Deutschland, Frankreich und Italien die drei höchsten Einzelwerte ausweisen. 

[Einschub Peds Ansichten: Die IFR gibt ein Verhältnis von Sterbezahlen (im Zähler) zu Infizierten (im Nenner) in Prozent an und kann daher Werte zwischen 0 (keiner der Infizierten stirbt) und 100 (alle Infizierten sterben) annehmen. Beachten wir dabei, dass hier bereits die weiter oben benannten systemischen Fehler zur Ermittlung des Wertes einfließen, wie zum Beispiel, dass positiv getestete Tote als infiziert gelten, obwohl so etwas der PCR-Test gar nicht anzuzeigen vermag. Wie auch Todesfälle in die Statistik aufgenommen werden, die definitiv nicht an der Infektion sondern an Unfällen oder anderen Krankheiten verstarben (12). Wie letztlich überhaupt hinterfragt werden darf, was das Positivergebnis eines PCR-Tests eigentlich aussagt.]

Für uns sind die Details nicht so wichtig, und ich rechne daher für den Moment mit einer IFR von 1,1%. Und damit haben wir eigentlich alles was wir brauchen. Aus diesem Diagramm (b2i):

wird folgendes (b3):

Es ist nichts weiter passiert, außer dass ich die Werte der  y-Achse durch 1,1% dividiert (was gleichbedeutend einer Multiplikation mit 91 ist) und alle Werte auf der x-Achse um 23 Tage verschoben habe (vom 8. März auf den 14. Februar). Das können wir jetzt (grob) als Schätzung der „Neuinfektionen“ gelten lassen.

Damit den Statistikern nicht die Haare ausfallen — mit diesem Bild müssen wir sehr, sehr vorsichtig umgehen, denn es ersetzt keine ernsthafte, statistische Analyse. Das Problem ergibt sich dergestalt, dass die Menschen ja nicht alle punktgenau 23 Tage nach „Infektion“ sterben. Das ist nur das Mittel. Vor allem nach hinten kann dieser Wert durchaus stark abweichen — nach vorn nicht so wahnsinnig viel — nämlich niemals mehr als 23 Tage. In der Realität bleibt es eine Verteilung, eine die sich in der Studie auch findet (10ii, Fig.1,a3)

Wir können daher den Verlauf des blauen Bandes zwar als — es sei wiederholt — grobe Schätzung beibehalten. Die Infektionszahlen müssten am Anfang etwas höher sein. Aber den Vertrauensbereich, die Breite des Bandes, können wir an dieser Stelle völlig vergessen. Das ist nur noch enthalten, um den Ursprung der Abschätzung bildlich sichtbar zu machen. Auch die roten Balken haben keinerlei Aussagekraft mehr, außer der den Bezug zur Herkunft der Schätzung aufzuzeigen. Doch genügt es für den Vergleich mit dem Modell der Studie des Imperial College (b4):

Das ist überhaupt nicht das Selbe wie in Abbildung b3 (siehe weiter oben).

[Einschub Peds Ansichten: Kann es auch nicht, weil es ein Modell ist, und zwar keines als Abstraktion der Realität sondern einer gewünschten „neuen Realität“. Ahnt der Leser möglicherweise auch warum? Der dargestellte, radikale Abfall der Infektionszahlen fällt nämlich genau auf das Datum der Einführung des Ausnahmezustands in Frankreich. Aber die indirekt aus den Todesfällen herleitbaren Daten zu Anzahl und Zeitpunkt der Infektionen (siehe weiter oben) geben das überhaupt nicht her! Das wird Sebastian Domschke im weiteren noch gründlicher erläutern, aber an dieser Stelle bereits die Sensibilisierung zur gedanklichen Verarbeitung der obigen Grafik.]

Die Reproduktionszahl R

Auch die Reproduktionszahl R kann man nämlich aus den Verlaufsdiagrammen ablesen, doch benötigen wir hierzu noch ein paar Informationen, um dies ausreichend zu verstehen. Wir beginnen wieder bei den realen Daten, den gemeldeten Todesfällen. Wissen müssen wir dafür vorab zwei Aspekte. Erstens bildet man R einfach als Quotienten aus der Zahl der Neuinfektionen zum Zeitpunkt Tag X und der jener zum Tag Y.

Zweitens sind X und Y nicht zwei aufeinander folgende Tage. Vielmehr bestimmt man ein sogenanntes „generational interval“ — also die Dauer einer Generation — und nimmt dann zwei Tage (X und Y), die den Anfang und das Ende des Intervalls definieren. Es sei als Hinweis mitgegeben, dass sich die Geister bei der Ermittlung dieses (zeitlichen) Intervalls scheiden können. Das ECDC nimmt für Covid-19 meines Wissens — so wie die Studie — einen Wert von 6,5 Tagen an (10, Fig.2). Das RKI wiederum geht von vier Tagen aus; warum auch immer (siehe unten).

Es sei an dieser Stelle ebenfalls darauf hingewiesen, dass sich aus dieser unterschiedlichen Annahme die Diskrepanz der R-Werte zwischen ECDC und RKI für Deutschland ergibt. Das ECDC und die Studie geben für Deutschland eine ursprüngliche Reproduktionszahl von ungefähr 4,1 an. Das RKI dagegen liefert einen Maximalwert für R von 3,3 im zeitlichen Verlauf. Ich sage das hier, um nochmals vor allzu hastigen Ländervergleichen zu warnen. Es sind dieselben Daten, beide Behörden rechnen korrekt (das sei hier unterstellt) und doch ergeben sich unterschiedliche Werte wegen unterschiedlicher ’nationaler‘ Annahmen.

Aus den offiziell zur Verfügung stehenden Todeszahlen (siehe Abbildung b2) kann man R ohne Weiteres ermitteln (b5):

Die senkrechten Linien markieren jeweils einen Abstand von 6,5 Tagen (der R-Wert nach ECDC, siehe weiter oben). An diesen Stellen entnehmen wir dem Diagramm die Fallzahlen (rote Linien) — ich habe ein ‚Lineal‘ rechts angezeichnet, welches für die Darstellung der Verhältnisse völlig genügt. Wir bekommen grobe Abschätzungen für R in den verschiedenen Intervallen, die wir übrigens wieder 23 Tage zurück verlegen müssen, denn die Reproduktionszahl bezieht sich natürlich auf Infizierte, nicht auf Gestorbene:

Zeitraum (abwechselnd 6 und 7 Tage) Werte im Intervall R (grobe Näherung
23.02. — 29.02. 7,5 : 1,5 5
01.03. — 06.03. 18,0 : 7,5 2,5
07.03. — 13.03. 24,5 : 18,0 1,3
14.03. — 19.03. 24,5 : 24,5 1
20.03. — 26.03. 20,5 : 24,5 0,84
27.03. — 01.04. 16,0 : 20,5 0,78
02.04. — 08.04. 12,0 : 16,0 0,75

Wiederum geht es nicht um eine kommagenaue Abschätzung der Reproduktionszahl. Wir nehmen auch zur Kenntnis, dass wir R ziemlich direkt aus den Todesfällen ableiten, was eigentlich nicht zulässig ist.

Stattdessen geht es um zwei Dinge: Einerseits darum, qualitativ aufzuzeigen, wie man eine Reproduktionszahl im Prinzip ermittelt (wenn wir dafür Infektionszahlen verwenden würden). Und andererseits zu zeigen, dass sich R im Zeitverlauf maßgeblich geändert hat — hier am Beispiel der Daten aus Frankreich. Für Deutschland gibt uns das RKI eine viel bessere und methodisch korrekte, eine echte professionelle Abschätzung an die Hand (b6):

Diese Abbildung findet sich übrigens in allen epidemiologischen Bulletins des RKI genau ein einziges Mal, nämlich in Ausgabe 17 — und sonst nirgends (a4). Man mag dies darauf zurückführen, dass sich R danach nicht mehr maßgeblich änderte. Man könnte aber auch den Verdacht hegen, dass schon die Veröffentlichung dieser Abbildung ein dem RKI nicht genehmer Ausrutscher war. Wie dem auch sei, das Diagramm zeigt kaum bestreitbar (a5), dass:

  1. R sich stetig ändert und
  2. dass es dies auch schon tat, bevor irgendwelche Maßnahmen eingeführt wurden.

Denn die Maßnahmen in Deutschland — jene Maßnahmen, deren angeblichen Erfolg die vorliegende Studie für elf europäische Staaten zu belegen vorgibt — wurden eingeleitet am 6. März (Quarantäne für Infizierte), 12. März (Social Distancing = „Soziales“ Abstandhalten), 14. März (Schulschließungen), 22. März (Verbot öffentlicher Veranstaltungen, was übrigens laut Studie nichts gebracht haben soll, dazu später mehr) sowie ebenfalls am 22. März die allgemeine Ausgangssperre („Lockdown“). Letztere sei, laut Studie die einzige Maßnahme, welche einen maßgeblichen Einfluss auf die Reproduktionszahl genommen haben soll (siehe Abbildung 4 weiter oben).

Dieses öffentliche und politische Narrativ der Wirkung des „Lockdowns“ passt aber überhaupt nicht zur Abbildung des RKI (b6, siehe oben). Und das gilt auch für Frankreich (vergleiche Abbildungen b2, b3, siehe ebenfalls weiter oben), wo die Maßnahmen — die allesamt laut Studie nichts bringen — am 13., 14., zweimal am 16. März und schließlich der „Lockdown“ am 17. März eingeleitet wurden. Denn auch dort war die Reproduktionszahl schon vor Beginn aller Maßnahmen im wesentlichen auf 1 gefallen. Nämlich laut der hergeleiteten Tabelle (siehe oben) bis spätestens 13. März auf einen Wert um die 1,3.

Wobei Letzterer als Mittelwert aufzufassen ist, und bei fallender Kurve am 7. März tatsächlich darüber und am 13. März darunter gelegen haben wird; unbeachtet der Tatsache, dass er damit den größten Teil des Abstieges von 5 auf 1 zu jener Zeit bereits hinter sich gelassen hatte.

Wir haben bis hierhin anhand realer Daten und der Definition von R den zeitlichen Verlauf der Reproduktionszahl grob abgeschätzt. Es gibt hierzu Daten der ECDC und das Imperial College hat sich auch keiner anderen als jener bedient. Daher legen wir noch einmal, am Beispiel Frankreichs die qualitativ entscheidenden Abbildungen vor. Einmal die linke Abbildung mit den ECDC-Daten und dann jene des Imperial College auf der rechten Seite. Was fällt auf?

[Zwischenfazit von Peds Ansichten: Der Sinkflug der Reproduktionszahl am 17. März — so wie er vom Imperial College behauptet wird — hat überhaupt keine Basis in den Daten; hat es nicht einmal in den Daten die das College selbst vorgibt, als Grundlage genutzt zu haben. Es wird stattdessen schlicht ein Zusammenhang konstruiert, der die Gültigkeit des Modells (rechts) beweisen soll. Denn eines erscheint hier ziemlich sicher: Die Kurve des Modells stand als Ergebnis bereits fest, als mit der Studie begonnen wurde. Das vorgezeichnete, scheinwissenschaftliche Ergebnis war Inhalt der politisch gestellten Aufgabe. Es sollte „beweisen“, dass der „Lockdown gut und notwendig war. Dass eine Studie, welche die Realität in die Fiktion zwingen möchte, um nach außen glaubhaft erscheinen zu können, voller Inkonsistenzen, ja geradezu absurder Widersprüche ist, bis hin zum „kontrafaktischen“ Modell eines düsteren Szenarios Millionen Covid-19 – Toter kann da nicht überraschen.]

Teil 3 dieser Artikelreihe von Sebastian Domschke folgt in Kürze. Bitte bleiben Sie schön aufmerksam, liebe Leser.


Anmerkungen und Quellen

(Allgemein) Dieser Artikel von Peds Ansichten ist unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung – Nicht kommerziell – Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen kann er gern weiterverbreitet und vervielfältigt werden. Bei Verlinkungen auf weitere Artikel von Peds Ansichten finden Sie dort auch die externen Quellen, mit denen die Aussagen im aktuellen Text belegt werden. Die Rechte des Autors Sebastian Domschke bleiben davon unbelassen. Redaktionelle Einarbeitung durch Peds Ansichten.

(a1) Betreffs der mathematischen Unterschiede der Reproduktionszahl R zu mathematischen Ableitungen: Ableitungen bildet man auf stückweise stetigen Funktionen. Was wir (im Falle der Studie) haben, sind jedoch endliche Zahlenfolgen — nämlich Infektionszahlen für Tag {1,2,3 … n} und hier meint n eben nicht beliebig groß, sondern n hört gewöhnlich auch noch irgendwann auf. Und daran lässt sich noch nicht einmal theoretisch etwas ändern, weil wir einerseits das Zeitintervall zwischen zwei Messungen — hier ist es ein Tag — nicht beliebig klein machen können, und selbst wenn wir es könnten, wäre immer dann, wenn etwas passiert, also wenn eine „Infektion“ hinzukommt, die Stetigkeit verletzt. Es kommt immer genau eine „Infektion“ hinzu, egal wie klein wir das Zeitfenster machen. Es handelt sich um diskrete Werte und damit fallen Ableitungen als Analyseinstrument aus, die ja ihre Aussagekraft aus der Änderung von x innerhalb eines Intervalls von y (in unserem Falle wäre das die Zeit) beziehen (und die ja — siehe Stetigkeit — voraussetzen, dass diese Änderung bei der Wahl eines hinreichend kleinen Intervalls beliebig klein werden kann und eben nicht minimal 1 ist). Stattdessen bezieht R sich auf die Größe — nicht Änderung — der Infektionszahl am Tag B, und setzt sie ins Verhältnis zu jener Infektionszahl vom Tag A, wobei B = A + g festgelegt wird, bei der g eine Konstante beschreibt: die Generationszeit.

(a2) (1800 — 900)/Wurzel 900 ~ 30 (siehe (14))  

(a3) Wenn also zum Beispiel 10.000 Menschen am 1. April „infiziert“ werden, dann sterben von diesen statistisch — bei einer IFR von 1,1% — 110 Menschen. Aber eben nicht alle genau 23 Tage danach. Es läuft vielleicht ungefähr so: In den ersten Wochen nach der Infektions stirbt niemand, weil alle erst erkranken müssen. Dann breitet sich die Krankheit im Körper aus, nimmt (bei 1,1%) einen schlimmen Verlauf, worauf die Leute zum Arzt gehen und ins Krankenhaus eingewiesen werden. Nach 14 Tagen, am 15. April stirbt der erste jener 110, die wir erwarten. Nach 15 Tagen sterben weitere zwei, dann drei, vier, fünf, sechs; bis am 23. April dann schließlich neun Patienten sterben. Danach ist die Sterberate wieder langsam rückläufig. Wenn wir jetzt annehmen, dass am 2. April ebenfalls 10.000 Menschen infiziert worden wären, aber vorher und nachher keine mehr, dann stirbt am 15. April — statistisch gesehen — immer noch ein Mensch. Am 16. April aber schon drei — nämlich zwei die sich am 1. April und einer, der sich erst am 2. April angesteckt hat. Am dritten Tag dann fünf Todesfälle — drei von den am 1. April infizierten und zwei derjenigen die sich erst am Folgetag ansteckten. Das sieht anders aus, wenn sich am 1. April 10.000, am nächsten Tag jedoch 20.000 Menschen ansteckten. Dann gibt es am 15. April immer noch nur einen Todesfall, am 16. April aber schon vier (2 plus 2 mal 1), am 17. April sieben (drei plus zwei mal zwei) Todesfälle und so weiter. Wenn wir jetzt real über einen Zeitraum Todesfälle beobachten, dann hängen diese zusammen, weil sie sich jeweils aus den Infektionen von verschiedenen Tagen zusammensetzen. Und darum kann man aus  dem Verlauf der Todeszahlen auf den Verlauf der Infektionen zurückrechnen.

(a4) Falls jemand eine solche Abbildung zum R-Wert aus einer anderen Publikation des RKI für irgendeinen Zeitraum bezüglich SARS-CoV-2 kennt, möge er bitte darauf hinweisen, vielen Dank!

(a5) Man könnte die Datenbasis durchaus angreifen. Was ich persönlich auch tue (1,13, siehe auch Kapitel „Statistik der Toten“).

(0) 08.06.2020; nature; Seth Flaxmann, Swapnil Mishra, Axel Gandy und weitere; Estimating the efforts of non-pharmaceutical interventions on COVID-19 in Europe; https://www.nature.com/articles/s41586-020-2405-7

(1,1i) 13.05.2020; mulitpolar; Patrick Grete; Mythos Reproduktionszahl; https://multipolar-magazin.de/artikel/mythos-reproduktionszahl

(2) 12.07.2020; RKI; Täglicher Lagebericht des RKI zur Coronavirus-Krankheit-2019 (COVID-19); https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Situationsberichte/2020-07-12-de.pdf?__blob=publicationFile

(3) 27.08.2020; ECDC; COVID-19 situation update worldwide …; https://www.ecdc.europa.eu/en/geographical-distribution-2019-ncov-cases

(4,4i) 27.06.2020; Rubikon; Sucharit Bhakdi, Karina Reiss; Das Medien-Versagen; Exklusiv-Abdruck aus deren Buche „Corona: Fehlalarm?“; https://www.rubikon.news/artikel/das-medien-versagen-2

(5,5i) 22.04.2020; Tagesanzeiger; Karolina Meta Beisel; Warum Belgien die höchste Todesrate weltweit hat; https://www.tagesanzeiger.ch/warum-belgien-die-hoechste-todesrate-weltweit-hat-825753123788

(6) 2019; RKI; Bericht zur Epidemiologie der Influenza in Deutschland 2018/19; https://influenza.rki.de/Saisonberichte/2018.pdf#

(7) 16.07.2020; Rubikon; Jens Bernert; Die geheilten Toten; https://www.rubikon.news/artikel/die-geheilten-toten

(8) https://de.wikipedia.org/wiki/Konfidenzintervall; abgerufen: 27.08.2020

(9) Glaubwürdigkeitsintervall; https://en.wikipedia.org/wiki/Credible_interval; abgerufen: 27.08.2020

(10 bis 10ii) Estimating the efforts of non-pharmaceutical interventions on COVID-19 in Europe; https://static-content.springer.com/esm/art%3A10.1038%2Fs41586-020-2405-7/MediaObjects/41586_2020_2405_MOESM1_ESM.pdf

(11) 07.05.2020; Frankfurter Allgemeine; Christoph Sahm, Stephan Sahm; Die Statistikschwächen der Heinsberg-Studie; https://www.faz.net/aktuell/wissen/corona-die-statistik-schwaechen-der-heinsberg-studie-16758326.html; Der Autor argumentiert, dass die unbeachtete Unsicherheit der Zahl der Todesfälle dazu führt, dass man das Vertrauensintervall der Sterblichkeitsrate nach oben anpassen muss, vergisst aber zu erwähnen, dass dem auch eine Anpassung des Vertrauensintervalls nach unten folgt, weil auch überdurchschnittlich viele Menschen in Heinsberg gestorben sein könnten. Es ergibt sich dann ein Vertrauensintervall für die Sterblichkeitsrate, dass nicht wie nach Angabe der Autoren der Heinsbergstudie bei 0,29 — 0,45% (mittel 0,36%) liegt, sondern eines, dass bei ~ 0,07 — 0,8% liegt; das Mittel bleibt davon unberührt. — was hier allerdings wegen der Einfachheit der angewanden Mittel (Standardabweichung) nur als Überschlagsrechnung begriffen werden sollte.

(12) Fall-Verstorbenen-Anteil; https://de.wikipedia.org/wiki/Fall-Verstorbenen-Anteil; abgerufen: 25.08.2020

(13) 23.04.2020; Spektrum; Christof Kuhbandner; Von der fehlenden wissenschaftlichen Begründung der Corona-Maßnahmen (aktualisiert); https://scilogs.spektrum.de/menschen-bilder/von-der-fehlenden-wissenschaftlichen-begruendung-der-corona-massnahmen/

(b1) Imperial College; Studie; Grafik zu angeblich realen und ohne „Lockdown“ zu erwartenden Todeszahlen

(b2, b2i) Extrakt aus Grafik (b1) des Imperial College

(b3) Herleitung der „Infektionszahlen“ aus den angeblich an Covid-19 gestorbenen Menschen, wie sie das Imperial College in seiner Studie vom Juni 2020 angab; Autor: Sebastian Domschke

(b4) Imperial College; Modell zur Darstellung der Infektionszahlen in Abhängigkeit von der Einführung landesweiter Ausgangssperren („Lockdown“)

(b5) Studie des Imperial College; Todesfälle; eingearbeitet der R-Wert (nach Maßgabe ECDC); Autor: Sebastian Domschke

(b6) 23.04.2020; RKI; Epidemiologisches Bulletin; S. 14, Abb. 5; https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2020/Ausgaben/17_20.pdf?__blob=publicationFile

(Titelbild) Grafik, Diagramm; Autor: Mediamodifier (Pixabay); 23.12.2017; https://pixabay.com/de/illustrations/grafik-diagramm-wachstum-3033203/; Lizenz: Pixabay License 

68 Kommentare

  1. Diese Diskussion der Datenmodellierung mit einer Funktion verstehe ich nicht ganz.

    Es ist völlig trivial dass man jede beliebige Datenreihe durch Funktionen annähern kann, und dass man dann zB auch ausrechnen kann, wie genau die Annäherung die Daten dann abbildet, etc. (also Kofidenzintervalle, Fehlerbalken und all das)

    Daraus ist aber meiner Meinung nach keinerlei Honig zu saugen. ich habe das schon einmal anhand von so genannten Splines versucht zu erklären: diese Funktionen (Splines) machen nichts anderes, als als eine Datenfülle (viel Informationen, man sieht das zB an der erforderlichen Speichergröße) auf eine Funktion zu reduzieren (wenig Information, nämlich die Funktion f(x) und dazu ein paar Parameter). Das ist alles auch wissenschaftlich völlig korrekt und geübte Praxis.

    Falsch wird das Ganze, wenn dann so getan wird, wie wenn man diese angenäherte Funktion als mehr ausgibt als sie ist: Tatsache ist aber, dass die Funktion nur genau die modellierten Daten einigermaßen gut wiedergeben (je mehr Parameter, umso besser schmiegt sich die Funktion an die Daten).

    Man kann mit dieser Funktion dann anstatt der Datenfülle weiterarbeiten, zB schöne Kurven malen – aber man kann daraus keinerlei Voraussagen treffen – oder etwa Gesetzmäßigkeiten für die Daten ableiten!

    Ich befürchte, dass aber, da alle Skrupel gefallen sind, in der fraglichen Studie genau das gemacht wurde, was nicht statthaft ist: aus einer an die Daten angenäherten Funktion durch variation der Parameter andere Kurven zu generieren, die man dann als mögliche Varianten ausgibt. Aber genau das ist bei solchen Modellierungen nicht möglich, da die Modelle (sei es ein Spline mit vielen Parameteren, sei es eine komplexere Modell-Konstruktion) keine Gesetzmäßigkeit der Daten darstellen, sondern nur eine Simulation dieser Daten.

    Es ist, so war mein Vergleich, wie etwa mit der Wurfparabel (eine in Mathematik gegossene Naturgesetzlichkeit) und eine Spline-Annäherung an einen bestimmten Abschnitt so einer Parabel.

    Also, wir haben dann zwei mathematische Funktionen für diesen Fall:
    a) die Parabelfunktion, die sich auch über die bekannten Daten hinaus fortsetzen lässt und damit weitere Informationen liefert
    b) einen Spline (siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Spline#B-Spline-Kurve ) die einen Abschnitt einer Parabelfunktion sehr exakt nachbilden kann – aber nicht darüber hinaus Werte voraussagen kann und nichts über die Gesetzmäßigkeit des untersuchten Gegenstandes aussagt!

    Beide Kurven sind aber über einen bestimmten Bereich weg, den Bereich, über den Daten vorliegen, beliebig genau gleich. Aber kaum weiter. Und indem man bei der Parable Variablen verändert, kann man andere Ausgangsbedingungen und deren Konsequenzen berechnen – aber indem man man bei dem Spline Parameter verändert, kann man nichts als realitätsfernen Müll produzieren!

    Ich glaube, das ist der Punkt, an dem die fragliche Studie jede Wissenschaftlichkeit vermissen lässt.

    Kurz gesagt: es wird nur noch ein Anschein von Wissenschaft vorgeführt. Unter einem Wust von Formeln und Wörtern wird versteckt, dass hier nichts weiter als billigstes Zahlen-Abrakadabra vorgeführt wird, nach dem Motto: Formeln sind für das gemein Volk sowieso unverständlich, kann man also lügen, was man will.

    Und die so genannte Wissenschafts-Community macht mit, weil dieses Lügen mit Zahlen schon fast wissenschaftliche Normalität ist (Simulationen und Modellierungen sind inzwischen das Brot- und Butter-Geschäft der „Wissenschaft“).

    1. In einem Wort: Ja.

      Darauf läuft es dann hinaus. 🙂

      Vielen Dank auch für diese Beschreibung. Ich sammle immer gerne verschiedene Narrative und deiner gefällt mir auch sehr gut.

    2. Wie hier beschrieben, handelt es sich eben um Scheinwissenschaft, die vom Imperial College als Prognose der Infektionsentwicklung verkauft wurde.
      Tatsächlich gibt es seit Februar sehr gute Prognosen von Michael Levitt (dem Nobelpreisträger) mit einer exzellenten Trefferquote, wo der Verlauf anhand der noch im Anstieg befindlichen Kurve vorhergesagt wird.


      ???
      Grüße, Ped

      1. zu ich sagt:
        2. September 2020 um 07:27 Uhr

        „Tatsächlich gibt es seit Februar sehr gute Prognosen von Michael Levitt (dem Nobelpreisträger) mit einer exzellenten Trefferquote, wo der Verlauf anhand der noch im Anstieg befindlichen Kurve vorhergesagt wird.“

        Das ist wissenschaftlicher Vollnonsense. Man kann den weiteren Verlauf einer empirischen Kurve nur voraussagen, wenn man ein dahinter stehendes Naturgesetz kennt und alle Ausgangsbedinungen exakt kennt.

        Ich habe das mit der Wurfparabel schon einmal erklärt:
        ich kann den Zielpunkt eines Pfeiles (also dessen Flugkurve bis zur Einschlagstelle; und es seien hier verkomplizierende Einflüsse wie Luftwiderstand herausgelassen) nur voraussagen, weil ich
        a) die Funktion der Wurfparabel kenne, die direkt ein Naturgesetz (Wirkung der Schwerkraft, Trägheitsgesetz) abbildet
        b) ich die Ausgangsbedingungen kenne (Kraft bzw. Anfangsgeschwindigkeit, Startpunkt)
        c) höhe des Zielpunktes gegenüber dem Startpunkt

        Für eine Kurve wie den Verlauf einer Epidemie fehlt
        a) eine eindeutige Funktion (die benutzten Funktionen beruhen auf Statistik und Wahrscheinlichkeitsrechnung, Normalverteilung, etc und sind damit meilenweit von der Eindeutigkeit etwa einer Wurfparabel entfernt, diese Funktionen können überhaupt nur eine von vielen Möglichkeiten, im Idealfall die Wahrscheinlichste (ABER NICHT MIT ABSOLUTER SICHERHEIT), voraussagen, die Wurfparabel sagt im Idealfall (keine weiteren Einflüsse außer Schwerkraft, Masse, Anfangs-Beschleunigung) immer das richtige Geschehen voraus)
        b) die Ausgangsbedingungen für eine Epidemie sind weitgehend unbekannt, es werden einfach nur wahrscheinliche Zahlen angenommen, etwa der R-Wert. Der R-Wert ist immer nur im nachhinein einigermaßen genau bekannt, vorher muss er geschätzt werden, und ist selbst im Nachhinein immer sehr unsicher – und ändert sich ständig im Verlauf der Epidemie! All dies kann in einem Modell garnicht berücksichtigt werden! Denn dazu müsste das Modell hellseherische Eigenschaften besitzen.
        c) Und es müssten exakten Daten über die Bevölkerung vorliegen, wie sie sich bewegt, welche Verhalten Übertragung begünstigen, welche Verhindern, und wo und wann diese Verhalten auftreten, welche Gruppen abgeschlossen sind, welche offen zirkulieren, …

        all diese Dinge müssten in ein Modell einfließen, und da man diese Dinge gar nicht alle wissen kann (zusammen genommen kommt man da sicherlich auf tausenden von Parametern, die eingespeist werden müssten) bleibt jedes Modell im Ungefähren und bildet im Wesentlichen einfach nur das ab, was der Modellierer für Vorurteile mit sich herum trägt, oder was für ein Ergebnis er gerne hinten heraus bekommen möchte.

        Sumasumarum: wenn es angeblich sehr gute Prognosen gibt, dann erste Frage: für welche Fakten? Für die Testzahlen, für die angeblich Infizierten-Zahlen, für die Sterblichkeitszahlen? Wie hat dieses Genie denn die ganzen später erfolgten Einflüsse wie Verlegung von Kranken in Pflegeheime, Lockdowns,falsche Behandlungsmethoden etc in seinem Modell vorhersehen können?

        Ich wusste noch gar nicht, dass Personen durch Verleihung des Nobelpreises göttliche Weisheit und Allwissen erlangen.

      2. zu ich sagt:
        2. September 2020 um 07:27 Uhr

        Dieser hier?:
        „Nach Analyse der ihm vorliegenden Daten zur Coronavirus-Krankheit-2019 publizierte Levitt seine Forschungsresultate dazu,[4] kritisierte grobe Fehler und die rigorosen Maßnahmen einiger Länder im Kampf gegen Corona und bezeichnete sie als gefährlich und unnötig.[5]“

        https://de.wikipedia.org/wiki/Michael_Levitt

        Trotzdem gibt es keine verlässlichen Vorhersagen über die Entwicklung eine Epidemie.

      1. „Watergate“ bezieht sich auf einen älteren Stand von Tabelle 3 (15.8.), der jetzige ist vom 26. August; ebenfalls interessant ist Tabelle 2.
        Zitat aus Tabelle 3 (Hervorhebung durch Ped):

        „Table 3 shows the types of health conditions and contributing causes mentioned in conjunction with deaths involving coronavirus disease 2019 (COVID-19). For 6% of the deaths, COVID-19 was the only cause mentioned.“

        Herzlich, Ped

  2. Im deutschen RKI-Lagebericht vom 28.8 findet sich eine Grafik mit den Fällen nach Todesdatum (Abbildung 5).
    Die Anzahl der Verstorbenen an einem Tag sei f'(x). Die Gesamtsumme der Verstorbenen bis zum Tag x nenne ich f(x).
    Wenn Sie sich einen Gefallen tun wollen, machen Sie bitte folgendes:
    – lesen sie die Daten f'(x) aus der Grafik ab
    – bilden sie Summen um f(x) zu erhalten
    – bilden sie die Wachstumsrate f'(x)/f(x)
    – schauen sie sich f’/f in einem Diagramm mit logarithmischer y-Achse an.
    (-) legen sie eine exponentielle Trendlinie durch den Zeitraum 21.3. bis 7.6.

    Ich denke mal danach sollte Ihnen die Mathematik von COVID-19 klarer werden.
    Mit ein wenig Mittelwertbildung der Messdaten können sie das Bild noch schärfer stellen und sich auf die Suche nach den Trendänderungen begeben.

    Übungsaufgabe:
    – war das Wachstum jemals exponentiell? (Hinweis: bei exponentiellem Wachstum sollte f’/f konstant sein)
    – wieviel haben die Massnahmen gebracht?

  3. Sehr interessant, wie sich swprs um 180° gedreht hat in Sachen Covid-19.

    Inzwischen gefallen sie sich dort auch darin, eine schreckliche „zweite Welle“ in der Glaskugel auf uns zurollen zu sehen. Hellseherei ist ja heutzutage völlig gesellschaftsfähig.

    „Thus, there can be little doubt that increasing “cases” will soon translate into increasing hospitalizations and deaths in high-risk groups.“

    Soso. Da kann also „kaum Zweifel“ sein, dass erhöhte Fallzahlen (welche erhöhten Fallzahlen denn?) bald in erhöhte Hospitalisierungsraten und Tote übersetzt werden würden.

    https://swprs.org/2020/08/24/covid-just-a-casedemic/

    Das ist halt das Problem bei solchen undurchsichtigen Angelegenheiten wie dem swprs: wenn Personalwechsel ist, bekommt man davon natürlich bei einer anonymen Seite nichts davon mit. Vielleicht machen die ursprünglichen Macher von swprs inzwischen auf den Malediven eine schicke Boutique auf?

    Und der gefährliche Alt-Inhalt von swprs wird langsam und fachmännisch umgebaut …?

    1. Ich denke auch, dass die eigentliche Seite „gekapert“ wurde. Die echten Macher nannten sie „swiss propaganda research“, jetzt heißt es „swiss policy research“.

    2. Es ist klar, dass swprs die „Agenda“ ein wenig geändert hat, seit bekannt ist, dass es wirksame präventive Medikation gegen Covid19 gibt. (HCQ, Zink u.a.)
      Hier sei mal dahingestellt, ob diese Medikamente wirklich spezifisch gegen Covid19 wirken, oder einfach gegen atypische virale Pneumonien.
      Aus Sicht einer Organisation, die durchaus das „Gute“ möchte, macht es natürlich Sinn, auf Präventionsmaßnahmen und die Notwendigkeit der Verwendung hinzuweisen.
      Mit Blick auf die südlicheren Länder ist es auch richtig, dass zum Zeitpunkt der Veröffentlichung die „Welle“ gerade am ansteigen war, wie im verlinkten Beitrag dargestellt. In Deutschland dauert es natürlich noch ein paar Monate bis zur nächsten Grippewelle.
      Insgesamt ist https://swprs.org/ immer noch eine gute Quelle – insbesondere um relevante Veröffentlichungen zu finden, die nicht den Alarmismus fördern.

      1. zu ich sagt:
        2. September 2020 um 07:12 Uhr

        Nein. Da ist keine Agenda etwas geändert. Da wird in die Hysterietröte geblasen unisons wie die Hauptmedien: Deutliches Kennzeichen:

        es werden Behauptungen mit „könnte“ und „würde“ und dem ganzen Konjunktiv-Zoo in die Welt gesetzt. Früher hat swrps Fakten geliefert. Seit einiger Zeit kommen die gleichen Meldungen aus den gleichen Glaskugeln wie im Mainstream.

        Die Unseriosität lässt sich daran ganz klar fest machen. Es ist genau die gleiche Masche wie man bei uns mit der Inbrunst tiefster Gläubigkeit verkündet: „wir werden es mit dem Corona-Virus noch 2 Jahre zu tun haben.“ (eine Ärztin als „Expertin“ bei rbb „Wir müssen reden“ vorgeführt.)

        Nehme einen „Experten“ (hat irgendwas studiert, kann irgendwie einigermaßen gebildet reden) und lass ihn mit der Inbrunst der Überzeugung Dinge sagen DIE KEIN MENSCH WISSEN KANN, mangels Vorwissen auf die Zukunft. Die staunende Masse wird das als „Expertenwissen“ schlucken – ohne zu fragen, wie man denn so etwas wissen können könnte.

        Jeder, der so daher kommt, und jeder, der für solche auf purem Nichtwissen-Können basierenden Behauptungen eine Plattform bietet, ist mit dabei bei der Leuteveraschung.

        Man nehme etwa dies:
        https://swprs.org/post-akutes-covid-long-covid/
        „Zu den häufig genannten Symptomen mit milder oder starker Ausprägung zählen anhaltender Husten, moderates Fieber, eine allgemeine Müdigkeit oder Erschöpfung, Kurzatmigkeit, Brustschmerzen, Herzklopfen, Kopfschmerzen, Konzentrationsprobleme, Muskelschmerzen, Verdauungsprobleme, Hautausschläge und Stoffwechselsymptome.“

        Laut einer Studie wären das langanhaltende Covid-19-Folgen bei mild Erkrankten.
        Nun sind diese ganzen Symptome völlig unspezifisch. Bei dreiviertel der erwachsenen Bevölkerung wird man solche Symptome finden können, indem man nur intensiv genug danach sucht. Es ist wie mit den verbogenen Gabeln von Uri Geller. Die liegen ständig im Schrank. Aber als Uri Geller sagte: schauen sie doch mal nach, fanden hunderttausende bei sich „durch Uri Geller“ magisch verbogene Gabeln.

        Es ist ganz einfach so: eine einzelne Studie zählt in der Wissenschaft überhaupt nichts. Sie ist höchstens Anlass, da mal genauer nachzusehen. Dann müssen die Ergebnisse von anderen, UNABHÄNGIGEN Fachleuten nachvollzogen werden können, dann müssen am Besten Metastudien über solche Studien durchgeführt werden, …

        Sätze wie „Eine anhaltende Infektiosität erscheint bisher unwahrscheinlich, kann aber derzeit nicht vollständig ausgeschlossen werden.“ zeugen von nichts weiter als von Ahnungslosigkeit. wird aber als Schockmeldung verkauft.

        Man hat früher bei swprs seriöse und wissenschaftlich fundiert berichtet – und jetzt kommt der genau gleiche Glaskugel- und Schockhorror-„Wie schlimm alles ist und erst noch wird“-Müll wie im gesamten Mainstream.

  4. Hier die klare Einschätzung von dem „Reichstagssturm“ von Herr Broeckers:

    https://www.broeckers.com/2020/08/31/reichtagssturm-abgewehrt-demokratie-gerettet/

    … und was bleibt unter dem Strich: Millionen Tagesschau-Gläubige sind wieder abgefüttert worden und mit noch mehr Hass gegen Andersdenkende geimpft. Die Inszenierung ist perfekt. Die Spaltung der Gesellschaft zwischen Selberdenkern und „betreut Denkenden“ ist so tief, dass keine Kommunikation mehr über die geschaffenen Gräben hinweg möglich ist. Für die Autoritätshörigen wurde eine komplette, alternative Realität erzeugt.

    1. Dabei durften die Reichsbürger dort wochenlang campieren. Ist also eigentlich gar nichts Neues gewesen.
      Aber ich durfte mir heute auch von einem Mitmenschen sagen lassen, weil die Gitter weggeräumt worden seien, würde er das als »Sturm (auf den Reichstag)« begreifen.
      Manipulation der Massen ist wirklich alles.

  5. Mit „Statistik“ kann man schön arbeiten. Es sieht immer wunderbar wissenschaftlich aus – selbst wenn es das nicht ist. NAch dem Motto: Traue keiner Statistik, die du nicht selbst erstellt hast. Ich schreibe bewusst „erstellt“ und nicht,wie meist gesagt, „gefälscht“. Denn Fälschung im echten Sinne ist i.d.R. nicht nötig. Man kann, wie im Artikel von Sebastian beschrieben, die Verfahren und Parameter so wählen, dass es statistisch „korrekt“ ist, aber meilenweit von Realitäten entfernt ist.
    Nur sachliche Aufschlüsselung bringt Klarheit, daher Danke. Es gilt dann aber auch, diese Klarheiten so zu übersetzen, dass sie von den meisten verstanden werden. Denn mit der Mathematik ist es so eine Sache – und Statistik ist nun mal auch Mathematik. Unsere lieben Experten oder selbsternannte wie AKK und Co. haben da ja offensichtlich Probleme.

  6. @Albrecht Storz, @Horst, @alle

    Das Thema „Springerpresse“ ist zwar OT zu Peds Artikel, aber ich möchte doch noch einmal kurz darauf zurückkommen, weil ich das, nicht nur im Zusammenhang mit Corona, für sehr wichtig halte, denn, wer die Medien kontrolliert, kontrolliert die öffentliche Meinung.

    Die von mir, in der Diskussion mit @Albrecht und @Horst angesprochenen, z.T. überraschend ausgewogenen Artikeln des Springer-Onlineportals “Welt, und der Äußerung von Friede Springer, dass sich der Springer-Konzern weiter dem Journalismus verpflichtet fühlen wird, woraus man schließen könne, dass sich Friede Springer dem (angeblich) 2018/2019 vollzogenen Umbau der deutschen Medienlandschaft zu Propagandainstrumenten entzogen hätte, schien mir in letzter Konsequenz dann doch zu einfach, um die z.T. ungewöhnlich ausgewogenen Artikel bei der „Welt“ zu erklären.

    Ich hatte in dem Zusammenhang von Gerüchten gesprochen, dass die Trump zugeneigte Fraktion in den USA möglicherweise Einfluss auf den Springer-Konzern ausübt. Nach einiger Recherche bin ich nun auf einen überaus erhellenden Artikel bei Metropolnews gestoßen…

    Das Ende der Qualitätsmedien naht – Das Zittern darf beginnen

    https://www.metropolnews.info/mp459192/das-ende-der-qualitaetsmedien-naht-das-zittern-darf-beginnen

    Demnach hat ein, der Trump-Fraktion nahe stehender Investor Namens KKR am 24.01.2020 die Aktienmehrheit des Springer-Konzern erworben. Was zunächst wie ein normaler Aktiendeal aussah, weil angeblich trotzdem niemand an Friede Springer vorbei-entscheiden konnte, entpuppte sich dann aber als quasi (da ich nichts von Aktiengeschäften verstehe, drücke ich mich hier vielleicht etwas ungeschickt aus) „Feindliche Übernahme“. Auch wurden Maßnahmen getroffen, die diesen Vorgang unumkehrbar machen würden.

    Weiter heißt es im Artikel…

    „Dass es nicht nur um Springer geht, sollte jedem klar sein. Hier ist gerade die Übernahme der Medien in Deutschland im Gange. Und das ausgerechnet aus einer sehr speziellen Ecke aus USA. Und alle rätseln, wo dieses enorme Geldvolumen plötzlich herkommt?
    Die Menschen in Deutschland werden diese Veränderungen sehr bald spüren. Denn diese Wandlung ist offensichtlich eine Wandlung hin zum Guten.“

    und

    „Vielleicht erzählen die deutschen Medien bald die Wahrheit über Donald J. Trump und die Dinge die seit 2019 weltweit passieren?“

    Wenn das alles stimmt, dann könnte es den korrupten Journalisten in Deutschland demnächst an den Kragen gehen.

    1. @leo
      Ja, die Unterwanderung der Medien ist ein wichtiges Thema. Hier noch etwas Futter zum Thema.

      Bereits vor der „Corona-Krise“ hat man die Blätter mit Schmiergeld gelockt:

      Regierung prüft staatliche Finanzhilfen für Zeitungen (originaler Titel)
      https://www.focus.de/kultur/medien/medienpolitik-hilfe-fuer-zeitungen_id_11639884.html

      Natürlich ging es dabei nicht um die bekundete Förderung der Meinungsvielfalt. Das kann man aktuell sehr schön sehen. Es ging um einen weiteren Hebel zur medialen Gleichschaltung.

      Daneben gibt/gab es natürlich die dokumentierten Unterwanderungen:

      Systematisch infiltriert
      https://www.focus.de/politik/deutschland/skandal-systematisch-infiltriert_aid_213467.html

      Längst im Ruhestand, hatte er einen seiner schwersten Fälle zu klären. Gerhard Schäfer, einst Bundesrichter in Karlsruhe, musste in den vergangenen Monaten eine düstere Affäre durchleuchten. Nun hat der Top-Jurist sein Urteil gefällt: Der deutsche Auslandsgeheimdienst, der Bundesnachrichtendienst (BND), hat über Jahre systematisch und flächendeckend die Medien infiltriert.

      Ein weiterer Angriff auf die Pressefreiheit findet zusätzlich über die Zensurgesetze (bspw NetzDG) et cetera statt.
      Da diese Angriffe auf die Meinungs-/Pressefreiheit international schon sehr lange geschehen, und aktuell ihren Höhepunkt mit den Corona-Zensurvorgaben haben, ist wohl von einer internationalen Verschwörung auszugehen.

      Wer dahinter steckt? Ich weiß es nicht. Vmtl Transatlantiker&Konsorten

      1. „Wer dahinter steckt? Ich weiß es nicht.“

        Das nehme ich Ihnen nicht ab.

        Einer der Namen wird in der Überschrift des Artikel genannt, unter dem wir hier kommentieren.

        Es sind Oligarchen, die so reich werden konnten, dass sie ganze Staaten und damit natürlich auch die Medien dieser Staaten kaufen konnten, um die öffentliche Meinung all dieser Länder, zu kontrollieren. Wenn dann noch die Kontrolle über die WHO, IWF und WTO etc. dazukommen, können sie Staaten erpressen und so praktisch ALLES kontrollieren.

        Nicht umsonst ist Trump aus der WHO ausgetreten und legt sich mit IWF (Lagarde) und WTO an.

        1. @leo
          Bill Gates als Einzelperson kann so etwas nicht organisieren. Wir reden von einer breit gefächterten Unterwanderung von Institutionen. Alleine die Medienlandschaft derart gleichzuschalten ist ein Mordsaufwand. Einfach mal so (quasi handstreichartig) geht da garnix.

          So etwas können auch nicht ein paar Milliardäre zusammen machen. Dafür benötigt man eine schlagkräftige Organisation. Ein privatwirtschaftliches Unternehmen kann so etwas mMn überhaupt nicht. Eher eine militärische Struktur wäre zu so etwas fähig. Da kann ich mich freilich auch irren.

          Mein Problem bei der Analyse derzeit: Mir ist keine Organisation bekannt die so etwas stemmen könnte. Fakt ist aber auch: Es passiert.


          Ein Filz von Interessen, gekoppelt an unzählige Institutionen, die sehr variabel bei unterschiedlichen (Teil-)Agenden aktiviert werden, beschreibt es vielleicht besser. Aber unterschätzen wir nicht einzelne Menschen in ihrer Wirkung, auch ihrer Signalwirkung. Gates hat gerade seine nächste Heilslehre verkündet: weltweite Einführung von E-Autos – ein ökologischer Wahnsinn.
          Herzlich, Ped

          1. @Ped
            Sorry, Ped, mit der Theorie von der „systemischen Eigendynamik“ kann ich überhaupt nichts mehr anfangen, seitdem weltweit, wegen einer politisch initiierten Massenhysterie, die freiheitlich demokratischen Grundordnungen systematisch demontiert werden.
            So etwas ist nicht mit Eigendynamik zu erklären. Das hat deutliche Spuren einer militärischen Operation die knallhart durchgezogen wird.


            Von Eigendynamik war – zumindest im gerade besprochenen Kontext – nicht die Rede. Vielmehr sind die Signale der Lautsprecher (hier Gates) dediziert und mit Bedacht gesetzt.
            Grüße, Ped

          2. „Bill Gates als Einzelperson kann so etwas nicht organisieren. “

            Und genau an der Stelle liegst Du völlig falsch. Aber nicht mit dem „kann so etwas nicht organisieren“ sondern mit dem „als Einzelperson“.

            Wie kommst Du darauf, dass Gates alleine das alles stemmen müsste? Schon mal überlegt, wieviele menschen Gates direkt beschäftigt, oder auf wieviele er mittelbar Einfluss ausübt? Schon mal überlegt, dass ein Gates nicht Hinz, Kunz und Pappnase als Bekannte hat, sondern die einflussreichsten personen dieser Welt trifft?

            Denk mal etwas darüber nach. Was würdest Du machen, wenn Du tausend intelligente Leute anstellen könntest und denen den Auftrag geben könntest, einen Plan für Dich auszuarbeiten? Und diese tausend intelligenten Leute sind nicht einfach nur tausend intelligente Leute, von denen kennt jeder mindestens nochmal 50 ebenfalls intelligente, einflussreiche Leute in gehobenen Stellungen, haben von denen mehrer hundert selbst tausende von Untergebenen, sprich Angestellte, gibt es Kontakte zu Staatsbürokratien, Geheimdiensten, NGOs, Universitäten, Stiftungen, anderen Denkfabriken, …


            Albrecht, bitte, nehmen Sie das belehrende raus. Lassen Sie Ihre Argumentation als solches stehen, die ist aussagekräftig genug.
            Ich weiß, ich nerve, aber Sie wissen doch, wie wichtig mir Achtsamkeit ist.
            Herzlich, Ped

          3. @Albrecht Storz
            Ja, die Theorie mit der Oligarchenclique hatte ich auch schon. (Hatte das übrigens auch im Post erwähnt, nur so am Rande) Hab das dann verworfen.
            Die privatwirtschaftlichen Organisationen sind schlicht zu ineffizient für so etwas. Besonders schön kann man das an Gates Microsoft ja sehen. Die sind seit Jahrzehnten nicht mal in der Lage ein halbwegs brauchbares Betriebssystem zu entwickeln. Wenn die kein Quasi-Monopol hätten, dann wäre die Firma schon pleite.

            Aber wir waren auch in der Diskussion schon weiter.
            s. hier: https://peds-ansichten.de/2020/08/imperial-college-manipulation-gates-foundation/#comment-17736

            Die These „Oligarchen als Drahtzieher“ halte ich zwischenzeitlich für einen Irrweg.
            Tatsächlich sind die aber ziemlich involviert, wie man an der Verknüpfung zwischen Rockefeller, Gates und dem CDC bspw sehen kann.
            Meine Vermutung: Die spielen eher eine untergeordnete Rolle in dem ganzen und versuchen nur ein bißchen Kohle abzugreifen.
            Ich sehe einfach die Ambitionen für eine politische Herrschaftsposition bei denen nicht.

          4. @Albrecht Storz

            Volle Zustimmung! Absolut zutreffend formuliert, besser hätte ich den Sachverhalt auch nicht darstellen können.

            Dabei ist es eigentlich nicht schwer zu verstehen. Ein Milliardär kann alles kaufen, was er braucht, um seine Ziele durchzusetzen, auch wenn er selbst strunz dumm ist und nichts auf die Reihe kriegt. Und so jemand ist Gates aber nun wirklich nicht. Der hat immerhin aus dem Nichts ein Imperium aufgebaut.

            Was kann man daran missverstehen?

        2. Mein Problem bei der Analyse derzeit: Mir ist keine Organisation bekannt die so etwas stemmen könnte. Fakt ist aber auch: Es passiert.

          Ich muß mich korrigieren. Es gibt eine Struktur. Das US-Militär.
          Das CDC (Centers for Disease Control and Prevention) ist auch aus dem Militär hervorgegangen. Robert Kennedy hatte auf der Berliner-Veranstaltung darauf hingewiesen.
          Gleichzeitig hat das Militär entsprechende Netzwerke in die Medien (Kriegspropaganda).
          O.k., das wäre also ein möglicher Akteur. Aber, seit wann strebt das Militär eine Regierungskompetenz an?
          Wobei die Idee witzig ist: Wir hätten es dann mit einem Militärputsch zu tun. Irgendwie eine lustige Arbeitshypothese.

          1. Richtig, und das Konzept der „Nonpharmaceutical Intervention“ (Nichtmedizinische Intervention) – mit dem ganzen Schweinkram aus der Toolbox von „Social Distancing“ wurde vor 2008 im Pentagon entwickelt und von US-Präsident Bush Junior in die CDC eingebracht. Genau danach wurde die Pandemie-Definition bei der WHO geändert und die Schweinegrippe konnte starten.
            Gern verlinke ich daher noch einmal auf diesen Artikel: https://peds-ansichten.de/2020/06/christian-drosten-ndr-podcast-nichtmedizinische-intervention-schulschliessung/
            Herzlich, Ped

          2. @Ped
            Den Gedanken mit dem US-Militär sollte man weiterverfolgen.
            Folgende weitere Idee dazu: Auf der Berliner Demo wurde innerhalb der Bereitschaftspolizei teilweise auf englisch kommuniziert. Und zwar im Bereich des Umzugs.
            Es gibt dazu yt-Videos. Hab leider keinen yt-Link parat. Aber vielleicht kann einer der Foristen noch eine entsprechenden Link zur Verfügung stellen.
            Zu wem sprechen die deutschen Polizisten auf englisch? Vielleicht sind für die „Aufstandsbekämpfung“ bereits US-Offiziere hier im Einsatz?

          3. zu Horst sagt:
            2. September 2020 um 10:54 Uhr

            „Die privatwirtschaftlichen Organisationen sind schlicht zu ineffizient für so etwas.“

            Ich glaub, mein Schwein pfeift 🙂 Die privatwirtschaftliche, hierarchisch gegliederte Organisation zum Zwecke der Gewinnoptimierung ist schlicht die effizientes aller denkbaren Organisationsformen. Und nein: Planwirtschaft ist NICHT effizient.

          4. @Albrecht Storz
            Nun, dann lass mich das mal etwas umformulieren. Vielleicht wird mein Gedanke dann klarer für dich.
            Die Privatwirtschaft ist schlicht nicht schlagkräftig genug für so eine Unternehmung.
            Sprich, die Privatwirtschaft denkt doch nicht weiter als eine fette Sau springt. Will heißen, man denkt doch bestenfalls bis zum nächsten Jahres-/Quartalsabschluss. Ansonsten gilt dort oft (gerade bei Großunternehmen): Nach mir die Sintflut.
            Der kurzfristige Profit zählt erst mal. Viel weiter denkt die „fette Sau“ nicht.

            Die „Corona-Operation“ schadet aber vielen Unternehmen massiv. Unterm Strich schadet man bisher allen Volkswirtschaften. Hier entstehen gerade fundamentale existentielle Schieflagen. Auch bei Großunternehmen.
            Privatwirtschaftlich würden die Kapitalisten jetzt miteinander um das besser Konzept konkurrieren. Gerade letzteres findet doch aber nicht statt. Stattdessen gibt es eine immer stärkere Tendenz zur Verstaatlichung von Unternehmen. Welcher Kapitalist wäre an so etwas interessiert?

            Wer ist also in der Lage eine solche „Corona-Unternehmung“ durchzuziehen?
            Und da bleibt mMn nur das Militär. Das hat die erprobten Gleichschaltungsmöglichkeiten (Presse etc.). (Übrigens, es hat auch die „Kompetenz“ bei Biowaffen und Biowaffenabwehrmaßnahmen.)

            Die Gleichschaltungskapazität (des Militärs) konnte man übrigens in der Vergangenheit sehr schön bei der (unkritischen) Berichterstattung über die Kriege des Westens beobachten. Oder auch bei der Propaganda zur Kriegsvorbereitung/Umsturzvorbereitung. s.aktuell dazu Weißrussland.
            Genau dieselbe Art der Propaganda erleben wir gerade mit Corona.
            Das trägt alles die Handschrift des Militärs.

          5. @Horst

            „Die Privatwirtschaft ist schlicht nicht schlagkräftig genug für so eine Unternehmung. Sprich, die Privatwirtschaft denkt doch nicht weiter als eine fette Sau springt. Will heißen, man denkt doch bestenfalls bis zum nächsten Jahres-/Quartalsabschluss. Ansonsten gilt dort oft (gerade bei Großunternehmen): Nach mir die Sintflut. Der kurzfristige Profit zählt erst mal. Viel weiter denkt die “fette Sau” nicht.“

            Wenn Sie das wirklich glauben, was Sie da schreiben, dann sollten Sie auch dabei bleiben und versuchen, damit glücklich zu werden.

            Vielleicht sind es ja Stimmen aus dem Abfluss, die Merkel und andere Staatschefs dazu bewegen, Milliarden an die Melinda & Bill Gates Stiftung zu überweisen.

          6. @leo
            Ich verstehe nicht so recht, warum man so fixiert auf Bill Gates ist. Der Mann hat selbst gesagt, das die Rockefellers im Gesundheitsbereich überall schon da waren, als die Gates Foundation ihre Fangarme ausgeworfen hat. Gates selbst spricht von einer engen Kooperation mit den Rockefellers in dem Branche.

            Schaut euch die betrügerischen Geschäfte des Rockefeller-Patriarchen William Avery Rockefeller mit „Wundermittelchen“ mal an. Das ist sehr lehrreich.
            https://en.wikipedia.org/wiki/William_Rockefeller_Sr.

            He worked as a lumberman and then a traveling salesman who identified himself as a „botanic physician“ and sold elixirs.

            Die entscheidende Passage grob übersetzt: „Hat sich als Arzt ausgegeben, der Wundermittelchen verkauft.“

            Rockefeller&Gates kehren mit der Corona-Geschichte lediglich wieder zu ihren kriminellen Ursprüngen zurück: Betrügereien mit Fake-Arzneien machen, die niemandem helfen und die hohe Profitraten versprechen.

            Ich sehe da echt keine politischen Ambitionen. Man möchte Profit machen mit Betrügereien. Deshalb drängt man die Politik auch auf schnelle Zulassungen von Medikamenten, ohne die Prüfregularien einhalten zu müssen.

            Neben diesem Großbetrug gibt es aber die politische Komponente (=Abbau der freiheitlich demokratischen Grundordnung).
            Und das scheint mir die wichtige Komponente zu sein. Dieser Abbau von Grundrechten geschieht weltweit.

            Hier ein aktuelles Beispiel aus Australien: Eine Schwangere hat auf facebook Position gegen die Corona-Maßnahmen bezogen. Sie wird dafür verhaftet.
            x https://www.youtube.com/watch?v=tbagDC0jVuQ

          7. @Horst

            Sie vergessen dabei, lieber Horst, dass Politiker nur Angestellte der wirklich Mächtigen sind. Die wirklich Mächtigen sind einige superreiche Milliardärsfamilien, wie z.B. die Rothschilds oder Warren Buffet, um nur zwei zu nennen. Zu diesem Kreis zählen auch Gates oder die Rockefellers, die sicher kein Stück anständiger sind als Gates.

            Gates wird nicht nur von mir gern als Prototyp dieses Personenkreises herangezogen, weil er selbst an die Öffentlichkeit getreten ist, um für sein Impfprogramm zu werben, dabei will ich gar nicht behaupten, dass Gates der schlimmste dieser Widerlinge ist, aber schlimm genug, um, wie aus viele Quellen berichtet wird, für unzählige Tote und Geschädigte verantwortlich zu sein, die seinem Impfprogramm (Indien, Afrika) in der Vergangenheit zum Opfer gefallen sind.

            Wichtig ist bei unserer Diskussion, dass man erkennt, dass Politiker als Angestellte dieser Oligarchen-Familien nur das tun, was ihnen aufgetragen wird. Tun sie das nicht, verschwinden sie ganz schnell in der Versenkung, außer sie repräsentieren einen souveränen Staat, der mit den Mitteln der Oligarchen (IWF, WTO etc.) nicht erpresst werden kann (da gibts nicht so viele) oder sie haben Unterstützer, die ebenso mächtig wie, oder mächtiger als diese Oligarchen sind.

            So wie ich das sehe, hat (nicht nur) die deutsche Politik die Anweisung erhalten, mit dem Corona-Theater Angst und Schrecken unter der Bevölkerung zu verbreiten, um eine Akzeptanz für Impfungen und die Beteiligung der deutschen Steuerzahler an den Entwicklungs- und Produktionskosten für solche Impfstoffe durchzusetzen, natürlich sehr zur Freude von Bill, Melinda und der ganzen Pharmaindustrie.

            Weil Gates die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu einem ganz erheblichen Teil finanziert, kann er auch bestimmen, welche Entscheidungen dort getroffen werden. Dabei scheint es nicht abwegig, dass die Anweisung, zunächst die Richtlinien für die Ausrufung einer Pandemie zu ändern (früher musste es weltweit Erkrankte geben, jetzt reicht eine angebliche Infektion ohne jeglichen klinischen Effekt) und dann eine Pandemie auszurufen, von Gates persönlich kommt, um damit die Voraussetzung/Legitimation für das Handeln der Politiker zu schaffen und letztlich die Nachfrage nach Impfstoffen in die Höhe zu treiben.

            Das die Politik im Zusammenhang mit all diesen Ereignissen nun die Gelegenheit erkennt, Dinge durchzusetzen, die nicht der Pharmaindustrie, sondern anderen, trittbrettfahrenden Interessengruppen nützen, kann man aus unserer Sicht wohl als Kollateralschaden einstufen.

            Vielleicht schauen sie ja auch mal bei KenFM.de rein. Dort gibt es dieses Video…

            „Me, Myself and Media 57 – And the winner is…Bill Gates!“

          8. @leo
            Wie gesagt, die Theorie von der Macht einer Oligarchenclique ist für mich zwischenzeitlich zweite Wahl. Da kann aber durchaus etwas dran sein. Müsste man juristisch untersuchen. Leider wird das wohl nie passieren.

            Noch mal eine Zahl zur Stützung meiner These: Das US-Militär hat jährlich ein Budget von etwa 700 Milliarden US-Dollar. Jährlich wohlgemerkt. Jetzt stelle man das mal dem vergleichsweise mickrigen Vermögen eines Bill Gates gegenüber. Alles klar?

            Wer ist dann der Boss?

          9. @Horst

            Das Militär hat aber auch enorme laufende Ausgaben, die ein Bill Gates nicht mal annähernd hat. Das haben Sie in Ihrer Kalkulation vergessen.

            Wieviele Flugzeugträger und Militärbasen unterhält Bill Gates doch gleich? – 🙂

    2. Tut mir leid, aber ich halte solche Hoffnungen für hemmungslos naiv.

      Ich sehe das so: Menschen haben Interessen. Reiche Menschen haben die Interessen reicher Menschen. Diese Interessen sind völlig anders als die Interessen von normalen Menschen.

      Diese Hoffnung auf Moralität, auf Ideale, auf Anspruch von Wahrhaftigkeit etc. ist einfach weltfremd in einer Welt, die durch das Niederringen des Konkurrenten, Ausstechen, Bekämpfen, Durchsetzen, Durchboxen, Interessen verfolgen, usw. bestimmt ist. Größer, schneller, weiter, nach oben hinaus, das sind Kategorien der Hybris. Und genau diese Kategorien werden von den Pharaonen, wie ich sie nenne, gepflegt.

      Auch die von manchen gepflegte Enttäuschung über Russland speist sich aus einer gleichen, naiven Quelle.

      Aber für Staaten, für Organisationen, für Strukturen und für Milliardäre zählen nur Chancen und Möglichkeiten, nicht Moralität oder „kleinliche Charaktereigenschaften“ und Gebote wie es uns die Weltreligionen lehren. In diesen Gefilden gibt es keine Skrupel. Da werden Strategien ausgearbeitet, nicht moralische Bedenken gepflegt.

      Wenn Marx bei Religionen „vom Opium fürs Volk“ spricht, so zeigt er damit nichts weiter als die Sicht der Herrschenden auf das Nieder Volk auf. Für die Herrschenden sind die Religionen Machtmittel, die es zu steuern gilt.
      (Und – meines Erachtens – ist davon gründlich zu trennen, was eine Religion für einen einzelnen, „in die Welt geworfenen“ Menschen darstellt).

      Warum ich jetzt auf Religion komme? Nun, woher sollte denn bei einem Menschen der Anspruch auf Wahrhaftigkeit, Moral, Gerechtigkeit, Ehrlichkeit, Ehrhaftigkeit, Mitleid, Solidarität, etc. kommen?

      Organisationen, Milliardäre, Staaten kennen keine Religion und daher auch keine Moral.

        1. Ich glaube da schätzen Sie die wahren Absichten der US-Patrioten, die ja die Trump-Fraktion in den USA überwiegend ausmachen, falsch ein. Das sind i.d.R. konservative Leute, die ihre nationalstaatliche Identität und ihre Kultur nicht auf dem Altar der Globalisten opfern wollen. Das sind Leute, die auch selbst nicht in einem digitalen, orwellschen Überwachungs- und Unterdrückungssystem leben wollen. Zu dieser Fraktion zählt u.a. das US-Militär (sonst wäre Trump längst beseitigt) und z.B. die Koch-Brüder, die ja auch Oligarchen sind, aber eben auch Patrioten.

          Im Übrigen sind diese Leute aber auch keine Engel. Die wollen auch viel Geld verdienen und reich werden und sind dabei auch sicher nicht zimperlich, weshalb das auch überhaupt nichts mit Empathie, Moral oder Ehrlichkeit zu tun hat. Das haben Sie völlig falsch verstanden. Trump und seine Leute sind keine Heiligen. Anhänger der Trump-Fraktion ist überwiegend die ländliche Bevölkerung, die den traditionellen US-Werten noch stärker verhaftet ist. Diese Menschen sind stolz auf ihr Land und das was sie dort aufgebaut haben, während die Globalisten gerade dabei sind, all das zu zerstören.

          Leuten wie Gates geht sein Heimatland und die dort lebende Bevölkerung völlig am Ar*** vorbei, genau so wie dem Rest der Globalisten überall auf der Welt.

  7. Für fast 300 Millionen Dollar (es sind 296.917.722 $ um genau zu sein; Quelle: [url=https://www.gatesfoundation.org/How-We-Work/Quick-Links/Grants-Database#q/k=imperial%20college&page=1]BMGF-Spenden-Datenbank[/url]; und das sind nur die offiziell zugegebenen und nachvollziehbaren Zahlungen!) die ich als ICL über die letzten 18 Jahre von Bill Gates erhalten habe, betreibe ich auch entsprechende Statistiken und male – wie es Albrecht Storz so schön ausdrückt – die schönsten Kurven an die Wand! JA!
    Man beachte immer die Hand, die im Hintergrund den Griffel führt! 😉

    Die letzte fette Millionen Zahlung von der BMGF an das ICL gab’s 2015 (15,5 Mio. $) mit dem Zweck:
    [i]“Purpose: to guide national and global decision-makers to effective and efficient healthcare resource allocation strategies for improving people’s health.“[/i] (Quelle: siehe oben)

    Gut, zugegeben, bin halt auch ein Verschwörungstheoretiker…
    PS: Die fetteste Zahlung an das ICL überhaupt gab’s im März dieses Jahres mit 79 Mio. $ für die Malaria-Forschung.

    1. … tja, und für den Zweck, nationale und globale Entscheider zu leiten („to guide“), wurde dem ICL sicherlich von der BMGF einige Personen vorgeschlagen, die auf die neu geschaffenen Stellen, insbesondere für die leitenden Funktionen, „bestens geeignet sind“. Gut, die Vorschlagsliste war vielleicht länger als die Besetzungsliste, so dass das ICL sicherlich „souverän“ auch ein paar Vorschläge wegen dies oder das ablehnen konnte …

      Eine völlig abwegige Verschwörungstheorie, natürlich. Geld bewegt … Wer die Kapelle bezahlt … alles Verschwörungstheorien!

  8. Kleine Kritik: ich halte die Quelle (7) für sehr an den Haaren herbeigezogen. Seriöser wäre es, direkt die Kriterien des RKI zu analysieren und zu zitieren.


    Warum ist Ihnen die Quelle nicht seriös genug? Können Sie mir auf die Sprünge helfen? Oder noch besser: Haben Sie den entsprechenden Direktlink beim RKI, damit wir die Ihres Erachtens wichtige Quelle nachpflegen können?
    Grüße, Ped

    1. Hallo Ped,
      in aller Schnelle …. bei der Quelle handelt es sich um lokale Begebenheit, wichtig/besser legitimiert wäre aber die generell geltende Regelung (so es denn eine gibt). Wenn es keine gibt, wäre auch dies erwähnenswert, dann könnte die lokale Quelle wieder an Legitimität gewinnen. Zudem konnte ich in der im Rubikon-Artikel referenzierten Originalquelle den Sachverhalt leider nicht mehr finden.

      1. Vielen Dank für diesen Einwurf.

        Ich habe die Quelle 7 so gewählt, weil sie zeigt, dass das auch praktisch so wirklichkeitsfremd umgesetzt wird. Das zeigt die RKI-Richtlinie selbst nicht, und viele würden wohl davon ausgehen, dass da immer noch gesunder Menschenverstand waltet.

        In beiden Fällen dürfte der Haupteinwurf von Kritikern sein, dass diese Fälle, die es zweifelsohne gibt,
        a) nicht so wahnsinnig zahlreich sind, und deshalb
        b) dieses Vorgehen die statistische Vergleichbarkeit gewährleistet, und damit in Ordnung ist

        Für uns hier ist aber wesentlich, dass diese Methode anzeigt, auf welchen Ebenen überall getrickst wird. Die Zahlen, egal welche zu Covid-19 und Sars-Cov-2 sind von vorne bis hinten hingetrickst, und die Quelle kann nicht mehr als einen Einblick geben, was alles als Möglichkeit der Manipulation genutzt wird. Dafür ist es mir wichtiger zu zeigen, DASS sie genutzt wird.

        Aber trotzdem vielen Dank für den Hinweis. 🙂

  9. Sehr erfreulich, die guten Zeichen mehren sich:

    https://corona-transition.org/wo-ist-eigentlich-der-wolf

    Aber was ich bedenklich finde: selbst eine kritische Seite wie die „Corona-transition“ macht den entscheidenden Fehler des verlogenen Narrativs mit:

    „Die Zahl, die jedoch als Schreckgespenst herumgereicht werde, sei die Zahl der Neuinfektionen, also der registrierten Fälle, mögen diese auch völlig glimpflich verlaufen. “

    Nein, es ist eben NICHT die Zahl der Neuinfektionen, die ständig herumgereicht wird. Es ist die Zahl der positiv Getesteten – und sonst nichts!

    Und „positiv getestet“ ist nichts weiter als ein Hinweis (aktuell sogar nur ein äußerst schwacher Hinweis aufgrund geringer Inzidenz) auf eine MÖGLICHE Infektion.

    Himmelherrgott ist das denn so schwer …

      1. Da sollen wir uns nicht lumpen lassen und eben auch ständig wiederholen – aber eben das Richtige.

        Wir werden von vorne bis hinten verarscht von Medien und Politik, Eine besserer Welt für die Allermeisten ist möglich – wird aber von einer Clique von Verbrechern verhindert. Während die sich das Paradies auf Erden einrichten, bleibt für uns der zu Klumpen gehauene Dreck, das Gift, die zerstörte Landschaft, das Abgas, Krieg und Leid und Lüge und Verdummung – und das Steuern zahlen.

  10. Ich möchte an Warren Buffets Aussage in einem Interview erinnern: Das wichtigste Thema unserer Zeit, da fragen Sie noch, ist doch klar. Es ist der Krieg Reiche gegen Arme. Wir, die Reichen, haben begonnen und wir sind am Gewinnen. (Übersetzung sinngemäß.)
    Es ist ein bekannter Irrtum, der gerne verbreitet wird, dass der Kapitalismus am besten ohne Staat und ständige „Gängelei“ auskommen würde.
    Auf kleinerer Unternehmensebene mag das stimmen. Gängelei auf kleinerer Ebene zerstört Handwerk, Bauernhöfe, kleinere Betriebe oder Läden und ist Teil des „Krieges“. Jeder, der ein kleines Unternehmen hat, weiß was ich hiermit meine.
    Aber für die Konzerne inklusive Banken galt schon immer etwas anderes. Konzerne, Trusts waren schon immer eng mit dem Staat verknüpft und staatlich subventioniert. Siehe die englische Ostindien-Kompanie. Die kamen nicht weiter, waren Pleite und so wurde der Staat und das Militär geschickt, um „Indien für England zu retten“. Derlei Beispiele gibt es bis heute unzählige – die jetzigen Maßnahmen inbegriffen, zielen sie doch hauptsächlich auf hoch verschuldete Konzerne und Banken ab, die – mal wieder – am Ende sind.
    In diesem System sind echte Mittelständler eher ein Hindernis, da häufig familiär organisiert und – am Wichtigsten – oft ohne wesentliche Schulden, sprich ohne Finanzialisierung (siehe u.a. Michael Hudson).
    Globalisten geht es nicht um die ursprünglichen kapitalistischen Grundzüge und wirtschaftliche Strukturen. Sie denken auf anderer Ebene. Macht haben sie über die Finanzen, Kommunikation, Medien und auch über die Gesetzgebung. Die eigentliche Wirtschaft, wie auch immer organisiert, interessiert nur am Rande.
    Wie Zbigniew Brzeziński mal sinngemäß sagte: Wo wir sitzen, ist völlig egal. Hauptsache, unser (neoliberales/neofeudales/neofaschistisches, die drei Worte von mir eingefügt) System und unsere Macht funktioniert global.
    Es gibt zwischen der Macht aber auch Grabenkämpfe – die Globalisten (Rockefeller, Gates etc.) und die Nationalisten (z.B Trump, Kurz). Beide wollen als Vertreter der Reichen die Weltmacht – die einen aber mit einer nationalen Attitüde und Government, die anderen über global Governance.
    Der Krieg Reich gegen Arm – elitäre Grabenkämpfe hin oder her – ist aber real und findet derzeit global statt. Dazu braucht es im Moment neben internationalen globalen Strukturen wie WHO, IWF, Weltbank, UNO noch die nationalen staatlichen Strukturen inklusive Steuermittel und Militär und auch RKI, nationale Medien usw.

    1. Ich frage mich immer wieder eines: wie konnten eigentlich private Banken entstehen? Also geschichtlich betrachtet. Etwa die Fugger im Mittelalter.

      Ausgangspunkt für diese Frage: der Staat bzw. die Obrigkeit, der König, der Staat, …, gewährleistet Zahlungsmittel (heute Banknoten), Sicherheit, Handel, Gerichtsbarkeit, Vertragstreue, etc.

      Das heißt, die Obrigkeit, der König, der Staat, … stellt alles zur Verfügung, was man für den Geldverkehr braucht. Und nun lässt sich die Obrigkeit, der König, der Staat, … Geld leihen (das er überhaupt erst gewährleistet und garantiert) um dafür Zinsen zu zahlen und um damit etwa seine Feldzüge zu finanzieren (zB Kreuzzüge).

      Ist das nicht bekloppt?

      Warum leiht die Obrigkeit, der König, der Staat, … sich nicht einfach das selbst geschöpfte und garantierte Geld selbst und spart sich damit die Zinsen?

      Gut, ein Ansatz: früher war Geld noch an Wertgegenstände wie Gold, oder Waren geknüpft. Wer diese Wertgegenstände in der Hand hatte, der hatte Geld. Das Geld der damaligen Zeit waren eher solche Dinge wie „Wechsel“ und „Schuldverschreibungen“. Gezahlt wurde aber oft in geprägten Edelmetallen.

      Aber warum halten wir das heute immer noch so, wo Geld nichts weiter als ein bedrucktes Schnipsel Papier ist? Wie konnten Banken diese Macht erringen?

      Wohl OT hier, aber auf den Abriss von Frau Schubert hin wollte ich das mal als Frage zum Nachdenken in den Raum stellen..


      () Der Weg zur Bank von England
      Herzlich, Ped

  11. Schweden zeigt wie man es richtig macht. Kein Lockdown, keine Explosion der Arbeitslosenzahlen, keine Einschränkung des öffentlichen Lebens, kein Maskenzwang, ja nicht einmal eine Empfehlung, Masken zu tragen.

    Trotz massiver Kritik aus anderen europäischen Ländern sagt Anders Tegnell, der schwedische Chef-Epidemiologe, dass Masken ungeeignet sind, um die Ausbreitung von Viren zu begrenzen…

    https://www.theeuropean.de/stefan-gross/coronavirus-schweden-widersetzt-sich-dem-pandemie-trend/

    Z. Zt. wäre Schweden für mich das Top-Auswandererland.

    1. Soweit ich weiß hat Schweden dafür praktisch schon kein Bargeld mehr…

      Wer sich raushalten will hat in der Ostsibirischen Taiga vermutlich noch die größten Chancen. Allerhöchstens noch überboten vom Grunde des Pazifischen Ozeans – abseits des Bikini-Atolls zumindest. Ansonsten sind alle Imperialen Ansprüche global, und die Kämpfe werden weiter an Härte zunehmen. Ich meine wir löschen gerade die Zivilgesellschaften aus – im ganzen Westen – und die Kriege um Wasser und Öl fangen gerade erst richtig an.

      Ja, die Kriege um Öl fangen erst an. Bis Dato waren das eher Scharmützel (vom 2. WK einmal abgesehen).

      1. Ja, das mit dem Bargeld ist das Haar in der Suppe. Was die Taiga oder den Grund des Pazifiks angeht, versuche ich möglichst, solch düsteres Gedankengut von mir fernzuhalten.

        Das ändert wohl den Sachverhalt nicht, ist aber so eine Art Selbstschutz. Angst und Verzweiflung behindern das rationale Denken und schaden der Seele.

      2. „Soweit ich weiß hat Schweden dafür praktisch schon kein Bargeld mehr…“

        Vielleicht ist das der Grund, warum Schweden so relativ ungeschoren aus der Corona-Nummer herauskam?

        Bei uns ist ja die Anti-Bargeld-Kampagne durch „bitte zahlen sie wenn möglich bargeldlos“ nochmal einen Schritt weiter gekommen.

        Wie immer in diesem Zusammenhang alles weitere bei Norbert Häring seinem Blog.

  12. @Horst zB zu Sätzen wie „Wie gesagt, die Theorie von der Macht einer Oligarchenclique ist für mich zwischenzeitlich zweite Wahl.“

    Was Sie bei Ihren Überlegungen völlig falsch annehmen, ist, dass Superrreiche wie Unternehmer agieren würden. Das ist ein massiver Irrtum. Diese Leute haben so viel Geld dass ihr Leben völlig jeglicher Normalität enthoben ist. Vielleicht mögen sie sogar eine Art Pseudonormalität ums ich herum inszenieren (lassen). Aber den Leuten wird an der Haarspitze abgelesen, was sie gerade wünschen, brauchen, anstreben, wollen, möchten, träumen, verfolgen, denken – (und natürlich wird auch versucht, auf diese Personen einzuwirken, zu manipulieren, was das Zeug hält, und das Mittel der Wahl dazu, ist, sich mit der Person gut zu stellen, sie überall zu bestätigen, diplomatisch Honig um den Mund schmieren, um offene Ohren für seine eigenen Ideen zu gewinnen)

    Und diese Leute können sich JEDEN WUNSCH erfüllen lassen. Oder zumindest Aktivitäten zur Erfüllung sofort starten lassen (die Erde mit einer Satellitensphäre umgeben, zum Mars fliegen, alle Menschen der ganzen Welt impfen lassen, …). Und diese Leute sind nicht mehr irgendwelchen Zwängen oder Drücken ausgesetzt. Die müssen sich nicht gegen eine Konkurrenz behaupten, die müssen nicht auf den Markt Rücksicht nehmen, die müssen nicht auf Staaten, Politiker, Gesetze rücksicht nehmen. Wegen dieser völligen Machtfülle und Enthobenheit spreche ich gerne von Pharaonen – denn alle anderen Bezeichnungen sind schlicht zu schwach und verharmlosend.

    Und nun stellen Sie sich vor, sie würden mit den paar Milliarden, die sie gerade übrig haben, Leute engagieren, um ihr Hobby (oder ihre Paranoia) umzusetzen. Leute, die die Besten der Besten sind, bestens ausgebildet, bestens vernetzt, bestens geschult, bestens motiviert, … und Sie würden noch ein paar Ihrer Milliardärsfreunde und ein paar Politiker und ein paar Köpfe von den zentralen Schaltstellen der Macht und mit größten Einfluss mit ins Boot holen, …

    Nunja, ich will Sie nicht von Ihrer Theorie abbringen. Aber ich will Ihnen sagen, dass ich Ihre Überlegungen für unsinnig und fehlleitend halte.

    1. @Albrecht Storz
      Ja, natürlich, die haben eine Menge Macht. Und mit Geld kann man tatsächlich auch sehr viel bewegen. Gerade ein Unternehmer wie Bill Gates weiß auch wie man Menschen führt/tyrannisiert.
      Ich gebe ihnen schon prinzipiell mit der Macht der Oligarchen recht. Ich hab diese Theorie auch lange Zeit verfolgt. Nur, irgendwann hab ich auch gemerkt, dass viele der „seltsamen“ verfassungsfeindlichen Initiativen von staatlicher Seite ausgingen. Und die „Reichen“ haben sich dem erst mal teilweise widersetzt (zumindest scheinbar). Bsp: Zuckerberg hat sehr abweisend auf die staatlichen Zensurinitiativen reagiert.

      Wenn sie sich die Zahlen anschauen, dann haben die westlichen Staaten auch budgetseitig jährlich viel mehr Geld im Spiel als irgendein Milliardär überhaupt an Vermögen hat.
      Wie auch immer, beweisen können wir leider nichts. Dazu würden wir eine echte unabhängige juristische Aufklärung über die ganzen Vorgänge der letzten zwei Jahrzehnte benötigen.
      Die wird es wohl nie geben.

      Vielleicht ist es auch einfacher, vielleicht kann man das alles (Macht von Oligarchen/Staat) mit dem „militärisch-industriellen Komplex“ umschreiben? Die Formulierung hat ja schon früher die Runde gemacht. Zugegeben, ich weiß es letztlich auch nicht.
      Für mich ist die internationale Gleichschaltung von Politik und Presse weiterhin ein Buch mit sieben Siegeln.
      Übrigens, zur Gleichschaltung: Auch in Australien haben die „oppositionellen“ linken Parteien den grundrechtsfeindlichen Corona-Gesetzen zugestimmt. Genau so wie in Deutschland. Wie kann so etwas möglich sein? Überall dasselbe Spiel.

      1. @Horst zu:“Wenn sie sich die Zahlen anschauen, dann haben die westlichen Staaten auch budgetseitig jährlich viel mehr Geld im Spiel als irgendein Milliardär überhaupt an Vermögen hat.“

        Auch hier irren Sie sich in Ihrer Analyse. Es geht gar nicht um die absolute Menge an Geld. Es geht vielmehr darum, mit einem einzigen Ziel (also idealerweise alleine, als Einzelperson) möglichst viel Geld bewegen zu können, ohne dabei Einschränkungen zu unterliegen (oder möglichst wenigen). Ein Staat ist bei seiner Budgetierung viel zu träge, ist an Regeln, Verwaltungsvorschriften, Prüfungsgremien, Beamtenmentalität, etc. gebunden. Und dann noch geschickt die Methoden des „Leverage“ zu nutzen (also dafür zu sorgen, dass dem eigenen Geld noch viel fremdes Geld hinterher strömt. Das Leverage an der Börse erfolgt mit geliehenen Papieren soweit ich das verstehe. Das Leverage im Spiel der Pharaonen erfolgt durch nachgesogene Steuergelder.)

        Ihre Behauptung lässt sich schon mit einem einzigen Beispiel wegwischen: Soros Spekulation gegen den britischen Pfund. Wären Staaten so mächtig, wie sie behaupten, wie könnte dann so etwas geschehen?

        Aber ich finde es inzwischen auch eher ermüdend, Ihre mE ständigen Fehleinschätzungen zu korrigieren. Machen Sie das doch mit sich alleine aus. ich kann Ihnen nur Hinweise geben, Ihre leider sehr falsch Meinung auf den Prüfstand zu stellen. Mehr nicht. Denn persönlich bin ich weder daran interessiert, Sie von irgend etwas zu überzeugen, noch das Thema zutote zu diskutieren.

        1. @Albrecht Storz

          Ihre Behauptung lässt sich schon mit einem einzigen Beispiel wegwischen: Soros Spekulation gegen den britischen Pfund. Wären Staaten so mächtig, wie sie behaupten, wie könnte dann so etwas geschehen?

          Ooops, Albrecht, jetzt haben sie sich das falsche Thema ausgesucht. Damit kenne ich mich etwas aus.
          Nun, Soros konnte nur gegen das britische Pfund spekulieren, weil entsprechende Hebelprodukte dafür zugelassen waren. Nehmen sie die Kreditierung über die Hebelprodukte raus (via Regulierung bspw) dann wäre schon Schluß.
          Sprich, der Staat ist viel stärker als ein Soros. Lediglich das staatliche Unvermögen ermöglicht überhaupt ein solches Spekulieren gegen Währungen.
          Die Lösung dazu wäre regulierungstechnisch eine einfache: Die Kreditierung für derivative Instrumente reglementieren. Und schwups, schon ist kein 100facher Kredithebel mehr möglich. Und damit ist auch das lächerliche Kapital eines Soros nivelliert.

          Netter Versuch, Albrecht. Met the wrong person. Try again! 😉


          Freunde, Sie verrennen sich gerade. Dabei haben Sie beide recht. Aber Sie leben halt gern die Dialektik.
          Das Problem ist ja gerade, dass die Staaten zuvor überhaupt das Trennbankensystem aufgelöst hatten, auf wessen Initiative wohl, der der Wähler? 😉
          Mit Unvermögen hat das eher weniger zu tun (wenngleich es natürlich vorhanden ist), mit Abhängigkeiten um so mehr.
          Herzlich, Ped

          1. Schon wieder ein eklatanter Denkfehler.

            Ihr Zitat: „Sprich, der Staat ist viel stärker als ein Soros“

            Der Staat ist keine Person, keine konsistent handelnde Einheit. EIne Person wie Soros weitgehend schon. Und Vermögende wie G. Soros nehmen merklichen Einfluss auf Staaten. Und damit darauf zB was für „Hebelprodukte zugelassen waren“.

            Ja. lassen wir das ….

          2. @Albrecht Storz
            Na, sehen sie mal, so weit sind wir doch überhaupt nicht auseinander. Ich habe weiter oben nur mal den Fokus auf die „Gefährlichkeit“ des Staates gelegt. Warum? Man sollte diesen gefährlichen Akteur nicht unterschätzen. Natürlich handelt es sich beim Staat nicht um einen einzigen Akteur. Das ist schon klar. Aber, er ermöglicht „tiefe Strukturen“.
            Und, tatsächlich, wird der Staat von den Reichen an der Nase herumgeführt. Aber das müsste er sich ja eigentlich überhaupt nicht bieten lassen.
            Weiters, kommt es immer wieder zu unheiligen Allianzen von Staat und Großkapital. (Drehtüreffekt etc.)
            => Die Gefährlichkeit der staatlichen Institutionen nicht außer acht lassen. Kein einziger Großkapitalist bspw hat bisher einen Massenmord geplant und umgesetzt.

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