Hilferufe aus Idlib

Aber diese Rufe sind andere, als sie uns von SOHR, den Weißhelmen und der dpa verkauft werden.


„Was Syrien betrifft, so beobachten wir weiterhin die instabile Situation im nordwestlichen Teil Syriens. Wir sind uns der Ankündigung der syrischen Regierung von heute Morgen über deren Wiederaufnahme der Militäroperationen im Nordwesten im Klaren und fordern weiterhin alle Konfliktparteien so wie diejenigen, die Einfluss auf diese haben, auf, ihre Verpflichtungen aus dem humanitären Völkerrecht zum Schutz der Zivilbevölkerung und der zivilen Infrastruktur jederzeit einzuhalten.“


So klang es am 5. August 2019 bei der mittäglichen Pressekonferenz aus dem Munde des Sprechers des UN-Generalsekretärs (1). Der seit Jahrzehnten in den USA lebende Franzose Stéphane Dujarric tat das, was wir bei den Vereinten Nationen im Prinzip seit Ausbruch des Syrien-Krieges immer wieder erleben. Er rief mehr oder weniger eindeutig die militärischen Kräfte eines souveränen Staates zur Zurückhaltung auf, nachdem diese von ihrem Recht gebraucht hatten, gewalttätige, zum großen Teil ausländische und auch noch sektiererische Extremisten zu bekämpfen.

Wir durften das bei den Kämpfen um Aleppo, später Ost-Ghouta, einschließlich Douma und dann in der südsyrischen Provinz Suweida erleben. Immer dann, wenn für die Extremisten die Luft eng wurde, erschall „Besorgnis“ aus den Amtsstuben westlicher Diplomaten. Reichlich wurde die Weltorganisation benutzt, um auf fiktives „Giftgas und Fassbomben“ zu zeigen, während der Krieg gegen Syrien aus eben diesen Staaten fleißig weiter beheizt wurde.

All das erleben wir nun auch seit Monaten bei den Vorgängen um die syrische Provinz Idlib. Dort wo zehntausende Islamisten, militärisch und logistisch weiterhin über die offene türkisch-syrische Grenze bestens versorgt, syrische Menschen terrorisieren, werden wir – vorgekaut durch die dpa – mit Informationen durch Aktivisten, SOHR (Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in Mittelengland) sowie die Weißhelme versorgt. Gerade Letztere dürfte kein Journalist mehr, der seinen Beruf mit einer gewissen Ethik verbindet, auch nur mit der Kneifzange anfassen.

So sieht dann der Hokuspokus – natürlich die Hirne schön in die passende Richtung titelnd –  für den ARD-Konsumenten aus:


Zehntausende Syrer fliehen vor Kämpfen in Idlib – Ein Mann untersucht den Schaden nach einem Luftangriff auf ein Krankenhaus in der syrischen Provinz Idlib. | Bildquelle: dpa (b1)

Doch wenn es kein Futter aus den Quellen der üblichen Verdächtigen gibt (Weißhelme, SOHR, HRW …), dann wird die Syrien-Berichterstattung der Massenmedien dünn oder sie ist schlicht nicht vorhanden. Es gibt keine andere Welt im Mainstream, als die so Vorgegebene und keine freie Berichterstattung, die versucht aus diesem Korsett auszubrechen.

Westliche Medien fluten Zeitungen, Rundfunk und Fernsehen und das Internet mit „Syrien-Informationen“ aus diesen Quellen. Dass aus ihnen in reger Folge – eindeutig nachgewiesen – Falschinformationen sprudeln, tut dem Ganzen keinen Abbruch. Gefangen in ihren Narrativen, beißen die Medien jede Informations-Plattform als „verschwörungstheoretisch“ oder „Assad-freundlich“ weg, welche dieses Konstrukt ins Wanken bringen könnte. Noch besser beherrschen sie das schlichte Wegschweigen von Quellen, die sich außerhalb ihrer vertrauten Welt tummeln. Im Overton-Fenster der Meinungshoheit werden sie so erst gar nicht sichtbar und können so das sedierte Publikum nicht aufschrecken.

Fassen wir die Berichterstattung der Massenmedien über die Vorgänge in der syrischen Provinz Idlib in einem Bild zusammen, einem Bild, das für Aleppo und Ost-Ghouta genau so Verwendung gefunden hätte. Die Berichterstattung zu Aleppo im Jahre 2016 ergab zum Beispiel, dass diese Stadt – vor den „Bombardements des Diktators und  der Russen“ – mehr Krankenhäuser als die ein Vielfaches an Einwohnern zählende Metropole New York gehabt haben muss. Nun zu Idlib: Die weißen Kreuze auf rotem Grund stehen für Krankenhäuser, Helme stehen für Milizen.


No Terrorists in Idlib Only Hospitals – Syria – News – White Helmets – Nusra Front – ISIS – Al Qaeda – لا يوجد شيء في ادلب إلا المستشفيات – keine Terroristen in Idlib; nur Krankenhäuser (b2)

Sollten Sie jetzt auf dem Bild keine Terroristen-Symbole sehen, dafür aber Unmengen von Krankenhäusern – dann hat das seinen „guten“ Grund. Denn im Narrativ des Mainstreams, der dem Krieg gegen Syrien in sklavischer Pose dient, sollen sie auch nicht zu sehen sein – „unsere Jungs“ da unten.

In Idlib gibt es übrigens aktuell genau acht – ich wiederhole es lieber noch einmal – acht Krankenhäuser, vier davon sind öffentlich, die anderen privat (2).

Woher die vielen „anderen“ Krankenhäuser kommen? Bashar al Jaafari hat dafür eine sehr schlüssige Erklärung. Die meisten Verletzten in Idlib sind nämlich derzeit Kämpfer – Kämpfer der „Opposition“. Auch diese werden selbstredend in medizinischen Einrichtungen behandelt (Übersetzung durch Autor):

[…] wenn die Weißhelme den Kellerraum eines Gebäudes geöffnet haben, aus dem zuvor Raketen und Granaten abgefeuert wurden, ist das eine andere Geschichte; das ist kein Krankenhaus. Das ist kein Krankenhaus sondern wird als sogenannte provisorische medizinische Einrichtung bezeichnet. Das ist eine Halluzination […], wenn man so etwas Krankenhaus nennt. Es ist einfach kein Krankenhaus. Es ist ein Raum, den sie im Keller eines Gebäudes öffneten, aus dem zuvor Zivilisten und die Syrische Arabische Armee bombardiert wurden.“ (3)

Die Weißhelme sind also in der Regel gar nicht in der Nähe ziviler Krankenhäuser, sondern erstaunlicherweise immer dort vor Ort, wo Stützpunkte von Jihadisten sind – einschließlich ihrer Sanitätsstellen. Von dort beglücken sie die Massenmedien mit den aufgenommenen Bildern der von Deutschland gespendeten Kameras. Weil dort ihr Arbeitsbereich angesiedelt ist, als Hilfstruppe für militante Salafisten, für Terroristen, die sich wiederum als Handlanger für aus dem Westen gesteuerte „Transformationen“ betätigen. Die Deutsche Presseagentur (dpa) übernimmt herzlich gern deren Bildmaterial und gibt damit der ARD den Anstrich quellenbasierter Berichterstattung (4).

Das Blatt namens BILD – mit Jihad-Julian als Frontberichterstatter zu Syrien – verbreitet in seiner Kriegshetze auch interessante Wahrheiten. Innerhalb eines weiteren billigen Weißhelm-„Berichts“ zu den „Russen, die mit voller Absicht Sanitätsfahrzeuge bombardieren“ durfte der Konsument in fett gedruckter Schrift lesen:

Dabei wird auch von Deutschland finanzierte Infrastruktur zerstört: Vier vom Auswärtigen Amt in Berlin unterstützte medizinische Einrichtungen fielen diesen Angriffen bereits zum Opfer.“ (5)

Das ist völlig richtig ausformuliert. Den meisten Lesern ist allerdings nicht klar, was es tatsächlich aussagt: Die deutsche Regierung unterstützt Islamisten in Idlib – wozu natürlich auch Hilfen für deren Kriegsinfrastruktur, einschließlich dort mit untergebrachter Sanitätsstellen, zu zählen sind. So weit ich weiß, stehen die acht Krankenhäuser in Idlib nach wie vor (siehe weiter oben), Stellungen und Stützpunkte der Islamisten werden dagegen von der russischen und syrischen Luftwaffe systematisch und gezielt angegriffen.

Der syrische Journalist Ahmed al-Khaled ist mit Sicherheit keine glaubwürdige Quelle – natürlich nur dann, wenn es nach den „Qualitätsmaßgaben“ der ARD geht. Allein schon, weil er nicht etwa berichtet, dass die Bürger Idlibs unter dem Schutz der „Rebellen“ eine neue Zivilgesellschaft aufbauen, was nur durch die Bombardements böser „Assad-Truppen“ ständig sabotiert wird. Im Gegenteil erfahren wir, dass die Zivilbevölkerung unter der islamistischen Herrschaft dieser „Rebellen“ leidet und in großen Teilen liebend gern in die geordneten Verhältnisse der „Assad-Diktatur“ wechseln würde.

Natürlich kann ich seine Kontakte nicht prüfen und auch der Name kann ein Pseudonym sein. Eine gewisse Distanziertheit – auch zu seiner Arbeit – ist sinnvoll. Was er berichtet, ist für mich jedoch schlüssig in Bezug auf die Strukturen und derzeitig stattfindenden Vorgänge in Syrien.

Seinen Informationen zufolge verschlechtern sich die Bedingungen im Nordwesten Syriens für die Zivilbevölkerung aufgrund systematischer Gräueltaten der al-Qaida entstammenden Islamisten-Miliz „Hayat Tahrir al-Sham“ (HTS) (6) in dramatischer Weise. Traditionell haben in der von Stammesstrukturen geprägten ländlichen Gegend in den Provinzen Idlib und Aleppo, wie auch im gesamten Osten Syriens Scheichs einen großen Einfluss auf und hohe Akzeptanz innerhalb der Bevölkerung. Diese haben bereits im Juni 2019 aufgrund der beschriebenen Situation einen Aufruf an die offiziellen, syrischen Behörden gerichtet.

Wenige Wochen später hatte die Syrische Arabische Armee (SAA) – einer weiteren Vereinbarung der Astana-Gruppe (siehe weiter unten) nachkommend – gerade einen weiteren einseitigen Waffenstillstand für Idlib verkündet und umgesetzt. Wie gewohnt, nutzten die Islamisten das für Attacken auf die SAA und den russischen Militärflughafen Hmeimim, worauf eine Offensive der SAA zur Befreiung der nördlichen Teile von Hama von den Islamisten in Gang gesetzt wurde. Prompt meldeten sich die „Besorgten“ der westlichen Wertegemeinschaften – wie der eingangs zitierte französische UN-Sprecher – zu Wort, um Syrien zur Mäßigung zu ermahnen.

Im folgenden Ahmed al-Khaleds Schreiben, mit der Bitte um Veröffentlichung (a1; Übersetzung durch Autor).


Hallo!

Die Situation im Nordwesten Syriens verschlechtert sich dramatisch wegen der systematischen Gräueltaten von „Heyyat Tahrir al-Sham“ gegenüber der Zivilbevölkerung. Dies erfuhren wir in einem Brief der Scheichs aus den von Militanten kontrollierten Gebieten des westlichen Teils der Provinz Aleppo mit einem Aufruf an die syrischen offiziellen Behörden. Wir haben einen Artikel über dieses Problem geschrieben (wir haben keine Einwände gegen die Neuveröffentlichung). Berücksichtigen Sie das Thema innerhalb ihrer Berichterstattung, da die Aktivitäten von „Heyyat Tahrir al-Sham“ das Schicksal von Millionen Syrern betreffen.

Alles Gute,
SMM Syrien, Ahmed Al-Khaled


Arabische Stammesführer unterstützen Assad

von Ahmed al-Khaled, SMMS; 24. Juni 2019

Konferenz von Führern arabischer Stämme in Syrien; Aleppo, Juni 2019 (b3)

Syrische Scheichs forderten während einer Stammeskonferenz in Aleppo die volle Unterstützung durch die syrische Armee und verurteilten die ausländische Einmischung in die inneren Angelegenheiten Syriens.

Mehr als 50 der mächtigsten syrischen Stammesführer aus den Gebieten östlich des Euphrat und Vertreter zahlreicher politischer und gemeinnütziger Organisationen trafen sich letzte Woche in Aleppo (Stadt). Viele von ihnen hatten bereits im Winter 2018 am Kongress des syrischen nationalen Dialogs in russischem Sotschi teilgenommen.

Die Stammesführer verabschiedeten am Ende der Veranstaltung eine gemeinsame Erklärung, in der die uneingeschränkte Unterstützung für den Präsidenten Assad und dessen Kampf für die territoriale Integrität und Unabhängigkeit Syriens bekundet wurde.

Die Scheichs verurteilten die ausländischen Versuche, Syrien zu „zerstückeln“ und seine Souveränität zu untergraben. Die Stammesführer betonten: „Niemand darf in seinem [eigenen] Land eine destruktive Politik betreiben.“ Sie forderten den sofortigen und vollständigen Abzug aller ausländischen Truppen, die in Syrien stationiert sind und gegen lokale und internationale Gesetze verstoßen. Die Führer der Araber und Kurden sind aufgerufen „sich im nationalen Befreiungskampf gegen die Kolonialisten zu vereinigen und sich dabei gegenseitig zu unterstützen“.

Die Scheichs forderten die internationale Gemeinschaft auf, die Wirtschaftssanktionen gegen Syrien aufzuheben, weil sie die Zivilbevölkerung treffen, deren humanitäre Lage verschlechtern und den Wiederaufbau des Landes behindern.

Die Teilnehmer machten auch einen Vorschlag zur Amnestie für Rebellen, die bereit sind, sich nicht mehr an [militärischen] Aktivitäten gegen Regierungskräfte zu beteiligen, um sie so zur Integration in ein friedliches Leben zur bewegen.

So zeigt dieses Ereignis, dass Assad eine kontinuierliche Politik verfolgt, die darauf abzielt, eine vereinte syrische Nation aufzubauen, die auf dem umfassenden Dialog basiert, der im Gegensatz zu den ausländischen Versuchen steht, das syrische Volk zu fragmentieren und die soziale und politische Situation zu verschlechtern (7).


Offener Brief von Scheichs aus der syrischen Provinz Aleppo; 6.8.2019 (b4)

Ahmed al-Khaled hat glaubwürdige Kontakte zu Vertretern der unterschiedlichen Schichten in der syrischen Gesellschaft. Er schreibt unter anderem für die American Herald Tribune (8), The 21st Century (9), die Online-Plattform Friends for Syria (10,a3) und auch Globalresearch veröffentlicht seit kurzem Artikel von ihm (11). Er ist beteiligt am Projekt OffGuardian (12,a4) und betreibt ein eigenes Projekt namens SMMS (Special Monitoring Mission to Syria) (13,14).

Für mich ist Ahmed al-Khaled – Stand heute – eine glaubwürdige, syrische Quelle.

Bitte bleiben Sie schön aufmerksam.


Anmerkungen und Quellen

(a1) Einfügungen von Peds Ansichten in Ahmed al-Khaleds Artikel wurden in eckige Klammern gesetzt.

(a2) Es ist nicht ausgeschlossen, dass es sich bei der „Zerstörung“ der anderen islamistischen Gruppen um einen Übersetzungsfehler aus dem arabischen ins englische und dann ins deutsche handelt. Denn von einer Zerstörung kann keine Rede sein. Wurden doch Ahrar al-Sham und die al-Zenki-Brigaden innerhalb der Machtkämpfe zwischen diesen militanten Gruppen letztlich auf HTS „umgeflaggt“.

(a3) Die Initiative „Friends for Syria“ ist nicht zu verwechseln mit der sogenannten Initiative „Friends of Syria“ (Freunde Syriens), die in ihrer Anfangszeit sämtliche Verheerer Syriens vereinigte – die westliche Wertegemeinschaft, die Türkei, die diktatorischen Staaten Saudi-Arabien und Katar sowie weitere (15,16).

(a4) OffGuardian wurde im Februar 2015 von fünf zuvor beim Guardian (Sparte: „Comment is free“ (17)) zensierten beziehungsweise verbannten Journalisten gegründet.

(Allgemein) Dieser Artikel von Peds Ansichten ist unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung – Nicht kommerziell – Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen kann er gern weiterverbreitet und vervielfältigt werden.

(1) 5.8.2019; Pressekonferenz bei den Vereinten Nationen; https://www.un.org/press/en/2019/db190805.doc.htm

(2,3) Rede des syrischen Vertreters bei den Vereinten Nationen; Miri Wood; 31.7.2019; https://www.syrianews.cc/un-in-hospitals-bombing-psywar-to-save-natos-last-stronghold-in-idlib/

(4) 21.8.2019; https://www.tagesschau.de/ausland/idlib-flucht-103.html

(5) Julian Röpcke, Mo Rabie; 28.7.2019; https://www.bild.de/politik/ausland/politik-ausland/syrien-putin-und-assad-bombardieren-idlib-18-tote-63599400.bild.html

(6) https://de.wikipedia.org/wiki/Hai%CA%BEat_Tahrir_asch-Scham; abgerufen: 8.8.2019, 11:27 Uhr

(7) 24.6.2019; https://smmsyria.com/arab-tribal-leaders-support-al-assad/

(8) https://ahtribune.com/author.html?id=1095; abgerufen: 24.8.2019

(9) Ahmed al-Khaled; 24.3.2019; https://www.21cir.com/2019/03/us-has-a-plan-for-eastern-syria-and-it-relies-on-isis/

(10) https://friendsforsyria.com/2019/03/27/us-has-a-plan-for-eastern-syria-and-it-relies-on-isis/; abgerufen: 24.8.2019

(11) Ahmed al-Khaled; 24.3.2019; https://www.globalresearch.ca/us-eastern-syria-relies-isis/5672489

(12) Ahmed al-Khaled; 26.3.2019; https://off-guardian.org/2019/03/26/us-has-a-plan-for-eastern-syria-and-it-relies-on-isis/

(13) Ahmed al-Khaled; 6.8.2019; https://smmsyria.com/czech-ngo-supports-militants-in-idlib-and-aleppo/

(14) https://twitter.com/smmsyria

(15) https://en.wikipedia.org/wiki/Friends_of_Syria_Group; abgerufen: 24.8.2019

(16) https://de.wikipedia.org/wiki/Freunde_Syriens#Staaten; abgerufen: 24.8.2019

(17) https://www.theguardian.com/uk/commentisfree; abgerufen: 20.8.2019

(b1) 21.8.2019; https://www.tagesschau.de/ausland/idlib-flucht-103~magnifier_pos-0.html

(b2) Keine Terroristen in Idlib; nur Krankenhäuser; 31.7.2019; https://www.syrianews.cc/un-in-hospitals-bombing-psywar-to-save-natos-last-stronghold-in-idlib/

(b3) Konferenz von Führern arabischer Stämme in Syrien; Aleppo, Juni 2019; https://smmsyria.com/arab-tribal-leaders-support-al-assad/

(b4) Offener Brief von Scheichs aus der syrischen Provinz Aleppo; SMM; 6.8.2019; https://twitter.com/smmsyria/status/1158772345470947333

(Titelbild) Special Monitoring Mission to Syria; 2.7.2019; https://smmsyria.com/who-needs-an-independent-syria/

6 Kommentare

  1. Auch wir (Baden-Württemberger und Rheinland-Pfalzer) finanzieren aktiv die Weisshelme über die GEZ.

    https://www.swr.de/film/doku-last-men-in-aleppo-documentary-emmy-award/-/id=5791128/did=19965594/nid=5791128/1n0e738/index.html

    Nachfrage was man bei dem Film so gemacht hat. Schliesslich wird SWR international nicht erwähnt nur Sie selbst rühmen sich. Konnte mit lange Textebausteinen nicht beantwortet werden. Darauss schloss ich, das hier lediglich finaziel nach geholfen wurde und Fragte noch mal nach. Die zweite Antwort war sehr kurz.

    Wir sind nicht berichtigungspflichtig.

  2. Nach meinen Empfinden spielen die öffentlich rechtlichen Regimetröten von ARD/ZDF in letzter Zeit verstärkt auf der Klaviatur der herzzerreißenden Geschichten, weil ihre Einmannkapelle aus Coventry und ihr weißbehelmter Spielmannszug nur schiefe Töne produzieren, die nicht mal Michel mit eingängigem Sound vom Hocker reißt, geschweige denn einen Platz in den Charts ergattern.
    Null Information, dafür viel Rosemunde Pilcher-Attitüde.
    Beispiel gefällig?!

    „Wieder sind Bomben eingeschlagen. Wieder müssen die Helfer der Weißhelme los. Jetzt zählt jede Sekunde. Sie rasen mit ihrem Rettungswagen über eine staubige Straße in der syrischen Stadt Maaret Al Numaan Richtung Süden. Über Funk erfährt Mohamed Taameh die Koordinaten der Unglücksstelle. Russische Kampfjets hätten im Morgengrauen zwei Angriffswellen auf ein Wohnviertel geflogen. Mindestens ein Jugendlicher soll verletzt worden sein.“

    Dieser gerissene Iwan. Zwei Angriffswellen, vielleicht ein Verletzter.

    „Der Jugendliche wird in einer Klinik behandelt. Womöglich sind es aber noch mehr Opfer. „Wir müssen raus und schauen, ob wir nach den Luftangriffen noch Menschen in den Trümmern finden“, sagt Taameh. Wenige Minuten später springt er mit seinem Kollegen aus dem Fahrzeug, eilt zu einem Wohnhaus, das in Trümmern liegt und sucht nach Überlebenden. „Ist da jemand, irgendwer hier?“, ruft er immer wieder. Glücklicherweise scheint es keine weiteren Verletzte oder Tote zu geben. Zumindest bei diesem Einsatz im Süden der syrischen Provinz Idlib.“

    Vielleicht hätte Taameh lieber eine Passage aus Adel Tawils Gassenhauer „Ist da jemand“ singen sollen.
    https://songtextes.de/songtexte/adel-tawil-ist-da-jemand
    Aber es wird noch besser.
    Jetzt bekommt der brutale, diktatorische Augenarzt sein Fett weg.

    „Dem Vormarsch Assads allerdings kann er bislang wenig entgegensetzen. Der hat nie einen Zweifel daran gelassen, dass er ganz Syrien wieder unter seine Kontrolle bringen will. Und dabei kennt er wenig Skrupel.“

    Dieser Drecksack, gibt einfach keine Ruhe. Will alles zurück.

    „In den vergangenen Monaten wurden immer wieder Kliniken, Märkte und auch Schulen bombardiert. Beobachter sehen darin eine Zermürbungsstrategie, die Assad schon oft und erfolgreich im syrischen Bürgerkrieg verfolgt hat.“

    Nachdem Ped hier die Krankenhauskarte eingestellt hat, vermute ich mal, dass in Idlib nicht die Aldi-Rossmann-Obi-, sondern die Krankenhaus-Markt-Schule-Bauweise vorherrscht.

    Jetzt nochmal dem fiesen Russen eins aufs Fressbrett:

    „Immer wieder geraten die Weißhelme selbst in die Schusslinie. „Jedesmal, wenn wir zu Hilfe eilen, Menschen retten wollen, fliegen russische Kampfjets eine zweite Angriffswelle, bei der Rettungskräfte getroffen werden. Viele unserer Helfer sind schon verletzt und getötet worden“, erzählt Taameh. In den vergangenen drei Monaten seien neun freiwillige Helfer ums Leben gekommen – darunter auch ein guter Freund von ihm.“

    … und fertig ist das Rührstück. Halt! noch ein letzter Scmachter:

    „Wenn wir Zivilisten, Kinder, Frauen retten, riskieren wir unser Leben. Aber wir werden weitermachen bis zum letzten Atemzug.“

    Ich gebe zu, an dieser Stelle musste ich weinen. Pause

    Das gesamte „Meisterwerk“ kann man sich hier reinziehen.
    https://www.tagesschau.de/ausland/idlib-syrische-armee-101.html

    Wer bei diesem Scheiß auch nur eine halbwegs verwertbare Information findet, den bitte ich um Nachricht. Und wer sich fragt, warum er für monatlich 17,50 Euro von solchen drittklassigen Märchenerzählern, wie Daniel Hechler verarscht wird, ist auf dem richtigen Weg.

    Es grüßt ein emotional beschossener, aber nicht getroffener
    Himbeertoni

    PS: Vielleicht auch eine Frage für die Gesinnungsdirigenten von der ARD, Ped?

    1. Vielleicht auch eine Frage für die Gesinnungsdirigenten von der ARD, Ped?

      Mach, lieber Himbeertoni, Du bekommst auch exklusiv einen Artikel-Platzhalter für die Veröffentlichung Deiner Frage an Herrn Hechler.
      Herzlich, Ped

      1. Hallo Ped, anbei ein paar Gedanken zu Hechler.
        Herzlich Himbeertoni


        Guten Tag Herr Hechler,

        wenn Realitäten immer schneller Narrative pulverisieren und Lügenpropaganda nicht mehr die gewünschte Wirkung entfaltet, erachte ich journalistische Stilmittel, Informationen in eine bellizistische Geschichte zu verpacken, für äußerst perfide.

        So geschehen in Ihrem letzten Beitrag „Offensive in Idlib: Leben retten im Bombenhagel“.

        Zwar sichern Sie sich mit folgender Ausführung ab, ich zitiere aus http://korrespondenten.tagesschau.de/author/dhechler/

        Als Studioleiter in Kairo kann Daniel Hechler daran anknüpfen, über die Konflikte nun aber auch aus nächster Nähe berichten. Ein faszinierendes, spannendes, relevantes Berichtsgebiet, das viele Überraschungen jenseits üblicher Klischees bereithält, wie er glaubt. Neben Berichten über Krieg und Krisen will er auch die schönen, ermutigenden, erstaunlichen Geschichten aus 15 Ländern erzählen.

        Aber sollten Sie nicht jetzt, wo sich die Terrorherrschaft dem Ende neigt, Tatsachen das westliche Narrativ vom Bürgerkrieg Lügen strafen, endlich umschwenken? Trotzdem trieft Ihre Geschichte nur so von Heroisierung der weißbehelmten Terroristenunterstützer.

        So ist das wohl, wenn man einen Krieg beginnt und ihn verliert.
        Mir bleibt bloß die Hoffnung, dass nicht nur Handlanger wie die Weißhelme, sondern auch die Schreibtischtäter und ihre angeschlossenen Propagandastuben für ihr Verbrechen des Führens eines Terror- und Lügenkrieges gegen Syrien noch zur Rechenschaft gezogen werden. Ganz aussichtslos muss das nicht sein. Es gibt da schließlich einen relevanten historischen Präzedenzfall.

        Es grüßt Sie ein Freund des syrischen Volkes

    2. Vielen Dank Himbeertoni fuer die humorvolle Zusammenfassung, anders lassen sich solche Machwerke schwerlich ertragen.
      Und, wie immer, ein dickes Dankeschoen an Herrn Frey fuer all die Muehe.

  3. Ich sehe im Moment folgende Gemengelage in Syrien: Mit verschiedenen Ansätzen zur Zerstörung des Staates ist der vergoldete Westen gescheitert und nimmt daher Zuflucht in einem Zermürbungskrieg.

    Die Syrische Seite führt aber einen ‚Zermürbungskrieg‘ mit anderem Vorzeichen und mit Erfolg.

    Zunächst wurde das Syrische Kernland gesichert und damit der Staat gerettet. In Idlib sitzen die Söldner, aber sie können nichts mehr erreichen und werden sogar langsam zurückgedrängt. Wenn die Investoren aber nichts mehr gewinnen können, zahlen sie keinen Sold mehr, außer sie haben sehr viel zu viel Geld. für Saud wird’s eng, weil die Houthis ihre sehr verletzliche Infrastruktur angreifen, wann wird das Merkel Regime aufhören unsere (von der Pressesprecherei zugegebenen) 40 mio € nach Idlib zu pumpen? Für Erdogan sind Geschäfte mit Ru viel attraktiver, als Konfrontation.

    Im Osten leben wenige Menschen, US – IS haben versucht, die Arabischen Stämme zu kaufen, aber diese haben abgelehnt. Natürlich kann man sie vertreiben, sie werden zurückkommen, oder man kann sie ermorden, aber da hat selbst das Pentagon Hemmungen. Die überwiegende Mehrheit der Kurden dort sind keine Syrer und ihr Lebensraum ist nicht die Wüste. Die USA spannen die Kurden vor ihren Karren, dafür kann es aber nie einen Konsens mit der Türkei geben und solche Ziellosigkeit wird für die USA teurer und teurer.

    Mit dem Scheitern im Orient scheitert auch der Versuch der USA, den Welt Öl Markt zu kontrollieren

    China steht hinter Sy, nicht aus Heldentum, sondern, weil sie rechnen können.

    https://www.voltairenet.org/article207423.html

    https://en.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13980606000935

    https://en.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13980606000674

    Und last not least sei erwähnt, daß sich auch im Libanon und im Irak Widerstand gegen den US – Israelischen Luftterror regt.

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